Terrasse falsch bis ans Holzhaus gebaut - wie nachbessern?

Diskutiere Terrasse falsch bis ans Holzhaus gebaut - wie nachbessern? im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Wir haben letztes Jahr unser neues Fertighaus bauen lassen (Holzrahmen auf Bodenplatte). Damit wir eben aus Eingangstüren und Terrassentüren...

  1. PVDS

    PVDS

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    Wir haben letztes Jahr unser neues Fertighaus bauen lassen (Holzrahmen auf Bodenplatte). Damit wir eben aus Eingangstüren und Terrassentüren heraustreten können sollte der GaLabauer Terrasse und Podeste bis an das Haus heranbauen. Leider hat er versäumt uns zu fragen, ob unser Haus isoliert ist oder sonst etwas beachtet werden muss. Der Haushersteller verlangt, wie sich herausstellt, dass das Haus komplett frei liegt oberhalb des Fundaments. Nun zählen wir nicht besonders auf Garantien vom Haushersteller, wollen aber doch so weit wie möglich den Vorgaben folgen, da sie sicher einen Grund haben und wir keine Feuchtigkeit im Holz haben wollen.

    Ist Zustand: Oberkante Terrasse (und Eingangstreppen) liegt genau auf Oberkante Fertigfußboden und damit ca 20 cm oberhalb der Bodenplatte. Dadurch "taucht" der Putz der Wände 20cm in die Erde ein (siehe Bilder). Zufällig ist es dem Maurer, der weitere Arbeiten am Pool bei uns macht aufgefallen, dass das problematisch sein könnte, insbesondere, wenn dahinter nicht isoliert wurde.
    Nun bringt es uns nicht viel uns darum zu streiten, wer hier was hätte wissen müssen. Terrasse und Podeste stehen und der GaLabauer ist auch bereit zu einem gewissen Grad nachzubessern. Ich vermute nur, es fehlt ihm an Fachwissen, daher brauche ich Input für ihn.

    Was klar geworden ist: Die Terrasse muss aufgenommen werden, ein Freiraum ausgeschachtet werden, L-Betonstützen oder Pallisaden versenkt werden und der notwendige Abstand zwischen Haus und Terrasse mit Gitterrosten überbrückt werden. Dazu habe ich schon einigen Input im Netz gefunden. Vermutlich wird das auch beim großen Eingangspodest notwendig sein.

    Wo wir hadern ist bei den verwendeten Bruchsteinen, die die Terrasse, Podeste und Treppen seitlich einfassen und das Erdreich halten. Diese ragen auch bis an die Wand heran. Geht hiervon auch Gefahr für den Putz aus? Diese erneut aufzunehmen und mit Abstand zu setzen dürfte sehr schwer werden, weil sie verklebt/gemauert sind. Das gleiche gilt für die Blockstufen, die bis ans Haus heranreichen. Einfach an Ort und Stelle kürzen dürfte schwierig und wenn überhaupt sehr unsauber werden.

    Auch sind wir unschlüssig, wie wir mit dem Eingangspodest vorn verfahren sollten. Unterhalb der Treppe
    ist komplett Beton und die Treppe ist per Vordach ziemlich gut geschützt. Besteht hier dennoch an den Seiten Gefahr, dass Feuchtigkeit in den Putz eindingt?

    Ich hoffe, man erkennt anhand der Fotos einigermaßen, wo die "Problemzonen" sind..Das graue, buntsteinverputzte ist die Bodenplatte.

    An welcher Stelle wäre zusätzlich noch ein Spritzschutz an der Fassade notwendig? Sicherlich nicht im Bereich der Gitterroste. Kann man den weißen Putz im Grunde einfach abkratzen und Bundsteinputz aufbringen (lassen) oder lieber Dichtschlämme auftragen? Oder bringt das alles nichts und man hätte von vorn herein beim Herstellen des Hauses beachten müssen, dass dort eine andere nicht saugfähige Dämmung plus Isolierung verarbeitet werden muss?

    Noch ein ganz verrückter Gedanke: Wäre es theoretisch möglich den gesamten unteren Bereich des Hauses nachträglich zu isolieren indem die Dämmung bis 50cm über Oberkante Bodenplatte abgenommen, darunter isoliert, Styrodur aufgebracht und anschließend mit Bundsteinputz verputzt wird?
     

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  2. Domski

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    Puh. Klassischer Fall von fehlender Bauleitung.
    Das Anschlussdetail hätte beim Hausbau mit geplant werden müssen. Zum Beispiel durch eine isolierte, verblechte Fassadenkürzung. Wäre im Nachhinein auch noch möglich, würde ich aber nicht machen. Dem Aufwand, die Terrasse zu öffnen hast du so oder so.
     
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  3. simon84

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    Leider habt ihr versäumt die Anschlussdetails planen (zu lassen) !
     
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  4. JohnBirlo

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    Wie wärs den Bereich zu überdachen?
     
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  5. Skogen

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    und ausführen zu lassen (gegen Mehrkosten natürlich)
     
  6. Domski

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    Hilft nicht gegen aufsteigende Feuchtigkeit.
     
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  7. PVDS

    PVDS

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    Tja, Bauleitung gabs nur für den Rohbau und Architektenleistung beschränkte sich aufs Komponenten verkaufen. Eigentlich sollte alles aus einer Hand sein, damit man sich eben nicht um solche Details kümmern muss. Da dachte man dann, Haus steht, was soll jetzt noch schief gehen beim Anbau einer Terrasse. Und der Galabauer (der mir auch ganz frech erkärt, dass das ja kein geschützter Begriff ist und man keinerlei Ausbildung dafür braucht) hatte offenbar keinen Sachverstand, worauf hier zu achten ist (zitat: "Das mach ich schon seit vielen Jahren so und es hat sich noch keiner beschwert")
    Wie dem auch sei, Kind, Brunnen.. Was wir brauchen ist eine Lösung. Wir lassen jetzt einen Gutachter kommen, der uns auch noch mal beraten und den Aufwand schätzen soll aber ich hab natürlich gern mehrere Meinungen. Ist die Freilegung und Überbrückung mit Gitterrosten die einzige Möglichkeit? Und wie verhält es sich mit den Bruchsteinen, die bis ans Haus heranragen? Da ist schon etwas Luft zum Haus aber nicht viel. Steigt da dennoch Feuchtigkeit auf? Oder setzt sich das mit Dreck zu, der dann die Kapilarwirkung erzeugt?
    Was man so alles erst hinterher weiß... Erstes Haus für den Feind usw... Naja.
     
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