Terrasse ebenerdig zum Wohnzimmer

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  1. Scatman

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    Hallo liebe Forengemeinde, wir bauen einen Bungalow und haben eine große Hebeschiebetür ohne Absatz im Wohnzimmer zur Terrasse eingeplant. Wir wollen nun die Terrasse ebenerdig anlegen, so dass hier tatsächlich keine Stufe entsteht. Laut Baufirma gibt es zwei Varianten 1) Terrasse ebenerdig mit einer besonderen Abdichtung des Sockels für "mehrere tausend Euro" oder 2) der Klassiker: Terrasse auf gleiche Höhe aufschütten und ein Gefälle einplanen. Zweiteres hätte aber doch auch zur Folge, dass eh ein Kiesbett um das Haus verlaufen muss welches doch auch pro laufender Meter viel kostet. Wäre daher Variante 1 die bessere? Hat jemand Erfahrungen damit? Wie gesagt, uns ist sehr wichtig, dass Wohnzimmer/Terrasse ohne Stufe verläuft. Vielen Dank im Voraus!
     
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  3. Eric

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  4. Scatman

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    Hallo Eric,
    danke für Deine Antwort. Ich bin etwas irritiert, dass meine beiden aufgeführten Varianten "murks" sein sollen. Die Baufirma ( Sitz in Büdelsdorf; baut 800 Häuser im Jahr) hat dies so vorgeschlagen und unser Gutachter vom Bauherrenschutzbund hat dies bestätigt. Ich bin wirklich offen für bessere, konstruktive Vorschläge! Zumal ich mich damit überhaupt nicht auskenne. Aber sind meine beiden genannten Varianten wirklich so außergewöhnlich? Was genau meinst Du mit " Murks"? Wäre eine Sockelabdichtung nicht effektiv genug?
     
  5. #4 Gast036816, 16. August 2015
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    murks ist es, wenn die regeln der technik nicht beachtet werden. wenn der auftragnehmer das mehrfach im jahr macht, dann muss das nicht automatisch heissen, dass das aufgrund der menge richtig ist. 800 mal im jahr ist 800 mal im einzelfall falsch.

    wenn der onkel vom BSB das auch noch bestätigt, dann solltest du darüber nachdenken, ob er das geld wert ist.
     
  6. Kalle88

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    Was sind das für Pappnasen? Es gibt, regelkonform, nur eine einzige Möglichkeit, eine Sonderkonstruktion - hier der barrierefreie Austritt - erstellen zu können. Dazu brauchst es speziell gedichtete Türen, eine Innenraumabdichtung bis zu einem Meter in den Innenraum, eine direkt an die Entwässerung angeschlossene Rinne, eine Überbauung der Terrassentür, das Anlegen eines ausreichendem Gefälle. Dann wäre es denkbar so was ausführen zu wollen. Ob es sinnvoll ist das zu tun steht dann auf einem anderen Blatt.
     
  7. Kalle88

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    Ich ergänze noch um: Beheizte Rinne und dass die Innenraumabdichtung über einen Ablauf verfügen muss, ebenfalls brauch die Tür Flanschkonstruktionen. Wer das alles will, der muss entsprechend viel Geld in die Hand nehmen.
     
  8. vollmond

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    Abgesehen von den Einwänden der Profis, denk mal darüber nach was bei leichtem Wind und offener Tür passiert......

    Da weht es jeden Dreck direkt ins Wozi.

    Beim laufen muss man eh die Füße heben, mit etwas Planung kann man eine Schritt so auslegen damit man über das Hindernis kommt....
     
  9. Kalle88

    Kalle88

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    Wichtig ist was im Vertrag drin steht. Steht das barrierefreier Zugang, dann darf die "Schwelle" nicht mehr als 2 cm betragen um noch als barrierefrei zu gelten. In sofern schuldet dein Vertragsnehmer dir entsprechende Ausführung mit allem drum und dran. Ist es die normale Terrasse, also 15 cm von OK Belagfläche gemessen, dann kann er mittels Rinne auf 5 cm runter gehen. Darunter ist Sonderkonstruktion und das muss eindeutig mit dir vereinbart werden. Schriftliche Aufklärung, Unterschrift usw.
     
  10. Eric

    Eric

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    "Sockel" ist der umlaufende, untere, an das Gelände angrenzende Bereich der Außenfassade. Der muß nach den Fachregeln zur Bauwerksabdichtung mindestens 15 über OK vorhandenes Gelände abgedichtet werden. Die Abdichtung kommt auf das tragende Mauerwerk. Darüber kommt dann die Außenwandverkleidung aus Putz, WDVS usw., die dann noch einen Feuchteschutz benötigt.

    Der Sockelbereich wird unterbrochen durch Türen, Schiebetüranlagen usw. Folglich muß das Gelände vor den Türen ( Erdreich, Terrassen usw. ) grundsätzlich um 15 cm tiefer liegen als die Oberkante der Türschwelle. Es entsteht also eine Schwelle, an der die Bauwerksabdichtung 15 cm über OK Gelände hochzuführen, bis an den Türstock heranzuführen und dort gegen Abrutschen zu verwahren ist. Von diesem Grundsatz machen die Fachdachrichtlinie und die DIN 18 195-5 eine Ausnahme, wenn vor der Türe eine Rinne und eine Schwelle von mindestens 5 cm angeordnet wird. Rinne und Schwelle haben den Sinn und Zweck, dass kein Wasser, Tauwasser bei Schnee und Spritzwasser an der Türe in das Haus eindringen können. Durch die Schwelle entsteht eine Art " Staudamm " vor der Türe und durch die Rinne wird das Stauwasser abgeführt. Wegen der Rinne wird auf die an sich erforderliche Hochführung der Abdichtung um mindestens 15 cm ( = größerer " Staudamm " und mehr an Fuß hochheben ) verzichtet.

    Sind Fertigfußboden im Haus und die OK der Terrasse höhengleich, mußt Du beim Eintritt von der Terrasse in das Gebäude den Fuß nicht mehr anheben, hast aber keinen " Staudamm " mehr und damit die Gefahr, dass Dir Niederschlagswasser, Tauwasser bei Schnee vor der Türe und Spritzwasser unterhalb der Türe ins Haus läuft und dort den Belag und/oder den Estrich durchfeuchtet. Es fehlt dann halt das Schadensfreiheitspotential, dass die genannten Fachregeln sicherstellen wollen. Besonders nchteilig wird dies dann, wenn die Abdichtung am Türstock Leckagen hat. Dann fließt Wasser unterhalb des Türstocks ins Haus, durchfeuchtet den Bodenaufbau von unten und Du bemerkst dies erst, wenn der Bodenaufbau ( z.B. Parkett ) sich zu wellen beginnt. Dann ist es zu spät, weil der Bodenaufbau im Haus bereits durchfeuchtet ist.

    Wenn Du Dir den Link ansiehst, sollte es verständlich werden.

    Im Übrigen die Suchen-Funktion benutzen. Dort findest Du genügend Beispiele, wo die Bauwerksabdichtung im Bereich von Türen nicht funktioniert hat.

    Hier ein weiterer Link. Dort auch die Detailskizzen ansehen:

    http://www.derdichtebau.de/anschluesse-an-tueren.28238.htm
     
  11. Kalle88

    Kalle88

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    Dennoch bleibt der barrierefreie Austritt regelkonform und die DIN beziehen sich auch nicht auf anstauendes Wasser, z. B. die DIN 18195. Denn dort steht drin, dass es grundsätzlich so auszuführen ist, dass kein oder nicht nennenswerter hydrostatischer Druck auf die Abdichtung ausgeübt werden darf.

    Die Erforderniss der Rinne ergibt sich am Ende in Teile aus der Spritzwasserbeaufschlagung des Anschlusses und der Forderung nach der schnellen wirksamen Ableitung anfallenden Wassers.
     
  12. stockstadt

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    Ein ordnungsgemäßer barrierefreier Übergang schützt gut vor Nässe und kostet auch entsprechend.

    Eine "1b-Variante" ist eine ausreichende Terrassenüberdachung (halten wir zur Nutzung sowieso für unverzichtbar), durch die keinWasser an der Terrassentür anstehen kann.

    LG
     
  13. Eric

    Eric

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    Ist es eben nicht! Denn Du sagst zuvor selbst völlig richtig, dass der barrierefreie Austritt eine Sonderkonstruktion ist und nur dann gebaut werden darf, wenn der Bauherr über alle Nachteile der Abweichung von den Fachregeln in den Flachdachrichtlinien und ( insoweit gleichlautend ) in der DIN 18 195-5 unterrichtet worden ist und er die Sonderkonstruktion in Kenntnis der Nachteile ( immer noch ) haben wollte, also die Nachteile des barrierefreien Austritts in Kauf nimmt.

    Fazit: Schon die Verwendung des Begriffs " Sonderkonstruktion " besagt, dass es nicht regelkonform ist.
     
  14. Kalle88

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    Okay, mein Fehler. Ersetze regelkonform, gegen technisch Möglich unter genannten Aufklärungs- und Hinweispflichten. Wer will schon einen Ablauf im Wohnzimmer? und entsprechend im Türbereich Gefälle zu selbigen? Ebenso muss man sich im klaren sein, dass die Belagswahl entsprechend eingeschränkt sein wird. Denn ein Parkett als Entwässerung her zunehmen wird wohl nur unter fragwürdiger Versiegelung möglich sein.

    Deine Leute haben also insofern "recht" dass es möglich und technisch umsetzbar wäre. Ob du die Kosten, das verbleibenden Restrisiko tragen möchtest liegt bei dir, TS. Wenn das Haus nicht grundsätzlich nach barrierefreien Anforderungen erstellt wurde (Breite Innentüren, nutzbares Bad als Rollstuhlfahrer usw.) macht der Ausstieg kein Sinn. Dann nimm lieber die 5 cm Schwelle in Kauf aber auch hier würde ich über eine Maßnahme zur Vermeidung von direkter Wasserbeaufschlagung an der Tür nachdenken.
     
  15. Eric

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    Siehe Detailskizze 16:

    http://www.derdichtebau.de/detailskizze-16.28307.htm

    Unter der Voraussetzung, dass die Abdichtung vom Unternehmer fachgerecht angeschlossen wurde ( = Null Schadensfreiheitspotential ), bleibt die " Leckage " am unteren Türspalt, der nie wasserdicht ist. Liegt Schnee vor der Tür und taut, fließt Wasser durrch den Türspalt ins Haus. Dito wenn Wasser auf der Terrasse staut, beispielsweise die Entwässerung verstopft ist usw.

    Die Terrassenüberdachung muß a.) gewünscht und b.) so groß sein, dass kein Schnee in den Bereich der Türe kommen kann. Im Übrigen hat Schnee die Eigenschaft, dass er taut, friert,taut. Es müßte also " ein Schild " aufgestellt werden, dass dem Tauwasser verbietet, dass es in Richtung Türspalt fließt und immer in die andere Richtung abfließt, auch wenn der Schnee dort noch gefroren ist und der Wasserabfluß vom Haus weg unterbunden ist.

    Wie sagte mal so schön ein ahnungsloser Düsseldorfer Archi:

    Die Schwelle hat nur die Funktion, dass man die Türe zur Terrasse auch nach Schneefall noch öffnen kann. Baut man ohne Schwelle, dann muß man den Schnee vor der Türe wegräumen, wenn man sie benutzen will. Der Bauherr müsse den Schnee nicht unbedingt wegräumen, weil er ja am Hauseingang eine Türe mit Schwelle habe und daher auf die Nutzung der Terrassentüre nicht angewiesen sei. Das klang für die Bauherren logisch und deshalb hat er die Terrassentüre schwellenlos einbauen lassen. Nach Wassereintritt mußte auf Kosten des Archis eine neue Türanlage eingebaut werden.
     
  16. Kalle88

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    Eric, die Sonderkonstruktion beinhaltet eine Innenraumabdichtung MIT angeschlossener Entwässerung. NUR SO kann ein Schuh draus werden. Ebenso gibt es für deinen angesprochen Teil Magnetdoppeldichtung - auch für Hebeschiebetüren. DIN 18040.

    Zur Schneeschmelze kann man geteilter Meinung sein. Die Begründung des Archis ist zwar irrsinnig, dennoch ist Schlagregen weitaus gefährlicher als liegender Schnee. Denn wenn man es richtig macht, dann hat man eine beheizte Rinne die im Falle von Schnee für ausreichend Abwärme sorgt um die Gefahr einer Aufstauung zu vermeiden oder sogar auszuschließen. Denn mit der Rinne und einer freien Belagsquerschnitt von über 70% kann sich nichts aufstauen. Außer natürlich die Rinne wäre verstopft.
     
  17. Scatman

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    ...und genauso ist es: wir bauen einen Bungalow mit extrabreiten Türen, behindertengerechter Dusche etc. Nun wollen wir natürlich auch, dass die Hebeschiebetür ( die ja ebenfalls schon teuer ist) barrierefrei ist.
    Wobei ich glaube, dass man mit 5 cm ( und Rinne) wohl noch leben kann. Wenn ich das richtig rauslese ist dies wohl die einzige sinnvolle Möglichkeit...
     
  18. Kalle88

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    Dann wäre es doch interessant mal prüfen zu lassen was dein Ersteller dir überhaupt alles schuldet? Denn wenn das Haus nachher barrierfrei ist, dann liegt zu mindestens der Schluss nahe dass es auch auf den Austritt anwendbar ist. Sowas ist dann aber was für einen Baufachanwalt.

    Wenn ihr die Terrasse fast oder gar komplett überbaut und da Menschen zuständig sind die wissen was sie tun müssen im Falle der Sonderkonstruktion dann kann man das schon vertreten. Fehleranfällig und nicht regelkonform bleibt es dazu dennoch.
     
  19. Eric

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    Du sagst es: " hat man ". Der " man " ist halt ein Depp, weil er Außenflächen beheizt, nur um den Fuß nicht um 5 cm anheben zu müssen. Die Heizung hilft " man " nichts, wenn der Strom ausfällt und er im Urlaub ist. Hat die Heizung einen Frostfühler, läuft sie auch dann, wenn kein Schnee liegt.

    Innenraumabdichtung mit angeschlossener Entwässerung: Hat aber die Detailskizze 16 nicht! Ok, davon habe ich auch schon gehört. Aber wer will das denn: Wenn die Feuchtigkeit bis ins Haus reinkommen kann, dann wird der Belagsaufbau im Haus durchfeuchtet. Hast Du ja in Bezug auf Parkett bereits selbst als " no go " bewertet. Die Innenabdichtung schützt nur davor, dass die Feuchtigkeit auch noch nach unten ( durch die Decke ) gelangt.

    Die Fachregeln ( a.R.d.T. ) sind und bleiben halt bewährte Bauweisen, bei denen ein Rattenschwanz von Nachteilen und kostenerhöhendem " Schicki-Micki " entfällt.
     
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  21. Kalle88

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    "Man" beheizt auch innen liegende Dachrinnen, Kehlen oder andere Schnittstellen wo Wasser gefrieren könnte anstauen kann und damit zum Wassereinbruch führt. Das hat meiner Meinung nichts mit Dummheit zu tun, sondern mit einer technisch nötigen Umsetzung zur Gefahrenminderung. Denn auch bei der 5cm Lösung kann eine Beheizung durchaus erforderlich werden. Warum haben Flachdachgullys die durch bewohnte Flächen führen einen Vorteil zu ihren Brüdern die z. B. durch die Attika gehen? Richtig, man muss sie nicht beheizen um Schadenpotenzial zu mindern.

    Die Detailskizze 16 ist ja auch nur ein Beispiel für Schweißbahnen. Kunststoffrahmen und Schweißbahnen vertragen sich grundsätzlich nicht. Also eine ungünstige Wahl der Eindichtung, man wäre auf KSK Bahnen angewiesen oder deinen verhassten FSK ;) Hier wären Kunststoffabdichtungen geeigneter oder eben Verbundabdichtungen. Stehen und Fallen tut es mit der Eindichtbarkeit des Fensters. Das MUSS zwangsläufig über andichtbare Flanschkonsturktionen verfügen.

    Die Rinne die sich außen vor dem Fenster befindet kann man auch hinter dem Fenster im innen Raum anordnen. Wäre noch eine zu verschmerzende Möglichkeit, die optisch wohl auch akzeptabel bleibt. Wo das Wasser dann abgeführt wird bleibt eine planerische Komponente. Wie so ziemlich alles an der Sonderkonstruktion. Das WIE gilt es dann zu vereinbaren.

    Schnee schmilzt ja auch nur bedingt in folge von Verdunstung, wenn keine solare Erwärmung vorliegt. Sondern in Folge von Sublimation - die ja erst Mal absolut unkritisch für das mögliche Hinterlaufen ist. Richtig ausgeführt hinterläuft aber eben auch nichts.

    Es mag stimmen, dass a.R.d.T und Fachregeln/DIN das bewährte Widerspiegeln. Ein "Experte" seines Faches wird aber auch zuverlässig neben jener Bauen und konstruieren können. Wenn der TS ein barrierefreies Haus erhalten möchte, dann muss halt jemand gefunden werden (Architekt und Ausführender) der sein Wunsch auch umsetzen kann. Wenn der Kunde entsprechend quer treibt und auf Dinge wie Magnetkopplung, Überbauung usw. verzichten will dann muss man ihn damit entsprechend allein lassen. Hält man sich aber an die Grundlagen und hat einen brauchbaren Planer und kein Hohlbrot als Handwerker dann kann man auch das realisieren.
     
  22. Scatman

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    Im Bauvertrag ist eine Barrierefreiheit nicht angegeben. Der Wunsch kommt nun von uns. Wir werden wohl die 5cm mit Rinne in Kauf nehmen, dafür aber ein trockenes Wohnzimmer haben.
    Ich danke Euch allen für Eure Antworten! :)
     
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