Untergrund für Kamin

Diskutiere Untergrund für Kamin im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, wir fragen uns, ob / was für einen Kamin wir bei uns aufbauen können. In unserem Haus befindet sich überall Estrich +...

  1. mick77

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    Hallo zusammen,

    wir fragen uns, ob / was für einen Kamin wir bei uns aufbauen können.

    In unserem Haus befindet sich überall Estrich + Fußbodenheizung. Enger Verlegeabstand, in Ecken sind die Abstände als Schlaufen etwas weiter, ich weiß aber nicht wieviele cm genau der Abstand ist. Fotos von der FBH gibt es zwar, aber leider nicht genau von der Stelle wo der Kamin stehen sollte.

    Variante 1:
    Ein Kaminofen aus einem der vielen Ofenstudios, Gewicht ca. 200Kg über eine Glasplatte verteilt. Hierbei habe ich mir nie Sorgen um das Gewicht gemacht - sollte ich lieber mit den Sorgen anfangen?

    Variante 2 (bevorzugt):
    Wir waren bei einem Kaminbauer und würden uns gerne einen Heizeinsatz einmauern lassen. Der Kaminbauer meinte hierfür könnte er den Estrich punktuell öffnen, schauen ob ein FBH Rohr (Kunsstoff) an dieser Stelle liegt, dann ein Punkfundament für den Kamin setzen. Wieviele er benötigt hängt dann m.E. von der konkreten Größe des zu bauenden Kamins ab.

    Wäre das Gewicht der ersten Variante tatsächlich kein Problem? (So ganz vertraue ich den Verkäufern der Ofenstudios und deren Beratung nicht.)

    Ist das Vorgehen bei Variante 2 tatsächlich machbar oder sogar die Regel für so einen Fall? Ich stelle es mir schwierig vor, den Estrich so zu öffnen, dass die FBH nicht beschädigt wird. Außerdem kann er sich doch nicht sicher sein, dass er tatsächlich dort ein Fundament setzen kann, wo er es benötigt, denn wenn er Pech hat, liegt doch ein Rohr.

    Hat jemand Erfahrung mit diesem Vorgehen in einer Bestandsimmobilie?

    Viele Grüße
    Michael
     
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  3. mick77

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    Hm. Hat keiner eine Meinung dazu oder bin ich vielleicht im falschen Unterforum gelandet?

    Vielleicht könnte dann einer der Mods das Thema verschieben?

    Danke!
    Michael
     
  4. ecobauer

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    Variante 1 dürfte wohl unproblematisch sein, wenn der Estrich in erforderlicher Stärke eingebaut wurde. Ich würde mal den Estrichbauer fragen, was der davon hält - nötigenfalls mal einen Statiker befragen.
    Die Variante 2 wäre mir zu abenteuerlich. Und ob das noch unter fachmännisch läuft, bezweifle ich.
    In welcher Etage soll denn der Kamin stehen?
    Ich würde einen Statiker vor Ort holen und mich von dem beraten lassen!
     
  5. mick77

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    Der Umbau wurde damals vom Architekten begleitet und überwacht, daher gehe ich mal von ausreichender Überdeckung des Estrichs aus.

    Dass die Variante 2 "abenteuerlich" ist, trifft es glaube ich sehr gut. Was ich mich nun frage: wir sind doch sicherlich nicht die einzigen, die gerne einen Kamin hätten und den leider noch nicht von Anfang genau geplant hatten, oder doch? Mit dem Architekten wurde damals besprochen, dass wir im Rahmen des Umbaus nur die Vorbereitung für einen späteren Kamin erstellen lassen wollen, daher wurde damals der Schornstein direkt auf dem Beton gemauert, bevor die Heizung lag.

    Jetzt möchte ich halt gerne diesen Schornstein auch nutzen...
     
  6. Wieland

    Wieland Gast

    Es kommt noch darauf an wo der Schornstein plaziert ist, in der Ecke über tragenden
    Wänden o. in Feldmitte.
    Für eine schwere Version bedarf es eines statischen Nachweis, da kann man nicht
    einfach einen Estrich auschneiden u, das Ding per Punktlast plazieren.


    Grüße
     
  7. #6 Feuerteufel, 13. Juli 2011
    Feuerteufel

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    Hallo Michael,

    die Variante 1 ist vollkommen problemlos machbar!!!

    Für die Erstellung eines gemauerten Heizkamins (Variante 2) gibt es 2 Möglichkeiten. Eine davon ist tatsächlich die von Dir beschriebene. Hört sich im ersten Moment ein bischen abenteuerlich an, wurde aber schon sehr oft erfolgreich praktiziert. Allerdings besteht natürlich die Gefahr ein Rohr zu treffen! :o

    Die zweite Möglichkeit besteht darin eine 6 cm dicke Betonplatte zu gießen, auf der dann quasi der Kamin errichtet wird. Optisch geht diese Platte hinterher in den Ofen über (z.B. verputzter Sockel). Das Gewicht wird über eine größere Fläche verteilt und der Kamin steht als einzelnes Bauwerk sicher. So kann man dann einen solchen Kamin sogar auf eine reine Holzbalkendecke stellen.:28:

    Bei der Bauplanung hat der Architekt in meinen Augen einfach heftig geschlafen. Man hätte lediglich die Fußbodenheizung im Bereich des geplanten Kamins/Schornsteines fehlen lassen können und die Montage wäre noch viel einfacher!!!:mauer

    Viel Erfolg bei der richtigen Ofenwahl.

    Gruß

    Andreas
     
  8. Wieland

    Wieland Gast

    Jetzt aber mal halblang ! Wenn eine Decke mit 35 KN Verkehrslast berechnet wurde,
    hilft auch keine Druckplatte aus Stahlbeton von 2 m² mit Eigengewicht von 10KN
    + 20KN - 30 KN gemauerter Kamin mit Schamot u. Klinker bzw. Kacheln.

    Da muß eine induviduelle Planung / Berechnung eines Statiker gemacht werden.
    Natürlich gibt es in solchen Fällen unkomplizierte Lösungen.

    Aber nicht Pi mal Schnauze.

    Safety first !
     
  9. svjm

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    ....wenn die Statik überprüft wurde und diese (zusätzlichen) Deckenlasten möglich sind.

    Ein freundlicher Gruß
    svjm
     
  10. mick77

    mick77

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    Der Kamin soll im EG stehen. Im Rahmen des Umbaus wurde auch der Betonboden Unterhalb des Estrichs neu erstellt.

    Ist denn der Ofenbauer tatsächlich der richtige Ansprechpartner, um eine Verteilung der Last einer zusätzlichen Betonplatte AUF dem Estrich und der FBH zu beurteilen, oder muss das gesondert nachgewiesen werden?

    Müsste dieser Bereich des Estrichs bei einer solchen Lösung vom restlichen Raum "getrennt" werden oder legt man wirklich schlicht den Beton in der betroffenen Raumrecke oben drauf?
     
  11. Wieland

    Wieland Gast

    Man kann die Betonplatte sofern der Kamin in der Ecke an tragende Wände angrenzt
    die Stahlbetonplatte in die Wände mit ensprechender Bewehrung einlassen.
    Dann werden keine Kräfte auf den schwimmenden Estrich übertragen.
    Das muss aber vor Ort geprüft werden.
    Und dazu gibt es Statiker.

    Grüße
     
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  13. #11 Feuerteufel, 13. Juli 2011
    Feuerteufel

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    Hallo Michael,

    die von mir vorgeschlagene 2. Variante entspricht den Fachregeln des Ofen- und Luftheizungsbauerhandwerks (TROL) und liegt somit durchaus im Fachbereich des Ofenbauers. Die Tragfähigkeit der darunter liegenden Betonplatte ist dann eine Frage des Statikers (siehe SVJM).:28:

    Wenn ich versuche den Estrich zu trennen, kann ich auch Variante 1 verwenden!!! Ansonsten wird im Prinzip auf dem Estrich eine Schalung erstellt, eine Baufolie hineingelegt und dann der Beton hineingefüllt. Später wird die Schalung entfernt und die Folie rundherum abgeschnitten, fertig.:Brille

    Wenn allerdings generelle Vertrauen zum Ofenbauer fehlt, würde ich einfach mal Ausschau nach einem anderen halten.:yikes

    Gruß

    Andreas
     
  14. mick77

    mick77

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    Ok, danke!
     
Thema: Untergrund für Kamin
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