ungedämmte GK-Schale vor Außenwand

Diskutiere ungedämmte GK-Schale vor Außenwand im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, Ich bin gerade dabei meine neu erworbene ETW etwas umbauen zu lassen (andere Raumaufteilung, Elektrik, Heizung, Sanitär). Es handelt...

  1. my00

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    Hallo,

    Ich bin gerade dabei meine neu erworbene ETW etwas umbauen zu lassen (andere Raumaufteilung, Elektrik, Heizung, Sanitär). Es handelt sich um eine Wohnung im DG eines Altbaus (ca. 1930). Beim Umbau der Heizrohre auf Sockelleistenniveau ist aufgefallen, dass die GK-Schale vor der Außenwand mindestens im unteren Bereich nicht gedämmt ist. Um das zu überprüfen, haben wir die Wand auch etwas weiter oben noch mal etwas aufgeschnitten. Es ist keine Dämmung & keine Dampfsperre vorhanden. In dieser Wohnung wurde vor ca. 20 Jahren die Gaube auf der kompletten Wohnungsbreite angehoben (keine Dachschrägen mehr). So alt ist auch die Außenwand mit der Vorsatzschale. Sämtliche GK-Innenwände (auch zu den Nachbarwohnungen) sind gedämmt - nur die dort eh schon recht dünnen Außenwände nicht (Aufbau siehe Foto). Ist das damals so üblich gewesen das SO zu bauen / nicht zu dämmen ? Um nicht zu viel Energie durch die Außenwände zu verheizen, wurde mir geraten die GK-Schale noch nachträglich zu dämmen. Normalerweise wohl mit Dämmung und Folie (sehr aufwändig, da die komplette Schale neu gemacht werden müsste) oder aber mindestens durch Hinterschieben von Dämmmatten durch die Schlitze. Prinzipiell sehe würde ich das auch so sehen (die Heizkosten werden zukünftig vmtl. nicht geringer werden). Allerdings bin ich mir da inzwischen nicht mehr so sicher, ob ich mir dadurch nicht ein Schimmelproblem einbauen würde, und es besser so lasse wie es jetzt ist. Bisher gab es dort anscheinend keine Feuchte/Schimmelprobleme. Gibt es noch andere Optionen, wie man mit diesen Wänden umgehen kann ?

    IMG_20170402_142630_HDR.jpg IMG_20170402_142812.jpg IMG_20170402_143118.jpg IMG_20170402_143139.jpg IMG_20170402_143235.jpg
     
  2. #2 Andybaut, 05.04.2017
    Andybaut

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    Hallo my00,

    da hast du aber eine sehr heikle Konstruktion. Ist schon ein Wunder, dass das Haus das bis jetzt mitgemacht hat.
    Mein Vorschlag:
    Schreib mal die genauen Schichtfolgen mit Baustoffen und Dicken der Wand auf.
    Ist der Luftraum innen und außen belüftet?
    Das ist ein Fachwerkhaus mit ausgemauerten Gefachen

    Wenn du das hast, dann gib das mal in den U-Wert Rechner ein und schau dir an was passiert.
    Ich sehe das ganz als sehr schadensanfälliger an, egal was du tust. Du hast auch noch einbindende Innenwände, denen
    "gräbst" du quasi auch noch die Wärme durch die Innendämmung ab. Die Innenwände werden kälter und es kann zu Kondensatausfall kommen.

    Hier ist jetzt wirklich eine genaue Bestandsaufnahme angeraten mit ein paar Prinzipskizzen und Bauteilbesschreibungen.
    Hört sich erstmal kompliziert an, ist es aber nur am Anfang, da ungewohnt.
     
  3. #3 simon84, 05.04.2017
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    Ich weiss nicht ob das nur das Foto ist aber in den Ecken schaut es doch so aus als ob da dunkle Flecken sind ?
     
  4. #4 Andybaut, 05.04.2017
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    dass mit den dunklen Flecken habe ich mir auch schon überlegt :-)
    Wenn da jetzt alles schwarz wäre hätte es mich auch nicht sonderlich überrascht.
     
  5. my00

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    Hallo,

    Ihr meint den Rechner auf u-wert.net ? Interessant, was es so alles gibt. Also die Schichtfolgen bekomme ich vielleicht noch halbwegs hin - bei den Baustoffen kann ich aber auch nur raten. Ich habe es ja als Bestand gekauft und sehe das auch nur so, wie es da gerade vor mir steht.

    Wie man auf den Fotos sieht: Von innen nach außen - eine Lage Gipskarton an 50er CW-Profil (keine Lüftungsschlitze in der GK-Wand), zw. Profil und Wand teilweise noch mal bis zu 1-3cm Platz, dann eine 11cm dicke Wand mit Balken (Holzart unbekannt), Putzart und Ziegeltyp unbekannt, dahinter 2-3cm Luftraum (mittels Draht durch Ritze zwischen Balken ausgemessen), und dahinter anscheinend eine Styroporschicht - siehe Foto mit der Ritze zw. den Balken. Die Styropordicke ist ebenfalls unbekannt - vermutlich aber nur 2-3 cm dick - viel mehr bleibt bei der Gesamtstärke ja nicht mehr übrig. Danach sehe ich von außen nur noch die roten Schindeln. Wenn ich das alles in den u-Wert Rechner eingebe, kommt da - abhängig vom (mir teilweise unbekannten) Material - alles mögliche raus. :(
    IMG_20170402_143247.jpg

    Die dunklen Flecke im ersten Foto sind der HDR Aufnahme geschuldet (war zu hell draußen). Es gibt keine dunklen (Schimmel-) Flecken an der Wand. Auch nicht hinten an den herausgeschnitten Stücken. Auf diesem älteren Foto sieht man das ggf. etwas besser.
    IMG_20170322_194416.jpg
     
  6. #6 Andybaut, 06.04.2017
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    Hall my00,

    mir sind die Angaben zu wage und die Gefahr bei den evtl. vorhandenen einbindenden Wänden zu groß.

    Egal was man hier tut, es kann unter den ungewissen Randbedingungen schiefgehen.

    1
    ich setze ein Dämmung ein.
    Dann habe ich weniger Wärmeverlust, aber vermutlich auch kältere einbindende Wände, an denen es kondensieren kann.
    Durch die Dämmung sollte nun aber auch eine Dampfbremse vor die Dämmung.
    Das ist eigentlich OK, kann hier aber dazu führen, dass das Holz nach innen nicht mehr abtrocknen kann.
    Es könnte Feuchte bereits jetzt im Holz sein, die dann eingeschlossen ist, oder über eine kleine Leckage könnte Feuchte hineingelangen.

    2
    ich setze keine Dämmung ein. Dann wird sich für die einbindenden Wände nichts ändern.
    Aber auch hier könnte eine Dampfsperre notwendig sein, oder aber eben das ganze verschlechtern.

    Ich kann das leider nicht beurteilen was hier die beste Lösung wäre.
    Aus meiner Sicht muss das besser untersucht werden und ein ganzheitliches Konzept erstellt werden.

    Vielleicht findet sich aber jemand der einen besseren Vorschlag hat.
     
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