Trittschalldämmung im Dachbodenausbau

Diskutiere Trittschalldämmung im Dachbodenausbau im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo liebe Experten, es gibt zwar schon einige Threads zu diesem Thema, dennoch bin ich nicht viel schlauer, als vor meiner Suche. Also stelle...

  1. Ollo

    Ollo

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    Hallo liebe Experten,

    es gibt zwar schon einige Threads zu diesem Thema, dennoch bin ich nicht viel schlauer, als vor meiner Suche. Also stelle ich diese Frage:

    Ich möchte meinen Dachboden als Wohnraum nutzen. Der Fußboden besteht aus OSB-Platten, die auf die Kehlbalkendecke geschraubt wurden (alle 9 cm eine Schraube).
    Die Platten sind also fest und klappern nicht. Beim Auftreten entstehen (natürlich) dennoch Geräusche. Beim entgültigen Bodenbelag bin ich mir zwar noch unschlüssig, doch wird es wohl auf Kork- oder Laminat hinauslaufen. Dazu dachte ich an eine schalldämmende Zwischenschicht. Diese gibt es ja als Platten, oder als lange Rollen mit 20 db Trittschalldämmung... Würde es etwas bringen, wenn ich diese Trittschallschicht doppelt lege?
    Sollte ich zuerst eine Schicht Estrichplatten verlegen?

    Viele Grüße
    Ollo
     
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  3. mls

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    in meiner glaskugel sehe ich, dass du ein relativ steiles dach hast und die kehlbalken sowie
    deren befestigung an den sparren statisch keine grossen sprünge mehr vertr1agen. deshalb der
    klassische tipp: hol dir einen fachmann (idr twp), der den bestand und deine wünsche
    bewertet.
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 2. April 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    Ollo - das ist keine blöde Antwort, das ist eine sehr gute Antwort, denn das "Krach" der runterkommenden Balkenlage kann nicht durch aufliegenden Schallschutz gedämpft werden.

    Also jemanden fragen, der sich damit auskennt, ob die Balkenlage noch Lasten aufnehmen kanns und dann weiterdenken.

    Und nu kannst meine auch noch melden ;)
     
  5. Ollo

    Ollo

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    Hab' ich mich irgendwie falsch ausgedrückt? Sorry, ich bin kein Fachmann, aber deshalb wende ich mich ja an ein Expertenforum...
    Glaskugel hin oder her, da solltest du ja wohl dann auch gesehen haben, dass der Ausdruck wohl nicht korrekt war.

    Dann sind die OSB Platten eben auf die Sparren geschraubt. Auf jeden Fall liegen sie da und bilden den Fußboden meines Dachgeschosses - soll ich ein Foto einstellen, oder kann sich der Fachmann auch so vorstellen, was ich meine?

    Zurück zu meiner Frage: Wie schaffe ich eine optimale Trittschalldämmung?
     
  6. Ollo

    Ollo

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    Hallo Ralf,
    nein, die Balken krachen doch gar nicht!
    Wenn ich mit meinem Fingernagel auf meinen Schreibtisch klopfe, dann heißt das doch auch nicht, dass der Boden wibriert.

    Also: die Balken sind fest (oberultrafest, alles ist gut) die OBS Platten liegen fest. Es geht darum, das durch das Auftreten auf die OSB Platten Geräusche entstehen. Z. B. wenn ich darüber laufe, eine Murmel drüber laufen lasse, etc. ... ganz normale Geräusche eben.
    Und diese Geräusche möchte ich minimieren.
     
  7. Hfrik

    Hfrik

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    Kurze Zwischenfrage: Es ist Dir bekannt, welche für welche Tragfähigkeit dein Dachgeschoss ausgelegt ist?
    Zum einen geben dir die Experten hier ungerne Auskunft, wenn sie nicht sicher sind, ob die angestrebte Nutzung überhaupt funktionieren kann.
    Zum zweiten ist eine gute Schalldämmung in der Regel mit Masse verbunden, welche von der Deckenkostruktion entkoppelt ein einer eigenen Lage schwimmend aufgebracht wird.
    So lange keiner hier auch nur den Ansatz einer Vorstellung hat, ob und welche Massen hier möglich sein könnten, wird dir auch aus fachlichen Gründen keiner einen Vorschlag machen können - weil kein Hellseher hier im Forum ist.
    Also zuerst einmal die Bauunterlagen und Statiken des Gebäudes wälzen, wund wenn man dort auf keine Daten stösst, den tragwerksplaner des Vertrauens befragen.
    Wenn dann die wichtigsten Eingangsinformationen vorliegen gerne hier wieder im Forum melden - dann gibts auch die gewünschten Antworten.

    Hinweis: Es gibt durchaus viele Dachböden, die explizit nur als Dachboden z.B. mit einer Belastbarkeit von 100kg/qm geplant wurden. Dort geht keine Wohnraumnutzung (Wohnraumnutzung: Bei Balkendecke 200kg/qm als Bemessung für das Wohnen zzgl Bodenaufbau / Trennwände / Drempel etc... in Summe oft 300..350kg/qm) Manchmal ist der Dachraum aber auch explizit für den Wohnraumausbau vorbereitet - das sollte dann aber in irgendeiner der Unterlagen sichtbar sein. Sofern welche vorhanden sind.
     
  8. #7 Manfred St, 2. April 2012
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    Hi,

    gegen doppelten Trittschall ist nix einzuwenden - obs viel bringt ist die zweite Frage.

    Trittschall sollte im unterm Estrich so 4 cm dick sein. Unterm Laminat ist er meisst dünner.

    Bei Laminat ist es wichtig das der "ausgerollte Zauber" nicht nur über einen Trittschall- sondern auch über einen Gehschallschutz verfügt. Kostet ein paar Euro (manchmal mehr als das Laminat) bringt aber richtig Punkte. Erreicht werden gute Werte durch eine schwere Matte. Das dämpt den Gehschall schon beim entstehen - und ist dann nicht als Trittschall zu hören. Ein abdecken des gesammten Frequenzbereichs ist eher schwer und sowieso bei absolu sauberer Randfuge zu erreichen. Es reicht ein kleiner Patzer und alles ist zunichte.

    Das ist nicht die Lösung Deines Problems - aber veilleicht ein Schritt in die nicht falsche Richtung.

    Manfred St
     
  9. Ollo

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    OK, der Dachboden wurde ausdrücklich als sog. Ausbaureseve berechnet und erstellt. Statische Berechnungen müsste ich jetzt erst heraussuchen, aber es steht dort oben auch die Heizung, bzw. ein großer Warmwasserspeicher...
     
  10. #9 Ralf Dühlmeyer, 2. April 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    Ich denke, Du hast mich sehr gut verstanden!

    Doch - weil nämlich die grössere Zusammendrückbarkeit Probleme vor allem bei Punktlasten schaffen kann.
     
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  12. #10 Ralf Dühlmeyer, 2. April 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    Um so schlimmer.

    Diese komischen Schaummatten kannste vergessen. Die fangen wenn überhaupt nur auf, was Laminat gegenüber Teppichboden schlechter macht.
    Ausbaureserve - Ah ja. Das entscheidende ist die Last, für die der Krams ausgelegt wurde. Und da wärst Du nicht der erste, bei dem im Prospekt "Ausbaureserve" stand und in der Statik dann nur Abstellkammer gerechnet wurde.
    Da steht ja nicht, zu was das ausgebaut werden kann - vor allem dann, wenn baurechtlich da oben keine Aufenthaltsräume zulässig sind. :D
     
  13. Ollo

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