Verbrauch Lüftungsanlage im Passivhaus?

Diskutiere Verbrauch Lüftungsanlage im Passivhaus? im Lüftung Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Zusammen, seit ca. 1 Woche wohne ich nun im Passivhaus. So weit, so gut. Mich irritiert ein wenig der "hohe" Stromverbrauch der...

  1. #1 kaptainlu, 2. Juli 2015
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    Hallo Zusammen,

    seit ca. 1 Woche wohne ich nun im Passivhaus. So weit, so gut.
    Mich irritiert ein wenig der "hohe" Stromverbrauch der Lüftungsanlage. Im Einsatz ist eine Vallox ValloPlus 350Se anlage.
    Im Standard-Betrieb liegt der Verbrauch bei 85Watt. Die Rauumtemepratur liegt dabei um die 21-23 Grad. Drehe ich die Anlage auf, erhöht sich der Verbrauch auf 180Watt.

    Ist dieser hohe Verbrauch normal?
     
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  3. R.B.

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    Es handelt sich hier nicht um den "Verbrauch" sondern die el. Leistungsaufnahme. Deswegen auch die Einheit "W", also Watt.
    Der Verbrauch ergibt sich durch die (Lauf)zeit bei einer bestimmten Leistungsaufnahme und hat dann die Einheit "Wh", also Wattstunde.

    Eine Leistungsaufnahme bis etwa 200W ist bei diesem Gerät möglich. Dabei kann der (Luft)Volumenstrom theoretisch bei etwas mehr als 400m3/h liegen (je nach Druckverlust). Ob man diesen hohen Luftvolumenstrom benötigt, dazu müsste man die Daten des Gebäudes genauer kennen. Üblicherweise werden Lüftungsanlagen nicht so ausgelegt, dass sie ständig am Anschlag laufen.

    Aber um das mit dem Verbrauch noch zu erklären, wenn die Anlage auf max. Leistung läuft, also bei den von Dir genannten 180W, und das über 24h am Tag, dann wären das 180W * 24h = 4.320Wh oder 4,32kWh. bei einem Strompreis von 25Ct./kWh wären das dann 1,08 € pro Tag.

    Bei 85W und 24h......das darfst Du jetzt selbst ausrechnen. ;)
     
  4. #3 kaptainlu, 2. Juli 2015
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    Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
    Den Stromverbrauch habe ich mit einem Messgerät gemessen, das zwischen der Lüftungsanlage und der Steckdose hängt.
    Ist das in dem Fall relevant?
     
  5. #4 toxicmolotow, 2. Juli 2015
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    Nein irrelevant, und du hast die Leistungsaufnahme gemessen, nicht den Verbrauch.
     
  6. #5 stockstadt, 2. Juli 2015
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    Du nennst es Verbrauch ... richtig ist Leistungsaufnahme, die dann in Geldverbrauch umgerechnet wird :mega_lol:
    Kostet aber gleich viel


    Meine Anlage läuft bei 60-80 Watt.
    Es ist aber immer abhängig, auf welcher Stufe und welche Sensoren, Filter oder bypässe Leistung des Lüftungsgerätes beeinflussen.
     
  7. R.B.

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    gehen wir davon aus, dass das "Messgerät" nicht nur Hausnummern anzeigt, dann ist die Methode schon OK. Auf 1W mehr oder weniger kommt es auch nicht an, und bei dieser Leistungsaufnahme zeigen die meisten sowieso ganz brauchbare Werte an. Unterschiede zwischen Schein- und Wirkleistung etc. spielen bei der Betrachtung jetzt auch eine untergeordnete Rolle. Die gemessenen Werte sind zumindest plausibel.

    Für den Jahresverbrauch sollte die Anlage so laufen wie sie bei der Inbetriebnahme abgeglichen wurde. Ich gehe mal davon aus, dass das ordentlich gemacht wurde. Dann braucht man auch nicht ständig an den Leistungsstufen spielen. man erzielt mit einem konstanten Luftwechsel ein besseres Ergebnis als wenn man ständig den Luftvolumenstrom variiert. Das käme nur für Sonderfälle in Betracht, wenn eine Fußballmannschaft im Wohnzimmer feiert, oder was weiß ich.
    Dafür kann man während der Nacht der Volumenstrom etwas reduzieren.
    Im Sommer gibt es Leute die die KWL komplett abschalten weil sie lieber Fenster und Türen offen haben, und sowieso ständig jemand raus und rein läuft. Hier wird auch in kauf genommen, dass sich die Räume verstärkt aufheizen.

    Mit den 85W im Standardbetrieb bewegt sich die Leistungsaufnahme in einem typischen Bereich für EFH, den ich mal mit grob 50W-100W einschätze.
     
  8. borner

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    ...wie ist denn das überhaupt mit einer solchen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinning: springt die alle par Stunden mal an und "lüftet durch" oder läuft die konstant durch?

    Und Brummt die Anlage dann?
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 7. August 2015
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  10. borner

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    Oh, die läuft immer durch.. bei den hier angesprochenen 1€/Tag heißt das dann, dass die Lüftungsanlage ca. 365€ im Jahr kostet? Oder, wenn sie im Sommer aus ist, vielleicht nur 100-200€ im Jahr?

    Relativ teuer, wenn Heizkosten bei vielen zwischen 600-800€ liegen, oder?

    Vielleicht übersehe ich was, aber es erscheint mir wirtschaftlich wenig sinnvoll?!?!
     
  11. kike

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    Egal ob Lüftungsanlage mit WRG oder ohne - die läuft immer so, wie sie eingestellt wird. Also 24h durch oder bspw. zu bestimmten Betriebszeiten mit mehr oder minderer Leistung. Die Wärmerückgewinnung läuft fortlaufend während der jeweiligen Laufzeit. Bei den derzeit hohen Temperaturen ist übrigens ein temperaturabhängiger Sommerbypass hilfreich.

    Die mir bekannten Anlagen machen eher ein "rauschiges" Geräusch. Einfach mal eine installierte Anlage anschauen.

    Die Lüftungsanlage ist ein Komfortobjekt. Da musst Du Dich fragen, ob es Dir das wert ist, konstant und regelmäßig automatisch frische Luft zu haben. Auch die elektrischen Fensterheber in Deinem Auto kosten Dich bspw. Geld, Kurbeln wäre günstiger...
     
  12. Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    üblicherweise laufen die Anlagen durch.
    Definiere brummen: Der Lüfter macht Geräusche, je höher der Durchsatz, desto "lauter".

    Um Dir einen Vergleich zu geben und nicht nur DB Werte; Lautstärke direkt an meinem Gerät (CA350):
    kleinste Stufe: ungefähr so laut wie das Gebläse von meinem Notebook :D
    Stufe 1 (zu 95% im Einsatz): so laut, wie wenn ich aus dem aufblasbaren Planschbecken die Luft rauslasse.
    Stufe 2: kein Vergleich, mach ich nie
    Stufe 3 (max): ungefähr so laut wie die Waschmaschine daneben.

    Zwischen Gerät und Ventilen sind (idR) Schalldämpfer, die Lautstärke variiert aber von Haus zu Haus wg. Längen und Querschnitte der Kanäle.
    Am Ventil höre ich bis Stufe 1 gar nix, Stufe 3 ist direkt am Ventil schon deutlich hörbar und auch 1m entfernt nimmt man es wahr, wie ein leichtes Rauschen, Luftströmungsgeräusch eben.

    Wenn es sonst komplett leise ist (z.B. Nachts im SZ), dann wäre mir Stufe 3 dauerhaft zu laut bzw. störend zum einschlafen, weil es so ein leichtes konstantes Rauschen ist.

    Das Ganze hängt natürlich vom Gerät und der Umsetzung an sich ab (und vom Empfinden); Geräte mit höherem Max Durchsatz, sind bei gleichem Luftdurchsatz etwas leiser als kleinere Geräte. In den Räumen höre ich aber mMn weniger das Gerät, als die Luftströmung in den Kanälen und die ist ja beiden gleich (gleicher Durchsatz).
     
  13. Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    Nachtrag zu den Kosten:
    meine läuft wie gesagt zu 95% auf Stufe 1 ~ 30W: ~70€/a Strom
    Dazu kommen aber Filterkosten: 1 Satz ca. 40€ (Gerätefilter), Wechsel 1-2x/a...und irgendwann wird auch was kaputt gehen.

    Daher völlig richtig: wirtschaftlich lohnt sich eine KWL mit WRG nicht. Einsparung durch WRG idR irgendwas um 150-200€/a, je nach Lüftungsverhalten.

    Aber es erhöht den Komfort erheblich (für mich).
     
  14. #13 stockstadt, 7. August 2015
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    Hallo,

    meine KWL mit WRG ist nun 1 Jahr in Betrieb und hat knapp 500 kW/h verbraucht ... rund 10,-/monat ... 120,-/Jahr
    Die Heiz-/WW-kosten bei Gasbrennwert/WW-solar sind bei gut 500,- € / Jahr.
    Welchen Anteil dabei die WRG hat, weiss ich nicht.

    Insgesamt eine sehr komfortable Kombination, bei der ich nichts regeln oder überwachen muss. (Heizung/Raumtemperatur auf 22°C, Luftströme bei KWL eingemessen und ab in den Dauerbetrieb)

    Die KWL läuft immer und wir hören nichts, aber auch gar nichts. (Am Anfang habe ich ein paarmal kontrolliert, ob sie überhaupt in Betrieb ist :mega_lol:)

    LG
     
  15. rose24

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    Hier war doch die Rede von einem Passivhaus - da wird die Lüftungsanlage wohl zumindest in der kälteren Jahreszeit durchlaufen müssen, oder sehe ich das falsch?
     
  16. Mikalaya

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    Wir haben auch ein Passivhaus, die Lüftungsanlage läuft immer (an ganz heißen Tagen stellen wir sie tagsüber aus), man hört im Normalbetrieb nichts.
    2x/Tag läuft sie verstärkt (Stufe 3), da hört man ein leichtes Strömungsgeräusch, wenn es sehr ruhig ist und man genau hinhört.
     
  17. borner

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    Stimmt, der Thread begann zu einem Passivhaus. In meinem Fall wäre es ein KfW70 Haus und ich habe die "Auferlegung" einer Lüftungsanlage mit WRG (Wofür steht eigentlich KWL) (als Voraussetzung für KfW70 bei Gastherme) bisher nur hinsichtlich des ökonomisch/ökologischen Aspekts betrachtet. Dann so stellt es sich mir dar, wenn man den Einsatz einer Gasbrennwerttherme in KfW - Kontext nur mit einer solchen Lüftungsanlage erlaubt.

    Wie sieht es denn so mit der Hygiene aus? Krabbeln da nicht irgendwann Tiere oder Spinnen rein, die dort ihr Nest bauen und dort auch irgendwann absterben?
    Kann man eigentlich die Lüftung in bestimmten Räumen abstellen? Bspw. durch eine Lüftungsklappe?

    Lüftete man denn dann trotzdem noch? Vermutlich kaum, oder?
    (so viele simple Fragen, habe sowas aber auch noch nie in Betrieb erlebt)
     
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  19. Mikalaya

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    Da sind Filter vor, daher kommt da nix rein in die Leitungen. Die Diskussion ob die Zuleitungen verdrecken kommt hier immer mal auf, aber wenn ich beim Filterwechsel reinleuchte, sehe ich bislang nur blitzblanke Rohre (wie solls auch reinkommen).
    Manuell Lüften tun wir kaum noch, im Hochsommer mal nach nem Gewitter oder in der Küche nach nem gebratenen Fisch oder so, halt wenn man schnell möglichst viel Luftaustausch haben will :D
    Das ist echt angenehm. Mücken u.ä. hat man dadurch auch nicht mehr im Haus.
     
  20. driver55

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    Komfort kostet halt immer etwas Aufpreis (Anlage/"Strom"/Wartung.../Rep. etc.)...


    ...aber ein Logan fährt sich auch anders als ein E63...
     
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