Terrassenfugen mit Epoxidharz brechen immer wieder auf

Diskutiere Terrassenfugen mit Epoxidharz brechen immer wieder auf im Außenanlagen Forum im Bereich Rund um den Garten; Hallo zusammen, ich habe vor zwei Jahren bei unserem Neubau die Terrasse mit 60x60 Betonplatten auf einem Splitbett verlegen lassen. Mir wurde...

  1. #1 chris188, 08.11.2020
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    Hallo zusammen,

    ich habe vor zwei Jahren bei unserem Neubau die Terrasse mit 60x60 Betonplatten auf einem Splitbett verlegen lassen. Mir wurde vom GaLa-Betrieb angeboten, die Fugen mit Epoxidharz verfüllen zu lassen. Das habe ich auch machen lassen. Nach einem Jahr waren etliche Fugen wieder aufgebrochen und das Unkraut sproß. Daraufhin wurde mir die Terrasse vor einem halben Jahr nochmal neu verfugt. Das Unkraut ist nur spärlich zurückgekommen. Aber die Fugen fangen schon wieder an aufzureißen. Einige Platten klingen auch hohl. Hier war die Aussage vom GaLa-Betrieb, dass das bei den großen Platten auf dem Splitbett passieren kann.

    Was haltet ihr davon?

    Vielen Dank im Voraus.
    chris

    Terrasse1.jpeg Terrasse2.jpeg Terrasse3.jpeg Terrasse4.jpeg
     
  2. #2 chillig80, 08.11.2020
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    Es wäre halt schön, wenn man sowas gleich dazu sagt und nicht nur das Epoxy anpreist... Ich würde es unter dem Gesichtspunkt betrachten unter dem der "Deal mit der Ausfugerei lief. Wenn das auf deinem Mist gewachsen ist und dir davon abgeraten wurde, dann hast einfach nur Pech. Wenn das vom GaLa als die ultimative Highend-Lösung angepriesen wurde, dann soll er zusehen, wie er die ultimative Highend-Lösung daraus macht.

    Rein rechtlich ist das alles ein wenig komplizierter, aber so wie oben gesagt würde ich es jetzt erst einmal sehen...

    Btw. Für mich ist es unbegreiflich wie man in dem Fall da eine mehr oder weniger "starre" Fuge machen kann...
     
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  3. #3 chris188, 08.11.2020
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    Verstehe ich das richtig: Splitbett und Epoxidharzfugen passen nicht zusammen?
    Uns wurde nur das Verlegen auf Splitbett angeboten. Für die Fugen konnten wir uns entweder Sand oder halt Epoxidharz aussuchen.

    Davon abgesehen: Können wir das Ganze noch retten?
     
  4. #4 chillig80, 08.11.2020
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    Es ist so, diese Fuge ist evtl. besser als eine "Sandfuge" oder als ganz unverfüllt. Aber die kann da halt mE. nicht sicher "rissfrei" sein, relativ "schlanke" Platten auf Kiesbett und dann mit schmaler Fuge, da ist einfach mit zu viel Bewegung in der Fuge (in%) zu rechnen, als das man das "starr" zukleistern könnte. Das ist mE. wieder einer dieser Beratungsfehler bei der eine Leistung versprochen ist, die man so halt nicht sicher hin bekommt.
     
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  5. Yilmaz

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    Die Komplette Verlegung hätte in gebundener Form erfolgen sollen.

    D.h. Schotterschicht, Dräinbeton, haftbrücke...usw.
     
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  6. #6 Ungeduld, 09.11.2020
    Zuletzt bearbeitet: 09.11.2020
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    GaLa Bau ...
    Schließe nicht aus das es da tatsächlich sehr gute Firmen gibt, welche Leistungen anbieten ...
    Darf jeder auch ohne jeglichen fachlichen Abschluss sich schimpfen, der für 15 Euro (oder so), einen Gewerbeschein beantragt.

    Da ist es mit oberflächigen Nacharbeiten m.E. (Ortsbesichtung vorbehalten) nicht getan.

    Lass mal die sinngemäße Aussage "das geht bei der Plattengröße / diesen Platten nicht" ... einfach erst mal so stehen!
    Für mich, siehe nachfolgende Punkte, dann die Frage, wieso bietet der dann so eine Verfugung als (sogar bessere?) Auswahl (habe ich doch richtig verstanden?) an?

    So wie Du den Aufbau beschreibst, sehe ich mit dem Material keine Chancen das ohne zumindest komplettes aufnehmen des Belags sowie sehr wahrscheinlich doch etwas aufwendigeren nacharbeiten der gesamten Unterkonstruktion im Ansatz hin zu bekommen.

    WIe auch die Vorschreiber mehr oder minder durch die Blume sagen!

    Dein Belag scheint auf dem zumindest augenscheinlich (und auch nach Aussage deines GaLa-Bau-Beraters) doch zu "schwimmen", ... was seiner "Meinung nach" nicht zu verhindern ist!

    Wo hin?
    Sind da denn keine "festen unverschieblichen(*) Ränder" angeordnet, welche eine ausreichende Verdichtung der Unterkonstruktion der Platten überhaupt erst im Ansatz möglich machen würden?
    (*) unverschieblich auch für den Lastfall Verdichtungsarbeiten und nicht "nur" für deine normale Nutzung!
    Letztere (DEINE NUTZUNG) ist in der Regel viel kleiner als die Einwirkung und damit vorhandenen Beanspruchungen durch das fachgerechte verdichten des Splittbetts.

    Planmäßige Fugen (dafür braucht man Fugenkreuze!), sehe ich auf den Fotos nicht! Die würden die relative Un-Verschieblichkeit eines solch verlegten Plattenbelages deutlich verbessern.

    Auf der anderen Seite sehe ich stumpf gestossene Platten ... mit in meinen Augen 0 Fuge!
    Die sich bei solcher Verlegung gebildeite Fuge der Platten im oberen Fasebereich der Platten bekommst Du mit einfachen Mitteln nicht fachgerecht, dauerhaft geschlossen! Zumindest nicht alleine mit Epoxidharz.
    Da wäre eine Versiegelung mit gutem, pastösen Dichtstoff wohl viel länger haltbar, ....
    Was aber fachlich für eine wie von dir gewünschte Terrasse, wegen der Nutzung nicht zulässig ist bzw. die angestrebete, normale (Mindest-) Gebrauchstauglichkeit eines solchen Terrassenbelages dann doch wohl zuviel einschränken würde.

    Es gibt wohl mehrere Materialhersteller, welche solche ein- oder mehrkomponentigen Fugenfüller für Plattenbelag und auch für deine Art der Verlegung (Splitt) eines Belags für eine Gartenterrasse!
    Wobei, den Jungs & Mädels die sowas ausführen, schaue ich eigentlich immer nur mit wortlosen Staunen zu.
    Besonders auch wie die das Zeug teilweise verarbeiten!

    Da lohnt sich weiterhin bei Dir, dann aber ein Blick in die individuelle Verarbeitungsrichtlinie des Herstellers!

    Abgesehen davon, dass es bei der Verarbeitung geschafft werden muss, eine ausreichende und möglichst vollständige Haftung besonders in den kleinen Flankenbereichen herszutellen sowie die Platten oben sauber zu halten:
    Problem ist zum Einen für eine dauerhafte Funktionsfähigkeit, die notwendige ausreichende Flankenhaftung an die Platten die umso schlechter ist, je unflexibler das verwendete Material ist.
    Epoidharz gehört dahingehend nicht zu den besonders guten, sprich eher unflexiblen Materialien.
    Da ist grundsätzlich (technisch sehr dezidiert begründbar) zumindest einseitiges abreissen des Harzes an der Fuge der Regelfall und nicht die Ausnahme.
    Schau mal nach (Fugen-) Flankenhaftung von Dichtstoffen.

    Zum anderen schreiben die Hersteller des Material auch eigentlich immer (zumindest die ich für solche Einsätze kenne) eine Mindestfugenbreite von ein paar mm (und auch ein Max.) vor und oft auch den Einsatz von Fugenkreuzen um das sauber hin zu bekommen.
    Null, oder annähernd Null wie auf den Fotos geht da gar nicht. Zumindest bei den mir bekannten Herstellern.


    Auch das nicht richtig verdichten können eines solchen Plattenbelages insbesondere auf sauberen Splittbett, halte ich für ein Gerücht!
    => Dafür muss aber eine entsprechend, beim verdichten (optimal Rüttelplatte) standhaltende und auch umlaufende Randeinfassung bis mindestens knapp unter dem Plattenbelag.
    Klar, da gibt es noch andere Möglichkeiten das hin zu bekommen, die sind aber dazu gesehen immer technisch ein schon was größerer Kompromis.

    Wer ansonsten so was haben und auf der "sicheren" Seite sein möchte:

    :bef1003:


    Anmerkung hierzu: Funktioniert mit der Zielsetzung aber auch auf normalen (vorhandenen) Betonplatten.
    Das muss nicht zwingend eine Unterkonstruktion aus Drainbeton sein!!
    Aber das sind technisch "höchstwertige" und handwerklich schon anspruchsvolllere Lösungen aus der Abdichtungs-, nicht wie hier aus der (damit vergleichenden) trivialen "Beschichtungs- / Versiegelungstechnik"!
    Das wird dann aber eher bei Balkonen und Terrassen über Wohnraum eingesetzt.

    Ganz andere Kiste, auch von den Kosten!

    Bei dir sehe ich eher wohl: Runter und richtig Neu!
    Sorry!

    Trotzdem viel Erfolg
    und
    Grüße

    HAL

    Richtig ausgeführt ist die schon besser ... zumindest im Bezug auf unerwünschten Pflanzenbewuchs in der Fuge!
    Das die unerwünschte Begrünung nun erst mal nicht mehr so stark wie vorher nach kommt, kann auch daran liegen das nun das Epox-Material nun in diesen Bereichen und der näheren Umgebung (unter den Platten), erst mal wie ein Unkrautvernichter gewirkt hat.
    Die E-Harzdosen- oder -beutelgebinde haben ja meist immer den "netten", aber ansonsten schon was "bösen" Warnhinweis mit dem "toten Fisch und toten Baum" auf der Verpackung aufgedruckt / kleben.
    Noch kein Profizeug in der Hand gehabt der zumindest den Warnhinweis nicht hatte.
    Die killen erst mal den größten Teil ab, der damit in Berührung kommt.
    Aber keine Bange, Natur ist wie immer auf die Dauer stärker. Die erholt sich. Unerwünschte Begrünung wird auf jeden Fall in den Fugen in "alter Pracht" wiederkommen.
    Und das, eher früher als später!

    Und ist sie noch so klein, in jede offene Fuge kommt außen mit der Zeit "Unkraut" rein! :bef1010:

    Ja, wie oben geschrieben kann E-Harz durchaus besser sein! Aber bei dem beschriebenen Unterbau hier, never ever!
    Mit den Macken wäre wohl ein einschlämmen mit Sand hier weitaus besser gewesen!
    ...
    Unabhängig davon, dass HIER es wegen der laut(?) GaLa-Bauer, für Ihn nicht vermeidbaren "hohl" aufliegenden Platten im Splittbett bzw. nicht ausreichend zu verdichtenden Splittbett, wohl Wochen bis Monate gedauert hätte, bis da nix mehr für das Erreichen der technischen Zielsetzung eingeschlämmt werden kann / müsste.
     
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