Unterschied Anbringung Holzfaser vs. Steinwolle WDVS

Diskutiere Unterschied Anbringung Holzfaser vs. Steinwolle WDVS im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir wollen das 24er Mauerwerk aus KS mit einem WDVS versehen. Bevorzugt mit 16er Holzfaserplatten. Unsere erste Überlegung war Steinwolle....

  1. JanSN

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    Hallo,

    wir wollen das 24er Mauerwerk aus KS mit einem WDVS versehen. Bevorzugt mit 16er Holzfaserplatten. Unsere erste Überlegung war Steinwolle.

    Nun sagte unser Bauausführender, dass die Holzfaserplatten schwierig zu verkleben wären und eine Lattung angebracht werden sollte wo die Holzfaserplatten dazwischengeklemmt werden. Das wäre einfacher und günstiger.

    Seine Erfahrungen mit Holzfaser ist aber schon bisschen her. Hat sich da evtl. was in den letzten Jahren getan?
     
  2. Feyerabend

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    So ein Quatsch.
    Jeder Hersteller hat seine eigenen Verlegeranleitung an die die Ausführenden sich zu halten haben.

    I.d.R. werden Holzfaserplatten geklebt bzw. geklebt und gedübelt.
    Allerdings ist es etwas schwieriger einen Maler/ Putzer zu finden der passende Systeme für Holzfaserdämmplatten in seinem Portfolio hat oder ggf. nicht mit den entsprechenden Herstellern zusammen arbeitet.
     
  3. chillig80

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    Ich wüsste nicht, dass sich da was "getan" hätte, in den Zulassungen steht da wohl grob noch immer dasselbe wie vor 10 Jahren. Das System mit Latten zwischen die man irgendwas reinspannt kenne ich überhaupt nicht, ich bezweifle sogar, dass es sowas außerhalb des Paralleluniversums deines Spezialexperten überhaupt gibt. Frag doch mal nach dem Systemhersteller und Kuck dir Zulassung+Verlegeanleitung selbst an...
     
  4. JanSN

    JanSN

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    Ich hab mal nachgeschaut. Die Verlegeanleitung sagt, dass die Platten geklebt werden.
    Die Möglichkeit mit der Lattung gibt es wohl auch (außerhalb der Verlegeanleitung des Herstellers). Da wäre man Wetterunabhängiger.

    Hat jemand so was mit einer Lattung und dazwischenklemmen schon mal gemacht?
     
  5. ps0125

    ps0125

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    Vielleicht meint er z.B. sowas: GUTEX: _System
    Machen wir öfters, kein Problem. Hier macht aber eher der Zimmerer die Kanthölzer, Gefachdämmung und Putzträgerplatte. Der Gipser macht dann nur den Putz.
    Gipser haben in der Regel mit Holzfaser nichts zu tun, da scheitert es schon an den Maschinen zur Verarbeitung.
     
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  6. JanSN

    JanSN

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    @ps0125 : Vielen Dank für den Link! Einblasdämmung wäre vielleicht auch zu überlegen...

    Mit Holzfaserdämmplatten und Lattung hat da jemand Erfahrung?
     
  7. chillig80

    chillig80

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    Es gibt keine "Holzfaserdämmung und Lattung". Es gibt WDVS für den Holzbau, hier werden die (eher dünnen bis mitteldicken) Platten mechanisch befestigt, auf sehr stabiler Holz-UK, und die Hohlräume zwischen der UK werden mit MiWo / Einblasdämmung gedämmt. Und es gibt die "geklebte" Variante, da werden die (sehr dicken) Platten direkt auf das Mauerwerk geklebt, ohne den auszudämmenden Hohlraum dahinter. Beide Varianten werden dann vorne verputzt, man sieht da im fertigen Zustand keinen Unterschied mehr.

    Die Vorgehensweise die @ps0125 beschreibt ist wohl zum Teil üblich, aber ein WDVS auf zwei Gewerke aufzuteilen ist trotzdem theoretisch falsch. Es muss bei WDVS einen Verantwortlichen geben der die Fachunternehmererklärung fürs Gesamtsystem ausstellt und das werden wohl beide (bei separater Beauftragung) eher nicht tun, weil die sonst für den Teil des anderen auch verantwortlich sind. In der Konstellation bei der der eine der Subunternehmer des anderen ist (egal wie herum) ginge es dann doch wieder.

    Irgendwas mit Latten zwischen die man was "reinklemmt" gibt es nicht. Das ist nicht nur baurechtlich nicht zulässig, das klingt darüber hinaus auch noch nach echtem Vollpfusch... Wenn es dazu eine Zulassung gibt nehme ich das alles zurück, die müsste mit der "Bauausführende" von dem du redest aber erst einmal zeigen...
     
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  8. nordanney

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    Ich würde sagen, dass klingt nach einer Variante "Vorhangfassade". Vielleicht bringen die Unternehmer Dinge durcheinander.
     
  9. ps0125

    ps0125

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    Ohne vollflächige Putzträgerplatte kann man natürlich keine "Latten mit dazwischengeklemmter Dämmung" verputzen.
    Eine Holz-UK die statisch nachgewiesen auf Mauerwerk befestigt ist und eine Gefachdämmung aus was auch immer erhält, ist aber natürlich ein zugelassener Untergrund für ein WDVS aus Holzfaserplatten.
    Welches Gewerk da welche Arbeiten ausführt ist prinzipiell egal, solange alle Komponenten der Zulassung entsprechen.
    Die Unterkonstruktion sehe ich daher als nicht relevant für die Zulassung. Wenn man natürlich ein komplettes System ausführt wie in meinem Link, ist es am einfachsten, weil alle Komponenten vorgegeben sind.

    Die Holzweichfaser-WDVS werden generell im Holzrahmenbau (Neubau) als auch in der Sanierung verwendet.
    Die Fachunternehmererklärung ist für die Einhaltung des Dämmwertes relevant. Die kann derjenige ausstellen, der die Dämmung auch anbringt.
    Der Verputzer muss dann entsprechend der Zulassung verputzen, dann ist alles in Ordnung.

    Und in der Praxis schmiert der Putzer sowieso das drauf, was er gerade rumliegen hat bzw. was weg muss oder was er am liebsten verarbeitet oder am billigsten einkaufen kann. Da bekommen teils renommierte Betriebe ganz große Augen, wenn man nach der Zulässigkeit der Systemkomponenten für das ausgeschriebene WDVS fragt.... Aber das ist eine andere Baustelle.
     
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  10. chillig80

    chillig80

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    Das ist falsch. WDVS sind nur aufgrund der Zulassungen überhaupt verkehrsfähig. In der Fachunternehmererklärung des WDVS nach §16a MBO (nicht verwechseln mit der Erklärung gem. §96 GEG, das ist das mit dem U-Wert) erklärt der Systemverarbeiter die Übereinstimmung mit der Zulassung. Es geht hier im Kern um die Standsicherheit und manchmal auch den Brandschutz des Gesamtsystems. Ohne die Fachunternehmererklärung ist das WDVS schlicht mangelhaft und braucht vom AG noch nicht einmal abgenommen werden... Kuck mich nicht so an, sag es den WDVS-Herstellern die sich seit Jahrzehnten gegen eine durchgängige Normung wehren und lieber den Weg über die Zulassungen nehmen...
     
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