Telekomkabel des Nachbarn als Hochleitung diagonal über unser Grundstück

Diskutiere Telekomkabel des Nachbarn als Hochleitung diagonal über unser Grundstück im Sonstiges Forum im Bereich Haustechnik; Über unser Grundstück geht der Hausanschluss des Nachbarn diagonal, als Hochleitung. Da wir nun bauen und die Baufirma schon darauf hingewiesen...

  1. ftwag

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    Über unser Grundstück geht der Hausanschluss des Nachbarn diagonal, als Hochleitung. Da wir nun bauen und die Baufirma schon darauf hingewiesen hat, das dieses Kabel bei den anstehenden Kranarbeiten stören wird, habe ich bei dem Bauherrenservice der Telekom schon vor Wochen angerufen und darum gebeten das dieses Kabel entfernt wird. Es gibt nämlich eine Urteil des Bundesgerichthofes (Urteil des Bundesgerichtshofes vom 16.05.2014 (Az.: V ZR 181/13))das ich das nicht dulden muss. Oder das sie es wenigstens zum ersten Termin der Kranarbeiten herunternehmen und dann wenn wir unseren Hausanschluss kriegen gleich mit umlegen. Der Mitarbeiter des Bauherrenservice schrieb an die Telekom-Technik eine Email. Die haben sich aber nicht gemeldet. In der Zwischenzeit habe ich nun schon noch zweimal angerufen und die Mitarbeiterinnen schrieben noch einmal eine Email mit Dringlichkeitsvermerk. Nun ist nächste Woche der erste Krantermin, aber die Telekom-Technik hat sich immer noch nicht gemeldet. Auf meine Bitte mir doch die Telefonnummer der für uns zuständigen Außenstelle der Telekom-Technik zu geben, wurde mir mitgeteilt das sie mir die nicht geben dürfen. Nun weiß ich garnicht was ich machen soll.
     
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  3. 1958kos

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    Einfach mal abklemmen, dann kommen sie sehr schnell:hammer:
     
  4. Diamand

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    Das ist zwar eine gute Idee. Ich könnte mir aber vorstellen das die Telekom dir dann ganz schnell aufs Dach steigt und du dann eine menge Ärger hast.
     
  5. 1958kos

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    Wenn der Kran dran hängengeblieben ist ?:sleeping
     
  6. ftwag

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    Nun ja in dem Urteil wird festgestellt, das ein Eigentümer sehr wohl das Recht hat eine fremde Leitung beseitigen zu lassen oder selbst zu beseitigen (http://www.dresdner-fachanwaelte.de...remder-grundstuecke-leitungen-und-ueberbauten). Bei dem ersten Gespräch mit Bauherrenservice wies ich auch auf dieses Urteil hin und sagte das ich das Kabel sonst selber beseitige. Der Mitarbeiter antwortete daraufhin sinngemäß:" Machen sie das ruhig, aber es wird dann wohl zu einem Rechtsstreit kommen." Die Telekom handelt unrechtens und ist dann noch so überheblich.
     
  7. Andybaut

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    Das Urteil ist leider so nicht ganz passend. Bei dir handelt es sich um eine "irgendwann mal" gebaute
    Leitung wie man das früher gemacht hat. Das Urteil bezieht sich auf eine im nachbarschaftlichen Einvernehmen
    verbaute Leitung.
    Selbst wenn, haben wir aber in Deutschland eine richterliche Unabhängigkeit und kein Gericht ist an die Entscheidung
    eines anderen Gerichtes gebunden. Die gerne zitierten "Präzedenzfälle" gibt es im deutschen Recht nicht.

    Aber zum Problem:
    Hier hilft nur Hartnäckigkeit, aber ohne Drohungen mit unzutreffenden Urteilen.
    Die Probleme mit der Telekom kennen wir alle.
    Es könnte helfen deinen Rohbauer darauf anzusetzen, die kennen vielleicht die richtigen Ansprechpartner
    von anderen Vorhaben.
     
  8. simon84

    simon84

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    Du kannst auch bei der Gemeinde nachfragen, die haben in der Regel die Ansprechpartner ebenso.

    Normalerweise müsste da Telekom Niederlassung Ost zuständig sein, Baubezirk 31 oder 32

    Vielleicht kriegst du Adresse und Nummer raus .

    Ach ja glaube das heißt jetzt PTI nicht mehr Baubezirk
     
  9. #8 LoSteinke, 26. März 2017
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    Wenn der frühere Grundstückseigentümer der Leitungsführung des Nachbarn über das eigene Grundstück zugestimmt hat und diese im Grundbuch oder im Baulastenverzeichnis eingetragen ist, dann ist diese zuerst einmal zu dulden. Der Anschluss ist bis zum APL (Anschlusspunkt) Eigentum der Telekom und eine Beschädigung resultiert in Schadenersatzansprüchen seitens der Telekom oder des Nachbarn, der dann nicht mehr telefonieren kann.

    Sollte sich die Bauherren-Hotline der Telekom nicht zurückmelden, bitte Kontakt mit dem Nachbarn (als Anschlussinhaber) sowie mit dem PTI (Produktion Technische Infrastruktur) der Telekom aufnehmen. Für Königs Wusterhausen müsste das der PTI 32 (Frankfurt/Oder) sein.

    Kontaktadresse siehe hier: https://trassenauskunft-kabel.telekom.de/html/index.html
     
  10. #9 Corinna72, 27. März 2017
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    Wir haben ca. 6 Monate vor Fertigstellung unserer DHH den Telekom Bauherren Service beauftragt, uns einen Telefonanschluss zu legen. An sich keine große Sache, da mitten in einem Wohngebiet.
    Damit es auch ja klappt, habe ich 4 Wochen vor Fertigstellung/Einzug nochmal nachgehakt. Da hieß es dann, es tue ihnen leid, so kurzfristige Aufträge könnten sie leider nicht termingerecht ausführen.
    6 Monate = kurzfristig??

    Wir mussten uns dann 6 Wochen lang mit Handy und Surfstick behelfen. War ganz schön teuer, v.a. das Internet und die Auslandsgespräche. Außerdem hatten wir auch 6 Wochen kein Fernsehen, weil wir da konsequent mit TV over IP geplat hatten. Wir hatten die mehrfache mündliche Zusicherung, dass Telekom Entertain und VDSL 50.000 für uns verfügbar seien.

    4 Wochen nach Einzug kam dann auch noch ein Anruf, dass Entertain und VDSL für uns leider nicht verfügbar seien. Jetzt war aber schon alles ohne Verkabelung für Satellit etc. gebaut. Da wurde ich richtig sauer und habe der Telekom vorgerechnet, was der Umbau aufgrund ihrer Fehlinformation kosten wird und dass ich diese Kosten auch bei ihnen einfordern werde, falls nötig auf dem Rechtsweg. Tja und da ging es plötzlich ganz schnell: schon nach ein paar Tagen kam der Anruf, dass Entertain und VDSL bei uns doch verfügbar seien und es wurde uns gleich ein Installationstermin mitgeteilt.

    Die Mehrkosten von ca € 170.- plus 15 Stunden verlorene Arbeitszeit in Höhe von € 600.- netto stellte ich dann der Telekom in Rechnung. Diese wollte mich dann mit € 150.- abspeisen, die ich nicht akzeptierte. Das nachgebesserte Angebot von € 200.- nahm ich dann an, weil dadurch wenigstens die Unkosten abgedeckt waren und mir ein tatsächlicher Rechtstreit dann doch zu blöd war.

    Und es gab noch viel mehr Komplikationen, die ich der Übersichtlichkeit halber hier noch gar nicht reingeschrieben habe. Z.B. dass mein alter Anschluss an der alten Adresse einfach vorzeitig (4 Wochen zu früh) abgeschaltet wurde und es ein großer Kampf und sehr zeitaufwändig war, diesen wieder zu aktivieren, etc, etc...
     
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  12. ftwag

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    Es gibt eine erfreuliche Entwicklung und ich muss mich wohl bei der Telekom entschuldigen. Still und heimlich, ohne uns zu benachrichtigen, wurde das Kabel umgelegt, so das es nicht mehr unser Grundstück überquert und auch nicht bei den Kranarbeiten stört. Ein Nachbar hat mich darauf aufmerksam gemacht. Danke Telekom!
     
  13. Diamand

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    Die Kommunikation der Kommunikationsunternehmen ist leider oftmals nicht besonders gut.
     
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