Umbau Keller in Werkstatt

Diskutiere Umbau Keller in Werkstatt im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Liebe Forums-Teilnehmer, ich möchte in einem bislang nicht genutzten Kellerraum unseres Hauses eine Werkstatt einrichten. Die bauseitige...

  1. #1 Maggal, 04.02.2016
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 05.02.2016
    Maggal

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    Liebe Forums-Teilnehmer,

    ich möchte in einem bislang nicht genutzten Kellerraum unseres Hauses eine Werkstatt einrichten.

    Die bauseitige Ist-Situation stellt sich wie folgt dar:

    Das Haus befindet sich im Alpenvorland (Miesbach)
    Baujahr des Hauses ist ca. 1920
    Der Keller ist über eine Aussentreppe zu erreichen
    Der Keller ist ca. 15 - 20 qm groß
    Er ist von allen Seiten durch eine Mauer umschlossen (soll bedeuten, dass dieser eine Raum, den ganzen Keller darstellt), eine Isolierung ist soweit erkennbar nicht vorhanden
    Derzeit herrscht eine Temperatur von ca. 10 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von ca. 70%
    die hohe Luftfeuchtigkeit begründet sich meines Erachtens durch von aussen durch die Mauer eindringende Feuchtigkeit

    Nun zu meinem Anliegen: die Temperatur soll auf ca. 15 Grad erhöht, gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit optimalerweise auf unter 60% gesenkt werden.

    Wie ist dies am effektivsten und kostengünstigsten zu erreichen (ohne im Außenbereich Maßnahmen zu ergreifen (aufgraben, ...))?

    Ich habe mir diesbezüglich bereits Gedanken gemacht, die ich stichpunktartig aufzählen möchte:

    Luftentfeuchter (z.B. Firmen- und Produktnamen entfernt)
    Kleinraumventilator mit Feuchteverlaufssteuerung (z.B. Firmen- und Produktnamen entfernt)
    Innendämmung (z.B. Firmen- und Produktnamen entfernt oder Firmen- und Produktnamen entfernt)

    Für die Antworten bin ich sehr dankbar!!!

    VG
    Markus
     
  2. #2 SteveMartok, 04.02.2016
    SteveMartok

    SteveMartok Gast

    Solche alten Keller sind nicht für solche Zwecke gebaut worden, ohne größere Maßnahmen kann man da kostengünstig keinen Wohnraum schaffen.
     
  3. #3 Diamand, 05.02.2016
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    Hallo Steve. Hast dich wohl verlesen oder ist eine Werkstatt wirklich ein Wohnraum.

    Ich finde Feuchtigkeit die nicht ins Gebäude kommt ist die beste Feuchtigkeit. Es sei denn man möchte Pilze züchten. Dann ist diese natürlich gerne gesehen.
    Luftentfeuchter sind auf die Dauer auch nicht gerade Preisgünstig deshalb vielleicht lieber mal einen Fachmann kommen lassen der sich das ansieht.
     
  4. R.B.

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    Bei alten Kellerräumen kann sich über die Jahre/Jahrzehnte eine hohe Feuchtigkeit ergeben weil im Sommer warme Luft in den kalten Keller strömt, die an den kalten Wänden Kondensat bildet. Das Mauerwerk nimmt diese Feuchtigkeit auf, kriegt aber oftmals keine Chance diese wieder abzugeben.
    d.h. die Feuchtigkeit muss nicht zwangsläufig von außen durch die Wände kommen, obwohl man das natürlich niemals ausschließen kann.

    Sinnvoll wäre, zuerst einmal zu ergründen woher die Feuchtigkeit kommt.

    Du schreibst von einer Umnutzung als "Werkstatt". Wie ist das genau zu verstehen? So als Heimwerker-Werkstatt um mal den Rasenmäher zu reparieren? Oder regelmäßig genutzt?

    Gehen wir mal davon aus, dass die Wände nicht von außen durchfeuchtet werden. Ich würde dann zuerst an Heizung und Lüftung (feuchtigkeitsgesteuert wäre ideal) denken. Je nach Feuchtigkeit der Wände/Boden etc. auch an einen Luftentfeuchter. Eine Wärmedämmung der Wände würde ich vorerst vermeiden, das bringt nichts und erschwert das Trocknen. Über solche Maßnahmen kann man nachdenken wenn der Raum nach ein paar Jahren richtig trocken ist.
    Weiterhin sollte man das Thema Fenster, Tür betrachten, sprich wie "luftdicht" sind diese überhaupt? Es wäre sinnfrei innen mit einem Luftentfeuchter zu arbeiten wenn ständig in großen Mengen feuchte Außenluft nachfließt.

    Wie erfolgreich diese Maßnahmen sein werden, das hängt von der späteren Nutzung ab. Ist die Heizung nur alle Schaltjahre in Betrieb dann dauert es ewig bis der Raum wirklich trocken wird. Man sollte sich also darüber im Klaren sein, dass dieser Raum mit Sicherheit Betriebskosten verursachen wird.

    Sollten die o.g. Untersuchung ergeben, dass die Wände von außen durchfeuchten, dann wäre der einzig sinnvoll Weg die Wand von außen zu sperren. Das bedeutet, aufgraben usw. Bei einem Mauerwerk das fast 100 Jahre alt ist, wäre das eine Herausforderung. Unter Umständen könnte man auch andere Maßnahmen in Erwägung ziehen um die Wand von innen trockenzulegen. Das müsste aber professionell gemacht werden, Erfolg nicht garantiert, und das wird auch nicht ganz billig.

    d.h. ich würde zuerst einmal für kontrollierte Verhältnisse sorgen, heizen, lüften, und dann abwarten. Je nach Aufwand den man investiert kann es Wochen, Monate oder Jahre dauern bis der Raum wirklich trocken ist.
     
  5. #5 Alfons Fischer, 05.02.2016
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    einen Keller mit 70% rel. LF bei 10°C halte ich nicht für feucht.


    Die Absolutfeuchte der dort gemessenen Luft entspräche bei 15°C einer relativen Luftfeuchte von rund 50%, bei 20°C einer relativen Luftfeuchte von knapp 37%...

    was soll denn in der Werkstatt passieren? Holz- oder Metallwerkstatt?
     
  6. #6 Alfons Fischer, 05.02.2016
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    Im Sommer kann es aber deutlich feuchter werden. Dabei kommt die erhöhte Feuchte häufig vor allem durch die Fenster und sonstige Öffnungen rein (im Sommer ist die Außenluft absolut deutlich feuchter als im Winter).
     
  7. #7 ThomasMD, 05.02.2016
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    Genau.
    Tausende Bastelkeller in alten Gemäuern belegen das.
    Manchmal ist zuviel messen gar nicht gut.

    Der TE soll den Raum mal testweise ein paar Tage elektrisch auf 15-20° erwärmen und die Türen zum Restgebäude schön geschlossen halten. Dann wollen wir doch mal sehen, wohin das Hygrometer wandert.
     
  8. Maggal

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    Erstmal vielen herzlichen Dank für die Antworten!!!

    Ob die Feuchtigkeit tatsächlich von außen kommt, gilt es zu ergründen (wie bewerkstelligt man das?). Ich habe hier die Aussage eines Nachbarn, der ein ähnliches Problem in seinem Keller hat und da hieß es, die Feuchtigkeit käme von außen.

    Der Keller soll vornehmlich als Holzwerkstatt verwendet werden und zwar sowohl von mir, als auch von meiner Frau. Arbeits- und familienbedingt werden es wohl nur ein paar Stunden in der Woche sein.

    Ein befreundeter Maurer hat sich den Keller angesehen und meinte, er wäre ganz gut in Schuss.

    In den Keller ist auch ein H-Träger eingezogen, der optisch "verrostet" ist, aber hier habe ich die Aussage eines Statikers, dass man den lediglich abschleifen und einlassen soll. Der hält noch ein paar Jahre.

    Sorgen wegen der "hohen" Luftfeuchtigkeit mache ich mir insbesondere wg. der Maschinen und Geräte hinsichtlich Rostbefall.

    Momentan tendiere ich sehr zu einem feuchtigkeitsgesteuerten Lüftunssystem mit Wärmerückgewinnung (Firmennamen spare ich mir diesmal) in Verbindung mit einem Entfeuchtungsgerät (also wie von R.B. vorgeschlagen). Dass das Ganze mit Betriebskosten verbunden sein wird, ist verständlich. Die Alternative wäre aber die Anmietung einer kleinen Werkstatt, was nicht im Verhältnis steht.

    P.s.: die Wände und der Boden sind eigentlich nicht fühlbar feucht.

    Ich habe heute Nacht mal die Türe offen gelassen und schaue mir die Werte später nochmal an...
     
  9. R.B.

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    was natürlich nicht viel aussagt.

    Je nach Alter ist das durchaus möglich. Das würde ich jetzt nicht dem Keller anlasten.


    Da hätte ich bei den o.g. Zahlen keine großen Bedenken.

    Je nach Holzarbeiten könnte sich die Luftfeuchtigkeit eher dort auswirken. Lagerbedingungen für Holz beachten. Ein Möbelschreiner hätte bei diesen schwankenden Umgebungsbedingungen seine wahre Freude an der Arbeit. :D

    Keine Ahnung was dieser Versuch für Erkenntnisse liefern soll. Draußen ist es nass, feucht, also wird es heute Morgen im Keller sicherlich auch feucht sein. ;)
     
  10. #10 Alfons Fischer, 05.02.2016
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  11. Maggal

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    Dann ist es in meinem Fall also eher von Bedeutung, zu versuchen, vergleichsweise konstante Bedingungen zu schaffen und nicht so sehr auf absolute Werte zu schielen.

    Übernächste Woche kommt ein Elektriker, der den Keller mit Strom versorgt. Dann werde ich in einem ersten Schritt die gesteuerte Lüftung installieren, Fenster und Türen geschlossen halten und den Raum elektrisch etwas heizen.
     
  12. #12 Alfons Fischer, 05.02.2016
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    diesen Satz verstehe ich nicht.
    Wenn nicht die absolute Luftfeuchte zur Bewertung herangezogen werden soll, was dann? bzw. Wie sollen sich "konstante Bedingungen" (zumindest bezüglich der Luftfeuchte) sonst definieren?
    Oder haben wir beide nur unterschiedliche Vorstellung vom Wort "absolut" im Zusammenhang mit der Luftfeuchte? ;)
     
  13. Maggal

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    Konstant deshalb, weil sich bei stark schwankenden Bedingungen ja eher Risse bilden...
     
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