Unterverteiler zugipsen oder nicht?

Diskutiere Unterverteiler zugipsen oder nicht? im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Bei unserem Fertighaus (Spanplatte + Gipskarton) sind die Unterverteiler so ausgebildet, daß das runde Loch im Gipskarton eine wohl mit dem...

  1. capslock

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    Bei unserem Fertighaus (Spanplatte + Gipskarton) sind die Unterverteiler so ausgebildet, daß das runde Loch im Gipskarton eine wohl mit dem Teppichmesser angebrachte 45° - Fase hat und der runde Deckel somit 2 - 3 mm unter der Oberfläche des Gipskartons liegt.

    Der Maler hat jetzt gesagt, die könne er nicht einfach mit Vlies übertapezieren, die müßten sauber gespachtelt werden. Nachdem für die Wände Q2 zugesagt sei, müsse das auch für die Deckel gelten.

    Frage an Fertighaushersteller vor/bei Abnahme:

    - Kundendienst: laut VDE müssen die Dinger zugänglich bleiben, deshalb darf die Firma die nicht zuspachteln

    - Bauleiter: machen Sie sich Fotos und spachteln Sie die selbst zu


    Stimmt es, daß man die nicht einfach übertapezieren kann?

    Stimmt die Aussage zu VDE? Ist selbst zuspachteln (bzw. den bauseitigen Maler das machen lassen) ok, wenn Lage dokumentiert?
     
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  3. bernix

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    ...einfach übertapezieren funktioniert nicht...
    Zuspachteln und schleifen mit Uniflott zB ist kein Problem..
    Ob die Dinger zugänglich bleiben müssen?
    Man würde sie aber relativ leicht wiederfinden (Klopfprobe), zumindest bei einer massiven Wand...
     
  4. Julius

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    Also Unterverteiler (="Sicherungskasten") würde ich jetzt nicht dauerhaft verschließen... :yikes

    Vermutlich meinst Du Abzweigdosen.
    Aber auch die müssen stets zugänglich bleiben!

    Sie in einem Zug mit überzutapezieren ist üblich und zulässig, aber nicht empfehlenswert. Besser ist es, die Deckel abzunehmen, die Dosen nach dem Übertapezieren auszuschneiden, dann die Deckel separat zu tapezieren und wieder einzusetzen. Nur so bleiben sichtbare Beschädigungen der Tapete aus, wenn man doch mal eine zwischendurch öffnen muß.

    Sollte das bewußt nicht gewollt sein, würde ich sie in der jetzigen Lage übertapezieren, also tieferliegend. das geht sehr wohl. und dann findet man sie leicht wieder.
    Ein Überspachteln ist hingegen klar unzulässig und aus der Erfahrung ist davon auch DRINGEND abzuraten.
     
  5. Hunsbuckel

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    Auch in "Spanplattenhäusern" müßte doch eine Elektroinstallation ohne Abzweigdosen möglich sein?
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 2. September 2009
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    Sorry - was soll so ein Müllbeitrag.

    1) Die E-Inst ist wie sie ist!!!
    2) Im Holzrahmenbau geht in Sachen E alles, was wo anders auch geht - und noch mehr - aber hier halt nicht. So wie es MW-Bauten mit Abzweigdosen gibt.
    3) Soll es auch noch gute Gründe FÜR Abzweigdosen geben.

    Aber macht nix- Hauptsache abgemotzt auf HRB. :mauer
     
  7. capslock

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    Geht es um Sicherheit oder Wartbarkeit?

    Ich vermute eher Wartbarkeit, denn wenn es in der Abzweigdose funkt, ist es ziemlich egal, ob der Deckel direkt zugänglich ist, unter einer Tapete oder unter Tapete und Gips liegt. Und wenn man einmal in 20 Jahren an eine Dose ranmuß, dann ist der Gips auch schnell weggefräst / geklopft. Und findet tut man sie auch ohne Foto, 3 mm Gips + 1 mm Plastik klingen anders als 9,5 mm Gips karton auf 13 mm Span.
     
  8. #7 Don Stefano, 2. September 2009
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    Wir haben im HRB-Haus auch keine Abzweigdosen - Aber runde Löcher in den GKP, durch die der Eli seine Leitungen ziehen konnte. Die wurden nach der Leitungsverlegung schön mit Bauschaum verschlossen. Natürlich wird da jetzt mit Gewebe drüber gespachtelt.

    Könnte es sich um solche Löcher handeln?
     
  9. Julius

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    Da sieht die tägliche Praxis aber völlig anders aus!

    Klar kann man Wände cm-weise abklopfen. Aber möchte der Kunde das auch bezahlen? Und dann war die erste, hohl klingende Stelle doch nicht die gesuchte Dose...
    Da kommt Freude auf! :eek:

    Es bleibt dabei:
    Die entsprechende Voreschrift ist nicht nur klar und eindeutig, sondern auch äußerst sinnvoll.
     
  10. Hunsbuckel

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    <Sorry - was soll so ein Müllbeitrag.>

    oh?! ... na dann, kann ich nur höflich um Entschuldigung bitten.

    <3) Soll es auch noch gute Gründe FÜR Abzweigdosen geben.>

    Stimmt schon ... allerdings sind die Gründe nicht immer so gut.
    denn manchmal ist der Grund auch nur schlechte Planung!:winken
     
  11. capslock

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    OK, somit aber wirklich als Motivation Wartbarkeit und nicht Sicherheit?
     
  12. Julius

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    Und ich dachte immer, Wartung sei wichtig für dauerhafte Sicherheit...
     
  13. bernix

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    Welche Verteilerdosen werden regelmässig gewartet?!?

    ...das erkennt man bei älteren Häusern daran, dass die Verteilerdose und 5 Lagen Tapete liegt....:D
     
  14. #13 Achim Kaiser, 3. September 2009
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    ...und die Erfahrung zeigt : Aus den Augen aus dem Sinn.

    Schon nach 3 Monaten weisst du nicht mehr genau wo die Kisten sitzen ... nach 5 Jahren gibts noch ne schwache Erinnerung und in 15 Jahren geht das Motto ....ich glaub da war mal was ... und wenn man dann sucht ist ein schweizer Käse nix gegen die demolierte Wand.

    Der ganz normale Wahnsinn der einem täglich begegnet.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  15. Jonny

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    :konfusius

    ist dann so wie, lose Doliklemmen hinter brokattapete. :motz
     
  16. capslock

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    Wenn der Maler weiterhin sagt, Übertapezieren ohne Gips ist nicht, werde ich die Dinger wohl fotografieren und die Fotos in den Sicherungskasten legen.

    Ich hab's genau einmal erlebt, daß eine Lüsterklemme in einer Abzweigdose die Grätsche gemacht hatte (nicht mehr fest angezogen, daher Lichtbogen bei Kurzschluß der Glühbirne, daher Lüsterklemme verzogen, daher um so mehr Lichtbogen). Mit den heutigen Federklemmen sollte das auch nicht mehr vorkommen.
     
  17. ToStue

    ToStue

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    Also, es gibt nix häßlicheres als diese Verteilerdosen knapp unterhalb der Decke oder sonstwo in der Wand. Wie auch immer man da tapeziert, es sieht immer sehr bescheiden aus!

    Wie wäre es denn einfach die Verteilung in die nächste Steckdose oder den nächsten Taster zu setzen?

    Dort einfach eine tiefe Dose setzen, Abzweigungen hinten rein, Taster vorne drauf - fertig.

    Bohrung gespart und man kommt immer an die Verteilung dran...

    Wäre das zulässig?
     
  18. Bauwahn

    Bauwahn

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    Das glaubst Du selbst nicht. Aber ich seh, ein, natürlich gefällt das nicht jedem.

    Das wird ja oft gemacht, allerdings ist eine reine Schalterdosen-Installation nicht immer "einfach". Spätestens mit der 4ten 7-adrigen Leitung ist dann auch die tiefste Schalterdose definitiv am Ende (von der Klemmenanzahl - siehe Aufdruck - her sowieso).
    In einfachen Installationen geht das.
    Daneben gibt es die Zentralinstallation: von jeder Dose zum zentralen Verteiler.
    Und natürlich Mischformen.

    Ich bin aber ein Fan von 1 zentralen Abzw-Dose in jedem Raum, meist ein 80er oder 100er Kasten. Das spart oftmals Leitungen und erlaubt flexible Zuordnungen von Auslässen zu Schaltern, geschaltete Dosen etc.

    Wenn man es richtig macht und abstimmt, dann fräst man den Putz für den Deckel genau so tief ein, dass der bündig mit der Putzoberfläche ist.
     
  19. Dieter70

    Dieter70

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    Wenn schon Abzweigdosen(die guten Gründe würden mich übrigens auch sehr interressieren, gelten lass ich mal Anschlussdosen für Jalousieantriebe oder ähnliches), dann eben mit bündig an- bzw. um 1-2mm übergespachteltem Deckel. Derartige Dosen finden sich immer wieder, danach ist hier halt die Tapete an dieser stelle im Eimer und ein Federdeckel sichtbar. Aber werweiss, sehr wahrscheinlich muss mehrere Jahrzehnte keiner mehr daran, und hässliche Vorsorgemassnamen nach Julius wären schon mehrfach überflüssig gewesen.

    Was wesentlich schlimmer ist, sind mit Holz/GK Wand/Deckenverkleidungen verblendete Dosen, jene findet kein Mensch mehr wieder, und im Fehler/änderungsfall wird es richtig ungemütlich.
     
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  21. #19 ein Elektriker, 7. September 2009
    ein Elektriker

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    Es gibt ja auch Prüffristen die eingehalten werden müssen. Wenn es zum Brand kommt wird vermutlich die Versicherung nach Messprotokollen fragen.
    Ich kann mir nicht vorstellen, das ein gewissenhafter Kollege ein Meßprotokoll fertigt und unterschreibt, wenn er sich nicht versichert hat/konnte dass alle Schraubverbindungen noch fest sind....

    Daher sind doch Wartung und Sicherheit eins...:28:

    Abzweigsdosenfrei bedeutet oftmals auch Mehrmengen bei den Leitungen und "mehr tiefe Schalterdosen (Schalterabzweigdosen)" :deal


    hoffentlich alle.... :think

    Hier mal noch ein Link:
    www.echeck.de
     
  22. elo22

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    Lüsterklemmen sind genau dafür da wie der Namen schon sagt. In Abzweigdosen haben die nix zu suchen.

    Lutz
     
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