Tragfähigkeit Hohlsteindecke

Diskutiere Tragfähigkeit Hohlsteindecke im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo an alle! Wir haben ein Haus aus dem Baujahr 1976 gekauft und sanieren gerade. Unter anderem sollten natürlich alle Bodenbeläge ausgetauscht...

  1. SteveM

    SteveM

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    Hallo an alle!

    Wir haben ein Haus aus dem Baujahr 1976 gekauft und sanieren gerade. Unter anderem sollten natürlich alle Bodenbeläge ausgetauscht werden. Meine Frau wollte dann natürlich auch gleich eine Fussbodenheizung nachgerüstet haben.
    Das Wohnzimmer hat eine Fläche von 5.20 x 8.20m. Es hatte von Anfang an eine "Delle" in der Mitte von ca. 3cm zum Rand. Wir wollten das eigentlich einfach nur ausgleichen. Unter dem alten Fliesenbelag kam dann ein Gussasphaltestrich mit ca 4cm Stärke hervor. Der war aber nicht überall im Erdgeschoss. Aufgrund der begrenzten Möglichkeiten diesen in der Höhe auszugleichen um auf das gleiche Niveau des restlichen EG zu kommen wurde uns empfehlen den zu entfernen. Darunter kam dann eine "Betonschicht" zu Tage. Diese ist aber total schlecht und uneben verarbeitet. Bevor mein Heizungsbauer da jetzt eine FBH drauflegt verlangt er das wir ausgleichen. Das wollte ich mit einer Leichtausgleichsmasse machen. Dann 10mm Dämmung, Noppenfolien plus 14mm Rohr und dann ca 4 cm Estrich plus Vinyl als Oberbelag.
    Jetzt frage ich mich, ob die Decke das Gewicht halten wird oder sich noch weiter durchbiegt.

    Die Decke ist eine Hohlsteindecke mit ca 1 bis 2 cm Ortbeton drauf. Scheinbar keine zusätzliche Bewehrung mit Stahl oder Ähnlichem. Die Stahlbetonträger liegen im Abstand von ca 63 cm und sind selbst ca 11 cm breit. Sie spannen über die 5.20 m. Mehr kann ich leider nicht erkennen. Den Hersteller kenne ich leider auch nicht!
    Der Raum unter dem Wohnzimmer hat die gleiche Größe, d.h. Die Decke wird mittendrin nirgends abgestützt.

    Auf den Bildern sieht man die Decke zwischen EG und OG. Die zwischen Keller und EG ist aber genauso. Ich sehe sie nur im Keller nicht, da die Decke mit Gipskarton abgehängt ist und ich da auch nicht ran wollte. Die anderen zwei Bildern zeigen ein Loch, das wir probeweise mal in die Decke zum Keller geschlagen haben.

    Ich habe teilweise auch Risse am Rand im Wohnzimmer in dem Ortbeton. Das macht mich alles etwas vorsichtig.

    Hält die Decke mein zusätzliches Gewicht mit neuer FBH und Estrich? Könnt ihr Tipps geben? Kellerraum teilen und damit die Decke abstützen? Wenn ja wie?
    Mir ist klar, dass das alles nur Hinweise aus der Ferne sein können. :-/

    Danke vorab!

    Gruß Steve
     

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  2. Alex88

    Alex88

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    eben darum solltest du einen Statiker befragen, der natürlich nicht für Lau arbeitet
    wenn du mit "Betonschicht" das auf Bild 5+6 meinst, denke ich, dass da schon mal einer versucht hat auszugleichen

    schon mal über Trockenestrich nachgedacht?
     
  3. #3 petra345, 20.10.2017
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    Wenn sich eine Fliege auf eine Eisenbahnschiene setzt, biegt sich die Schiene durch! Das erläuterte uns immer der Lehrer in Mechanik.

    Also auch Deine Decke wird sich bei Belastung durchbiegen. Bei 5,20 m sind diese Decken an der Grenze ihrer Möglichkeiten. Die Durchbiegung wird also deutlich meßbar sein. Ob sie stört hängt auch von den Anforderungen ab.

    Es wundert mich, daß damals die Decke im EG nicht mit einem 5 cm hohen Überbeton und einer Stahlmatte Q 188 ausgeführt wurde. Das wäre eigentlich notwendig , um eine "Scheibenwirkung" der Decke gegen den Erddruck zu erreichen.

    Aber es gibt noch einen anderen Grund gegen FBH im EG beim Altbau.

    Die Höhe der möglichen Dämmschicht ist begrenzt. Deshalb geht eine großer Teil der Wärme in den Keller. Dort ist es dann schön warm, aber Du kannst diese Heizung nicht abstellen. Eine Heizkostenersparnis durch die FBH wird es daher nicht geben. Dieses Problem haben alle "Systeme", aber die Hersteller sagen es vorher nicht.
     
  4. #4 bauspezi 45, 20.10.2017
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    ?? Bilder vom Inneren der Decke ??
    wo kann man denn da rein sehen , Steine kaputt ?
     
  5. SteveM

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    Ja einer der Steine ist von oben kaputt - von meinem Statiker geöffnet worden. Der wollte sehen wie tief der Beton ist und der Riss geht. Wurde einfach per Hammer und Meisel ein Loch reingeschlagen. :-(

    Die Durchbiegung ist für mich schon klar. Ich frage mich nur, ob die Decke neuen Estrich aushält oder ob sie dann eventuell einfach nachgibt - das wäre der Mega-Gau.

    Ich suche jetzt einfach nach ein paar Meinungen um meinen Statiker dann zu "challengen" und eventuell weitere Denkanstösse zu bekommen.

    Momentan meint der Statiker - das müßte klappen - genau rechnen kann er nicht, da er nicht genau weiss welche Stahlbetonbalken welches Herstellers verwendet wurden. Ein bekannter Maurermeister sagt Decke lieber im Keller mit nem Träger und einer Säule abstützen. Ihm wäre das zu heiss.

    das ist natürlich ein größerer Aufwand und ich suche deshalb nach Meinungen und Erfahrungen und will nicht das Geld für den Statiker sparen!

    Gruss Steve
     
  6. #6 simon84, 21.10.2017
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    Das ist natürlich eine ungewöhnliche Situation, wenn der Statiker sagt "los!" und der Maurermeister sagt lieber zusätzlich abstützen :)

    Der Statiker muss aber doch den Standsicherheitsnachweis für den Umbau erbringen.
    Wie hat er das denn dann gerechnet? Hat er einfach die schlechtestmöglichen Werte für den Stahlträger genommen ? Wie sieht die Berechnung aus ?
     
  7. #7 bauspezi 45, 21.10.2017
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    suuuper Statiker der offensichtlich das Deckensystem nicht kennt, eigenartig !
    einfach einen Stein zertrümmern hat schon was, das war unnötig denn da drin
    ist es ja dunkel und .hohl
    um festzustellen ob ein Aufbeton aufgetragen wurde hätte man das am Rande feststellen können !!
    Spannweite 5,20 m ist nichts ungewöhnliches da man bei dem System wahrscheinlich mit Zusatzeisen
    im Bereich der Träger gearbeitet hat.
    nur mal so nebenbei, ich selbst habe in den 70zigern auf vielen Baustellen
    diese Decken mit verlegt. Hier in NRW nannte man diese !Kaiser-Decken und waren bei
    den Selbst-Häusle-Bauern sehr beliebt.
    zum Thema, die Decken haben bei der Spannweite ein wenig mehr Schwingungsverhalten
    als Betondecken .
    Zur Versärkung wurden in der Mitte quer sogenannte Negativ - Steine eingesetzt und mit
    entsprechenden Baustahleinlagen und mit Beton verfüllt.
    Ein normalen Aufbau, Trittschall,Dämmung Folie, Zementestrich wäre der Normalfall
    und wäre auch ok.
    Bei der geplanten Fußbodenheizung käme natürlich eine Menge Gewicht durch das Wasser in
    den Rohren dazu, ob das dann ok ist kann ich nicht so recht beurteilen, sollte errechnet werden.
    Bilder
    -
     

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  8. #8 simon84, 21.10.2017
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    Genau du solltest einen Statiker finden der dir das konkrete Vorhaben/Aufbau auch tatsächlich ausrechnet und für gut befindet :)
     
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