Untergrund verdichten

Diskutiere Untergrund verdichten im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Bauvorhaben: Aussenanlagen einer Kirche, Wegebau Heute hat die GaLaBau-Firma Verdichtungsarbeiten unmittelbar des Kirchenfundamentes...

  1. Gundermann

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    Bauvorhaben: Aussenanlagen einer Kirche, Wegebau
    Heute hat die GaLaBau-Firma Verdichtungsarbeiten unmittelbar des Kirchenfundamentes durchgeführt. Gleichzeitig wurden Schwingungsmessungen am Hochaltar durchgeführt. Das Ergebnis war ein Verbot für Benutzung von Rüttelplatten, weil die Erschütterung dorthin übertagen wird. Gibt es ein erschütterungsarme Verdichtungsgerät?
     
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  3. sepp

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    sowas vielleicht
    [​IMG]

    ein rüttler der nicht zu sehr rüttelt, kenn ich nicht :)
     
  4. #3 wasweissich, 12. Dezember 2007
    wasweissich

    wasweissich Gast

    unter umständen könnte eine explosionsramme oder ein niederfrequenter grabenstampfer helfen , weil dadurch andere , wesentlich niedrigere schwingungsfrequenzen erzeugt werden , die die eigenfrequenz des bauwerkes nicht tangieren..........unter umständen

    j.p.
     
  5. Gundermann

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    Hallo,
    könnte man eine Doppel-Vibrationswalze verwenden? Z.B. REN550GH mit eine Leistung von 4,8 KW, Frequenz 60 Hz? Habt Ihr dazu Erfahrungen?
    Auf der Baustelle herrschen sehr beengte Platzverhältnisse, so dass ein Gerät wie Sepp vorschlägt nicht einsatzfähig ist. Die zu verdichtende Beeich ist für Fußweg und max. 2 m breit.
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 13. Dezember 2007
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    Muß denn in D jeder Weg gepflaster und für die Ewigkeit planeben hergestellt werden.
    Kann man denn Wege nicht auch mal ein wenig wellig werden lassen, wenn es die umgebenden Bebauung nun mal nicht hergibt?
    Für den deutschen Streithansel stellt man halt ein Schild daneben - Betreten auf eigene Gefahr.
    MfG
     
  7. #6 Manfred Abt, 13. Dezember 2007
    Manfred Abt

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    Na ja, Außenanlage einer Kirche! Auf solchen Wegen sehe ich doch ziemlich viele Menschen, denen ein welliger Weg nicht gerade entgegen kommt. Von der Verkehrssicherungspflicht mal abgesehen.

    Zum Thema: muss man halt ausprobieren, welches Gerät am besten geht. Ist immer von örtlichen Begebenheiten abhängig, die man nicht mal vor Ort erkennen kann (Eigenfrequenzen des Bauwerkes, Lagerungsdichte der Böden, Bodenschichtung etc.).

    Klar, baubegleitende Erschütterungsmessungen kosten richtig Geld. Müssen aber manchmal eben sein.
     
  8. ISYBAU

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    Die Römer haben Sklaven und Schafe über die zu verdichtenden Dämme gejagt ... und wenn die Schäfchen am Sonntag zu Kirche gehen, könnten Sie ja mal durch den Graben hüpfen :)

    Entweder statische Verdichtungsgeräte verwenden, oder leichtere Geräte mit geringerem Energieeintrag verwenden. Die Einbaulagen werden dann halt auch geringer. In sehr kritischen Bereichen kann auch Flüssigboden / Beton oder ähnliches verwendet werden.

    Gerade bei einer Kirche (i.d.R. alte, hohe Bausubstanz, Gründung? ) dürfen Schwingungen sehr kritisch sein. Eine Beweissicherung vor der Baumassnahme ist mehr als empfehlenswert.
     
  9. #8 Manfred Abt, 13. Dezember 2007
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    Na ja, im Wegebau ist Flüssigboden nicht gerade üblich. Es wird doch vermutlich eher um ungebundene Tragschichten oder Pflaster gehen. Da gefallen mir die Schäfchen doch besser. Hängt auch von den Flächen ab, in Kleinflächen geht auch mal ein Handstampfer.
     
  10. #9 Gundermann, 9. Januar 2008
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    Von Seitens der Denkmalbehörde wurde uns also ein Verbot für Verdichten mit Rüttelplatte oder ähnlichen vibrierenden Gerät erteilt. Ich suche immer noch nach einen Lösung. Um ein ungleichmäßiges Absenken der Beläge zu verhindern, egal ob über Leitungsgräben oder sonst. Baugrund, sollte ein Geogitter verwendet werden. Es verhindert nicht nur die Entmischung der Körnungen, sondern es entsteht eine sich selbst aussteifende "Platte". Damit wird nicht nur wie beim Auslegen eines Vlies der Baugrund verbessert, sondern eine gesamte Stabilität und Steifigkeit erzeugt.
    Das Produkt heist SS 30 TENSAR. Es wird konfektioniert geliefert bzw. mit der Flex auf der Baustelle zugeschnitten, auf dem planierten und abgewalzten Baugrund 20 cm überlappend aufgelegt, mit 0/32 Tragschicht aufgefüllt und abgewalzt.
    Habt Ihr Erfahrungen über solch eine Bauweise?
     
  11. ISYBAU

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    keine erfahrungen mit dem genannten produkt, aber das problem der verdichtung bleibt.

    Wird das lose eingebrachte material nicht maschinell verdichtet, wird es im laufe der zeit durch die schäfchen, durch H20 und die Schwerkraft verdichtet, mit der Folge von Setzungen. Wie gesagt, für Leitungsgraben bietet sich flüssigboden an, für den unter- und oberbau von wegen und plätzen wird man verdichten müssen. Leicht verdichtbare Materialien sind hier gefragt. Statische Verdichtung mit Walzen wäre hier für Flächen eine Möglichkeit. Die Verwendung von Geotextilien wird das Problem nicht lösen.
     
  12. Gundermann

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    Die Leitungen liegen bei ca. -0,8/-0,9 m d.h. es müssen bis UK Planum noch ca. 45 cm aufgefüllt werden, bevor das Geogitter gelegt werden kann. Der Einbau von Füllboden wird lageweise mit Walze erfolgen. Im Bereich über den Regenwasser-Leitungsgräben bis zum Kirchenfundament ca. auf 1,00 - 1,50 m Breite sollte selbst verdichtender Rundkornkies 8/16 verwendet werden. Ein Außendienstmitarbeiter der Fa. Tensar hat bereits die Baustelle besichtigt und hat diese Methode empfohlen. Ich habe Bedenken, falls es zum Setzungen kommt, wird man mich dafür haftbar machen wollen.
    Was meinst Du unter "Flüssigboden"? Ist das sowas wie Einkornbeton?
     
  13. ISYBAU

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    Nein, kein einkornbeton. es ist mit zusätzen und wasser aufgearbeiteter Aushubboden, der mittels betonmischer wieder in den graben eingebracht wird - und später mit der schaufel wieder gelöst werden kann. für diesen fall aber zu teuer. Rolliges Material ist in dem genannten Fall sicher okay --- magerbeton auch. haftung liegt beim planer oder/ausführenden. ich würde als ausführender wegen des rüttelverbotes (schönes wort) bedenken anmelden. Ein geotextil zwischen 8/16 und fss 0?/16 ist empfehlenswert.
     
  14. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Dann eben gebundene Tragschichten einbauen - Magerbeton.
    Alle Lösungen sind eine Kostenfrage.
     
  15. #14 Ralf Dühlmeyer, 10. Januar 2008
    Ralf Dühlmeyer

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    Oder den selben Weg...

    wie alle Male mit der DenkMal-Pflege.
    Denen eine Haftung für Schäden und Folgekosten aus dem von denen vorgeschlagenen und gegen die a.R.d.T. verstoßenden Verfahren vorschlagen.
    Meist werden die dann seeeeehr kleinlaut, wo die Klappe vorher Scheunentorabmessungen hatte.
    MfG
     
  16. Friedhofen

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    Außenanlagen an einer Kirche

    1. Frage: Sind geforderte Verdichtungswerte vorgegeben?
    z.B.: Erdplanum 40 MN/qm
    OK Frostschutzschicht 100 oder gar 120 MN/qm?

    2. Frage: Wie wird die spätere Fläche genutzt?
    -Nur Fußgängerverkehr?
    Befahrung mit PKW und zwischendurch schwere LKW (Müllfahrzeuge,
    Feuerwehr o. ä.?

    3. Hat die ausführende Baufirma bereits Bedenken angemeldet?
     
  17. Gundermann

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    1. Ja, gem. Ausschreibung, nach allg. Regel der Techn. für Wegebau. Die Unterlagen habe ich selber verfasst.
    2. Gehweg entlang der Kirche, Muschelkalk Pflasterplatten, Traufbereiche zwischen d. Pfeilern als Mosaikpflaster, alles auf Sandbettung; Nur Fußgängerverkehr und das auch nur selten, weil die Fläche (Gemeindegarten) abgeschlossen ist.
    3. noch nicht

    Kostenfrage: die Mehrkosten werden als Nachtrag anerkannt. Es betrifft nur ein Teil der Gesamtwegefläche, nähmlich am Chor, ca. 90 m2. Der wackelige Hochaltahr (um 1465) befindet sich auf einem Steinsockel. Der muss irgendwie mit der Gründung kraftschlüssig verbunden sein, weil die Resonanzen die von der Rüttelplatte ausgelöst werden sind extrem hoch.
    Archäologische Funde (tut nicht zu Sache, nur mal nebenbei bemerkt):Bei Erdarbeiten an der Kirche wurden tausende Gebeine in der Erde gefunden. Es handelte sich um ein Beinhaus. Wir fanden auch mehrere Mauerreste und Gräben. Folgen: mehrere Monate Bauverzug.
     
  18. #17 Manfred Abt, 14. Januar 2008
    Manfred Abt

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    was glaub ich noch nicht klar ist:
    • steht H. Gundermann auf der ausführenden Seite und hat das Angebot selbst formuliert
    • oder ist H. Gundermann reiner Planer/Ausschreiber/Bauüberwacher?
    • waren konkrete Werte vorgegeben oder nur pauschal "gem. allg. Regeln des Wegebaus"?
     
  19. Gundermann

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    Ja, ich bin Landschaftsarchitekt, Ausschreiber und Bauüberwacher. Geforderte Werte (EV2) Untergrund verdichten: 45 MN/m²; Schottertragschicht 103% Pr.Dichte.
    Heute fand eine Bauberatung statt. Der Vorschlag mit der Geogitter wurde verworfen. Es wurde festgelegt, dass eine 10-15 cm dicke Schicht Einkornbeton eingebaut wird. Darauf kommt eine Lage Vlies, dann 20 cm Tragschicht 0/32 mm, Bettung und Pflasterplatten. Der Tragschicht wird eingewalzt. Die Landschaftsbaufirma übernimmt die Haftung.
     
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  21. #19 Carden. Mark, 15. Januar 2008
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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    Na dann haben wir ja wenigstens einen Schuldigen
     
  22. Friedhofen

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    1. Wurde das Erdplanum verdichtet?
    2. Wurde das Gefälle des Erdplanums vom Gebäude aus nach der Seite weg angelegt?
    3. Wurde das Mauerwerk bis spätere OK Pflaster ordentlich abgedichtet?
    4. Wurde bereits ein LP-Versuch auf dem Erdplanum vorgenommen?
    5. wenn 4. ja, dann mit welchem Wert? mehr als 45 MN/qm, wie ist der Verhältniswert Ev1/Ev2?
    6. wenn alles OK, dann würde ich die Frostschutzschicht immer in Lagen von 5 cm einbauen und mit einer Kombi-Walze statisch verdichten
    7. den Landschaftsbauer aus der Haftung entbinden.
     
Thema: Untergrund verdichten
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