Torf im Untergrund

Diskutiere Torf im Untergrund im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo...ich habe ein Grundstück und genau an meiner Grenze fängt eine Torfschicht an die von 2m bis auf 3,60m geht. Wir wollen ein Fertighaus...

  1. #1 Steini2772, 24. Juni 2003
    Steini2772

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    Hallo...ich habe ein Grundstück und genau an meiner Grenze fängt eine Torfschicht an die von 2m bis auf 3,60m geht. Wir wollen ein Fertighaus bauen und nun ist die Frage ob wir den Boden austauschen müssen oder nicht. Ein Freund von mir hat auch Torf gehabt vor 7 Jahren (sogar noch mehr) und hat ne selbstragende Bodenplatte mit Streifenfundament. Das müsste doch bei mir auch langen oder ? Die die Keller machen müssen austauschen das ist klar...aber ohne Keller ?
    Gruß aus der Pfalz
    Thorsten
     
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  3. bauhexe

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    Was ist Torf?

    Ein organisches Material. ;)

    Wie verhält sich Torf?
    Verschieden, je nach Feuchtigkeit und Belastung. :Roll

    Und wie gründet man/frau?
    Standsicher! :Brille
    Und wenn kein Austausch möglich ist, dann mit Pfählen gründen. Aber der Austausch ist bei Dir ja kein Problem oder?
    Vielleicht noch ein Denkanstoß: das Haus steht AUF dem Baugrund.
    Hexe :winken
     
  4. #3 Steini2772, 24. Juni 2003
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    der bodenaustausch würde aber ca. 30000 euro kosten...und das ist def. zu viel. was kostet denn so eine pfahlgründung...und meinen sie nicht das ein streifenfundament reichen würde und eine bodenplatte mit der besten bewährung ?
     
  5. bauhexe

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    Das Haus kostet doch sicherlich noch ein bißchen mehr, oder ?

    Preise solltest Du vor Ort abfragen, da kommt es auch immer darauf an, ob ein BU das will und kann. Umhorchen wer so was macht und dort nachfragen.
    Was sagt denn der Statiker ???
     
  6. jetter

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    Dat löppt
    Der Bodenaustausch wird günstiger

    wenn man einen Keller dagegen rechnet.

    Schon mal alle Varianten durchgespielt die eine dauerhafte Lösung ermöglichen?

    Unter den beschriebenen Bedingungen macht dann eine Keller vielleicht sogar mehr Sinn als alle anderen Lösungsansätze wie Pfahlgründungen, kompletter Bodenaustausch o.ä.
     
  7. #6 Steini2772, 24. Juni 2003
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    Hab mit jemanden gesprochen der einen Keller dann gemacht hat. Er hat für 330m3 Schotter auffüllen mit Verdichten 17000 Euro bez. und dann für den Keller nochmal 30000. Wasserdicht (weiße Wanne). Das Geld wollten wir uns halt sparen und können es auch nicht bezahlen. Was spricht denn gegen ein Streifenfundament und ne extra dicke Bodenplatte. Ist doch erst ab 2m Tiefe. Trägt der Boden drüber das Haus denn net mit ner Bodenplatte bester Bewährung ? Das mit dem Statiker ist halt so
    das der erst tätig wird wenn ich den Vertrag unterschrieben habe und eine Anzahlung geleistet habe. Um mir dann sagen zu lassen der Boden kommt raus und ich es mir nicht leisten kann und die Anzahlung ist weg...na toll.
     
  8. #7 bauworsch, 24. Juni 2003
    bauworsch

    bauworsch Gast

    Steini

    was sagt denn das Baugrundgutachten über die Gründungsmöglichkeiten aus?
     
  9. Gast

    Gast Gast

    Suchen sie sich einen Bodengutachter, der den Baugrund erkundet und ihnen hilft die kostengünstigste Gründungsvariante zu finden. Bei Torf muss mit erheblichen Setzungen gerechnet werden die über Jahre (!) andauern. Wenn sie dann z.B. nachträglich Pfähle setzen müssen sind sie garantiert finanziell ruiniert.

    Eine deutlich verstärkte Bodenplatte kann dazu führen Risse im Haus zu begrenzen. Aber wenn ihr Haus 20cm eingesunken ist kommen die Probleme automatisch (z.B. Gefälle der Grundleitungen, ...). Wenn sie Pech haben und die Torfschicht dann auch noch ungleichmäßig dick ist stellt sich das ganze Haus schief. Das Haus ist dann evtl. zwar äußerlich nahezu unversehrt aber nicht mehr zu bewohnen. Besonders wenn nur begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung stehen können sie sich teure Bauschäden nicht leisten!
     
  10. #9 Steini2772, 24. Juni 2003
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    In 9 Monaten gebaut !!!
    Es sieht folgendermasen aus. Die Torflinie geht direkt durch meinen Bauplatz (ziehmlich an der Grenze). D.h. das alle Bauplätze darüber nix haben und meiner hat Torf und die darunter auch. 25 m weiter gibt es einen Bohrpunkt wo die Torf Tiefe 2 m bis 3,60 m beträgt. Da die Schicht bei mir erst anfängt weiß ich halt auch nicht wie tief und dick sie ist. Ist denn grundsätzlich möglich auf Torf zu bauen ??? Gruß aus der Pfalz
     
  11. Gast

    Gast Gast

    Hallo,

    Baugrundstück verkaufen und sich ein anderes suchen.
     
  12. Gast

    Gast Gast

    Aus einem 25m entfernten Bohrpunkt kann man nicht auf die Verhältnisse auf ihrem Grundstück schließen. Aus dem Baugrundaufbau und den Bauwerkslasten kann auf die zu erwartenden Setzungen geschlossen werden. Ob diese dann verträglich für das Gebäude sind sagt ihnen der Statiker. Ohne Fachkräfte gehen sie ein sehr hohes Risiko ein.

    Matthias
     
  13. bauhexe

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    Das hatten wir doch schon!!!
    Ja, unter erheblichem Aufwand!

    Nein, nicht billich!

    Und :
    wenn dann richtig,
    also mal an den schiefen Turm von Pisa denken und was passiert, wenn die Sch... nicht mehr in den Kanal läuft. siehe auch Beitrag von Gast.
     
  14. #13 Steini2772, 24. Juni 2003
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    ihr macht mir ja mut...na danke...und wie geh ich jetzt weiter vor ???? mein freund mit dem streifenfundament da ist noch gar nix...steht schon 7 jahre auf torf...bodenplatte halt fast 1m dick.
    Was mach ich jetzt..wie geh ich vor am besten
     
  15. #14 jetter, 24. Juni 2003
    Zuletzt bearbeitet: 24. Juni 2003
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    deutlicher können die Informationen

    nun nicht mehr kommen!

    Wenn das Vorhandensein von Torfschichten bekannt ist, wäre es fahrlässig ohne genauere Untersuchungen nur mit Beruhigungspillen ("verstärkte Bodenplatte") diesen Bau zu beginnen. Eindringlicher kann man die Problematiken nicht mehr dargestellt werden.

    Eine "tragfähigere Schicht" über einer nicht tragfähigen Schicht(Torf) ist immer nur so belastbar wie das schwächste Glied in der Kette, das ist nunmal so wenns auch schmerzt.

    Also in jedem Fall vorab für größtmögliche Sicherheit sorgen, dass funktioniert eben nur unter Hinzuziehung von Bodengutachter, Statiker und höchstwahrscheinlich genauerer Untersuchung.
     
  16. Gast

    Gast Gast

    Vorsicht!

    Durch eine dicke Bodenplatte (vorhin wurde 1m genannt) werden die Gebäudelasten erheblich erhöht.

    Höhere Lasten führen aber automatisch wieder zu größeren Setzungen

    Um die Honorare für den Bodengutachter und den Statiker werden sie wohl nicht herumkommen.


    Matthias
     
  17. Lebski

    Lebski Gast

    Was du Jetzt machst?

    Schnapp dir den nächsten Baggerfahrer und bestech Ihn. Lass dir nen Suchgraben machen und schau nach was du findest. Lass nen Bodengutachter kommen, der soll seinen Senf dazugeben, am besten Schriftlich, falls nicht mit Zeugen und Gedächtnissprotokoll. :smoke
     
  18. #17 Steini2772, 24. Juni 2003
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    was heißt suchgraben.....?
    hab eben mit dem tiefbaufritzen geredet...er sagt es geht mit über 2m tragfähigem boden. hat auch gesagt ich soll mit nem bagger mal 2 löcher rausholen....4 m tief. aber mein nachbar
    hat das gleich und auch nur ne verstärkte bodenplatte mit 80cm schotter drunter....also...werds wohl auch so machen.
    aber erst mal buddeln
     
  19. mls

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    tendentiell richtig ...

    aber sooo einfach isses auch nich.
    ich glaub kaum, das der erdwurm per visueller "untersuchung" was vernünftiges von sich geben kann.
    der statiker sollte zumindest wissen, was für ein baugrund bis in 6m tiefe vorhanden ist.
    sooo teuer sind dann bohrungen und ein RICHTIGES baugrundgutachten auch nicht.
    ist aber auch egal: der fertighausstatiker wird bestimmt alle erkenntnisse zum baugrund optimal verwerten ;) ;) ;)
     
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  21. jetter

    jetter

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    ein Unterschied gibts zum Nachbarn

    während der Nachbar von Setzungserscheinungen dann wahrscheinlich überrascht wird, bist Du schon drauf vorbereitet.

    Positiv ist ja zumindest, dass Du Probeschachtungen machen lässt, vielleicht wird die Meinung ja nochmal überdacht, wenn du das Zeuchs wahrhaftig vor dir siehst.
     
  22. Gast

    Gast Gast

    Ich verstehe es nicht! Man kann ihnen alles was passieren kann aufzählen und sie wollen es trozdem versuchen um ein paar Euro Honarar für einen Bodengutachter sparen. Wenn das schiefgeht verdoppeln sich mindestens die Baukosten. Eine 80cm dicke Schotter schicht dient nur der Lastverteilung. Die Torfschicht bleibt genauso weich nur das sie nun noch durch die Schotterschicht zusätzlich belastet wird.
    Bauwerkslasten verteilen sich mit zunehmender Tiefe auf eine größere Fläche aber deshalb sind sie in 2m Tiefe nicht verschwunden.
     
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