Trockenbauwand nachträglich Schalldämmen

Diskutiere Trockenbauwand nachträglich Schalldämmen im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich habe zwischen einem Schlafzimmer und dem Badezimmer eine Trockenbauwand. Diese ist ca. 4m lang und 2,50m hoch. Der Aufbau ist...

  1. #1 general1977, 20.02.2019
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    Hallo,

    ich habe zwischen einem Schlafzimmer und dem Badezimmer eine Trockenbauwand. Diese ist ca. 4m lang und 2,50m hoch. Der Aufbau ist badseitig doppelt mit Rigips (12,5mm) beplankt und dann vollflächig gefliest. Bis auf ca. 1,20m Höhe ist die Wand wegen der Sanitärinstallation (Doppelwaschtisch) und des Fußbodenheizungsverteilers abgekoffert und ebenfalls verfliest. Schlafzimmerseitig ist die Wand einlagig mit normalem Rigips (12,5mm) beplankt und tapeziert. Dazwischen sind 50er oder 75er Trockenbauprofile (hoffentlich mit Dämmstreifen) und der Hohlraum ist mit Glas- oder Steinwolle "gefüllt". Wie sorgfältig die Füllung eingebracht ist, weiß ich (noch) nicht. Generell hat die eingebrachte Füllung auf mich während des Baus relativ leicht gewirkt. Die Trockenbauprofile sind unten auf der Fertigdecke befestigt und der Estrich mit Fußbodenheizung ist mit Randdämmstreifen gegen die Trockenbauwand gegossen.

    Man hört sehr deutlich Plätschergeräusche durch die Duschwanne (Stahlwanne, aber ordentlich entkoppelt) und auch Fließgeräusche von Wasser durch den Doppelwaschtisch. Generell ist im ganzen Haus Trockenbau verwendet worden und die Wände sind relativ hellhörig.

    Speziell die Wand zwischen Bad und Schlafzimmer möchte ich jetzt verbessern. Ich habe mir Folgendes "ausgedacht":

    Ich öffne die Wand von der Schlafzimmerseite komplett, alleine schon um zu sehen, was da genau gemacht wurde. Als Maßnahmen hatte ich angedacht, auf der Rückseite der Badezimmerwand von innen/hinten eine oder zwei weitere Lagen Knauf Silentboard o.Ä. gegen die vorhandene Doppelbeplankung zu schrauben um das Gewicht zu erhöhen. Dann würde ich versuchen einen möglichst schweren Füllstoff zu bekommen, um den verbleibenden Hohlraum, der jetzt ja ca 25mm dünner geworden ist, auszustopfen. Als Beplankung auf der Schlafzimmerseite würde ich dann zwei Lagen Silentboard aufbringen.

    Fragen:

    - Nutzt die zusätzliche innere Beplankung überhaupt etwas? Diese Seite der Wand ist durch die Fliesen ja ohnehin schon recht schwer. Würde es etwas nutzen, einen Abstand zwischen der zusätzlichen inneren Beplankung und der Badezimmerbeplankung zu schaffen? Z.B. mit einer Dachlatte, die beidseitig mit Dämmstreifen beklebt ist? Also sozusagen eine dreischalige Wand. Müsste ich diesen Hohlraum dann ausfüllen/ausstopfen? Ich werde die inneren Platten aber von der Breite her leider nicht genau passend zwischen die Trockenbauprofile bekommen, außer ich teile sie in der Mitte und verspachtle sie dann von innen. Anders kann ich die Platten ja nicht zwischen die Profile einfädeln.

    - Gibt es bessere Alternativen zu Knauf Silentboard oder ähnlichen Gipskartonplatten? Eine Lage OSB oder hochdichte Faserplatte z.B.?

    - Was verwende ich am Besten als Füllung für die Wand? Gibt es etwas besseres als Steinwolle? Z.B. bekleben einer oder beider Seiten mit Soni Protect R oder Soni Composite Platten und den Rest des Hohlraums dann frei lassen oder mit dünner Steinwolle auskleiden? Taugen die Platten von Soni etwas?

    - Wie schließe ich die neuen Trockenbauplatten unten ab? Ein Streifen der alten Platten bleibt unten ja stehen, wo der Estrich gegen die Wand gegossen wurde. Soll ich versuchen, diesen Streifen herauszupopeln wenn die Wand offen ist um den Estrich weiter zu entkoppeln? Ein Schaumstoff-Dämmstreifen ist ja schon zwischen Estrich und Trockenbauwand. Da die Wand im Moment einfach beplankt ist, und in Zukunft doppelt beplankt werden soll, "stehen" die neuen Platten ja über den Estrichrand hinaus. Ich würde da ca. 5mm Spalt lassen und diesen mit Acryl (oder etwas anderem?) ausspritzen.

    Weitere Vorschläge sind herzlich willkommen. Auf die Kosten kommt es jetzt nicht so wirklich an. Eine günstigere Alternative zu den Produkten von Soni wäre natürlich toll. Primär geht es aber um maximalen Schallschutz.

    Vielen Dank im Voraus und Grüße
    Achim
     
  2. Alex88

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    eine Seite doppelt und die andere einfach zu beplanken zeugt schon mal von absoluter Profesionalität.....:mauer

    ist denn sicher, dass hinter der Vorsatzschale für die Installationen vollflächig beplankt wurde?

    so 100% ig wird man das Problem nicht mehr lösen können, aber....
    ich würde die Wand von der Schlafzimmerseite aus öffnen, die Platten und die Dämmung komplett entfernen,
    mit einer schweren Steinwolle, je nach Profilstärke, mit 40 - 60 mm dämmen. Die Steinwolle sollte aber ein Gewicht von
    mind. 50kg/m³ haben, dann doppelt mit Silentboard beplanken, nicht vergessen auch die erste Lage zu spachteln,
    vor allem auch die Wand- u. Deckenanschlüße. Beim beplanken darauf achten, dass die erste Lage bis auf den Rohfußboden
    reicht, die 2. dann mit einem 4-5 mm Spalt montieren, mit etwas Dämmung ausstopfen und Fußbodenleiste montieren.

    mich wundert, dass in der heutigen Zeit immer noch einfach beplankte Wände gebaut werden (dürfen)
     
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  3. #3 general1977, 20.02.2019
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    Vielen Dank für deine Antwort.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass hinter der Verkofferung für die Installation die eigentliche Wand bis zum Boden reicht. Ich habe die Wand im Rohbau von der Schlafzimmerseite offen gesehen und erinnere mich nicht an eine “Stufe“. Sehr wohl erinnere ich mich an das professionelle Holzbrett in der Wand, das als “Dübel“ für die beiden Schrauben des Vorwandelements für den Waschtisch dient.

    Immerhin waren die professionell genug um zu wissen, dass geflieste Wände doppelt beplankt sein müssen. Mehr kann man wahrscheinlich nicht erwarten. Wenn ich geahnt hätte, dass alles so hellhörig wird, hätte ich gleich doppelt mit Silentboard oder zumindest Diamant beplanken lassen. Da fehlte mir einfach die Erfahrung. Jetzt nachträglich überall doppelt zu beplanken scheitert maßgeblich an den Türrahmen.

    Ich soll also versuchen, die alten Platten bis zur Rohdecke (= unterhalb von Estrich und FB-Heizung) rauszuholen und die neuen dann von oben reinschieben? Die Platten bekomme ich bestimmt rausgebröselt. Aber wie bekomme ich die Schrauben mit denen die befestigt waren dann aus den Profilen raus? Sonst passt die neue Platte ja nicht rein. Meinst du es würde reichen, die erste Lage neue Platten ein, zwei Zentimeter unter dem Estrichniveau anfangen zu lassen und nicht ganz unten auf der Rohdecke?

    Ist es besser zwischen den beiden Plattenlagen und einmal der KS-Außenwand und einmal der Betondecke mit Uniflott auszuspachteln (Schallbrücke?), oder Acryl oder Sikaflex reinzuspritzen?

    Von der Idee innen in der Wand nochmal Silentboard aufzudoppeln hältst du nichts? Wie ist es mit den Soni Protect R Platten statt, oder zusätzlich zur Steinwolle?

    Gruß
    Achim
     
  4. #4 Alex88, 20.02.2019
    Zuletzt bearbeitet: 20.02.2019
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    Halbprofessionell, denn zu fliesende Wände müssen auch rückseitig doppelt beplankt werden, da sonst Risse entstehen,
    FBH habe ich überlesen, dann schneide die Platten Estrichbündig ab und setz die neu drauf, ob man denb Unterschied hört, wage ich zu bezweifeln
    alles mit Unilott oder Vario spachteln,
    Soni kenn ich nicht, hab da leider keine Werte und Erfahrung, aber schwere Dämmung sollte reichen
    nein, weil die nur in der Fläche zu beplanken sind, d.h. die Profile werden eine Schallbrücke bilden

    google mal nach Knauf W628B, diese Schachtwand könnte man mit deiner Wand vergleichen, ohne Berücksichtigung der Badseite, da hast du genaue dB Werte angegeben
     
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  5. #5 general1977, 20.02.2019
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    Hallo nochmal,

    ich habe mir das Dokument über die Schachtwände angesehen. Da lässt sich tatsächlich ganz gut vergleichen, was sich schallschutztechnisch tut, wenn man nur eine Seite verändert.

    Etwas nachdenklich hat mich gemacht, dass die einseitige (doppelte) Beplankung mit Silentboard bei 40mm Dämmung 40dB bringt und wenn man noch eine einzelne Platte auf der anderen Seite einstellt sind es direkt 47dB, obwohl bei zweiterem gar nicht mit Silentboard sondern nur mit Diamant gerechnet wurde. Ich gehe davon aus, dass das bei meiner Wand nicht so viel bringt, weil die andere Seite ja schon zu ist. Auf der anderen Seite könnte ich das auch realisieren. Es ist mit Sicherheit nur ein einfaches Ständerwerk verbaut. Ich könnte also die zusätzliche Platte jeweils auf der einen Seite am vorhandenen Ständer befestigen und auf der anderen Seite einen neuen Ständer an die "glatte" Seite des vorhandenen Ständers schrauben um die Platte dann daran zu befestigen. Dann hätte ich hinterher auch fast ein Doppelständerwerk. Ich komme halt nicht ganz bis zur Rohdecke runter, das wäre aber wahrscheinlich auch nicht so schlimm.

    Auf jeden Fall will ich in diese Wand den maximalen Schallschutz einbringen, der irgendwie sinnvoll möglich ist. Ein zweites Mal die Wand öffnen zu müssen wäre nicht so sehr erstrebenswert.

    Gruß
    Achim
     
  6. #6 Fabian Weber, 20.02.2019
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    Du kannst sogar 3-Lagig beplanken. Und Wenn Du willst, dann kannst Du im Bad die ungefließten Bereiche noch mit 9er Platte beplanken. Das macht dann die Fliesen sogar schön edel putzbübdig. So wird aus Deinem Problem noch was richtig hochwertiges.
     
  7. SIL

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    @Alex88 soni ist wie k flex oder Arma 50 mm - 30 dB so ca. Deutlich besser als sonorock oder vergleichbares auf MiWo Steinwolle Basis.
     
  8. Alex88

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    ok, kenn ich nicht, werde mich aber mal informieren

    ein zweites Ständerwerk, wie von dir vorgesehen, ist m.E. kontraproduktiv, da es durch die Verschraubung mit den vorhandenen
    Profilen wieder eine Schallbrücke ergibt.
    Dann lieber eine dritte Lage Silentboard
    was soll das bringen? Fliesenbündig wird es mit Sicherheit nicht, gibt höchstens sehr unschöne Übergänge, ob das dann hochwertig ist? Na, ich weiss nicht....
     
  9. #9 Fabian Weber, 21.02.2019
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    Wir machen unsere Bäder, wenn es hochwertig sein soll immer fliesenbündig. Das funktioniert.
     
  10. Alex88

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    ich habe auch nicht bezweifelt, dass es machbar ist, wenn man es von herein so plant, aber ob das ein Laie hinbekommt.......
     
  11. #11 general1977, 21.02.2019
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    Bekommt euch mal wegen der 9mm Platten und bündigen Fliesen nicht in die Haare. Die Wand ist badseitig deckenhoch gefliest. ;)

    Ich möchte nochmal auf die speziellen Schallschutzplatten zu sprechen kommen. Ist es sinnvoll viel Geld in diese Spezialplatten zu investieren, oder bringt das im Vergleich zu Steinwolle nicht viel?

    Was sollte ich an Steinwolle nehmen? Termarock 50, Termarock 100 oder die Sonorock Akustik? Von der Sonorock Akustik finde ich überhaupt keine Angabe zum Gewicht. Die Termarock 100 ist kaum verfügbar und wahrscheinlich schalltechnisch noch nicht mal besser als die 50er. So wie ich es in Hifi-Foren gelesen habe ist die 100er eher schlechter als Schallabsorber geeignet.

    Ich tendiere inzwischen dazu, Termarock 50 zu nehmen und dann doppelt mit Silentboard zu beplanken. So wie ich es im Moment herauslese, bringt alles andere nur Arbeit, Kosten und wenig Nutzen. Von der Verfügbarkeit der Materialien mal ganz abgesehen.

    Gibt es noch Erfahrungen, wie ich die Steckdosen am besten abdichten kann? Wie gesagt, ich brauche eine Kombination aus Lichtschalter und Steckdose und eine Kombination Steckdose/TV/Ethernet in dieser Wand.

    Gruß
    Achim
     
  12. #12 simon84, 22.02.2019
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    beplankung bringt mehr als die daemmung in der wand
     
  13. SIL

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    Der Unterschied von Standard zu Silentboard liegt nun bei einigen Euro pro Platte, das sollte nicht auschlaggebend sein.
    Eine empfehlenswerte Wahl.
    Schallschutzdose 68 oder Schallschutz Electronic-Dose zum Beispiel kann auch ein anderer Hersteller sein. bis ca 55 oder 56 dB bleiben da erhalten in etwa.
     
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  14. Alex88

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    keine Angst, es mag hier welche geben die sich nicht ganz grün sind, aber zwischen FW und mir trifft das nicht zu
    ansonsten kann ich mich nur SIL anschliessen
     
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  15. #15 general1977, 22.02.2019
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    Es ging mir bei “Platte“ nicht um die Beplankung. Da ist Silentboard klar. Es ging um diese speziellen Schalldämm-Schaummatten statt Termarock 50. Lohnt sich da der Aufpreis?

    Danke für den Tipp mit den Hohlwanddosen. Macht es Sinn da trotzdem noch einen Kasten aus Streifen von Silentboard dahinterzubauen?

    Gruß
    Achim
     
  16. SIL

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    Nein lohnt sich eigentlich nicht im privaten Bereich, falls Sie die Möglichkeit haben 3fach beplanken und nein um diese Schallschutz UP Dosen brauchen Sie keine zusätzlichen Kästen oder ähnliches bauen.
     
  17. #17 arch, 22.02.2019
    Zuletzt bearbeitet: 22.02.2019
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    Das Grundsystem wurde bereits ausführlich angesprochen. Ich möchte nur zu bedenken geben, das wenn du die Wand auf machst, darauf achtest, ob irgendwelche Rohrschellen, Improvisierte Halterungen, Rohre selbst oder zb das "Brett" zur Befestigung, etc, mit den Ständer/Beplankung auf der Schlafzimmerseite in Kontakt sind. Das gesamtsystem nützt nichts, wenn es eine Schwachstelle gibt. Ähnlich wie bei Kältebrücken such auch Schall sich immer die schwächste stelle. Handwerkern, die nur eine Seite Doppelt beplanken, traue ich es zu, den Schallschutz nicht so ernst zu nehmen, und z.B. eine Rohrschelle provisorisch an die falschen Ständer zu Schrauben, weil es gerade gepasst hat, und schon rauscht es jedes mal, wenn jemand den Wasserhahn auf macht. Allerdings muss man sich fragen, ob duschgeräusche innerhalb der eigenen Wohneinheit wirklich den Aufwand der Baustelle wert sind. Da könnte man schon vereinbaren, das nicht gerade geduscht wird, wenn jemand schläft. Wäre das ein Bad zu einer anderen Wohneinheit, müsste dort eh eine Wohnungstrennwand verbaut werden. Ein Mangel im Vergleich zur Planung ist es nicht? Könnte gut sein, das der Handwerker gepfuscht hat und er das in ordnung bringen müsste, wenn die fristen noch in ordnung sind, und vorher vertraglich festgeschrieben war, welchen Schallschutz erfüllt werden muss. Wobei es bestimmt auch Mindestwerte in irgendeiner DIN oder in der Zulassungs des Trockenbausystemherstellers gibt, die sagen, wie es richtig hätte sein müssen.

    EDIT: Habe nochmal gelesen: Kein Doppelständerwerk, sondern Vorsatzschale(Abkofferung?) und normale Wand. Ändert natürlich das problem mit den Schallbrücken. Zu der "entkoppelten" Duschwanne: Schallbrücken entstehen hier oft beim nachfolgegewerk Fliesenleger, der zu faul war an der letzten Fliese 5 mm ab zu nehmen, und sie press mit Kontakt an die Wanne gefliest hat, was dann mit der Silikonfuge verdeckt wird. Durch die Fliesen wird der Schall dann in die Wände übertragen.
     
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  18. #18 general1977, 23.02.2019
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    Zur Duschwanne:
    Diese war tatsächlich mehr als "press" eingepasst. Ich habe die Duschwanne dann nochmal selbst nachträglich ausgebaut, die Fliesen knapp oberhalb der Duschwanne abgetrennt und die Wanne spannungsfrei wieder eingebaut. Auf meinen Wunsch hin wurde die Unterseite der Duschwanne mit Schwerefolie beklebt. Daher weiß ich mit Sicherheit, dass aus der Duschwanne akustisch nicht mehr rauszuholen ist.

    Thema eigene Wohnung und Duschzeiten:
    Ich arbeite im Schichtdienst und muss teilweise um 5:10 morgens aufstehen. Eine Vereinbarung über die Duschzeiten fällt also leider aus.

    Thema Mängelbehebung:
    Das Haus ist inzwischen 12 Jahre alt. Ansprüche an den Bauträger fallen also aus. Das betreffende Zimmer soll jetzt umfunktioniert werden. Daher ist der akustische Zustand bisher nicht so richtig ins Gewicht gefallen. Stand "vorgestern" war das noch kein dauerhaft benutztes Schlafzimmer.

    Ich probiere das jetzt einfach aus und entscheide dann, ob das Zimmer als permanentes Schlafzimmer taugt, oder nicht. Falls nicht, müssen sich die Kinder eben mit einem kleineren Spielzimmer zufrieden geben, auch wenn ich es im Prinzip gerne anders hätte, weil ich kein riesiges Schlafzimmer brauche.

    Gruß
    Achim
     
Thema: Trockenbauwand nachträglich Schalldämmen
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