Trennfuge

Diskutiere Trennfuge im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo Experten, wir hatten Gelegenheit vor der am Mittwoch bei uns stattfindenden Schallmessung bei einem in der Nähe gebauten, baugleichem...

  1. INTEG

    INTEG

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    Hallo Experten,

    wir hatten Gelegenheit vor der am Mittwoch bei uns stattfindenden Schallmessung bei einem in der Nähe gebauten, baugleichem Haus, den Abstand der Trennfuge zu messen. Dieser betrug zu unserer Verwunderung nicht die versprochenen 5 cm, sondern lediglich 4,3 cm. Es könnte ja sein, dass auch bei uns die Trennfuge nicht 5 cm sondern 4 cm beträgt. Unsere Frage ist schlicht die, wieviel Toleranz wir hinnehen müssen. Kann uns da jemand Auskunft geben. Herzlichen Dank
     
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  3. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "des" kommt drauf an

    ... "was" vertraglich vereinbart bzw. abgerechnet wurde (!)
    .
    es gibt keine Dämmung mit 4,3cm ... es gibt "nur" 4 cm oder 5cm ... sofern der Aussenputz noch nicht erbracht wurde lässt sich sowas leicht überprüfen.
    .
    "und" wieder zurück zum Vertrag was wurde hinsichtlich Schallschutz (Art der Materialien) vertraglich vereinbart ???
     
  4. INTEG

    INTEG

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    Hallo Josef,

    vertraglich vereinbart sind 5 cm.

    Ich habe ja nicht geschrieben, dass die Dämmung 4,3 cm ist, sondern die Trennfuge, die noch keine Dämmeinlage hatte. Ist es im übrigen nicht ein ziemlicher Zufall, wenn bei 3-geschossiger Bauweise durchgehend 5,0 cm Abstand zwischen 2-Häusern erreicht werden? Daher nochmal meine Frage: Wieviel cm oder mm sind hinzunehmen, ohne dass man dem Bauunternehmen etwas vorwerfen kann? Ich kann mir im übrigen vorstellen, dass man auch bei 4,3 cm Trennfuge eine 5 cm Dämmeinlage reinkriegt. Immerhin kann man diese ja quetschen. Unser fertiggestelltes Haus ist selbstverständlich verputzt. Da müsste man um nachzumessen, wohl etwas Aufwand betreiben! Jedenfalls lokal.
    Dank und Gruß
     
  5. Polier

    Polier Gast

    Toleranzen

    Maurer sind keine Uhrmacher.
    Auch Sie bekommen das nicht besser hin.
    Wenn 5 cm verlangt,sind 4.3cm in Ordnung.
    Vom Schallschutz bringt das nicht mehr viel.
    Oder noch besser: Man verlangt 6cm und bekommt die gewünschten 5cm.

    Polier
     
  6. INTEG

    INTEG

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    Sie haben mein Problem nicht verstanden. Die Frage ist nicht, was ich oder ein Uhrmacher kann, schon gar nicht besser, sondern, ob sich jemand auskennt in der gestellten Frage. Die war eigentlich ganz einfach; dachte ich: Wieviel cm reichen aus, um von vertragsgemäßer Fertigstellung zu reden. Also, weiß jemand, ob es eine Norm oder einen Standard gibt?
     
  7. Polier

    Polier Gast

    Schon Komisch Ihre Frage.
    Beim Nachbarn sollten es 5cm sein und sind nur 4.3 cm!
    Haben Sie Angst,daß es bei Ihnen jetzt auch 4.3 cm sind?
    Warten Sie die doch die Schallschutzmessung ab.Es gibt größere Einflussfaktoren auf den Schallschutz als die von Ihnen vermutete und bis jetzt noch durch nichts bewiesene Fugenreduzierung von 7 mm.
    Wenn sonst alles stimmt ,dann ist auch der Schallschutz in Ordnung.

    Polier
     
  8. INTEG

    INTEG

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    Hallo Polier,
    1. ja, meinetwegen, die Frage ist komisch.
    2. ja, wir denken, dass auch bei uns die Trennfuge nicht die verabredete Breite hat.
    3. ja, wir warten die Schallschutzmessung ab, aber das ist eben nur die eine Seite, die wir nutzen wollen, um mit dem Bauträger in eine Dikussion einzutreten.
    Ok, es gibt reichlich Antworten, aber leider fehlt mir die Entscheidende. Wann ist noch von einer vertragsgemäßer Ausführung der vereinbarten 5 cm Trennfuge zu reden.
     
  9. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "reden" wir aneinander vorbei ????

    "wär" ja ein dicker Hund wenn man die Dämmung nach dem erstellen der Mauern erst einbringen würde ... "ja" wo leben wir den "die" Dämmung gehört vor dem Mauern eingebracht ..."ansonsten" könnte man keine Mörtelfreie Schallschutzfreie Dämmschale von Haustrennwänden einbringen.

    "also" so kenn ich des:
    .
    a.) 1ten Teil der Haustrennwand geschosshoch herstellen
    .
    b.) Anschlussbereich der Hauswanddämmung von Mörtelresten
    usw. "gründlich" reinigen danach die vertraglich vereinbarten Dämmplatten mittels Fliesenkleber o.Ä. an die eine Haustrennwand kleben
    .
    c.) 2ten Teil der Haustrennwand geschosshoch herstellen
    .
    Merke "diese" Haustrennwanddämmungen sind für den Betonbereich (Decke) nicht zu gelassen ... "weil" sie sich mit dem Betonwasser verfestigen und den Schallschutz dadurch aufheben ... in diesem Falle sind im Deckenbereich die Dämmung zusätzlich mit Pe-Folie oder Betoplanplatten (unsere Variante) oder mit Stahlblechen (Tamkats Erfindung) zu schützen damit eben "kein" Betonwasser eindringen kann (!)
    .
    "und" jetzt die alles entscheidende Frage: "WAS haben Sie für eine Ausführung" ????
     
  10. laermi

    laermi Gast

    Hallo Josef,
    also ich habe in NRW noch nie gesehen, daß die Dämmplatten an die Wand geklebt werden, ich kenne es auch nur "reingeschoben", und zwar nachdem die jeweils erste Steinreihe der zweiten Wand gemauert wurde (Matte würde sonst umfallen).
    Bezüglich Schallmessung: Wir haben vor zwei Wochen eine gemacht und trotz nicht mehr schwimmenden Estrich (Stahlharfenpfosten wurde vom Fliesenleger fest eingefugt) exakt die erhöhten Schalldämmaße erreicht. Dennoch hören wir viel von unseren Nachbarn. Insofern finde ich Integs Frage nicht komisch. Schallschutzwerte interessieren zwar aber wenn ich 5cm Trennfuge gekauft habe will ich sie auch haben und nicht 4,3. Schon traurig, wie Poliere das sehen ...
    Laermi
     
  11. Polier

    Polier Gast

    Halbwissen oder Garnichtswissen und dann diskutiern ist immer gefährlich.

    Polier
     
  12. INTEG

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    Hallo Josef,

    laermi hat die sache so beschrieben, wie sie auch aus meiner sicht zutrifft. Wahrscheinlich führst du besser aus als viele andere... (Hilft mir leider nicht ok, pech gehabt)

    Zum Thema Schallschutz ist zu sagen, dass die TU Braunschweig als Eignungstest für einen bestimmten Stein nunmal 5 cm Trennfuge hatte. Die ermittelten dB's (> 68 dB) also darauf basierten. Wenn man hiervon abweicht, begünstigt das den Verweis auf die Referenzmessung der TU Braunschweig kaum.

    Lieber Polier: Es ist unstreitig, dass ich weniger weiß als Sie. Daher auch meine Frage nach Toleranzen. Bei etwas mehr Wissen, würde ich nämlich versuchen, Antorten zu geben.
     
  13. PeMu

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    Toleranzen: gibt es. Daher gibt es auch Abweichungen, Mittelmasse usw.

    1. Wo haben Sie die Fugenbreite gemessen?

    2. Wie viele Stellen haben Sie gemessen?

    3. Womit haben Sie gemessen?

    -> engste Stelle, Mauerwerk, Deckenrand, Mittelmaß aus ...

    Zulässige Toleranzen: dafür gibt es die DIN 18201, 18202, 18203. Schauen Sie lieber nicht hinein. Die meisten Bauherren bekommen die Krise, wenn Sie die zulässigen Toleranzen realisieren.
     
  14. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    *mmmh*

    .
    "was" mich verwundert daß per Schallmessung der angegebene Wert erreicht wird ... "normalerweise" werden die angegebenen Werkswerte (Steinrohdichte und Dämmschale) im Labor natürlich bei ordnungsgemässer Verarbeitung ermittelt ... "soviel" zur Theorie ... in der Praxis reichen ein paar Mörtelbrocken um den Schallschutz zu verschlechtern ... "drum" iss es mir unverständlich wie man die Dämmung nachträglich reinpoppeln möchte ... "was" wenn z.b. nicht mit Dünnbettmörtel sondern mit Normalmörtel die Haustrennwänden erstellt werden ???
    .
    "vielleicht" mag ich ja besser ausführen als mancher andere ... steht mir nicht zu des zu entscheiden ... "ABER" mit etwas Logik kommt man selber drauf das die Dämmung vor erstellen der 2ten Haustrennwand einzubringen ist (!)
     
  15. INTEG

    INTEG

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    hi,
    1.gemessen habe ich zwischen zwei einander gegenüberliegenden steinen (ohne besonderes system ausgesuchte steine, vesteht sich)
    2. 1x
    3. mit der schiebleere

    als laie finde ich es, wie sie richtig sagen, schockierend, wenn über 10 % Abweichung von der vertraglichen Vereinbarung noch über die toleranzen gedeckt wäre.

    gruß und dank
     
  16. Oggy

    Oggy

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    Moin,
    10% von 5 Metern wäre viel, aber beim Setzen von Steinen (Zollstock und nicht Messschieber) ist doch +- ein halber cm nun wirlich nicht viel.
    *möge Josef mich steinigen wenn ich zu unrecht eine Maurerehre damit verletzt habe*

    Mal eine Frage, bevor sie ein anderer stellt, was sind sie von Beruf? ;)

    Hauptsdache da ist ein duchgehender Spalt verfüllt mit Wolle und nicht das da an irgendeiner Stelle Brocken zwischenklemmen.

    Ist aber meine Laienmeinung!


    Grüße Andreas
     
  17. INTEG

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    klar, sie haben recht. absolut sind 10% von 5 cm nicht viel. Aber man liest hier eben oft von kleinigkeiten mit heftiger wirkung. und um es nochmal klarzustellen: es ist schlicht mein interesse infos zu sammeln, die fehler bei beim bau aufzeigen und die alle allein womöglich nicht sonderlich schmerzlich sind; in summe aber letztlich blöd und folgenreich sind... .

    gruß
     
  18. PeMu

    PeMu

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    ...ist schlicht mein interesse infos zu sammeln, die fehler bei beim bau aufzeigen und die alle allein womöglich nicht sonderlich schmerzlich sind; in summe aber letztlich blöd und folgenreich sind... .

    Das ist doch ok. Nur sollte man den Wald vor lauter Bäumen auch noch sehen :-). Also Beschränkung auf das Wesentliche.

    Übrigens, haben Sie mal so 10 verschiedene Meterstäbe nachgemessen mit einem genauen Stahllineal? Und eine Wasserwaage zu finden, die nur 1% abweicht, im Regen und abends nur 2%?
    Messen Sie einmal den Baumarkt durch und Sie werden bewundern, wie die aufm Bau den Rohbau doch noch in den Griff bekommen.

    Und noch zur Erinnerung: Kleinste Maßeinheit im Rohbau, Werkplan: 0,5cm (nicht in mm übersetzen!) Gilt auch für CAD-Pläne.
     
  19. Laermi

    Laermi Gast

    Hallo Josef,
    bei uns wurde normaler Mörtel verwendet. Wie unsere Trennwand gebaut wurde, habe ich nicht gesehen, wir haben das Bauvorhaben zum ersten Mal erst nach Rohbauerstellung gesehen.
    Aber anscheinend haben wir ja keine Mörtelbrücke, denn das Gutachten bescheinigt eine Luftschalldämmung 67 db, was bei einer zweischaligen KS Wand 17,5 cm und Rohdichte von 1,4 das rechnerische Maximum darstellt. Diese Werte wurden bei uns trotz durchgehender Kelleraußenwände (Beton, 30cm stark) erreicht. Oder ist das Gutachten falsch?

    Gruß Laermi
     
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  21. manni

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    Schalldämmung

    Schalldämmung wird hauptsächlich durch die Masse des Mauerwerks erreicht, und nicht durch den Luftspalt von 4,3 oder 5cm, ob mit oder ohne Dämmung.
    Schallbrücken durch Mörtelreste oder Steine sind viel fataler.
     
  22. PeMu

    PeMu

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    ... Diese Werte wurden bei uns trotz durchgehender Kelleraußenwände (Beton, 30cm stark) erreicht. ...

    Heißt das, daß die Kelleraußenwand keine Fuge hat?
     
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