Trittschall Altbau

Diskutiere Trittschall Altbau im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Ich soll in einer 100 Jahre alten Kate im Obergeschoss den Trittschall verbessern. Eigentümer wohnt unten, oben vermietet. Decke ca 30 cm dick...

  1. matzi

    matzi

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    Ich soll in einer 100 Jahre alten Kate im Obergeschoss den Trittschall verbessern. Eigentümer wohnt unten, oben vermietet.
    Decke ca 30 cm dick unten Bretter, oben Bretter mit Teppich.
    Dazwischen liegt Glaswolle. Oben soll maximal 5 cm rauf. Ich kann auch die alten Bretter nicht abbauen weil da Zwischenwände drauf stehen. Ich wollte jetzt Fermacellplatten mit Mineralwolle schwimmend verlegen,oder 30 mm Rockwoll mit 22 mm OSB Platten. Oder weiß einer was besseres ?
    Gruß Matzi
     
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  3. mls

    mls Bauexpertenforum

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    hmm ...

    schlechter wird´s nicht werden, einstürzen wird hoffentlich auch nix ;)
    übertrieben viel würde ich mir aber auch nicht davon versprechen - obwohl, manchmal glaub ich, für decken gilt eine eigene logik der schallübertragung :confused:
     
  4. #3 C.. Schwarze, 3. Juli 2003
    C.. Schwarze

    C.. Schwarze Gast

    vieleicht mal bei ww.sopro.de schauen
    Sopro TDP 565? unter Zubehör
     
  5. Gast

    Gast Gast

    Vielleicht auch mal den Statiker fragen?

    Zu prüfen ist in jedem Fall, ob die Decke die Zusatzbelastung auch mitmacht, da Decken in so alten Häusern häufig eh nicht mehr den heutigen statischen Erfordernissen entsprechen und schon ohne zusätzliche Belastung manchmal schwer, oder garnicht nachzuweisen sind. Erhöhter Trittschall kann z.B. auch aus einer Unterdimensionierung der Decke (Schwingungen durch Begang) resultieren.
     
  6. Lebski

    Lebski Gast

    Ich denke da fehlt Masse. Nur Bretter und Glaswolle. Da wäre u. U. eine dünne Filzlage und dann 45 mm Estrich der bessere Weg.

    Ich könnte die Firma Glass (Lieferant) empfehlen, sollen die sich das mal ansehen. Die haben gute Fachberater.

    http://www.baustoffwerke.de/

    Statiker nach Festlegung was gemacht wird, würde ich auch empfehlen.
     
  7. mls

    mls Bauexpertenforum

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    hurra ...

    wenigstens darf der statiker auf die baustelle, wenn alles zu spät is? ;)

    ich unterstell einfach
    - lebski ist profi genug, um zu wissen, wann er allein nicht weiterkommt.
    - 25 kg mehrgewicht bringen die decke nicht um
    - schlechtachter und drittelfinanzierung is ausgeklammert
    - e. auftragsausweitung kann zum vorteil von ag und an sein - wenn´s ergebnis passt.

    für endfertige balkendecken hat onkel doktor ein gutes rezept:
    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?s=&threadid=1115
     
  8. hscholl

    hscholl

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    Masse für den Schallschutz

    hallo Matzi:
    Ihre Vorstellung vom Trttschallschutz ist doch schon mal ganz wirksam.
    Wenn jetzt im Balkenzwischenraum Glaswolle steckt, muss doch schon mal saniert worden sein. Wo ist der alte 100 Jahre alte Lehmverschlag geblieben? Das war noch Masse! Jedenfalls wäre anzunehmen, dass noch einege Tragfähigkeitsreserven da sein könnten.
    Wie mls zu Recht bemerkt, sollte ein Statiker die Reserven ausloten.
    Wenn im EG noch Raumhöhe genug vorhanden ist, würde ich eine biegeweiche Unterdecke aus GKB vorschlagen, damit lässt sich die Schalldämmung noch verbessern.

    mfg Hajo Scholl
     
  9. MAB

    MAB Gast

    Wieder eine Frage der Frage

    Wie kommt denn der Auftrag zustande? Hatte der Auftraggeber einfach festgestellt, daß man es unten hört, wenn oben einer tritt?

    Oder weiß er, daß rechnerisch der Trittschallschutz nicht ausreicht?

    Der Auftrag "Verbessere den Trittschallschutz" hätte ich auch gerne. Filzmatte draufknallen und schon ist der Auftrag erfüllt. Ist so.

    Oder ist es Flankenübertragung?

    Die Beauftragung ist einfach nicht konkret genug. Hier muß doch erstmal festgestellt werden, was genau eigentlich stört, und dann, warum das so ist.

    "Da stehen Wände drauf" macht den Auftrag im Grunde nicht mehr erfüllbar. Jedenfalls nicht ohne größeren Aufwand.

    Der Auftrag könnte auch folgendermaßen bei anderen Gelegenheiten so lauten:
    "Mach mein Auto blauer"
    "Mach den Kaffee genießbarer"
    "Mach, daß ich weniger Heizkosten habe, und zwar garantiert" (und läßt fortan sämtliche Türen und Fenster offen)
    "Mach die Fenster durchsichtiger"

    Es ist eben ein Altbau und der erfordert nun mal einfach höhere Planungsansprüche. Witzig ist ja, daß der Vermieter ja gerne das Mietgeld hat, aber den Mieter nicht hören will. Umgekehrt (der Mieter beschwert sich) ergäbe ja Sinn.
     
  10. mls

    mls Bauexpertenforum

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    ganz klar:

    martin kennt noch nicht die eisernen grundsätze des bauens und renovierens:

    1. fachleute brauchen wir nicht, dafür gibt´s baumärkte und internet :)
    2. "wea zoid, schoffd o" (wer zahlt, bestimmt) ;)
    3. der bauherr kennt seinen murx am besten :D
    4. nur der bauherr selbst weiss, was er wirklich braucht :respekt :D :D

    wie passend: http://www.bau.de/forum/neubau/2984.htm :fleen
     
  11. matzi

    matzi

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    Danke für die vielen Antworten.Ich nehme jetzt Fermacell mit Glaswolle darunter.Und die Wohnung ist bewohnt. Das heißt Möbel auf die eine Seite,Fermacellplatten verlegen,Möbel auf die Fermacellplatten dann den Rest. An die Zwischendecke komme ich nicht ran. Und mein Auftrag war ganz klar. Der Trittschall soll besser werden . Gruß Matzi
     
  12. jetter

    jetter

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    Dat löppt
    die Variante ist

    unter den gegebenheiten nicht die schlechteste.
    #
    Hoffentlich passt díe Steifigkeit der MiWo, ansonsten wirds ziemlich "weich" - Anwendungstyp TK ist gefragt!
     
  13. TAMKAT

    TAMKAT

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    Ich würde auch auf jeden fall Fermacell nehmen.

    TAMKAT
     
  14. MAB

    MAB Gast

    @mls

    Wozu schreiben wir eigentlich?
     
  15. jetter

    jetter

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    Dat löppt
    auch wenn

    letztendlich andere Lösungen ausgeführt werden, ist es wichtig dass andere mögliche Lösungsansätze bzw. Vorgehensweisen aufgeführt werden - auch mit all ihren Vor-/Nachteilen.

    Die Entscheidung muss jeder für sich selbst fällen. Dafür kann man niemanden verurteilen.

    Es spricht nicht wirklich was gegen die gewählte Lösung (Kennen wir hier alle Randbedingungen?) genauso wie vieles für die vermutlich bessere, aber hier nicht gewollte Lösung spricht.
     
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  17. mls

    mls Bauexpertenforum

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    eben!

    martin, das frag ich mich manchmal auch *ernst*

    dabei isses doch ganz einfach: es gibt doch fermacell :)
    (kann aber tatsächlich funktionieren, wenn die decke "hält" - aber das wissen wir ja nicht).

    ich beschreib e. "krasse" deckensanierung - is zwar traurig, aber auch typisch:

    schlauer bauherr, technisch unbelastet, schreibt deckensanierung aus - "statische und akustische anpassung an die geltenden normen" (etwa wörtlich) - abgefragt werden pauschalangebote von mind. 4 bietern (4 kenn ich jedenfalls) - billigstbieter bekommt den auftrag - nicht ausgeschrieben sind kosten für deckenentkernung, schlacke ausbauen usw. - dann kommt was immer kommt, die eingeplanten nachträge schlagen voll durch, die kosten verdoppeln sich (ohne wucherzuschläge), aber der auftrag is gesichert....
    der zweitplazierte hat den fehler gemacht, fair zu kalkulieren und anzubieten (sonst hätte ich auch nicht die vordimensionierung gemacht): angebotskosten für bestandsaufnahme, ingeniöse planung für schall (gehob. anforderungen), brand (f120 von oben, f60 o. 90 v.u., rauchdicht usw.), schwingungen ... statik sowieso ... und die ausführung der bauarbeiten - lagen bei knapp 60% von den 200% des "erstplazierten".

    so, jetzt der hammer: die wohnung ist immer noch nicht vermietet, weil die decke schwingt! der schlaue bauherr war schon beim anwalt, um die aussichten für e. klageerfolg (?) prüfen zu lassen...toi, toi, toi!

    noch ein aspekt: lösung 1 dauerte etwa 6 wochen, ich schätze über 300 mannstunden (unrentabel; ausserdem viele aussetzer); lösung 2 (mit meiner beteiligung) war anhand von vergleichsobjekten mit 40+30+80+10 h. (bestandsuntersuchung+planung+ausführung+puffer) kalkuliert -
    d.h. auch, die fertigstellung wäre 2-3 wochen schneller erreicht :)

    gut, das bauherren alles wissen - oder zumindest besserwissen :D
     
  18. MAB

    MAB Gast

    Genau das meine ich

    Das ist doch DER klassische Fall, wo zunächst mal eine saubere Planung stehen muß. Mit Voruntersuchung und allem drum und dran. Teurer? Nein, siehe mls.

    Ähnlicher Fall aus dem Dachabdichtungsbereich: Bauherr nimmt billigste Folie für eine Terrasse. Wie zu erwarten nach 8 Jahren undicht. Sanierung geht nur mit Komplettabriß, da ja die Dämmung erhöht werden muß (in diesem Falle nicht möglich, daher tiefere WLG). Auf Folie kann man eben nicht vollflächig aufschweißen.

    Hätte er stattdessen eine teure bitumenverträgliche Folie oder zweilagig Bitumen gewählt, so hätte die ENEV nicht gegriffen. Die Sanierung wäre durch simples Aufschweißen einer Polymerbitumen-Schweißbahn erfolgt. Unter Belassung der Dämmung.

    So hate es unnötige 40.000 Euro mehr gekostet. Vorherige Ersparnis: 5.000 DM (nicht Euro).
     
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