Terasse oberhalb Holzschwelle/Holzrahmenbau

Diskutiere Terasse oberhalb Holzschwelle/Holzrahmenbau im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Ich hab da ein Problem, laut beigefügter Skizze liegt die Terassenoberkante bzw. der Mutterboden ca.14 cm über Unterkante Schwellholz/ bzw....

  1. #1 Volker Ahlvers, 7. Oktober 2002
    Volker Ahlvers

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    Ich hab da ein Problem,
    laut beigefügter Skizze liegt die Terassenoberkante bzw. der Mutterboden ca.14 cm über Unterkante Schwellholz/ bzw. Abtropfkante WDVS. Das WDVS besteht in den unteren 50cm aus Wasserundurchlässigem 100mm dickem Styropor (Fa.sto); der Holzrahmenbau steht außen bündig auf der Kellerdecke (Keller als weiße Wanne ausgebildet wegen superschwerem Lehmboden); der Keller ist mit 80mm Jackodur WLG035 gedämmt (auf Dickbeschichtung). Die Fuge zwischen Schwellholz und Kellerdecke ist mit SG-tan abgedichtet (s. Detail) - ist ein ca.1,5mm dicker 250mm breiter Gummistreifen, der im Kaltschweißverfahren an die äußere OSB-Platte und auf die Schnittkante des Jackodur geklebt ist.
    1.Frage: Kann man mit der Terasse direkt an das Styropor rangehen, ist dabei das Styropor (Eindrückgefahr) bzw das Schwellholz (durch Wasser) gefährdet?
    Im Türelementbereich liegt übrigens eine 30mm starke Granitfensterbank auf einem 100x100x8mm verzinkten Stahlwinkelprofil welches unterhalb des Fensterelementes angeschraubt ist.
    2.Frage: Ist diese Wärmebrücke (Stahl) eine Gefahr für das Schwellholz und wenn ja, was kann ich jetzt noch dagegen tun?
    3.Frage: Da der Rohfußboden fasst bis ca.25mm Gefälle hatte (hauptsächlich an den Außenkanten, wo die Außenwände stehen), ist zwischen der unteren und oberen Dämmplatte z.T. eine Fuge von 5-20mm, die auf der Nordseite (dort steht das Carport ca. 50cm unterhalb der Fuge) übergeputzt wurde, ist daraufhin mit Kondenswasser und Problemen zu rechnen?

    Ich hoffe ich konnte mich halbwegs verständlich ausdrücken - und vielen Dank schon mal für's lesen, nachdenken .... und antworten!
    Mit freundlichen Grüßen
    Volker Ahlvers
     
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  3. mls

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    kenn ich ...

    von holzrahmenbauten, die wir behindertengerecht auszuführen hatten.
    ich versuch jetzt mal, die gezeichnete lösung zu verstehen.
    da ist ein abdichtungsband von aussenkante perimeterdämmung auf die osb-platte "gezogen"?
    1.
    hmmm ... das ist so nicht sicher dicht.
    pflaster und sand/splitt bis an das wdvs wird niemand empfehlen können. besser wäre die klassische kiesrigole. das ist kein allheilmittel, aber die minimalmassnahme.
    die schwelle ist, auch wenn kein wasser ansteht, mit chem. holzschutz (DIN 68800) auszustatten.
    2.
    granit aussen?
    3.
    eigentlich nicht. die dämmung im gefach sollte ausreichen, kondensat zu verhindern.
    gegenfrage: welche rolle spielt die ebenheit des rohbodens für die fuge? ich kenn das so, dass der hrb auf +/- 2mm ins wasser gesetzt wird, selbst e. werksseitig vorgefertigtes wdvs dürfte keine so grossen fugen hervorrufen?
     
  4. #3 Volker Ahlvers, 8. Oktober 2002
    Volker Ahlvers

    Volker Ahlvers

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    Re: kenn ich ...

    zu 1.: Wie führt man so eine Kiesriole denn aus? Und was könnte man noch als Schutz unternehmen (100 Jahre sollte es schon halten)? Schwelle ist übrigens imprägniert!

    zu 2.: ja außen Granitfensterbank auf Stahlwinkelprofil. Das Betonpflaster geht dann bis direkt unter die Fensterbank. Wenn's ne Hilfe ist, muß ich das Detail wohl nochmal zeichnen, schaffe ich aber erst irgendwann heute abend!

    zu 3.:Die Perimeterdämmung wurde mit dem Keller oben bündig angebracht und der Holzrahmenbauer hat die Wände dann schön gerade hingestellt und schon hat man den Salat. :(

    Vielen Dank schon mal für die Antwort und mit freundlichen Grüßen
    Volker Ahlvers
     
  5. mls

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    nochmal ;-)

    1.
    kiesrigole bedeutet einfach, einen streifen an der hauswand entlang zu bekiesen (32-64mm), damit es sicher keine staunässe gibt - etwa querschnitt 30x30 [cm]
    die abdichtung sollte dennoch richtig ausgeführt sein: abdichtungsebene der kellerwand über die holzschwelle hochziehen - bei der WW sollte die abdichtung (sg-tan kenn ich nicht) etwa 50cm auf den beton gebappt werden (womit auch immer...) und nicht auf die perimeterkante!

    2.
    die stahlwinkel stellen natürlich eine kleine wärmebrücke dar - fast unvermeidlich und keineswegs zwingend schadenauslösend

    3.
    ich möchte nicht wissen, wie dann die -jetzt nicht mehr sichtbaren- stösse der perimeterdämmung aussehen.
    glücklicherweise bin ich kein wärmebrückenhysteriker ;-)
     
  6. #5 Volker Ahlvers, 8. Oktober 2002
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    Detail Terassentür

    Hier die Zeichnung zur Terassentür!
    Unter der Granitfensterbank (3cm stark) ist das verzinkte Stahlwinkelprofil angeordnet Maße ca. Schenkellänge 9,5cm, 8-10mm dick und 2,70m breit (Breite der Terassenhebeschiebetür Winkelprofil ca 15cm kürzer).
    Ist es jetzt etwas klarer?
    Die Terassentür ist Südostostseite, der Fall auf der obigen Zeichnung (Betonpflaster bzw. Mutterboden) zieht sich auf der ganzen Südseite lang und ca. 2m auf der Westseite (dort ist auch die Haustür, die dann wieder wie die Terassentür ausgeführt werden soll).
    Mit freundlichen Grüßen
    Volker Ahlvers
     
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  8. #6 Volker Ahlvers, 10. Oktober 2002
    Zuletzt bearbeitet: 10. Oktober 2002
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    Vielen Dank für die Tips - mls!!!

    Die Kiesriole ist schon mal in Vorbereitug (will am Freitag nämlich Schotter und Mutterboden verteilen).
    Aber hinter der Perimeterdämmung ist es jetzt schwierig, eine Dichtungsbahn zu instalieren (ist ja alles verklebt). Wäre es eine Lösung auf die Perimeterdämmung eine Zementschlämme als Abdichtung zu bringen (ca. 50cm hoch)?
    Die Fugen der Perimeterdämmung sind übrigens top, sie hätte eben nur 2 oder auch 10cm höher sein können.
    Mit freundlichen Grüßen
    Volker Ahlvers
     
  9. #7 Volker Ahlvers, 11. Oktober 2002
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    Hallo, geehrte Experten

    Ein Bekannter von mir (Landschaftsgärner) meint, man könnte eine ca. 75cm hohe "Dränplatte" (ich mein so'n Kunststoffzeug von der Rolle mit Noppen - so eine Art dickere Tiefziehfolie) senkrecht an die Perimeterdämmung "stellen". Es ist dann wohl recht unwahrscheinlich,daß das Wasser diese Strecke hinter der Folie hochsteigt. Wäre diese Lösung OK! Und wenn ja, soll sie bis unter das Pflaster oder sogar bis Oberkante Pflaster (wahrscheinlich nicht so hübsch) und was tue ich damit das Pflaster das WDVS nicht eindrückt (wobei die untere Reihe des Styropors ja so eine Art Perimeterdämmung ist - sehr hart und Wasserundurchlässsig)
    Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar!
    Bei den Fragen 2.und 3. schließen ich aus den Antworten das die vorhandenen Zustände akzeptabel sind (bei 2. handelt es sich um ein durchgehendes Stahlwinkelprofil - nicht um einzelne Winkel, ist das wirklich OK? - und wenn nicht was dann?).
    Vielen Dank schon mal für die Geduld mit mir und meiner langen Fragerei!
    Mit freundlichen Grüßen
    Volker Ahlvers
     
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