Türsturze gekürzt

Diskutiere Türsturze gekürzt im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich suchen einen Rat der Experten im Forum. Wir bauen derzeit ein Einfamilienhaus aus Kalksandstein. Mit dem Bau sind wir soweit auch...

  1. contoso

    contoso Gast

    Hallo,

    ich suchen einen Rat der Experten im Forum. Wir bauen derzeit ein Einfamilienhaus aus Kalksandstein. Mit dem Bau sind wir soweit auch zufrieden, jedoch habe ich festgestellt, daß nach Fertigstellung des Rohbaus die Türsturze der Innentüren um einige Zentimeter gekürzt wurden. Mein Architekt sagte mir, daß dies notwendig wurden, da die Höhe zu gering wäre und es sonst Probleme mit den Türen gebe. Meine Bedenken zur Statik seien unbegründet! Kann mir da jemand einen Tip geben?
    Ich hänge mal paar Fotos ran.


    MfG Contoso
     
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  3. H.PF

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    wäre schön, wenn du die Bilder mal irgendwie in höherer auflösung bereitstellen könntest, auf diesen Briefmarken kann man nichts vernünftig sehen

    http://jeep.cfasp.de/upload/

    da kannst du kostenfrei hochladen, die werden auf ein sinnvolles Maß verkleinert, den Link dann ins Forum stellen

    Gruß Holger
     
  4. contoso

    contoso Gast

  5. Quelle

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    ich würde mal warten, bis josef seinen kommentar abgibt :Roll
     
  6. #5 Christian S, 19. Januar 2006
    Christian S

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    kein Problem

    da wurden sogenannte KS-Systemstürze eingebaut. Die bestehen aus aneinandergereihten KSU-Schalen als Schalung und werden dannmit eingelegtem Stabstahl ausbetoniert, wobei nur der Betonkern statisch tragen d wirkt. Solange der nicht angeknabbert wird ists kein Problem.
    Gruss Christian
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 19. Januar 2006
    Ralf Dühlmeyer

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    Gs...

    Grosse Sch....
    Der Verbund der KS Schalensteine mit dem Betonkern des Flachsturz is hin. Wenn in Rahmen eines partnerschaftlichen Gedankenaustauschs oder auch nur durch simplen Luftzug die Türen mal unsanft schliessen löst sich der eine oder andere Steinrest samt dran haftendem Putz + Wandbelag (Tapete, Fliese, ...).
    Aber sehr hervorrragend ist auch das Auflager. Das sind doch NIE 12 cm.
    Austauschen und neu würd ich sagen, Und in dem Zuge auch gleich die Super-Fuge sanieren.
    MfG
     
  8. #7 Christian S, 19. Januar 2006
    Christian S

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    praxisfremd, RD

    dass die nummer nicht schön ist , seh ich ja ein.
    da die KSU-Schalen nicht untereinander (ausser mit Beton)verbunden sind, würde also nach Ihrer Meinung auch bei gesunden Systemstürzen ein Türenschlagen die Schale zum Absturz bringen??
    Unsinn. Die losen Teile sind abgeschlagen, jetzt mit Rotband auffüllen, Gewebe über Sturz und seitlichem Überstand einspachteln und gut is.
    Und dat sind Praxiserfahrungen, die öfters schon angewandt wurden, also nich wieder son theoretischen Kram.
    Gruss Christian
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 19. Januar 2006
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    Weil ich...

    ein so grosser Theoretiker bin, Herr S, werd ich Ihnen mal ganz theoretisch erklären, warum das Mist ist.
    Die Schalensteine des intakten Flachsturz haften nicht durch Verzahnung am Betonkern, sondern funktionieren nach Art eines scheidrechten Bogens.
    Das Gefüge der Steine ist durch das Stemmen geschädigt, ausserdem fehlt zumindest teilweise der untere Steg. Somit können sich Steinreste ohne Queraussteifung in Horizontalrichtung bewegen und die Pressfuge als "Verbund" verliert ihre Wirkung, wodurch es zu Putzrissen und im Extremfall zum Ablösen der Schalenreste kommen kann.
    Natürlich nicht in jedem Fall.
    Wenn Ihnen das zu theoretisch war, dürfen Sie natürlich gerne praktisch weiterpfuschen.
    Ach ja, bei Poroton-Stürzen siehts etwas anders aus, weil der Beton mit den Schalensteinen eine Flankenhaftung eingeht.
    ****
    Ein Mann springt vom Hochhaus. Als er man 2. Stock vorbeikommt, spricht er: Schon 23 Stockwerke und es is noch nix passiert! :D
    Ich hoffe, die Verbindung zur Frage war nicht zu theoretisch.
    So schreibt der Architekt, der auch nen Gesellenbrief als Bauhandwerker besitzt :p
    MfG
     
  10. #9 Christian S, 19. Januar 2006
    Christian S

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    dat isset ja

    ob die theoretische Betrachtungsweise korrekt ist lass ich mal dahingestellt.
    ich hab die Praxiserfahrung von einigen in der Art gekürzten Stürzen und kann sagen: da passiert nix. Denn der Ausbau ist nunmal nicht gerechtfertigt. Statisch passiert nix, die angebliche "Geölbewirkung" der KSU-Schalen ist theoretisch, Die KSU-Schalen werden dazu noch vom Stützkornkleber "geklebt" (der eine gute Haftscherfestigkeit aufweist), der Rotband füllt die Hohlstelle wieder auf , sodass die "theoretische" Gewölbewirkung wieder eingestellt wird und das Gewebe beugt eventuellen Haarrissen vor.Und kommen se mir jetzt nich mit : der Rotzband is ja viel weicher als der KS. Dann hör ich auf zu schreiben.
    Gruss Christian
    PS: Ich weiss , dass sie vor Jahrzehnten Praxiserfahrung hatten, warum dann son theoretischen Quatsch??
     
  11. Quelle

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  12. #11 Ralf Dühlmeyer, 19. Januar 2006
    Ralf Dühlmeyer

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    :respekt

    Weil Ihre "praktische" Sichtweise schlicht Pfusch ist und der Bauherr einen Tipp möchte.
    Wenns schiefgeht, sagt er später: Das hätten mir die Döspaddel im Forum doch sagen können. Nu is Gewähr umme und ich steh da.
    Ausserdem hoffe ich nicht, dass Sie auch noch das Auflager und die Fuge als "praxisgerecht" gutheissen wollen.
    MfG
     
  13. #12 Carden. Mark, 19. Januar 2006
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    Als Praktiker gebe ich dem Theoretiker @RD hier vollkommen Recht.
    Die FlachsturzRiLI ist hinsichtlich der Bearbeitung der Stürze, der Auflagerlängen und der Übermauerung (DM und ohne vermörtelte Stoßfugen) ist nicht eingehalten.
    Die Frage lautet nun, ist dieser Sturz in einer tragenden Wand eingebaut?
    Trägt der Sturz Lasten aus der Decke oder ist hier noch ein Blindbalken, Über- oder Unterzug erstellt worden?
    Fazit - Sturz auf jedem Fall austauschen. Die Steine dadrüber sind in der Höhe zu kürzen.
    Wenn der Sturz Lasten aus der Decke aufnimmt, dann Auflagerlänge lt. RiLi mind. 11,5cm Übermauerung mit Vermörtelten Stoßfugen.
     
  14. #13 Ralf Dühlmeyer, 19. Januar 2006
    Ralf Dühlmeyer

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    @ Mark...

    :konfusius :)
    MfG
     
  15. #14 Carden. Mark, 19. Januar 2006
    Carden. Mark

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    Bitte keine Tipps zum pfuschen abgeben, sondern Anleitungen zum Richtig machen einbringen. Pfusch gibt es da draußen schon genug.
     
  16. #15 Ralf Dühlmeyer, 19. Januar 2006
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Sturz wird tragen...

    evtl. nicht planmässig, aber praktisch :D in jedem Falle. Denn am Deckenauflager ist zwar PU-Schaum zu sehen, aber der dürfte nur Fugendichtung gewesen sein.
    Eine echte Fuge, z.B. mittels Styroporsteifen, zur Verhinderung von Lasteinleitungen in nicht tragende Wände ist nicht zu sehen -> Wand trägt Lasten.
    MfG
     
  17. Baufuchs

    Baufuchs Gast

  18. #17 Ralf Dühlmeyer, 19. Januar 2006
    Ralf Dühlmeyer

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    @ Baufuchs...

    ...........
    ;)
    MfG
     
  19. #18 Christian S, 19. Januar 2006
    Christian S

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    naja,

    ich versuch den Fragesteller auch zu beraten, damit er es sich nicht zu früh mit den Ausführenden verscherzt. Wegen so einem PIPIFAX werden se alle sauer gemacht.
    Fachkenntnis fängt da an , wo Abweichungen von Norm und Regel begutachtet werden und Risiken praxisgerecht abgeschätzt werden.
    Irgendwelche DIN-Normen herunterbeten oder Normblätter zitieren ist einfach zu wenig. Aber ihr sitzt wieder in eurem warmen Büro und gut is.
    , Ihr wisst , dass da 2 cm gefehlt haben!? und die darüberliegende Lage im Schichtenmass hergestellt wurde !? Und welcher Aufwand damit verbunden ist !? Nun gut , ich will nicht mit euch streiten, bin mir sicher, dass ihr theoretisch Recht habt.
    In diesem Sinne
    Gruss Christian
     
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  21. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Passend machen

    ist ein anderes Wort für Pfusch.

    Da hat doch keiner wegen Schichtmaß die Stürze abweichend zur erforderlichen Höhe gelegt. Und wenn doch wär´s noch schlimmer, denn er hätte das spätere Flickwerk schon vorhersehen können.
     
  22. #20 Christian S, 19. Januar 2006
    Christian S

    Christian S

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    zweierlei Mass

    Ich hoffe und bete , dass ihr dann bei dem Bau vom Thalhammer auch auf Rückbau besteht, aber wahrscheinlich haut der euch eure Normblätter feucht um die Ohren.
    http://www.baumurks.de/schluesselloch-thali-goes-east-01.htm
    18 Bild von oben: letzte Lage 12DF Überbindemass nicht eingehalten, soll 0,4 x h = min 10cm, ist : geschätzt 7cm . Rausreissen, ihr Schlaumeier!?
    http://www.baumurks.de/schluesselloch-thali-goes-east-02.htm
    2.Bild von Oben: Fehlstelle der Stossfuge ausgemörtelt, falsche Planung oder watt, ? Kimmschicht Überbindemass mit diesen Steinen nicht ganzflächig herzustellen, rausreissen? Planungsfehler oder watt.
    Nicht dass wir uns falsch verstehen, ich halte die o.a. Mängel für absolut irrelevant und bestenfalls Schönheitsfehler und viele andere würden sich wahrscheinlich mit Sekt feiern, wenn sie solch ein Wandbild hinkriegen würden, aber bei euch Erbsenzähler würds konsequenterweise heissen : ""Abreissen."" Der Hthalhammer würd sich bestimmt für den Rest des Rohbaus ein Bein ausreissen, gell!! Und Dat is Praxiserfahrung.
    Gruss Christian
     
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Türsturze gekürzt

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