Ungedämmter Drempel - Risiko oder dämmen?

Diskutiere Ungedämmter Drempel - Risiko oder dämmen? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, ich bin gerade dabei, mein EFH von aussen zu dämmen (Wände, Dach von innen, Fenster neu). Es hat sich dabei herausgestellt,...

  1. szymbi

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    Hallo zusammen,

    ich bin gerade dabei, mein EFH von aussen zu dämmen (Wände, Dach von innen, Fenster neu). Es hat sich dabei herausgestellt, dass die kleine Wand unter der Dachschräge im Dachgeschoss (der Drempel, 60 cm hoch) nicht von aussen gedämmt wird, da er auf der Erdgeschossdecke aufgebaut ist und zwar zurückversetzt gegenüber der Aussenwand. Das heisst, dass unter der Dachschräge ganz unten ein Dreieck entstanden ist, was nicht gedämmt ist (Dach nicht so tief gedämmt, Decke von oben wurde mit Flocken verschütet also gedämmt und halt der Drempel nicht). Mir wurde gesagt, dass der Drempel von innen gedämmt werden sollte (von aussen nicht, da das Dach nicht abgedeckt wird), weil sonst entsteht eine Wärmebrücke und das sei schimmelmäßig risikoreich, ganz abgesehen von Wärmeverlusten.

    Also ok, kann ich dämmen, wie nur? Ich habe etliche Aussagen zum Schimmelrisiko bei Innendämmung gelesen und da die Sache gerade Schlafzimmer betrifft wollte ich das Risiko minimieren indem ich Kalziumsilikatplatten nehmen wollte, so dass keine Dampfsperre drauf muss, kein Schimmel entstehen will und das Raumklima durch Diffusionsoffenheit der Wand ok bleibt. Allerdings hat ein Energieberater ausgerechnet, dass wegen des Taupunkts gerade bei der kleinen Stärke des Drempels (wahrscheinlich 11,5 cm Bims) die Platte von mehreren Zentimetern genommen werden müsste (16 oder so), was die Sache sehr teuer macht. Dann hat jemand gemeint, man solle eine flüssige Dampfsperre auf die Platten auftragen, dann wäre das Taupunktproblem erledigt und eine kleinere Dämmplattenstärke genommen werden könnte.

    Stimmt das mit der Dampfsperre? Kann mir jemand weiterhelfen und raten, was am besten zu machen ist, so dass die Kosten für die winzige Wand im Rahmen bleiben und wärmetechnisch nichts verkehrt gemacht wird? Ich muss noch dazu sagen, dass nach dem Umbau der Drempel großenteils mit Einbauschränken verbaut werden sollte, was natürlich den Luftaustausch erheblich verhindert...

    Ich danke allen im voraus für Eure Vorschläge!

    szymbi
     
  2. #2 Zuviel Zeit, 08.10.2008
    Zuviel Zeit

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    Ich denke dass es nicht nur um die Problematik der Drempeldämmung geht...

    Wenn das Dach nicht bis zum Anschluss der Aussenmauern gedämmt ist, sondern nur bis zu der Höhe des Drempels, und die Dämmung der Aussenmauer nur bis zur Oberkannte der Aussenmauern reicht, dann ist nicht nur der Drempel ungedämmt, sondern vor allem (auch nach Dämmung des Drempels) eine Teil der Erdgeschossdecke!

    Diese Unterbrechnung der Dämmhülle macht einen nicht unerheblichen Teil der Dämmwirkung wieder zunichte...schließlich kann durch den, vermutlich nach aussen hin nicht luftdichten, Drempel munter die Kaltluft zirkulieren... daher kann eine Drempeldämmung dort wohl selbst ohne Dampfsperre nicht durchfeuchten...aber es bleibt das Problem dass ein Randstreifen der Erdgeschossdecke ungedämmt verbleibt.

    Daher sollte die Lücke zwischen Dachdämmung und Aussenmauerdämmung geschlossen werden.

    Gruß
     
  3. szymbi

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    Dieser Teil der Erdgeschossdecke wurde per Schüttung gedämmt, vielleicht habe ich das nicht klar gesagt. Zumindest hoffe ich dass die Mannschaft sich die Mühe gegeben hat, überall zu schütten...

    Das habe ich nicht verstanden. Kannst Du bitte nochmal erklären?
     
  4. #4 Zuviel Zeit, 08.10.2008
    Zuviel Zeit

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    Wenn der verbleibende Teil der Erdgeschossdecke durch die Schüttdämmung gedämmt ist, dann entfällt natürlich auch die Problematik der dort zirkulierenden Kaltluft...

    Wichtig ist, dass ein Wandaufbau so gestaltet wird, dass entweder keine Feuchtigkeit von innen in den Wandaufbau eindringen kann, das erreicht man mit einer Dampfsperre/bremse, oder ebn der Wandaufbau so gestaltet ist, dass er innen die Dampfdichteste Schicht hat, dann kann entstehende Feuchtigkeit im Normalfall auch wieder austrocknen.

    Ein solcher Wandaufbau ist natürlich immer mit einem Risiko behaftet, das es bei vorhandener Dampfsperre/bremse nicht gibt.

    Damit die Feuchtigkeit auch wieder rauskann muss dann eine vernünftige Hinterlüftung der Dacheindeckung gewährleistet sein...

    Gruß
     
  5. szymbi

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    Reicht denn eine Dampfbremse mit ca 50m? Es ist die flüssige Dampfbremse von Sto... Oder muss eine Dampfsperre hin? Wie gesagt es sind 2 Schlafzimmer, der Drempel wird großenteils verbaut mit Einbauschränken.

    Und noch eine Frage: wenn die Dampfbremse/-sperre aufgetragen wird, ist die Frage des Taupunkts nun irrelevant und ich kann die minimalste Stärke des Dämmmaterials nehmen?

    Grüsse
     
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