Tellerdübel schimmern durch Dämmputz

Diskutiere Tellerdübel schimmern durch Dämmputz im Baumurks in Wort und Bild Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo. Mithilfe der SuFu habe ich hier einen ähnlichen Fall gelesen. Meiner liegt jedoch über 20 Jahre zurück. Da gab es noch kein Internet in...

  1. Jost

    Jost

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    Hallo.

    Mithilfe der SuFu habe ich hier einen ähnlichen Fall gelesen. Meiner liegt jedoch über 20 Jahre zurück. Da gab es noch kein Internet in dieser Form, jedenfalls nicht in dieser Quantität und Qualität. Darum will ich heute mal mit eurer Hilfe versuchen herauszufinden, welche Möglichkeiten ich habe. Wie gesagt, die Außendämmung fand vor knapp über 20 Jahren statt. Zahllose blaue Bierdeckelgroße Tellerdübel wurden zur Befestigung verwendet. Zudem wurde der Putz mit einer Art Schutzanstrich versehen um ihn gegen Blüten- und Rasenpollen zu schützen. Hat gerade mal 3 Jahre gehalten. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie deutlich die Tellerdübel durch die schmutzige Hauswand hindurch schimmern. Das ist mir ehrlich gesagt sehr peinlich. Jemand meinte, man könne die Fassade mit Latexfarbe versiegeln. Sie würde alles abdecken und keine Dübelschatten mehr durchlassen.

    Klingt für mich als Laie irgendwie nicht richtig, von wegen Staufeuchtigkeit oder wie diese Feuchtigkeitsflecken sonst heißen, die man häufig an Dämmputzfassaden sieht. Was meint ihr? Gibt es derzeit Möglichkeiten, den Putz wieder auf Vordermann zu bringen, damit zum einen nichts mehr durchschimmert und zum anderen keine Blüten- und Graspollen mehr haften bleiben? Denn der Putz von 2 Nachbarn gegenüber sieht nach 40 Jahren immer noch so aus, wie am ersten Tag. Vielleicht liegt es ja auch der Putzoberfläche, denn die ist bei denen glatt.

    Gruß, Jost
     
  2. #2 Andreas Teich, 31.03.2020
    Andreas Teich

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    Bild hilft weiter.
    Latex ist das schlimmste was machbar wäre-völlig dampfdicht und schimmelgefährdet,
    zudem beseitigt das ohnehin keine Wärmebrücken.
    Wie dick ist die Dämmung?
    Gibts auch Verfärbungen durch Schimmel, Algen, Pilze?
    Die Nachbarfassade ist dann sicher nicht gedämmt bzw hat eine Innendämmung.

    Meine 110 J alte Fassade mit grobem Kellenwurfputz war früher nie gestrichen worden
    und sieht erstmaligem Silikatfarben-Anstrich vor 25 J noch weitestgehend einwandfrei aus. Glatte Fassaden müssen nicht unempfindlicher sein.

    Zumindest müßtest du die ganze Fassade überarbeiten-
    entweder Dübel erneuern und tieferlegen mit Dämmstoffdübelabdeckung
    oder eine zusätzliche Dämmstoffschicht befestigen.
     
  3. Jost

    Jost

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    Die Flecken sehen so aus wie hier

    Typische Problemzonen von WDVS-Fassaden | Dämmstoffe | Schäden/Mängel | Baunetz_Wissen

    Auf dem 2. Bild sieht man es genauer. Wird sich komisch anhören, auch wenn ich hier nach keine Antwort mehr kriege, aber ich habe meine Hauswand schon seit vielen Monaten nicht mehr angesehen, so sehr schockt sie mich jedes mal auf`s neue. Daher kann ich nur mit einem Foto aus dem Netz dienen. Was die Plattendicke betrifft, so genau weiß ich es nicht mehr, aber ich meine, die Platten sind 6 cm dick. Nach einem Regenschauer sieht man die Flecken besonders stark. Die Fassade ist ja auch nicht mehr die hellste. Alltagsschmutz hat sich abgesetzt, darum schimmern die Teller rund ums Haus auch im trockenen Zustand leicht durch. Schimmel kann ich ausschließen. Pilze und Algen? Da weiß ich nicht, wie ich das erkenne. Was ich sagen kann, dort wo Rasen wächst, ist die Giebelseite zum Teil grün und da schimmern die Dübel besonders stark durch. Im Grunde hast du jedoch die wichtigste Frage beantwortet und ich hatte eh ein merkwürdiges Gefühl, als mir das ein polnischer Kleinunternehmer, und die "können" und machen eh alles rund ums Haus, mit dem Latex vorgeschlagen hat. Ich mach`s also nicht. Danke für die Warnung.
     
  4. #4 Andreas Teich, 01.04.2020
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    Wenn du ohnehin die Fassade sanieren willst und die Dämmung nicht sehr dick und schadhaft ist würde ich das wohl abreißen und neu dämmen-
    um Genaueres sagen zu können müßten die baulichen Bedingungen bekannt sein-
    Wandaufbau, Baujahr des Gebäudes, Bilder von allen Seiten etc.

    Die Dämmung würde ich nicht mehr mit EPS ausführen sondern mit kapillaren, gleichzeitig ökologischen Dämmstoffen wie Zellulose, Holzfaserplatten, Hanfplatten, Multipor o.ä. und außenseitig zB mit schwereren Holzfaserdämmplatten verkleiden,
    die aufgrund besserer Speicherfähigkeit und höherer Stabilität wesentlich weniger gefährdet sind als leichte Dämmstoffe.
    Algen sind meist grünlich, Pilze eher dunkel,schwärzlich.

    Dickere, mineralische, mit Silikatfarben gestrichene Putze bieten für Pilze etc viel schlechtere Lebensbedingungen.
    Du kannst mich anrufen oder Infos hier einstellen
     
  5. Jost

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    Dann sind es keine Pilze, sondern Algen. Danke für den Hinweis, auch für das Angebot, dich anrufen zu dürfen. Meiner Frau sind die Flecken zwar egal, will nicht mehrere Tausend Euo in den Putz stecken, aber ich werde es mit ihr besprechen.
     
  6. #6 Jo Bauherr, 01.04.2020
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    Das Problem hatte ich auch an einem MFH aus Bj. 1997 (das hatte eine leichte Leopardenkrankheit mit 10cm PS). Das Haus wurde vor ~vier Jahren eingerüstet, gekärchert und dann (teuer) mit 'C aparol Muresk o' neu gestrichen. Stand heute: optisch völlig OK. Fazit: hochwertiger Neuanstrich könnte evtl. funktionieren.
     
  7. #7 Fabian Weber, 01.04.2020
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    Neuanstrich + Algenschutz ist die billigste aber auch die am wenigsten nachhaltige Lösung.

    Efeu ist die günstige und am wenigsten Arbeit machende Lösung. Außerdem super Sonnenschutz im Sommer und Bienen lieben Efeu auch.
     
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