Trockenbau Schallschutzwand auf Holzdielenboden?

Diskutiere Trockenbau Schallschutzwand auf Holzdielenboden? im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Moin moin, ich besitze ein Doppelhaus und möchte auf beiden Seiten der Kontaktfläche eine Schallschutz Trockenbauwand einsetzen. Die Vorbesitzer...

  1. #1 teflondon, 16.04.2023
    teflondon

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    Moin moin,

    ich besitze ein Doppelhaus und möchte auf beiden Seiten der Kontaktfläche eine Schallschutz Trockenbauwand einsetzen. Die Vorbesitzer (Family) hatten das auf der einen Seite bereits vor Jahren im Wohnzimmer begonnen mit einer Holzkonstruktion, OSB + Rigips). Auf der anderen Seite der Mauer fand das ein wenig später auf dem Erdgeschoss ebenfalls statt.

    Boden ist hierbei Holzbalken + 2,3cm Holzdielen Nadelholz massiv.

    Möchte das ganze nun vollenden, allerdings mit Trockenbau Metallkonstruktion.

    Die Fragestellung wäre nun:

    Schraubt man die Bodenprofile direkt auf die Dielen oder muss ich auf die darunter liegenden Holzbalken gehen?

    Die Dielen Verlaufen parallel zur Wand. Die Balken daher nicht, somit könnte ich nur alle 80cm befestigen oder die Dielen raussägen und eine OSB auf die Balken schrauben als Fundament. Wäre dann ja aber praktisch das selbe, wie auf die Dielen selbst zu schrauben oder?

    Bei den bisherigen Arbeiten wurde einfach auf die Dielen geschraubt mit Trenn/ Entkopplungsband. Brachte merklich den gewünschten Effekt.



    Ist es in dem Kontext ratsam auf Metallkonstruktion zu gehen oder lieber bei Holz und somit im Gesamtsystem bleiben?
     
  2. #2 Gast 85175, 16.04.2023
    Gast 85175

    Gast 85175 Gast

    Was für eine "Kontaktfläche"? Du meinst da gibt es schon eine Wand und du möchtest eine Vorsatzschale vor diese Wand setzen? Ich frage nur, weil sonst wird ganz schwierig...

    Und von welchem Schall reden wir? Kann man das zB auf Trittschall eingrenzen, oder ist der Schall da generell ein Problem, also auch das gesprochene Wort, Trittgeräusche, etc.?

    Beim Schallschutz wäre interessant zu erfahren wie das im Detail an der (hoffentlich vorhandenen) alten Wand aussieht. Die Lage der Balken ist hier das erste Problem, wie sind die diese Balken an der Wand befestigt? Wie ist es mit den Dielen?

    Naja, solche Holzunterkonstruktionen mit irgendwie OSB und GK drauf, die bringen da oft überhaupt nie den "gewünschten Effekt". Ausserdem wissen wir nicht was der gewünschte Effekt überhaupt ist (siehe oben)...
     
  3. Alex88

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    ist beim Schallschutz kontraproduktiv
    Metallprofile sind da die bessere Wahl,
    manchmal geht es nicht anders, als auf die Dielen zu schrauben, aber ein Trennband (DF Band oder Moosgummi)
    unterlegen
     
  4. #4 teflondon, 17.04.2023
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    Ja, die Hälften werden durch eine 20cm Bimssteinwand getrennt. Davor wurde eine 10cm (Inkl. OSB + RG) Vorsatzschale gesetzt (Holzkonstruktion). Das ganze anno 1998. Trittschall ist/ war weniger das Thema, eher TV/ das Gesprochene.

    Die Raumnutzung ist im Nachbarhaus identisch, sprich Küche an Küche, WZ an WZ und oben Kinderzimmer/ Büro an selbigem.

    Die Konstruktion wurde von meinem Vater damals nur im WZ angebracht, der in dem Kontext noch sensibler ist, als ich. Die Problematik hatte sich dahingehend auch erledigt gehabt in dem Areal. Nun würde ich das ganze einfach konsequent zu ende führen wollen und müsste das auf meiner Seite in Küche und OG anbringen.

    Im Nachbarhaus müsste das OG noch gemacht werden.

    Hier mal schematisch.
    Grün = beide Seiten gedämmt/ schallisoliert. Rot = Keine Seite isoliert. Verlauf = eine Seite.

    wand.PNG

    Die Trennwand, wie erwähnt, 20cm Bimsstein. Die Dielen sind parallel zur Wand und haben keinen tiefergehenden Kontakt zur Wand. Könnte sie zusätzlich an der Wand entlang "entkontakten".

    Schallübertragung WZ zu WZ kaum gegeben, daher mache ich die Seiten nicht neu, sondern ergänze nur.

    Zur Befestigung an der Wand:

    Analog zur Vorsatzschale im Trockenbau, sprich auf Boden/ Dielen geschraubt mit Dichtband/ Entkopplung. Die Balken an den Wänden wurden erst mit 1cm Distanzhalter angeschraubt, die Lücke ausgeschäumt, dann die Schrauben wieder rausgedreht, damit der Schall keine Brücke auf die Konstruktion hat. Hab ich in der Form noch nicht gesehen.

    Zwischen den WZ Räumen [1] hört man keine Stimmen. Momentan hört man nur die Stimmen aus dem OG des Nachbarhauses, die bei 1 ankommen. Wenn alle Wände fertig sind, erhoffe ich mir da den gleichen Effekt.
     
  5. #5 Gast 85175, 18.04.2023
    Gast 85175

    Gast 85175 Gast

    Mal grundsätzlich, was dein Vater da gemacht hat ist ziemlich sicher illegal. Die Wandkonstruktion müsste eigentlich insgesamt min. "F90A" sein und da der 20cm Bims das alleine eher nicht ist, hat da an der Vorsatzschale Holz nichts verloren. Man müsste noch differenzieren ob das da ne echte Trennwand im Doppelhaus oder ne Wohnungstrennwand im Zweifamilienhaus ist, aber bei der Betrachtung kann es nur noch schlimmer werden... Ob es da Besatndsschutz gab weiß ich nicht, der ist aber bei der Aktion mit den Vorsatzschalen wohl erloschen, spätestens seit damals dürftest in einem "Schwarzbau" (im Sinne baurechtlich nicht zulässig) wohnen.

    Das ist halt rein Schallschutztechnisch schon fast ne Katastrophe.

    Und das ist schallschutztechnisch eigentlich auch Schrott. Preisleistung ist da jedenfalls ganz mies, mit einer ordentlichen Metallunterkonstruktion und ohne OSB bekommt man das mit vergleichbaren Kosten um Klassen besser hin. Vom Brandschutz her sowieso.

    Das ist oft eine sehr günstige Möglichkeit die oft sehr viel bringt. Also zu empfehlen ist das immer.

    Da gibt's sehr wohl ne "Schallbrücke", den Schaum und der ist bei eher großflächiger Verarbeitung (wie da) halt auch nicht toll...

    Da braucht es mE eigentlich min. ein Kantholz unter den U-Profilen, was sich dann wieder mit dem Brandschutz beißt und auch vom Schallschutz her nicht toll ist. Ich müsste nachsehen ob das bei den vorsatzschalen die mit CD-Profilen gebaut werden und die mit Haltern an der Wand befestigt werden anders ginge, bei den Unterkonstruktionen mit UW-Profilen geht's mE jedenfalls nicht so einfach, weil das untere UW-Profil da mE nicht tragend ist, auch nicht sein kann, da wird ja nicht mal die Platte verschraubt...

    Und jetzt kommts auf dich an, wenn du da weiter dran herumbasteln willst bin ich hier raus, wenn du es richtig machen willst, dann eskaliert der Aufwand um Umfang wohl etwas, musst jetzt selbst wissen.
     
  6. #6 teflondon, 28.04.2023
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    Danke für die detailliert Ausführung!

    Ich schätze, der Schallschutz hat damals für die Bedürfnisse gereicht. Zumindest habe ich nix von drüber vernommen trotz hoher Sensibilität.

    Daran basteln werde ich nicht mehr oder ungern. Die neuen Wände werden aber definitiv rein Trockenbau sein.

    Die Feuerfestigkeit sehe ich differenzierter im Kontext von Holzdielen auf Holzbalken und Schilfputz Decke. Das Gesamtisiko krieg ich kaum minimiert wenn ich die Holzkonstruktion ersetze :)

    Hätte das ganze analog zu diesen Herren da gemacht:

    Da aber noch unklar:

    a) Befestigung oben an Schilfputz? Oder in dem Zuge rausreißen und durch GKP ersetzen.
    b) Befestigung unten auf Dielen direkt mit Entkopplungsstreifen .
     
  7. #7 teflondon, 04.06.2023
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    Hi @chillig80

    Alte Schallschutzwand ist draußen. Entsprechend erfolgt nun die "saubere" Lösung. Habe soweit alles beisammen, fraglich ist nur weiterhin die Montage UW an Boden und Decke:

    • UW an Boden scheint da noch am unproblematischsten, da die Balkenlage + Dielenlage passend ist -> direkt auf 2cm Dielen (inkl. Trennwandkitt)
    • Schwierig wird es an der Decke. Dort befindet sich eine Schilfrohrputz Konstruktion und die Balkenlage ist leider parallel zur geplanten Wand.
      • Sprich, höherer Raumverlust (80cm), falls ich das UW Profil an die Balken montieren will. Andernfalls müsste ich auf die dünnere Konterlattung, an welche die Schilfrohrdecke gefestigt ist.
        • Die müsste ich aber erst mal ausfindig machen
        • Darauf nochmals eine Latte um darauf das Trennwandkitt samt UW aufbauen können?
     
  8. #8 teflondon, 21.06.2023
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    Da mit das ganze etwas zu wurstelig erschien, kamen die Schilfputz Decken nun runter und werden durch GKP auf neuer Konterlattung ersetzt. Diese sitzt wg. der geringen Höhe direkt auf den Holzbalkenträgern.

    Dürfte vom Schallschutz schlechter sein, als die losen Matten + Putz, oder was meint ihr?
    Lohnt sich das Ausfüllen mit Steinwolle oder hat das in dem Kontext keinen nennenswerten Effekt, wenn die GKP mehr oder weniger direkt auf dem Träger montiert werden?
     
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