Trockenbauwand und geklebter Parkett

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  1. LO1981

    LO1981

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    Hallo Bauexperten!

    Nachdem ich in diversen Foren nicht fündig geworden bin, möchte ich meine Frage nun hier stellen.

    Ich beabsichtige, einen großen raum in zwei kleinere zu unterteilen (sollen irgendwann mal Kinderzimmer werden). Die Wohnung ist Eigentum und von den Erstbesitzern wurde hier ein verklebter, lackierter Parkettboden verlegt. Der Estrich ist schwimmend (Zement, ca. 5cm), Fußbodenheizung ist nicht vorhanden. Anschlusswände sind Ziegel, Decke Beton.
    Meine Frage ist nun, wie ich das schalltechnisch am besten umsetze. Optimal wäre sicher, den Estrich aufzuschneiden und die Wand auf die Rohdecke zu setzen. Das möchte ich aber vermeiden, da die Wand vielleicht nicht ewig bleiben soll. Ich wäre aber bereit, den Parkettboden im Wandbereich aufzuschneiden, dieser müsste dann sowieso erneuert werden. Aber hat es überhaupt einen Sinn, die Wand auf dem Estrich aufzubauen, wenn der Belag verklebt ist?

    Bitte um eure Tipps :-)
    L
     
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  3. #2 rolf a i b, 10. Januar 2015
    rolf a i b

    rolf a i b

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    denk einmal über ein fertiges wandsystem nach, was an der decke aufgehängt werden kann, unten wird dann ein sockelprofil auf das parkett geklebt und mit der wand gleitend verbunden. du kannst dann die wand später wieder rausnehmen und musst den kleberrest vom parkett entfernen. es kann sein, dass ein streifen auf dem parkett sichtbar bleibt, wo die wand stand. parkett einmal schleifen und wieder versiegeln, wachsen, ölen - what ever. schallschutzmäßig ist das allerdings nicht sehr gut, da der trittschall durchwandert.
     
  4. LO1981

    LO1981

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    Danke für die schnelle Antwort.
    An ein Wandsystem habe ich bisher noch nicht nachgedacht. Aber ich glaube auch nicht, dass ich damit preislich oder schallschutztechnisch besser abschneiden würde als mit Trockenbau, oder?
    Den Boden im Wandbereich zu zerstören, macht mir nichts aus, den kann man ersetzen - was nach 20 Jahren (so lange soll die Wand mindestens bleiben) auch notwendig sein wird.
    Den Estrich würde ich aber ungern demolieren. Was wären denn die wichtigsten Punkte, die beachtet werden müssen, um trotzdem eine möglichst gute Schalldämmung zu erzielen?
     
  5. #4 FermacellProfi, 15. Januar 2015
    FermacellProfi

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    Hallo,

    bei aufgeklebtem Parkett musst du dir gar nicht die Arbeit machen, dieses aufzutrennen. Du kannst das Profil auch direkt auf das Parkett setzen. Du darfst nur nicht vergessen, das Entkopplungsband umlaufend anzubringen.

    Guten Schallschutz kann man mit einer soliden Trockenbauwand in jedem Fall erzielen. Auf der sicheren Seite bist du hier zum Beispiel mit Gipsfaserplatten.

    Viel Erfolg beim Bauen!
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 15. Januar 2015
    Ralf Dühlmeyer

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    Auf der sicheren Seite ist er mit einer Trockenbaukonstruktion, die entsprechende Schallschutzwerte liefert.

    Welche das ist, ist nach den Nutzeranforderungen zu ermitteln. Eine pauschale Ansetzung eines bestimmten Materials ist da Unfug!
     
  7. Kalle88

    Kalle88

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    Und das Enkopplungsband sagt den Schwingungen durch den Trittschall das er genau dort aufhören soll? Wer es glaubt...
     
  8. Peeder

    Peeder

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    @ Kalle, das blickst du nicht, der Schall kommt an, verklemmt sich im Entkopplungsband, schaut dann nach oben, sieht das Ferma zeuch und zieht sich wieder zurück.

    Lieber Ferma profiler , das mag vielleicht in Duisburg so sein, aber auf dem Rest des Planeten Erde gelten andere Physikalische Gesetzmäßigkeiten.

    Peeder
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Nö, nö, Peeder, da muss ich Dich aber korrigieren. Wir sind doch ein bauexpertenforum, da muss es schon etwas genauer sein.

    Es kommt nicht 1 Schall sondern viele Schällchen. Die bleiben am Entkopplungsband hängen, kramen die technischen Unterlagen raus, finden dort die Angabe "40dB". Dann wird abgezählt, 1 Schällchen darf unter dem Entkopplungsband durch, und die restlichen 99 Schällchen müssen wieder zurück. So geht das Tag für Tag, bis denen die immer zurück müssen, schwindelig wird.
     
  10. sniper

    sniper

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    oder die schnauze voll haben und an der seite ,oben und unten durch flutschen und auf der anderen seite guten tach sagen
     
  11. #10 Fliesenfuzzi, 16. Januar 2015
    Fliesenfuzzi

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    Kommt mal wieder runter- hier gehts nicht um die Trennung von einem Treppenhaus zum Schlafraum o.ä...

    Mal ganz praktisch gedacht- wieviel Krach soll denn in den beiden Kinderzimmern entstehen?

    Das Einfachste ist wohl den Trittschall über den Estrich/Parkett zu ignorieren (`s wird in einem Kinderzimmer wohl niemand nachts herumstöckeln) und die Wand draufstellen. In ein paar Jahren kann diese dann problemlos wieder entfernt werden.
    Der meiste Schall wird eh durch die Türen gehen wenns richtig laut wird. Und da hilft keine dicke Wand, sondern eine Watschn...
     
  12. LO1981

    LO1981

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    Danke für die (teilweise sehr amüsanten) Antworten!

    Mein Gedanke war ja, dass der Trittschall durch den aufgetrennten Parkett einigermaßen reduziert wird, obwohl in einem Kinderzimmer natürlich nicht viel Trittschall zu erwarten ist. Aber so um die 20 Jahre soll die Wand ja doch stehen bleiben, also wenn das auftrennen des Parketts nur ein bisschen was bewirkt (nicht nur Trittschall, sondern Schallübertragung allgemein), würde ich das in Kauf nehmen.

    Und das bringt mich gleich zur nächsten Frage:
    Würde es - trotz des durchgehenden Estrichs - Sinn machen, Schallschutzplatten (Diamant oder die Blaue) zu verwenden? Evtl. in Kombination mit MW-Profilen? Dass diese Kombination deutlich bessere dB-Werte bringt, ist ja aus den Datenblättern der Hersteller ersichtlich, aber wie viel bringt das bei meiner Anschlusskonstruktion?

    Ach ja, geplant wäre ein Wandaufbau mit 75mm-Profilen und 2x12,5mm pro Seite beplanken. Bei Diamant evtl. eine Lage mit 15mm?

    Da sind ja noch einige Fragen offen :-/
     
  13. tillfisc

    tillfisc

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    Ich bin kein Bauphysiker, aber den Parkett aufzutrennen bringt für mein Gefühl gar nichts.

    Die hochwertigere Ausführung der Trennwand bringt nichts gegen Trittschall sondern nur etwas gegen Luftschall.
    Der durchgehende Estrich verschlechtert neben dem Trittschall auch den Schallnebenweg Luftschall.
    Wie groß diese Verschlechterung im Vergleich zur möglichen Verbesserung der Wand ist kann ich nicht einschätzen.

    Üblicherweise plane ich für Trennwände innerhalb der Wohneinheit Standardprofile und 2x12,5 mm GKB-Platten.
    Ich würde so eine Wand auf den Parkett stellen und abwarten - die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß dass damit alles gut wird.

    Vielleicht würde es auch helfen, den Parkett und Estrich mit einem sauberen Trennschnitt unter der Wand zu entkoppeln?
    Mir wäre das aber zu viel Aufwand.
     
  14. LO1981

    LO1981

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    Genau das ist die große Frage. Aber da ich ehrlich gesagt zu "feige" bin, den Estrich aufzutrennen, muss ich natürlich mit diesem Schallnebenweg leben.
    Also ist es sozusagen egal, ob die Wand auf dem Estrich oder auf dem Parkett steht, richtig? Auch ein Trennschnitt im Parkett bewirkt nichts?

    Und dann wäre da noch das Thema mit den Platten. Bringen unterschiedliche Plattenlagen (z.B. erste Lage normal, zweite Diamant) aufgrund der unterschiedlichen Eigenfrequenzen einen Vorteil oder ist das eher vernachlässigbar?

    Danke für eure Hilfe!
     
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  16. Gast943916

    Gast943916 Gast

  17. LO1981

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    Alles klar, das klingt gut.

    Danke für die hilfreichen Tipps und vor allem an Peeder und Gipser für die nützlichen Beiträge und Antworten auch in anderen Foren, diese haben mir bei meinem letzten Trockenbauprojekt seeeehr weitergeholfen!

    Grüße aus Tirol
     
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