Terrasse erneuern - Fragen zum Planum / Aufbau

Diskutiere Terrasse erneuern - Fragen zum Planum / Aufbau im Außenanlagen Forum im Bereich Rund um den Garten; Hallo zusammen! Ich hoffe alle sind gesund. Ich habe jetzt einige Zeit hier mitgelesen, dachte ich hätte einen Plan und habe nun aber folgendes...

  1. #1 Luettelforster, 23.03.2020
    Zuletzt bearbeitet: 23.03.2020
    Luettelforster

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    Hallo zusammen!

    Ich hoffe alle sind gesund. Ich habe jetzt einige Zeit hier mitgelesen, dachte ich hätte einen Plan und habe nun aber folgendes Problem:

    IST-Situation:

    Baujahr 1966, Terrasse von 9x4,5m (inkl. Kellerabgang) bestand bisher aus (von unten gesehen):

    1. lehmhaltiges Erdreich vermischt mit unbekannter Menge Bauschutt vom ursprünglichen Hausbau
    2. Betonplatte 9x4,5m - ca. 15-20cm dick
    3. Mörtel/Sandschicht
    4. 40x40cm Platten, verfugt

    Die Betonplatte war bereits an diversen Stellen gebrochen und uneben. Hat sich auf den alten Plattenbelag übertragen.

    Ich habe bisher folgendes gemacht:

    1. Platten runter
    2. Mörtel/Sand runter
    3. Betonplatte mit Bagger und Hydraulikhammer zerkleinert und abgetragen
    4. Fläche abgesteckt, Richtschnur mit 2% Gefälle im "Randsteingraben" gezogen - neue Terrassengröße soll 9x6m betragen, also etwas größer/tiefer wie vorher
    5. Erdreich soweit abgetragen, dass von Oberkante Erdreich bis Unterkante Terrassentür 30cm Platz sind. Dabei festgestellt, dass überall verteilt einiges an Bauschutt unter der Betonplatte im Erdreich vernichtet wurde (größtenteils Ziegel, KS-Steine und Betonreste, aber auch Müll) Den Großteil davon entfernt, jedoch unklar ob tiefer noch mehr zu finden ist.

    Nach den Recherchen im Internet hatte ich mir folgenden Plan für das weitere Vorgehen zurechtgelegt:

    1. Rüttelplatte mieten (vorhandene Unsicherheit bei Gewicht der Rüttelplatte), das Erdreich verdichten und bereits beim Erdreich 2% Gefälle vom Haus weg berücksichtigen
    2. Noppenfolie mit Noppen zur Hauswand anbringen, nachdem der Bereich nochmal mit Bitumen versehen wurde.
    3. Randsteine in Garten- und Landschaftsbaubeton setzen und ein paar Tage trocknen lassen - final wohl erst nach 28 Tagen durchgetrocknet? - Gefälle 2%
    4. RCL 0-45 bestellen (rechnerisch 20 Tonnen bei 20cm Aufbau) und in zwei 10cm Schichten ebenfalls verdichten - Gefälle 2%
    5. Splitt 2-5 bestellen und als 5cm dicke Schicht abziehen - Gefälle 2%
    6. Platten legen (60x30x5cm) - Hersteller empfiehlt im übrigen Kies oder Schotter 0-32er Körnung!?

    Jetzt habe ich heute mit einem bekannten Pflasterer telefoniert, der mich in meinem Vorgehen verunsichert hat. Er meinte jetzt, dass ich das Erdreich aufgrund der Bauschutt-Reste vermutlich nicht vernünftig verdichtet bekomme. Daher soll ich erst auf das Erdreich 10cm RCL aufbringen und dann mit der Rüttelplatte RCL und Erdreich verdichten. Die Rüttelplatte würde ca. 30cm tief verdichten. 20cm hohe Randsteine könnte ich danach auf die erste RCL Schicht in Beton setzen. Dann zweite Schicht RCL einbringen, Splitt und Platten dann wie gehabt.

    Fragen an die Experten hier:

    1. Welches Gewicht der Rüttelplatte ist für mein Vorhaben geeignet um ggfs. Erdreich aber vor allem RCL 0-45 zu verdichten?
    2. Ist das Vorgehen des Bekannten Pflasterer in Ordnung?
    3. Der Plattenhersteller empfiehlt Kies oder Schotter 0-32er Körnung. Ich hatte mich nach der langen Recherche für 0-45er RCL entschieden. Ist meine Entscheidung in Ordnung oder gibt es wichtige Argumente für Kies oder Schotter 0-32?


    Gerade das Thema "richtige Rüttelplatte" wird online nirgends richtig und verständlich behandelt.

    Fotos vom bisherigen Ablauf füge ich bei.

    Ich danke allen vorab für Ihre Zeit und Antworten!

    Bleibt gesund.


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  2. #2 mkk1982, 24.03.2020
    Zuletzt bearbeitet: 24.03.2020
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    Servus!

    Aus eigener Erfahrung:
    - Die "Lumag RP 160" ist für so etwas in meinen Augen eine ideale Rüttelplatte. Mit 160 kg ist sie noch recht einfach alleiner zu handhaben (bspw. unter Dach oder in die Garage ziehen) und ist schwer genug für alle möglichen Arbeiten. Leichter würde ich nicht gehen und auf einen Vorwärts- /Rückwärtsgang würde ich auch nicht verzichten wollen.
    - Ich selbst habe auch 0/32 RC Schotter genommen. Der lässt sich super verdichten. Ich hatte daraus eine Behelfseinfahrt hergestellt, die ich in 10 cm Schichten verdichtet hatte. Da war auch nach einem Jahr kaum eine Fahrspur zu erkennen.

    Vorm groben Vorgehen her passt das, aber du willst hoffentlich keine 28 Tage warten, bis du nach den Randsteinen weitermacht. ;-)

    Wie jetzt 10cm RC Schotter eien Boden helfen, der sich ggf. nicht verdichten lässt, verstehe ich nicht. Da ich einen recht großen Höhenunterschied zwischen Bauland und Unterkante Hauseingangstür hatte, habe ich rundherum zwischen 40-60cm Schotter eingefahren und verdichtet. 20 cm scheinen mir hinsichtlich Frostsicherheit etwas wenig zu sein. Aber da mögen sich die Fachleute drüber auslassen.

    Grundsätzlich halte ich bede Vorgehen für valide. 30cm vertiefen die 160 kg Rüttelplatten aber nur auf dem Papier. Wenn du die Randsteine auf die Erde setzt, müssen sie halt höher sein, als wenn du sie auf die erste Schicht RC setzt. Wenn du sonst nichts abfangen musst, ist es vermutlich egal, wie du das machst.
    Das würde ich auch davon abhängig machen, was für Randsteine/Rasenkanten du setzen möchtest. Nicht alle gibt es in jeder Höher.
     
  3. #3 Luettelforster, 25.03.2020
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    Danke erstmal für deine Antwort! Ich möchte und werde natürlich keine 28 Tage warten ;)

    Der bekannte Pflasterer bringt am Samstag seine "kleine" Rüttelplatte mit. Ich bin gespannt, welche Gewichtsklasse und kN die hat.

    Habe vorhin nochmal ein wenig recherchiert. Die 20cm RCL scheinen ausreichend zu sein zum Thema Frostschutz.

    20 Tonnen RCL 0-45 werden bis Freitag angeliefert - für 100€ ;-)

    Welchen Beton hast du für die Randsteine genutzt? Reicht einfacher Trockenbeton oder sollte man aus welchen Gründen auch immer speziellen GaLaBau-Beton nehmen?
    Kennst du noch deinen Verbrauch? Ich habe ca. 25m Randsteine und muss den Beton bestellen.
     
  4. #4 mkk1982, 26.03.2020
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    Nimm das Thema Gartenbau nicht so wissenschaftlich!
    GaLaBau-Beton gibt es wirklich?? :-)
    Ich habe alles mit dem billigsten Baumarktzeug gemacht: b1 Estrichbeton (hergestellt von QickMix) Da ich den Keil beidseitig recht stark ausgeprägt habe, hatte ich etwa einen Sack pro Randstein. Das entspricht etwa 20l.
    Ich habe alles mit Sackware gemacht, weil ich meist immer nur abends arbeiten konnte und auch sonst als jemand der das nicht täglich macht, recht lange pro Stein gebraucht habe.
     
    simon84 und driver55 gefällt das.
  5. #5 Luettelforster, 29.03.2020 um 17:06 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 29.03.2020 um 17:26 Uhr
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    Danke dir!

    Habe gestern die ersten 7 von 22 Randsteinen gesetzt.

    Mein Bedarf an Beton war deutlich höher. Lag aber wohl daran, dass ich 20er Randsteine auf Aussage meines Bekannten geholt habe.
    Im Nachgang wären höhere Randsteine sinnvoll gewesen. Ich musste teilweise 20cm Beton unterbauen + 10cm Keil außen, 5cm innen. Im Schnitt brauche ich 3 Säcke á 30kg.

    Weiteres Lehrgeld habe ich beim Setzen der Randsteine bezahlt. Drei Stück habe ich geschrottet, weil ich im Kopf hatte, die Randsteine 5cm über der Richtschnur anzusetzen und einzuklopfen. Dabei reichen 1,5cm über der Schnur...

    Und ein weiterer Tipp für alle, die das hier vielleicht mal als Input für Ihr Projekt lesen:
    Nehmt einen Quast und einen Eimer Wasser und wischt direkt nach dem Setzen die Randsteine einmal ab. Den Betonschleier bekommt ihr danach nicht ganz so leicht ab.

    Als Rüttelplatte habe ich jetzt eine Wacker. Konnte aber noch nicht rütteln, weil der Reversierstarter defekt ist :(

    IMG_6310.jpg
     
  6. mkk1982

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    Denke auch dran, dass du den Keil (zumindest auf der Seite, auf der du pflastern willst) nicht zu hoch machst. Du brauchst (je nach Pflasterstärke) etwa 12cm zwischen OK Keil bis OK Pflaster:
    4-5cm Split + 8cm Pflaster
     
  7. Luettelforster

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    Das ist die sichtbare Seite auf dem Foto. Da habe ich bis auf eine Stelle vor der Kreuzung maximal 5cm Keil, sodass noch 15cm Platz sind. Die geplanten Platten sind 60x40x5cm. Bei einem geplanten Splittbett von maximal 5cm reicht das also dicke aus.

    Aaaaber, dennoch gut dass du es sagst, denn ich wollte eigentlich auf der Außenseite, wo ich den Keil bis auf 10cm hochgezogen habe, einen Weg pflastern. Das wird jetzt tatsächlich eher schwer bei 8cm Pflaster.

    Du hast keine Terrasse gemacht, richtig?
    Ich frage mich gerade noch womit ich die Platten am Ende richtig verfuge.
    Mein Bekannter empfiehlt ausnahmslos VDW800.

    Habe jetzt aber von der Regel gelesen, "ungebundene Tragschicht = ungebundene Fuge; Gebundene Tragschicht = gebundene Fuge."

    Da ich eine ungebundene Tragschicht habe, womit fülle ich die Fugen jetzt...?
     
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