Terrassenplanung mit vielen Hindernissen

Diskutiere Terrassenplanung mit vielen Hindernissen im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo! Ich bin bei unserer Terrassenplanung und bin dankbar für jede Hilfe von Euch! Die Terrasse soll ausgelegt werden mit Terrassenplatten...

  1. #1 Gino Golinelli, 28. März 2004
    Gino Golinelli

    Gino Golinelli Gast

    Hallo!

    Ich bin bei unserer Terrassenplanung und bin dankbar für jede Hilfe von Euch!

    Die Terrasse soll ausgelegt werden mit Terrassenplatten (40x40cm). Die oben gezeichnete und unten benannte Umrahmung wurde bereits vor ca. einem Jahr gefertigt.
    Ich sehe da nun mehrere Probleme:

    a. Kies oder Beton unter die Platten? Ich tendiere zum Beton, sehe da aber das Problem, dass die dadurch entstehende Art „Bodenplatte“ (geplant 5cm dick, ohne Matten?!) mit einem gewissen Gewicht auf den Sand darunter drückt, auch wenn dieser sich seit etwa 1 Jahr gesetzt hat. Die „Bodenplatte“ drückt doch dann mit einem gewissen Gewicht seitlich weg gegen die Kellerwand des Hausbaukörpers (und auch gegen die Terrassenumrahmung) … oder kann ich das hier vernachlässigen?
    b. Die Terrassenplatten sollen mit einem Gefälle von ca. 1cm pro Meter vom Haus weg gelegt werden. Bei Beton sehe ich weiterhin das Problem, dass das Regenwasser dann nicht „zwischen“ den Platten versickern kann, sondern bis ans Ende der Terrasse läuft. Ich habe dort eine Reihe von eine Art Bodenrinne mit Gitterrost (schon gekauft) geplant, das Wasser müsste dann aber auch aus der Rinne abgeleitet werden (müsste hier eine Art Sickergrube aus Betonringen, altem Fass o.ä. bauen, die quasi in der Terrassenumrahmung liegt (Bohren in die Terrassenschalsteine nicht möglich, wegen u.a. instabilem Material Blähton). Diese Bodenrinne müsste dann auf Höhe der aufliegenden Platten, und nicht der darunter befindlichen Betonplatte stehen. Somit müssten die Fugen der Terrassenplatten alle versiegelt werden, damit das Wasser auf den Platten vom haus weg zur Rinne läuft und nicht unter den Platten in Richtung der Rinne und sich dort aufgrund Erhöhung Rinne (quasi der Terrassenplattendicke) ansammelt …).
    c. Diese Bodenrinne muss ja auch noch ein leichtes Gefälle aufweisen … also nicht nur vom Haus weg ein Gefälle der terrassenplatten, sondern dazu zusätzlich auch noch 90 Grad dazu ein weiteres Gefälle wegen der Rinne (das Gefälle für die Rinne aber nur am Ende der Terrasse, am Hauskörper sollen die Platten ja ebenerdig sein?!).
    d. Ein weiteres Problem, wenn auch kleiner, liegt darin, dass die Terrassenumrahmung auf gleicher Höhe liegt, das Gefälle vom Haus weg also in der Umrahmung noch nicht enthalten ist. Somit sieht man auf der Terrasse vom Haus weg ein Gefälle durch (von Haus weg) weiter herausragenden Schalsteinen (diese bilden rund um die Terrasse übrigens noch einen ca. 30cm hohen Rahmen, liegen also letztendlich höher als die Terrassenplatten). Dies wird nicht gerade toll aussehen, da gerade in der Höhe der Wechsel in der unteren / zweiten Schalsteinreihe beginnt und diese (innen zur Terrassenseite hin) durch eine PE-Folienschicht geschützt ist …). Ich dachte da an eine Art Kunststoffleiste mit Gummi oder so, die innen rund um die Schalsteinumrahmung der Terrasse verläuft und so dieses Gefälle etwas versteckt.
    e. Ein Problem sehe ich auch in der Betontreppe, die bereits roh gefertigt ist und leider auch auf gleicher Höhe liegt wie die komplette Rundumverschalung der Terrasse. Wenn ich nun mit Gefälle vom Haus weg arbeite, dann ist die Treppe dadurch letztendlich zu hoch … werde hier wohl wieder teilweise wegstemmen und nachfertigen müssen?!


    Kann mir da jemand mit einigen Ideen / Ratschlägen weiterhelfen??
    Wenn ich so vorgehe, wie oben beschrieben (Betonplatte unter Terrassenplatten), dann könnte ich die Terrassenplatten ja auch mit frostsicherem Fliesenkleber dingfest fixieren? Womit versiegelt man am besten die Plattenfugen (sind sehr helle Terrassenplatten)?

    Danke schon man für die Hilfe.
    Terrassenplatten und 100 Säcke Beton à 40Kg kommen nächsten Samstag geliefert. Falls das mit dem Beton doch keine so gute Idee ist, so könnte ich noch die Säcke abbestellen ??!
     
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  3. Johannes

    Johannes

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    Hallo

    Wie wird die Terrasse eigentlich im Moment entwässert?

    MfG
     
  4. Max_gast

    Max_gast Gast

    Hallo!

    Schau dir doch mal den Aufbau eines Balkons an, wie ihn Stefan Ibold auf seiener Homepage veröffentlicht hat.

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  5. #4 Gino Golinelli, 29. März 2004
    Gino Golinelli

    Gino Golinelli Gast

    Danke für die Tips! :-)

    @ Johannes!
    Wir wohnen erst seit Spt. 2003 im haus und wollten nun im ersten Frühjahr die terrasse angehen.
    Bisher ist die Terrasse nur mit verdichtetem Sand (Märkische Heide) gefüllt; entwässert wird bisher nicht ... das soll sich nun ändern.

    @ Max!
    Ja, kommt der Planung schon sehr nahe. Ich wollte anlehnend an die Balkon-Skizze aber die Boden-Rinne nicht am Haus, sondern am Terrassenende setzen und den Rinneninhalt über o.g. Notablauf ablaufen lassen.
     
  6. mesche7

    mesche7

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    Bodenbelag

    Hallo, zuerst stichwortmäßige Antwort, dann Erklärung.

    a) Ich würde Splitt bevorzugen
    b)/c) Es gibt Bodenablaufrinnen mit Innengefälle
    d) Hervorstehende Mauer verputzen

    a)
    Generell finde ich einen Terrassenaufbau mit Mineralbeton und Splitt besser und sinnvoller. Wenn sich im Lauf der Jahre der Boden nachträglich setzt, besteht jederzeit die Möglichkeit die Platten wegzunehmen, etwas Splitt nachwerfen-abziehen-wieder belegen. Neue wieder schöne Optik, die mit geringem Aufwand finanziell und körperlich machbar ist.

    Bei Terrassen mit Betonplatte mache ich unter 10 cm Beton, einlagig armiert gar nichts. Bei 5 cm ohne Bewehrung ist eine Rissgefhar automatisch gegeben. Außerdem muß die Betonplatte mit Gefälle eingebaut werden. Und ich würde auch mindestens einlagige Bitumenbahnabdichtung empfehlen, besser zweilagig.
    Teuerer!!

    b)/c)
    Bei den beschriebenen Ablaufrinnen gibt es auch welche mit innenliegendem Gefälle, d.h. die Oberkante wird waagerecht verlegt, da der Boden der Rinne ein Gefälle besitzt. Diese Rinnen sind numeriert, man kann praktisch nichts falsch machen. Auch für Heimwerker geeignet.

    d)
    Ich würde die überstehende Mauer verputzen. Ansprechende Optik und eine Terrasse mit Gefälle muss nicht versteckt werden, ist doch kein Mangel sondern richtig.

    Wegen der Treppe, hast du dir überlegt das Gefälle der Terrasse anders zu legen? Möglichkeiten: Ablauf in der Terrassenmitte, Ablauf am Haus, Ablauf rechtsseitig/treppenabseitig

    Viel Spass beim Grübeln :winken
     
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  8. #6 Gino Golinelli, 30. März 2004
    Gino Golinelli

    Gino Golinelli Gast

    Juhu

    Hallo Mesche7!

    Vielen dank, da sind viele viele nützliche Tips dabei. (!!!) ´ :-)

    Wo bekomme ich diese Rinnen mit Innengefälle? (Hab zwar schon andere, kann dieser aber noch tauschen).

    Den Ablauf will ich am Terrassenende mit Gefälle vom Haus weg setzen ... sicher ist sicher.

    Zur Wand/Mauer der Terrassenumrahmung: die sieht eigentlich sehr ansprechend aus, waren teure Pflanzsteine. Verputzen würde ich da eher nicht wollen. Habe mich da vielleicht falsch ausgedrückt. Es geht darum: wenn ich die terrassenplatte samt Fugen versiegele, dass das Wasser also Richtung Rinne am Terrassenende hinläuft, bleibt da noch der Außenrand der terrassenumrahmung, wo also quasi die terrassenplatten enden und an die terrassensteinumrahmung angrenzt ... dort würde das Wasser versickern können bzw. durch diese lose aufgesetzte oberste Steinreihe durchfließen und außen die Mauer herunterlaufen ... das Wasser würde so (teilweise/großteils?) gar nicht erst am T.ende an der Rinne ankommen ... wie sollte ich dies dort "versiegeln? Durch eine Leiste/Gummi o.ä.? (Eine Leiste könnte gleich noch das Gefälle kaschieren, da ich ja (leider) diese Terrassenumrahmung schon ohne Gefälle fertig habe und die Platten nun innerhalb der Umrahmung ein Gefälle aufweisen sollen ...

    Sag mal, kannst Du / Ihr mir da zu einem anderen wichtigen Problem helfen?

    Ich habe am Haus zwei Regenfallrohre und das Wasser läuft quasi direkt am Haus den Keller entlang in den Boden. Die Klinkerfassade ist dort immer feucht. Das Haus ist quasi kurz vor Wintereinbruch bezogen worden und nun will ich aber diese Gefahr beseitigen. Habe da Angst, dass der Keller Schaden nehmen kann ...
    Was wäre da eine günstige Lösung, das Haus zu schützen und den Regen zu "entsorgen"/abzuleiten?

    Ein Regennutzungsgefäß wäre schon toll, ist aber glaube ich zu teuer (rechne noch mal ... ;-)) ... (weiß vielleicht jemand, ob es in Brandenburg, Region Mühlenbeck/OHV örtliche Zuschüsse für Regennutzungsanlegen gäbe - vielleicht würde es sich ja dann doch rechnen lassen)
    Ein Nachbar sagte mir, einfaches Drainagerohr mit Löchern und Flies drumrum mit Gefälle vom Haus weg verlegen ... doch das ist ein ziemlich großes Dach ... (11x10m; 48 Grad) ... ist da nicht die Gefahr, dass bei heftigem Regen dieser im Drainagerohr rückstaut?
    Ein anderer nachbar empfahl mir, in eine Art Sichergrube (Betonringe mit Grobkies drin?!) zu leiten ...

    Was hättest Du / hättet Ihr da noch für Ideen (das gleiche Problem habe ich ja auch mit dem Regenwasser, was aus der terrasse abgeleitet wird ... (s.o.)

    Vielen Dank schon mal für die Hilfe.


    Cu Gino
     
  9. #7 Nicole Wantke, 31. Mai 2004
    Nicole Wantke

    Nicole Wantke Gast

Thema:

Terrassenplanung mit vielen Hindernissen

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