Torf im Boden

Diskutiere Torf im Boden im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo an alle, ich stehe derzeit vor der Situation, dass mir nach einer ganzen Menge Wirren und Wendungen ein Baugrundstück, das wie sich...

  1. am2005

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    Hallo an alle,

    ich stehe derzeit vor der Situation, dass mir nach einer ganzen Menge Wirren und Wendungen ein Baugrundstück, das wie sich inzwischen herausgestellt hat Grundwasser in einer Tiefe von 1,8m und eine 40cm dicke Torfschicht in einer Tiefe von 4,10m aufweist, für den Bau einer Doppelhaushälfte (Massivbau, 1 Stockwerk, Dachboden ist lediglich als Stauraum verwendbar) angeboten wird. Beide Haushälften zusammen sollen eine Grundfläche von 18,00m*8,75m ergeben und unterkellert werden.

    Nachdem ursprünglich der Austausch des Torfbodens im Gespräch war, meint der Architekt, der im Fall einer Zusage meinerseits die konkrete Planung des Bauprojekts übernehmen würde, dass ein WU Betonkeller in dem – so wie ich es verstanden habe – mehr Stahl kommt als sonst, ausreicht. Zur Verunsicherung meinerseits trägt bei, dass ich beim Architekten das Gefühl habe, dass Nachfragen unerwünscht sind... Irgendwie kommt bei mir halt das Gefühl auf, dass ich etwas, was mir nicht vollends bekannt ist, zu stimmen soll.

    Ich weiß, dies sind sehr sehr wenige Informationen, aber ich möchte trotzdem fragen, was soweit beurteilbar schiefgehen kann und worauf ich achten bzw. was ich hinterfragen sollte.

    Viele vielen Dank!
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 20. September 2007
    Ralf Dühlmeyer

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    Na dann...

    fangen wir mal an mit dem Fragespielchen:
    1) Woher ist der Torf bekannt? Bodengutachten? Was steht in dem selben zur Gründungsempfehlung?
    2) Was für ein "Architekt" ist das?
    • Der eines BT?
    • Oder einer, der mit dem Grundstück "verkauft" wird
    • Oder Ihr Architekt, der für SIE arbeitet
    3) Wer macht die Statik? Und (wenn schon bekannt) was sagt der/die dazu.
    4) Wer wird Ihr DHH-Partner? Steht der schon fest? Wird die andere Hälfte "auf Vorrat" mitgebaut oder irgendwann nachgezogen?
    MfG
     
  4. am2005

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    Re: Na dann...

    Vielen Dank für die super schnelle Antwort!
    1. Der Torf ist durch den Architekten bekannt. Er hat von sich aus ein Bodengutachten veranlasst und hat mir vom Torf an dem Tag berichtet an dem eigentlich der Notartermin angesetzt war (er wurde am Tag zuvor abgesagt, da noch sehr viele zu klärende Punkte offen waren), weil er wusste, dass ich unbedingt einen Keller haben möchte. Ursprünglich wollte mein DHH-Partner keinen Keller haben und laut Bodengutachter ist es nur möglich entweder beide Haushälften oder keine der beiden Haushälften zu unterkellern.
    2. Der Architekt wird im wesentlichen mit dem Grundstück „verkauft“.
    3. Ein Statiker wurde noch nicht benannt. Ich gehe davon aus, dass es ein Statiker sein wird, der bereits mit dem Architekten zusammengearbeitet hat.
    4. Der DHH-Partner steht schon lange fest (er war schon lange vor mir am Grundstück interessiert) und will anscheinend unbedingt das Grundstück kaufen, wobei er auch erst seit kurzem vom Torf weiß.
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 20. September 2007
    Ralf Dühlmeyer

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    Solche Koppelgeschäfte sind VERBOTEN.
    Kaufen Sie das Grundstück, lassen Sie ein Bodengutachten machen mit Gründungsempfehlung und dann mit einem Statikus sprechen.
    Oder vor dem Kauf schon mal mit dem Statiker sprechen - der mögl. Kosten wg.
    Wer auf einer Torfschicht/-linse ohne Biodengutachten und Statikus sagt - Keller reicht - dem gehört der .... versohlt.
    MfG
     
  6. JoSeb

    JoSeb

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    Offensichtlich gibt es doch schon ein Bodengutachten, dort müssten doch auch Gründungsempfehlungen, ggf. Bodenaustausch enthalten sein!?
     
  7. am2005

    am2005

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    Vielen Dank für die schnellen Antworten!

    Ich denke, dass das einzig vernünftige Vorgehen sein wird, dass ich vor dem Kauf des Grundstücks darauf bestehe, dass Bodengutachten (mir wurde es bisher nicht ausgehändigt) zu erhalten bzw. eins anfertigen lasse und anschließend mit einem Statiker meiner Wahl wegen der möglichen Kosten spreche.
     
  8. Bauwahn

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    Genau!

    Gruß

    Thomas
     
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  10. JoSeb

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    Bitte drauf achten,

    dass die Bodengutachter nur Gründungsempfehlungen aussprechen, den Kopf halten sie nicht dafür hin!
    Das Baugrundrisiko liegt allein beim Grundstückseigentümer
     
  11. am2005

    am2005

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