Unterlagen für den Architekten

Diskutiere Unterlagen für den Architekten im Bauen mit Architekten Forum im Bereich Architektur; Hallo Experten, auch bei uns soll es über kurz oder lang ins eigene Heim gehen. Nach einigen Sitzungen beim Architekten sind wir "Warm"...

  1. sadas

    sadas

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    Hallo Experten,

    auch bei uns soll es über kurz oder lang ins eigene Heim gehen.
    Nach einigen Sitzungen beim Architekten sind wir "Warm" miteinander geworden und das Büro wird es wohl werden.
    Wir haben auch gleich ein paar Hausaufgaben mitbekommen, die wir besorgen bzw. erledigen müssen.

    Unter dem Punkt Planungsunterlagen steht folgendes:
    1. amtlicher Lageplan, M=1:500, (vom öffentl. best. Vermessungs-Ing.)
    2. Auszug aus dem Bebauungsplan (vom Planungsamt der Stadt/Gemeinde)
    3. Angaben zur Grundstückskanalisation, vom Tiefbauamt


    Nun meine Frage:
    Wann benötigt man zwingend eine amtlichen Lageplan?
    Bei meinen Recherchen im Netz gibt es für einen Bauantrag drei Stufen eines Lageplanes.

    -einfacher Lageplan (online vom Katasteramt abzurufen)
    -qualifizierter Lageplan
    -amtlicher Lageplan (Kollegen vermessen vor Ort alles Neu nach meinem Verständniss)

    Natürlich ist die Preisspanne auch dem entsprechend.
    Bei dem Entwurf des Architekten gab es ein Baugrenzenüberschreitung,
    welche nach mündlicher Rücksprache mit der Gemeinde und dem Landkreis nicht das Problem darstellen soll - wir es jedoch erst schwarz auf weiss bekommen nachdem wir den Antrag eingereicht haben.

    Vielen Dank im Vorfeld für eure Mühre

    Gruß
    Ulf
     
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  3. parcus

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    Bei dem Entwurf des Architekten gab es ein Baugrenzenüberschreitung

    Welchen Sinn macht es denn einen Entwurf abzugeben ohne einen Lage- oder B-Plan zu kennen ?

    Mit sowas belästige ich einen Bauherren gar nicht, sondern sehe es als meine Arbeitsgrundlage an.

    Oder war das eine kostenlose Marketing Aktion ?
     
  4. sadas

    sadas

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    Punkt 2 der Bebauungsplan wurde bei der ersten Sitzung von uns mitgebracht. Ich vermute das es der Form halber noch einmal aufgeführt wurde.
    Und ja, Marketing Aktion könnte man es nennen. Das Büro hat ziemlich viel "Angefüttert" bevor es um das liebe Geld ging.
     
  5. #4 silvesterde, 9. November 2009
    silvesterde

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    In der Landes-Bauordnung steht (online beim Bauministerium deines Bundeslandes), bei welchem Bauvorhaben wann welche Unterlagen einzureichen sind. Die Mitarbeiter des örtlichen Bauamtes können Dir aber bei Anruf konkret Auskunft geben. Den amtlichen Lageplan gibt's beim Vermesser, und das BV musst Du hinterher sowieso vermessen lassen. Bei einigen BV sind die Ämter auch mit dem Auszug aus der Liegenschaftskarte vorerst zufrieden und brauchen den Lageplan mit Höhen nur, wenn es da Diskussionspunkte gibt.
     
  6. ManfredH

    ManfredH Gast

    Ich finde, der Kollege macht es sich schon etwas einfach.

    Ok, strenggenommen hat wohl tatsächlich der Bauherr den Lageplan zu stellen, kenne ich zumindest so.

    Aber dazu muss der Bauherr erst mal wissen, wo er den überhaupt herbekommt, dann fährt er vielleicht zum Vermessungsamt, fragt sich durch, wendet jede Menge Zeit auf ....
    und ich ziehe einfach meine fertig kopierte Faxvorlage aus der Schublade, schreibe die Flurstücksnummer drauf, stecke es ins Fax und drücke die Kurzwahltaste fürs Vermessungsamt ....
    Also beschaffe ich den Lageplan selber, und der Bauherr trägt die Gebühren.
    Mit der Kanalauskunft ist es genauso.

    Und den B-Plan schaue ich mir normalerweise auch lieber selber beim Bauamt an, weil ich dann ggf. auch gleich Fragen dazu stellen kann, wenn irgendwas unklar ist.
     
  7. Schwarz

    Schwarz

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    moin moin,

    google mal nach Bauvorlagenverordnung – BauVorlVO

    oder folge dem link

    http://www.enev24.de/slow/bauvorlvo.html

    hier findest du die unterschiede und erfordernisse erklärt.

    unabhängig davon machen wir es so, dass wir den bauherren auf die beschaffung des lageplanes aufmerksam machen, da er ihn zu stellen hat und das ding dann allerdings für ihn beim ÖBVI unseres vertrauens für ihn besorgen. er bekommt dann nur die rechnung.

    den b-plan besorge ich in der regel auch selber. meist kann man hier schon mal kontakt mit den leuten von der stadtplanung, der gemeinde etc. aufnehmen, falls man sie noch nicht kennt, und schon mal ein kleines vorgespräch führen. "grundlagenermittlung" nach alter hoai?

    entwässerungsplanung beim kollegen mit drin? aber kanalauskunft einholen ist eigentlich auch kein ding.

    schwarz
     
  8. cannavaro

    cannavaro

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    Hallo,

    der Bebauungsplan kann bei der Gemeinde/Stadt kostenlos eingesehen werden und auch eine Kopie daraus sollte kostenlos sein (bei uns in der Gemeinde zumindest).

    In Bayern braucht man dann für den Bauantrag einen amtlichen Lageplan (Katasterauszug) im Maßstab 1:1000. Dieser kann beim Vermessungsamt beantragt werden. Kostet je nach Größe um die 35,- EUR.
    In anderen Bundesländern vieleicht anders, weiß ich nicht. Kann man aber bei der zuständigen Baubehörde (Landratsamt, Stadt etc. erfragen).
     
  9. gast3

    gast3 Gast

    sorry

    aber Katasterauszug ist kein amtl. Lageplan
     
  10. sepp

    sepp

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    ein auszug aus dem kataster ist noch lange kein amtlicher lageplan!
    in den lageplan gehören die neubebauten teile was du in einem auszug natürlich nicht finden wirst.
    und diese sind amtlich o. durch dessen vertreter (ö.v.ings) zu erstellen

    bitte still sein, wenn mit ahnungslosigkeit gesegnet!
     
  11. Thomas B

    Thomas B

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    Nö Sepp....in Bayern ist es wirklich so!

    natürlich stellt der Lageplan die Grundlage dar. In diesen gilt es dann natürlich noch das geplante Bauwerk einzutragen. Aber es wird kein Vermesser o. ä. gebraucht...das macht der Architekt (in Bayern; in B.-W., z.B. sieht das schin wieder gaaaaanz anders aus).

    Bei größeren Objekten allerdings wird der Lageplan häufig vom Vermesser gefertigt, gerade dann, wenn es etwas komplizierter sein darf...

    Gruß

    Thomas
     
  12. #11 Ralf Dühlmeyer, 10. November 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Wenn es Rühen in Nds ist, brauchst Du einen einfachen oder (seltener) einen qualifizierten Lageplan.
    Letzters könnte z.B. bei der Baulinienüberschreitung der Fall sein.
    Frag doch einfach den/die Architekten. Ggf. sollen die beim Bauamt nachfragen.
    Einen Katasterausschnitt kriegst mittlerweile in ganz Nds um die Ohren gehauen (früher - als wir noch nen Kaiser hatten - ging das mal).
    Und hier trägt nicht der Vermesser den Baukörper ein, sondern der Planer.

    Und damits richtig blöd wird, muss das auf einem Papierausdruck händisch eingemalt werden wie anno Dickemilch.
    Aus NRW kenn ich das anders.
    DXF Datei an den Vermesser, der hat die Flurkarte digital, fügt das maßgerecht zusammen und trägt gleich die Abstandsflächen ein.
    Aber hier ..................... :cry
     
  13. Baumal

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    dass in bayern die uhren anders ticken, als im
    rest der republik, war mir schon lange klar.

    in NdS auch, ist mir neu. wir hier in BW dürften gar
    nicht, und ihr müsst händisch den baukörper
    einzeichnen....
     
  14. Schwarz

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  15. Thomas B

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    Das ist wohl wahr.

    In diesem Falle halte ich dies aber in der tat für nicht eben unvernünftig!

    Bei uns kann der Architekt ein EFH...DH...MFH... wie auch immer höchstselbst in den Lageplan einpassen (egal ob händisch oder als DXF oder dwg oder weiß der Geier was...). Der Aufwand ist minimal, dauert etwa 1 Stunde...höchstens.

    Als ich in B.-W. das vergügen hate zu planen wurde hierfür immer ein Vermesser ebnötigt. Das mag bei komplizierten Abstandssituationen, hanglagen usw. auch durchaus im Einzelfall i.O. sein. Aber bei einem 08/15-Haus mit B-Plan....wozu der Aufwand. Archi machts mit...kostet nix. Vermesser macht es, vermißt sich 'nen wolf und dafür sind dann auch schnell mal 500 - 700 EUR fällig. der "Mehrwert" erschließt sich mir in der Tat nicht.

    Die Bayern sind eben sehr fortschrittlich...siehste mal.

    Thomas
     
  16. gast3

    gast3 Gast

    nur ..

    aus Interesse:

    ist das bei euch da unten dann ein amtl. Lageplan oder eben NUR ein irgendwasPlan ??
     
  17. cannavaro

    cannavaro

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    @Sepp

    erstmal genau lesen was ich geschrieben habe, bevor Sie einen völlig unnützen Kommentar abgeben.
    Danke Thomas für die Unterstützung.

    Ich mache schon seit Jahren Bauanträge in Bayern und da ist es eben so. Von wegen Ahnungslosigkeit. Dieser Lageplan heißt nun mal "Auszug aus dem Katasterkartenwerk im Maßstab 1:1000" und daran ändern auch dumme Kommentare nichts.
    Dieses Teil ist original unterschrieben und wird der ersten Ausfertigung des Bauantrages (für die Baubehörde) beigelegt. Für die Gemeinde und dem Bauherren reichen Kopien.

    Gruß
    Marco
     
  18. Baumal

    Baumal

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    @ Helge, das ist dann der zeichnerische teil zum bauantrag (§4 LBOVVO),
    meist auszug aus dem liegenschaftskataster nach §4 abs. 2 u. 4.
    der LBOVVO ausgearbeitet.

    einen schriftlichen teil hat der vermesser auch noch auszufüllen.

    für das amt ist es dann bestimmt ein "amtlicher" lageplan.....
     
  19. #18 Ralf Dühlmeyer, 10. November 2009
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Ich kenne es so, dass durch das Siegel, dass der Vermesser auf den entsprechenden Plan setzt (elektr. oder per Stempel auf Papier) qua seiner Vereidigung der Plan amtlich wird.
    Denn die bestellten Vermesser sind ja den Katasterbehörden gleichgestellt.
     
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  21. Baumal

    Baumal

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  22. Thomas B

    Thomas B

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    ...und es ist natürlich ein zeichnerisch erweiterter Lagepplan beizufügen, der die geplante Bebauung enthält.

    Dieser sog. "Amtliche Lageplan" hat noch ein schickes Dienstsiegel der entsprechenden Behörde (Achtung: früher ausschließlich Vermessungsamt; mittlerweile aber kriegt man die Teile sogar -häufig- bei den Gemeinden, die dank I-Net Zugriff hierauf haben!) und es sind -für den Bauantrag- Beiblätter angehängt mit den Nachbaranschriften bzw. deren Flurnummern usw.

    Thomas
     
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