Unebenheiten in Boden- u. Deckenplatte

Diskutiere Unebenheiten in Boden- u. Deckenplatte im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo! Durch einen starken Regen wurde in unserem im Bau befindlichen Haus der Keller und das EG unter Wasser gesetzt. Dabei fielen mir recht...

  1. #1 Oligschläger, 29. Juli 2003
    Oligschläger

    Oligschläger Gast

    Hallo!

    Durch einen starken Regen wurde in unserem im Bau befindlichen Haus der Keller und das EG unter Wasser gesetzt. Dabei fielen mir recht starke Unebenheiten in der Bodenplatte des KG und EG auf. An einigen Stellen stand kein Wasser an anderen aber 2-3cm hoch. Und da sich Wasser auf geraden Fläschen ja halbwegs gleichmäßig verteilt denke ich mal, sind die (gegossenen) Betonplatten nicht gerade.

    Klar kann man sowas mit Estricht ausgleichen, aber ich bekomme eine Fußbodenheizung und wenn dann an manchen Stellen oder in einem halben Raum der Estricht bis zu 3cm dicker über den Heizkreisen ist, kann das ja nicht gut sein.

    Fußbodenaufbau:
    Bodenplatte bzw. KG-Decke aus Beton gegossen; dann Isolierung gegen Erdreich bzw. gegen Unbeheizten Raum (KG ist halt nicht immer beheizt), dann die Isolierung der FB-Heizung mit den Heizschläuchen und dann kommt Heizestricht.

    Würde gerne schlimmstes verhindern und frage mich daher, wann und wie die Unebenheiten ausgeglichen werden müssen. Noch kann ich ja sehen, was die dort machen. Wenn später die Estrichtschicht drauf ist, wird ja alles zu spät sein.

    Auf den Architekt kann ich leider nicht zugreifen, denn ich habe das Haus von einem BT gekauft, der hier ein ganzes Neubaugebiet bebaut. In den fertigen Häusern sind die Böden alle sehr gerade, allerdings ist dort halt schon der Estricht drinn u. über die eigentlichen Betonböden kann man somit nix sagen.

    Hoffe Ihr könnt mir einige Tips geben.

    Gruß
    Markus Oligschläger
     
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  3. bauhexe

    bauhexe

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    Ja, ja die Pfützen!
    Wird aber nicht ganz so heiß gegessen wie gekocht.
    Maßtoleranzen von 15mm bei z.B. 1m Abstandstand zwischen den Meßpunkten oder 25mm bei 10m Abstand dürfen schon mal vorkommen, sagt die DIN.
    Und für die FB Heiz. schadet da ein bißchen mehr Estrich auch nicht gleich, bei zu wenig wird's problematisch.
    Die Aufheizdauer mag sich etwas verzögern, nur das fällt nur bei Inbetriebnahme ins Gewicht.
    Gruß Hexe
     
  4. #3 Oligschläger, 29. Juli 2003
    Oligschläger

    Oligschläger Gast

    Was steht denn genau in der DIN?

    Würde da mal gerne mehr lesen. Bin nämlich noch nicht ganz beruhigt, denn ich würde so vom Augenschein sagen, da sind 25mm auf einer Strecke von 2m.

    Vieleicht sollte ich das mal genau nachmessen.

    Die Inbetriebnahme der FBH finde ich aber schon recht gravierend. Kommt natürlich darauf an, wie viel Länger die Aufheizzeit ist. Aber den Keller beheize ich nur selten und da will ich dann ja nicht 3 Tage vorher die Heizung einschalten müssen. Bin bislang von ca. 2-3 Stunden ausgegangen und dann ist der Raum auf 20 Grad.

    Gruß
    Markus Oligschläger
     
  5. berndk

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    gemeint sind hier wohl Abweichungen nach oben und unten von einer gedachten Ideallinie - also +-15mm auf 1m. Oder irre ich mich?
     
  6. bauhexe

    bauhexe

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    Hallo Markus,

    die DIN 18 202 gibt die Toleranzen an. Siehe Ebenheitstoleranzen nichtflächenfertige Oberseiten von Decken und Unterböden. Noch ein Beispiel: 20mm für Stichmaß bei 4m Meßpunktabstand. Dazwischen mußte interpolieren. :cool:

    Mit der Aufheizzeit kann ich Dir aus eigener Erfahrung mitteilen, daß die 2 bis 3 Stunden zu knapp gerechnet sind. Meine FB Heiz. geht in der Übergangszeit mit ca. 25°C Vorlauf und braucht, bis der Raum warm wird sicherlich 5 Stunden. Also abends einschalten, dann ist es am nächsten Tag schön warm. :think
    Übrigens würde ich dem Rohbauern nicht schon beim Keller die Zähne zeigen. Rede mit ihm, stell Fragen und mach Fotos. Nicht meckern, nicht streiten, nicht besser wissen!
    Stell am Freitagmittag ein Kasten Bier hin und geh mit ihm durch den Bau, stelle Fragen und wenn Du etwas Zweifelhaftes siehst, dann sag nur, daß Dir das aufgefallen ist. Du wirst sehen, das klappt (meistens). :lock
    Gruß Hexe
     
  7. Lebski

    Lebski Gast

  8. #7 Oligschläger, 29. Juli 2003
    Oligschläger

    Oligschläger Gast

    5 Stunden Vorlaufzeit

    da wird mir ja ganz schlecht. Hatte bislang keine Fußbodenheizung und mir sagte man mal so 2-3 Stunden. 5 Stunden finde ich schon ziemlich heftig. Wenn ich mir vorstelle, ich will in der Überganszeit mal eben das WZ heizen.

    Streit will ich übrigens gar nicht anfangen. Will ja noch den Rest des Hauses erhalten.

    Die Tabelle ist übrigens interessant. Vielen Dank. Werde mal unauffällig nachmessen. Hätte aber echt nicht mit solchen Tolleranzen gerechnet.

    Gruß
    Markus Oligschläger
     
  9. #8 Markus Gräfe, 29. Juli 2003
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    Vorlaufzeit ist aber leider nun mal so bei FB-Heizung. Du kannst die Vorlauftemperatur ja nicht beliebig nach oben drehen. Das gilt übrigens auch für die regelung an sich. Ist die Wärme erst mal im Estrich, dauerts auch wieder länger, bis sie raus ist...

    Wenn's noch drin ist, mach Dir nen 2. Heizkreis mit Plattenheizkörper (ich spüre schon die Argumente wie:" Wozu brauch ich dann noch 'ne FB-Heizung :D ). Gerade für die Übergangszeit, wo man morgens mal die Bäder etwas wärmer haben will, macht das Sinn.

    Wir haben im (DG Kinderzimmer, Bäder...) einen 2. Heizkreislauf vorgesehen. Da kann es ruhig mal 5 Stunden dauern, bis sich der Fußboden erwärmt.

    Ansonsten ist eine elektrische Zusatzheizung für die Übergangszeit wohl die günstigste Alternative...

    Gruß, Markus
     
  10. #9 Oligschläger, 29. Juli 2003
    Oligschläger

    Oligschläger Gast

    Puh, da ärger ich mich aber etwas

    Eigentlich hatte ich vor, nur das EG (WZ,Küche,WC,Diele) mit FbHz auszustatten und den Rest mit Heizkörpern. Wurde mir dann aber von der Baufirma ausgeredet

    Ich glaube die wollen keine zwei Heizkreise verlegen. Argument von denen war unter anderem, daß man heutzutage die Rohre dämmen soll und damit schlechter die Räume erreichbar sind.

    Naja, und nu steht im Vertrag "Fußbodenheizung in allen Räumen". Naja, wird hoffentlich nicht so schlimm werden.

    Gruß
    Markus Oligschläger
     
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  12. #10 Markus Gräfe, 29. Juli 2003
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    Die würden schon wollen! Die wollten nur nicht, damit es billich wird und sie so den Zuschlag bekommen. Frach mal nach, wie denn die Mehrkosten aussehen würden. Da bekommste schon Preise genannt, die Dich dann aber zu der Entscheidung bringen, es so zu lassen wie es derzeit im Auftrag ist.

    Bei mir kamen sie mit dem sinnvollen Vorschlag einer Zirkulationspumpe für Warmwasser auch erst nach der Unterschrift raus. Ist mir im Vorfeld durchgegangen. Mehrkosten: knapp 1.700 T€uros... hat gleich 'nen faden Beigeschmack mit sich gebracht.

    Die Alternative bei Dir sind Heizkörper, die an den HK der FB-Heizung angeschlossen werden. Die müssen halt etwas "großzügiger Dimensioniert werden, da die Vorlauftemperatur geringer ist. Für die Übergangszeit würde ich es aber als eine Möglichkeit in Erwägung ziehen.

    Gruß, Markus
     
  13. berndk

    berndk

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    Von einen zweitem Radiatoren-Heizkreis würde ich abraten, da die damit verbundenen wesentlich höheren Vorlauf-Temperaturen die Vorteile einer Niedertemperatur-Heizung vernichten. Beispielsweise verschlechtert sich der Wirkungsgrad einer Brennwert-Therme, usw.
     
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Unebenheiten in Boden- u. Deckenplatte

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