Verzicht auf KfW70,macht das Sinn?

Diskutiere Verzicht auf KfW70,macht das Sinn? im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo, wir stehen vor einem kleinen Problem. Eigentlich planen wir in nächster Zeit ein Eigenheim. Nach vielen Gesprächen haben einige wenige...

  1. Paaaner

    Paaaner

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    Hallo,

    wir stehen vor einem kleinen Problem. Eigentlich planen wir in nächster Zeit ein Eigenheim. Nach vielen Gesprächen haben einige wenige es auf die Zielgerade geschafft.
    Nun haben wir ein Angebot vorliegen, welches sehr interessant ist. Unsere Wünsche sind soweit angeboten. Allerdings bietet man auch eine komplette Nutzkellerdämmung an. Die brauchen wir ja eigentlich nicht. Diese ist auch laut Aussage des Verkäufers eigentlich nur um KfW70 zu erreichen. Wir planen mit Garage im Keller, das reißt uns wohl ziemlich heftig rein.

    Wenn wir das mit KfW70 rausnehmen, also die zwingenden Maßnahmen ohne jedoch auf Dinge wie Wärmepumpe, 3fach Verglasung zu verzichten, könnten wir einiges sparen. Die Zinsen sind derzeit nicht mehr so interessant, dass es sich zwingend lohnt.

    Nun Frage ich mich, ob es Sinn macht, ein Haus zu bauen, welches sicherlich der EnEv entspricht, jedoch nicht den KfW70 Standard...

    Hat jemand da eine Meinung?

    Gibt es eine Seite (ich habe schonmal gesucht, aber nichts brauchbares gefunden), wo aufgelistet ist, wie sich die KfW Richtlinien zusammensetzen, so nach dem Motto Keller dämmen oder Solaranlage aufs Dach?
    So eine nette Auflistung welches Teil man haben sollte um das zu erreichen wäre toll.

    Vielen Dank!
     
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  3. Thomas B

    Thomas B

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    Hier solllte man wirklich die eigenen Bedürfnisse denen der EnEV überordnen!

    Warum? Nun, ich hatte vor einiger zeit einen Bauherrn, da wurde auch der komplette Keller (da beheizbar) gut gedämmt. Nun klagt er, daß der Keller viel zu warm sei (er lagert dort auch das wofür der Keller früher gedacht war: Lebensmittel), die Heizkörper sind noch nie in Betrieb gewesen...aber alles gem. EnEV.

    Daher: Ich würde den Keller eher kühl haben wollen (wegen Lagerung v. Lebensmitteln, getzränken, Wein etc.) aber auch empfände ich es unnötig Räume, in denen die Winterklamotten eingelagert sind auf behagliche XY °C zu heizen. Wenn der Keller also wirklich der eigentlichen Funktion eines Kellers entspricht, würde ich auf eine überdimensionierte Außendämmung verzichten. Ob überhaupt eine notwendig ist hängt natürlich vom Baustoff des Kellers ab. Wird jedoch ein "Wohnkeller" gewünscht wird man um das Dämmen und Heizen kaum umhinkommen.

    Thomas
     
  4. Paaaner

    Paaaner

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    Ja nur dann bekomme ich halt kein KfW 70 mehr. Das geht dann scheinbar nicht.
    Lohnt es sich denn grundsätzlich auf KfW 70 zu verzichten, ich meine wenn dann nur auf das, was Sinn macht, wie der Kellerdämmung.
    Alles andere sollte dabei sein, vielleicht keine Doppeldämmung im Dach.
    Macht es Sinn? Oder besser ein wenig mehr ausgeben und KfW70 mitnehmen?
     
  5. Biotron

    Biotron

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    ich glaube du hast dir die frage selbst beantwortet:
    also was erhoffst du dir sonst von KFW70?
     
  6. Paaaner

    Paaaner

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    Ich erwarte mir, dass sich der GU mehr oder weniger verpflichtet einen gewissen Energieeinsparstandard zu halten. Natürlich muss er nach EnEv bauen.
    Ich habe "Angst", dass er dann nur noch das Minimum verbaut und mir die erhoffte Ersparniss im Energiewirtschaftlichen Bereich verwehrt bleibt.
    Versteht ihr was ich meine?
     
  7. Bautz

    Bautz

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    Dann gib ihm doch vor, wie er zu bauen hat. :D
     
  8. ecobauer

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    Lass dir mal ausrechnen, welche Heizkosten nach ENEV 2009 und nach Kfw70 anfallen. Dann hast du eine Grundlage zum Entscheiden.

    Außerdem ergibt sich aus der Frage nicht, ob der Keller zu Wohnzwecken dient. Wenn dem nicht so ist, dieser also nicht in die geheizte Hülle fällt, reicht es auch, die Kellerdecke entsprechend zu dämmen. Egal ob da dann eine Garage ist oder was auch immer.
     
  9. Julius

    Julius

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    Zum Glück geht es nur scheinbar nicht (statt anscheinend)...

    Denn das geht selbstverständlich!
     
  10. Monti

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    Ich kannte das Problem bisher nur andersherum: Unsere DHH wird einer Keller haben, der aber nicht zur beheizten Hülle gehört. Zusätzlich gibt es eine Dämmung unter der Kellerdecke und das Treppenhaus wird unter der Bodenplatte isoliert. So läßt sich der Nachweis für die Kfw erbringen und man erreicht Kfw70-Standard.

    Derzeit überlegen wir, ob eine bessere Wärmedämmung im Keller nicht evtl. Vorteile bringen könnte.
     
  11. #10 passivbauer, 27. April 2011
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    Grundsätzlich ist es natürlich immer noch energiesparender weniger Fläche / Volumen zu beheizen als ein Volumen mit zu heizen was man gar nicht beheizen möchte ... auch wenn es gut gedämmt ist...

    egal ob kfw-irgendwas
     
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  13. Julius

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    Aber wirklich nur scheinbar geht es nicht...
    Tatsächlich geht es durchaus!

    Sogar einfacher als mit gedämmtem Keller.
    Es wird dann statt der Kellerwände und des -Bodens die Decke gedämmt und ( statt hochdämmender Kellerfenster) entsprechende Tür(en) zum beheizten Bereich eingesetzt.

    Gerade bei Garage im Keller sollte so das "Eff. 70" deutlich einfacher zu erreichen sein als wenn sich der Keller innerhalb der thermischen Hülle befände!
     
  14. flo79

    flo79

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    Würde ich auch so machen. Bei unserem Elternhaus haben wir auch nur die Kellerdecke in Eigenleistung gedämmt. Geht gut uns is nicht teuer. Dazu noch bessere Tür und fertig. Für das einesparte Geld lieber noch die thermische Hülle des restlichen Hauses verbessern.

    Gruß Flo
     
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Verzicht auf KfW70,macht das Sinn?

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