Temperaturentwicklung in Decke

Diskutiere Temperaturentwicklung in Decke im Elektro 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, die LED-Lampen, die ich habe, haben eine max. 85°C am Tc-Punkt. Die Leuchtmittel werden einfach in den Deckenspot eingeclipst und mit...

  1. Gwenny

    Gwenny

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    Hallo,

    die LED-Lampen, die ich habe, haben eine max. 85°C am Tc-Punkt. Die Leuchtmittel werden einfach in den Deckenspot eingeclipst und mit dem GU 10 Anschluss verbunden.
    Deckenaufbau von unten nach oben ist:
    GK: 12,5mm
    ungedämmte Ins-Ebene: 8-15 cm (abh. ob ein Balken direkt beim Spot ist)
    OSB-Platte 18mm
    ...

    Seht ihr bezüglich der Temperaturentwicklung Probleme?
     
  2. R.B.

    R.B.

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    Welche Mindestabstände schreibt der Hersteller vor? Das wäre erst einmal das Maß der Dinge.

    Ich für meinen Teil gehe bei solchen Dingen lieber auf Nummer sicher. Selbst wenn es nicht gleich zu einem Brand kommen muss, würde ich einen Strahlungsschirm zwischen Balken und Spot vorsehen sobald mir der Abstand als unsicher erscheint. Niemand kann vorhersehen was für Spots da später eingesetzt werden und wie lange die Spots eingeschaltet sind. Es kann auch niemand vorhersagen, wie sich in diesem ungedämmten Bereich die Wärme ausbreiten wird.

    Tc besagt ja erst einmal die Temperatur am Gehäuse des Leuchtmittels (liegt dann meist irgendwo im vorderen Bereich). Hinten an der Fassung wird die Temperatur schon niedriger liegen, und in x cm Abstand dann noch niedriger. Somit ist auch sehr wahrscheinlich, dass die Temperatur in x cm Abstand hinter der Leuchte, also am Balken, deutlich geringer ist. Das hängt jetzt von der Einbautiefe des Spots und dem sich ergebenden Mindestabstand ab.

    Aus technischer Sicht könnte man jetzt sagen, "da passiert nie was", und man würde auch sehr wahrscheinlich richtig liegen. In meinen Augen ist aber der Begriff "wahrscheinlich" in Verbindung mit Brandgefahr völlig inakzeptabel.

    Die Hersteller von Leuchten führen umfangreiche Tests durch, so dass deren Vorgaben als sehr zuverlässig gelten können. Hält man sich daran, dann hat man als Installateur und Betreiber alles getan was von einem gefordert werden kann. Erkennt man als Fachmann, dass die Vorgaben des Herstellers vielleicht doch nicht ausreichen könnten, dann sollte man seinen gesunden Menschenverstand einsetzen und auf Nummer sicher gehen.

    Gruß
    Ralf
     
  3. Gwenny

    Gwenny

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    Bezüglich Brandgefahr argumentiere ich genauso.

    Angaben zu den Mindestabständen beim Leuchtmittel gibt es leider keine. Und beim Streifzug durch verschiedene Datenblätter habe ich bisher auch noch nie diese Angabe entdeckt.

    Was meinst Du mit Strahlungsschirm? z.B. eine ThermoX-Dose?
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Beispielsweise, oder einfach den Balken durch eine Platte (GK, Metall.....) schützen. Da gibt es viele Möglichkeiten, je nach Risikobetrachtung. Die Dosen haben den Vorteil, dass sie die Wärmeentwicklung größtenteils auf die Leuchte beschränken.
     
  5. #5 karo1170, 31.01.2014
    karo1170

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    Das verringert die Brandgefahr. Und die Lebensdauer der LED gleichermassen...
     
  6. Gwenny

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    Dosen zum nachträglichen Einbau gibt es aber wohl nicht, oder?


    Habe nun doch ein Datenblatt entdeckt :bounce:
    Doch was bedeutet konstante Wärmeableitung muss gewährleistet sein?
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Vermutlich eine funktionierende Hinterlüftung.
     
  8. Gwenny

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    Dann habe ich ja genug Platz.

    Jetzt stellt sich aber gerade eine andere Frage: Wenn die NYM-Leitung die Stelle am Leuchtmittel mit der höchsten Temperatur berührt, würde das PVC der Nym-Leitung ja wegschmelzen, oder?
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Deswegen wird an solchen Stellen auch kein NYM-J verlegt.
     
  10. Gwenny

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    Wurde aber.
    Also auch den Elektriker einen Mangel aufzeigen:frust
     
  11. R.B.

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    Wenn mit Temperaturen >70°C zu rechnen ist, darf NYM-J nicht eingesetzt werden. Man kann entweder temperaturbeständige Leitungen verwenden, oder mit diesen zumindest aus dem kritischen Bereich fahren und dann mit NYM-J weiter, oder man muss halt sicherstellen, dass die Temperatur an der Leitung die Grenzwerte nicht überschreitet. Was sich der Eli dabei gedacht hat, das kann ich nicht sagen.
     
  12. Julius

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    Direkt an die GU10-Fassung darf man mit NYM im Regelfall (Leuchte mit "nackter" Fassung) nicht!
    Aber als Zuleitung zur Leuchte meist ausreichend. Handelsübliche Leuchten besitzen dann einen kleinen Klemmkasten zum Übergang auf hitzebeständige (und meist auch bewegliche) Schlauchleitung. Gibts aber auch zum Nachrüsten.
     
  13. R.B.

    R.B.

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    Die o.g. ThermoX haben so was auch. Innerhalb von Leuchten habe ich so etwas noch nicht gesehen, zumindest nicht bei solche Spots o.ä.
     
  14. Gwenny

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    Nym geht nicht direkt an GU10 Fassung ran. Die GU10-Fassung hat noch eine 12,5 cm Anschlussleitung dran, um an eine Wago-Klemme anzuclipsen.

    Ich muss jetzt nur mal schaun, die Nym so in der Decke zu befestigen, dass sich nicht ans Leuchtmittel drankommen.
     
  15. Julius

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    Na siehste.
    Besagte Klemme darf aber NICHT ohne Umhüllung in der Decke liegen (auch wenn man das tausendfach so vorfindet)!

    Es gibt spezielle kleine Dosen dafür, die man sogar ohne Auftrennen drüberclipsen kann (z.B. die "Q4" von SPELSBERG).
     
  16. Gwenny

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  17. Julius

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    Weil generell jede Klemmstelle mit einer geeigneten Isolierumhüllung zu versehen ist (Berührungs- und Brandschutz).
    Und nein: Isolierbänder etc. sind nicht geeignet.
     
  18. Gwenny

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    Klemmsteine auch? wago-Klemmen in Abzweigdosen ebenso? Lüsterklemmen?
     
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