Telefonkabel im Neubau - noch sinnvoll?

Diskutiere Telefonkabel im Neubau - noch sinnvoll? im Elektro 2 Forum im Bereich Haustechnik; Wir rüsten gerade ein paar Büros elektrisch aus. Dabei kam die Überlegung, ob man überhaupt noch Telefonkabel verlegen sollte, wenn Glasfaser...

  1. #1 K a t j a, 17.07.2021
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    Wir rüsten gerade ein paar Büros elektrisch aus. Dabei kam die Überlegung, ob man überhaupt noch Telefonkabel verlegen sollte, wenn Glasfaser parallel verlegt wird? Eigentlich Käse, oder?
     
  2. #2 simon84, 17.07.2021
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    Netzwerkkabel verlegen. Kannst du im Falle des Falles immer für Telefon verwenden
     
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  3. #3 hanse987, 17.07.2021
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    Das gute „alte“ LAN Kabel legen und dann mit VoIP arbeiten. So ein Telefon kann man dann mit POE betreiben und braucht keine Spannungsversorgung vor Ort am Schreibtisch.

    Wenn man etwas weiter denkt, werden auch die Tischtelefone sterben und fast alles über Softphones laufen.

    Für was ist die Glasfaser?

    Insgesamt sollt man das Ganze ganzheitlich durchplanen.
     
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  4. #4 K a t j a, 18.07.2021
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    Glasfaser legen wir auf Verdacht mit rein. Noch gibt es keins. Ich dachte, wenn es erstmal da ist, braucht man nix anderes mehr für Telefon und Rechner?
     
  5. #5 matschie, 18.07.2021
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    Bis zur nächsten Sanierung dürfte CAT7 noch für alles mehr als ausreichen. Auch das kann bis 10Gbit und im Gegensatz zu Glasfaser PoE.
     
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  6. #6 MJanssen, 18.07.2021
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    So haben wir es auch gemacht
     
  7. #7 hanse987, 18.07.2021
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    Das Zukunftsgträchtigste ist immer noch eine Leerverrohung mit ausreichendem Durchmesser. Dann kann man in Zukunft rein werfen was gerade gewünscht und dem Stand der Technik entspricht.

    Ich sehe für Glasfaser als reine Office Verkabelung kurz- und mittelfristig keinen Mehrwert. Fast alle Geräte im Büro sind für herkömmliches Netzwerk ausgelegt. Dies bedeutet aber nicht das Glasfaser nicht eingesetzt wird, aber meist nur als Verbindung Server und Switch oder Switches untereinander. Diese Sache sollte man nicht unter den Tisch fallen lassen und deshalb sollte man hier ganzheitlich planen und nicht einfach ein paar Kabel auf Verdacht rein werfen.
     
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  8. #8 Sanierer82, 18.07.2021
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    Bei Büros denke ich an Brüstungskanäle, eben um bei Bedarf Glasfaser oder auch ein paar (Netzwerk-)Steckdosen nachzuinstallieren oder örtlich zu ändern. Da würde ich dann nur den aktuellen Bedarf + etwas Reserve an Steckdosen und RJ45-Dosen in den Raum legen. Klassische Telefonleitungen würde ich auch nicht mehr legen.
     
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  9. #9 simon84, 18.07.2021
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    Doppelter Boden mit Bodentanks ?
     
  10. Domski

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    Glasfaser zwischen uns bis zu Unter/Hauptverteilungen und zwischen den Etagen im Büro-Bau. Anschlüsse für Endgeräte als Cat 7 vorsehen. Ausreichend Deckenanschlüsse die wlan Access Points vorsehen.

    Glasfaser zu den Endgeräte-Anschlüssen ist kontraproduktiv, da in Zukunft sehr viel per Power over Ethernet (PoE) angeschlossen werden kann und das setzt zwingend Kupfer voraus.
     
  11. #11 K a t j a, 19.07.2021
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    Das werde ich nochmal anregen.
    Möglicherweise ist hier ein falscher Eindruck entstanden. Die Büros sollen vermietet werden. Sie sind sehr klein. Wie der jeweilige Mieter seine Technik organisiert, darauf haben wir keinen Einfluss. Erstmal legen wir überall Telefonkabel und eben Glasfaser.
    Habe selber wenig Ahnung von der Hardware und wollte nur mal checken, ob das so reicht. Wie gesagt - das sind keine Großraumbüros, sondern kleine Büros für z.B. Handwerker u.ä..
     
  12. #12 simon84, 19.07.2021
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    Dann erst recht Netzwerkkabel rein legen und kein Telefonkabel

    flexibler geht es doch nicht

    was die Glasfaser in einem kleinen Einzelbüro eines Handwerkers bringen soll erschließt sich mir nicht
     
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  13. #13 Sanierer82, 19.07.2021
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    Im Prinzip würde da für die meisten sogar ein vernünftiges WLAN-Internet reichen. LAN stecke ich im Büro nur ein, wenn ich große Softwarepakete, virtuelle Maschinen, etc. vom Server auf den Laptop kopiere. Das Alltagsgeschäft wie Email, Downloads, etc. alles über WLAN.

    Ansonsten halt einen Hager o. Ä. Multimedia Verteiler je Einheit und auf Netzwerkkabel patchen. Ob der Mieter da einen POE-Switch, eine Telefonanlage oder was auch immer da einsetzt, ist dann seine Sache. Diesen Schrank vom Hausanschluss mit Kupfer und / oder Glasfaser im Leerrohr anfahren. Je nachdem was vor Ort aktuell und in absehbarer Zeit verfügbar ist.
     
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  14. Domski

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    Dann würde ich erst Recht kein Glas bis in die Büros legen. Wie von @Sanierer82 vorgeschlagen, benötigt strukturierte Verkabelung auf cat7 Basis und groß dimensionierte Leerrohre von Hausübergabepunkt an den kleinverteiler je Einheit zum späteren einziehen von Glasfaser vorsehen.

    Du weißt heute ja noch gar nicht, was für einen Fasertyp der jeweilige Mieter da später gebrauchen kann: monomode, Singlemode, ....
     
  15. #15 K a t j a, 20.07.2021
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    Ich habe wirklich keinen Plan von der Technik. Ist das ein Problem, wenn benachbarte Büros alle ihr eigenes WLAN nutzen?

    Wie jetzt, die Glasdinger sind nicht genormt / einheitlich?
     
  16. Domski

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    Ja, ja und nein.

    Jedes WLAN nutzt ein oder mittlerweile bis zu 4 Kanäle aus einer Menge vorn entweder 13 oder ich meine 25 Kanälen. Dazu kommt, daß benachbarte WLANs einen Kanalabstand von bis zu 3 Kanälen halten sollten ("freilassen").
    2 WLAN auf dem selben Kanal geht, aber meistens mit schlechter Performance. Jetzt kannst du ausrechnen, was das in einem Hochhaus aka Wohnsilo für ein Funk-Kuddelmuddel gibt. Also ist auch die maximale Anzahl an Büroeinheiten entscheidend für eine gute Planung.

    Bei Glasfaser gibt es einige verschiedene Typen. Grundsätzlich unterscheidet man Mono/Singlemode und Multimode. Dann gibts innerhalb der Kategorien noch verschiedene Lichtwellenbereiche. Im lokalen Bereich, wenn du also die komplette Gebäudeverkabelung incl. aktiver Komponenten selbst in der Hand hast, verlegst du idealerweise Multimode-Glas zwischen den Etagen. Willst du aber nur die passive Infrastruktur (auf kurzer Strecke, Kabelwege bis 100m) bereitstellen, verlege besser hochwertiges Kupfer (Cat 7).

    Glas innerhalb eines Gebäudes brauchst du in genau 4 Fällen:
    - Kabelwege > 100m
    - Galvanische Trennung bzw. Potentialausgleich gefordert
    - Anbinden von Etagenverteilern mit > 4GBit an einen Hauptverteiler. Zur Orientierung: 24+ Netzwerkports pro Etage oder Sonderanforderungen wie CAD-Büro/Filmstudio mit Servern im Keller
    - Maschinenhalle mit starken elektrischen Feldern, die auch geschirmtes Kupferkabel stören können
     
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  17. Domski

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    Eine Anmerkung noch: Ich rede von Etagen. Ersetze das einfach durch "Büroeinheiten". Daran sollte sich die Planung orientieren. Und daran, was du für Gebäudeversorger (Telekom,....) mit welchem Medium anliegen hast.
     
  18. Cybso

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    Wenn es nicht ein riesiges Bürogebäude wird, bei dem sehr hohe Bandbreiten zwischen den Büros erforderlich sind, oder ihr nen 10G-Uplink legen lasst, den die Mieter voll ausnutzen können sollen, macht Glas bis ins Büro derzeit wenig Sinn. Achtet beim legen der Leerrohre drauf, dass man später bei Bedarf das Kupfer raus- und eine Faser reinlegen kann, dann seid ihr gut vorbereitet.

    Viel wichtiger finde ich, dass es in den Büros GENUG Netzwerkleitungen gibt, und dass es für die Mieter im Technikraum die Möglichkeit gibt, ein eigenes Switch im Rack unterzustellen und die Leitungen dort nach Bedarf miteinander zu verbinden. Nichts ist ärgerlich, als ein schönes aufgeräumtes Büro zu haben, und dann trotzdem irgendwo in der Ecke ein Switch und Netzwerkkabel über den Boden zu legen, weil die Anschlüsse nicht ausreichen.

    Telefon geht, wie schon mehrfach erwähnt, ebenfalls wunderbar über eine Ethernetleitung, da wird kein eigenes Kabel für benötigt, es wird dann nur anders verwendet.
     
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  19. #19 K a t j a, 20.07.2021
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    Ok, also der Plan sieht derzeit so aus, dass zu den Räumen ganz normal der Telefonanschluss geht. Neben dem Verteiler gibt es dann den Router oder Fritzbox usw., je nachdem, was sich der Kunde aussucht. Von dort sind dann die Netzwerkkabel in den Räumen verteilt. Wir haben einen Einrichtungsplan vorgegeben, der uns am sinnvollsten erscheint und planen direkt an die Schreibtische die Anschlüsse. Wenn die sich die Tische dann anders stellen, müssen sie halt eigene Kabel quer durchs Zimmer legen - das ist dann Pech.
    Das Glasfaserkabel haben wir eh übrig - die Sorte kenn ich jetzt nicht - bin gerade nicht vor Ort. Deswegen wollten wir es mit rein legen. Es wird so gelegt, dass man daran ein anderes Kabel durch die Wand ziehen könnte, wenn es nötig sein sollte. Also wie ein Leerrohr nur ohne Rohr. :)
     
  20. Domski

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    Klingt nicht ganz falsch.

    Aber:
    Was ist mit der Kabeltrasse vom Hausübergabepunkt zu den Büroeinheiten? Das ist hier der neuralgische Punkt.
    Wird es zusätzliche Räume (im Keller) geben, die die Mieter nutzen können, als Archiv, Serverstandort etc?
    Wie groß sind die Büroeinheiten jeweils?
    Wollt ihr euch die Option offen halten, WLAN zusätzlich zentral zur Verfügung zu stellen, ala Co-Workingspace?

    Ich kann gern noch weiter ins Detail gehen, das sprengt dann aber den Forenrahmen :)
     
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