Türe an Stahlstütze, wie ausführen?

Diskutiere Türe an Stahlstütze, wie ausführen? im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, wir sind gerade dabei unseren Innenausbau in Eigenregie durchzuführen. Nun hängen wir an 2 Details, von denen wir nicht sicher...

  1. #1 gummibrot, 15.09.2017
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    Hallo zusammen,
    wir sind gerade dabei unseren Innenausbau in Eigenregie durchzuführen.
    Nun hängen wir an 2 Details, von denen wir nicht sicher sind, wie wir diese im Trockenbau lösen sollen.

    Und zwar sind bei uns 2 Stahlstützen mit je 70x70mm verbaut, die wir in der Trockenbauwand integrieren möchten. Dazu legen wir die rote Wand mit UW100 (weil die Stützen leider nicht in einer Flucht liegen) aus. Das ganze doppelt mit Diamantplatte beplankt.

    upload_2017-9-15_22-56-52.png

    Wie bilde ich jetzt das Stück rund um die Stahlstütze aus? Insbesondere das kleine Stummelchen für den EInbau der Türzarge? Ich habe mal eine mögliche Skizze angefertigt.

    upload_2017-9-15_23-21-19.png

    Von oben kommend ein CW Profil mit Dämmstreifen an die Stütze dran (wie befestigen?) und dann zur Zarge hin ein UA Profil mit Türpfosteneckwinkel-Set befestigt an Boden und Decke. Das ganze mit 2x 12,5mm Diamantplatte beplankt.

    Was haltet ihr davon?

    Und dann noch die Frage, wie kann man bei zwei Wände, die quasi in T-Form zueinander laufen die Ständerwand verbinden kann? Mit 2 um 90Grad gedrehten CW-Profilen? oder stellt man da auch ein UA-Profil?

    Danke & Grüße,
    Gummibrot
     
  2. #2 simon84, 15.09.2017
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    Welche Funktion hat die stahlstütze?
    Gehört sie zum statischen System der Decke Darüber oder dem Boden darunter ?

    Falls ja sind ggf die Brandschutzanforderungen zu beachten !
     
  3. #3 gummibrot, 15.09.2017
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    Ja, die Stahlstützen sind für die Statik notwendig!
    Sind im privaten Bau auch Brandschutzverordnungen relevant?
    Wenn ja, welche Auswirkungen hätte dies auf die Ausführung?
     
  4. #4 simon84, 16.09.2017
    Zuletzt bearbeitet: 16.09.2017
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    Geht in erster Linie um das Beplankungsmaterial (Fireboard, Fermacell, Diamant oder GKB 2-lagig) und Befestigung. Am Traeger selbst darf nichts befestigt werden.

    Zuerst prüfen ob Brandschutz notwendig ist und ob die Stütze selbst schon einen Brandschutz hat, z.B. Beschichtung.

    Brandschutz Nachweis ist nötig und nur nach Systemhersteller Vorgabe.

    Knauf hat sehr gute Beispiele mal nach "K25" googeln.

    "Privatbau" gibt es nicht nur Gebäudeklassen

    Wenn es 1 oder 2 (üblicherweise EFH) ist, dann ja, vermutlich ist nur F30 nötig
    was leicht zu erreichen ist. Aber die Stütze muss dann 4 seitig eingepackt sein.

    Das heisst also erstmal die Stuetze einpacken um Brandschutz zu erfuellen und danach die Wand bauen.

    Frag am besten deinen Architekten der sollte das wissen
     
  5. #5 gummibrot, 16.09.2017
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    Moin, also LBO (Baden-Württemberg) hab ich durchsucht. Unser Haus ist Gebäudeklasse 1.
    Einen Hinweis auf Brandschutztmaßnahmen die zu erfüllen wären, habe ich aber hinsichtlich Stützen und F-Klassen nicht gefunden. Nur Fluchtwege fanden da Erwähnung.

    Unser Architekt hat zu Brandschutz auch nichts erwähnt. In der Ausschreibung zum Bau der Wände stand da auch nichts drin. Aus dem Thema Trockenbau hält er sich komplett raus, weil's unsere Eigenleistung sei. Aber ich werde da nochmal nen Bekannten der lokalen FFW ansprechen. Der weiß da sicherlich auch Bescheid.

    Also nehmen wir mal an, ich muss tatsächlich keine Ummantelung mit Fireboard machen.
    Wie würde man dann das Eck ausbilden?
     
    simon84 gefällt das.
  6. #6 simon84, 16.09.2017
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    Schau am besten beim Knauf nach, die haben exzellente Beispiele und Details.
    Das funktioniert natürlich mit jedem Plattenhersteller :)

    T-Verbindung Seite 31 ff
    Türöffnung Seite 36 ff

    https://www.knauf.de/wmv/?id=1112
     
  7. #7 simon84, 16.09.2017
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    PS. Laut LBO Hessen schaut das wohl wirklich so aus, als ob bei Gebäudeklasse A und B nicht mal F30 nötig ist
     
  8. Alex88

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    wer sagt das?
    Fachbetriebe benutzen dafür Bolzenschussgeräte....

    Die Lösung ist doch einfach:
    die Platten, rechts vom CW 100 verlängern, so dass die Stütze 4 seitig eingepackt ist, darauf schraubst du dann
    ein UW Profil in das du ein UA Profil steckst, somit hast du evtl. Brandschutz erfüllt und deine Türöffnung passt,
    Fireboard und Kollegen werden da nicht gebraucht
     
  9. #9 simon84, 16.09.2017
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    OK es ist nicht absolut verboten in eine tragende Stütze zu bohren, man sollte es aber generell nicht tun, wenn es Alternativen gibt.

    Hier ist wohl wie gesagt überhaupt kein Brandschutz nötig, so dass die ganze Diskussion hinfällig ist.

    Bei gefordertem Brandschutz musst du einen Nachweis dazu erbringen.
    Das geht am einfachsten mit einer vom Systemhersteller vorgegebenen Konstruktionsweise.

    Eine zweilagige Beplankung mit GKB kann das natürlich auch erfüllen.

    Normalerweise packt man Stützen separat ein, damit man später einfacher etwas an der Wand ändern kann.

    Wenn die Wand selbst den Brandschutz für die Stütze erfüllt muss man dann wieder andere Besonderheiten beachten, z.B. bei Öffnungen für Elektrodosen hinterfüttern. usw.

    Die Diamantplatte (sowieso geplant) reicht glaube ich auch einlagig bei 12,5mm schon für F30.
    Somit sowieso alles in Butter :)
     
  10. #10 gummibrot, 17.09.2017
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    Hallo Alex88, wird das UA dann in diesem Fall auch in Türpfostensteckwinkel gesteckt und oben und untern mit Decke und Boden verschraubt? Oder reicht die Verschraubung mit UW?
     
  11. Alex88

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    Prinzipiell sind die Türpfostensteckwinkel immer zu verwenden,
    allerdings werden diese auf der Baustelle seltenst eingebaut,
    im EFH mit überschaubarem Grundriss und Deckendurchbiegung sind diese zu vernachlässigen,
    sofern die UAs (wie auch alle anderen CW Profile) um ca. 2 cm kürzer geschnitten werden als das lichte
    Höhenmaß
    Nebenbei: im dadurch entstandenen "Hohlraum" sollten natürlich keine E Leitungen verlegt werden.
     
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