Vollwärmeschutz an Aussenfassade Bj 1950

Diskutiere Vollwärmeschutz an Aussenfassade Bj 1950 im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich habe das Forum schon durchforstet, aber bin auf keine richtige Lösung gekommen. Ich habe eine Hausfassade, die in den 50 er Jahren...

  1. Hager

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    Hallo,
    ich habe das Forum schon durchforstet, aber bin auf keine richtige Lösung gekommen.

    Ich habe eine Hausfassade, die in den 50 er Jahren gebaut wurde. Die Wand ist 24 cm dick und wurde aus Holblocksteinen aus ??? Bimsstein ??? gemauert. Darauf wurde ein Putz ca. 2 cm dick aufgetragen.
    Nun möchten wir das Mauerwerk mit einem Vollwärmeschutz versehen.
    Diverse Gespräche mit unseren Architekten ergaben verschiede Meinungen.

    1. Vorschlag: 14 cm Mineralwolledämmug Wärmeleitgruppe: 0.40
    2. Vorschlag: 14 cm Styropordämmung (Fabrikat: Schwenk) Wärmeleitgruppe: 0.35.

    Was haltet Ihr Fachmänner von diesen Vorschlägen, und was muss noch alles beachtet werden ? Ich möchte die Dämmung und die Armierung selbst montieren.
     
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  3. Primi

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    1. Vorschlag (Mineralwolle) hat etwas schlechtere Dämmerte. Dafür etwas bessere Schallschutzeigenschaften und etwas teurer.
    Verarbeitung etwa gleich (bis auf das zuschneiden).
    Wenn Du´s sellbst machen willst, überlege Dir genau sämtliche Anschlussdetails Die Schlagregendichtheit musst Du dann herstellen. Schaffst Du eine gerade Fläche hinzubekommen (Vorallem auch bei den Fenstern in den Laibugen)?
    Laienmeinung
     
  4. Hager

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    Ich habe einen Profi an der Hand, der mich einweist, und meine Arbeit überprüft.

    Ich weis leider noch nicht welche Isolierung ich verwenden soll.
    Vorteil von Mineralwolle laut Aussage eines Architekten, die Mineralwolle lässt das Mauerwerk atmen. Styropor dagegen soll das Atmen der Wand verhindern. Dadurch sei die Gefahr der Feuchtigkeitsbildung auf dem Mauerwerk gegeben. ?????
    Desto mehr ich lese, desto unschlüssiger werde ich.
    Es gibt doch sicherlich irgendwelche Berechnungsformeln, wie stark die Dämmung mindestens sein muss.
     
  5. Primi

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    Das atmen der Wand will hier glaube ich keiner mehr hören. Natürlich wird durch die Styroporschicht weniger Wasser durchgelassen (Stichwort Diffusion). Aber durch die Wand hindurch kommt sowieso nur ein sehr kleiner Teil der Luftfeuchte im Haus. Zur Feuchteregulierung der Innenräume ist haupsächlich das Fenster (oder eine Lüftungsanlage) da.
    Berechnungsformeln für die Dicke der Dämmschicht gibt es. Dazu müsste man aber erst wissen was Du erreichen willst. Da dies alles nicht ganz so einfach ist, macht dass normalerweise einer der sich damit auskennt (z.B. Energieberater). Dann kann man für die Maßnahme auch Fördergelder bekommen.
    Zu diesem Thema gibt es aber schon etliche Beiträge. Mal die Suchfunktion benutzen und lesen, lesen, lesen...
    Laienmeinung
     
  6. #5 VolkerKugel (†), 13. August 2008
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    Der U-Wert der Außenwand dürfte jetzt so um die 1,2 - 1,3 liegen.
    Mit 10 cm Neopor WLG 032 käme der runter auf um die 0,25 - was in Anbetracht der vielen nicht sanierbaren Wärmebrücken durchaus ausreichend ist.

    Das Leibungsproblem wurde schon angesprochen.
    Beim Bimsmauerwerk können problemlos ca. 6 cm links und rechts abgeschlagen werden,
    was mit der oberen Leibung passiert muss vor Ort entschieden werden,
    Fensterbänke müssen eh neu (gibt´s auch im System).
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 13. August 2008
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    Einziger echter Vorteil von MiWo - brennt nicht. Dafür aber teurer.
    Bei gleichem Dämmwert sonst keine Unterschiede.
    MiWo kommt nicht auf so niedrige Dämmwerte (Rechenwerte) wie Polystyrol.
    Also für den selben Effekt ggf. mehr Stärke.

    MfG
     
  8. #7 Hundertwasser, 13. August 2008
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    Wenns beim Hausbrand auch das WDVS erwischt ist es sowieso schon zu spät, wäre für mich also auch kein Kriterium. Miwo ist dafür aber wesentlich teurer und lässt sich schlechter verarbeiten.

    Wenn du EPS nimmst leih dir ein Schneidegerät, alles Andere ist ein Schmarrn.

    Wärmeschutzberechnung nach DIN 4108 durchführen lassen zusammen mit Tauwasserausfallberechnung (z.B. nach Glaser). Dann hast du Zahlen auf dem Tisch.
     
  9. werkstadt

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    KfW sieht momentan 14cm mit WLG 035 als Mindeststärke für CO2-Sanierungsprogramm (Zinssatz ca. 3,5 %) vor. Fördergelder gibt es aber nur mit Handwerkerrechnung.
     
  10. Hager

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    Wir haben heute im Geschäft eine grobe U-Wertberechnung durchgeführt. Bei Innenputz ca. 2 cm + 24 cm Bimssteinmauerwerk (Altbau W-Wert 0,4) + 2 cm Außenputz + 14 cm Styropordämmung (W-0,035) + 1,5 cm Aussenputz kommen wir auf einen W-Wert von 2,03.

    Das müsste doch ausreichend sein. Wir haben einen rechnerischen Wärmeverlust von 64 Watt pro Quadratmeter.
    Jetzt ohne Dämmung: 364 Watt pro Quadratmeter.

    An den Fensterleibungen würde ich 15 cm Ausschneiden und die Dämmung von 14 cm bis zum Fenster führen.
    Der Fenstersturz ist das größte Problem, da ich vor Jahren Rondo-Rolladenkästen montiert habe und nun für eine Dämmung keinen Platz mehr habe.
    Kann der Fenstersturz auch nicht gedämmt werden, oder ist dies eine zu große Kältebrücke mit Schimmelgefahr ???
     
  11. #10 VolkerKugel (†), 13. August 2008
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    Der w-Wert ist ein Maß für die Wasseraufnahme des Baustoffs durch dessen Kapillaren.

    Was willsten damit :confused:
     
  12. Akula

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    Das dan eine wand dan nicht mehr atmet hat bestimmt einer gesagt weil er mit der angst der leute geld machen wollte, ohne Lungen kann sie nicht atmen und was da durch geht ist verschwindent gering. WDVS mit Miwo ist für einen leihen ehr abzuratten. Willst du eventuel auch neue fenster gleich mit einbauen ?
     
  13. Hager

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    Sorry hab mich oben total verschrieben.
    Wir haben bei unserer Berechnung einen U-Wert U = 0,203 W/m²K erhalten. Dieser Wert müsste doch eigentlich relativ gut sein?
     
  14. Hager

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    Neue Kunststoff-Fenster sind """" leider """" schon drin.
    Leider nur, da wir die Fenster nicht mit der Außenwand bündig eingebaut haben. Wir haben nun eine Fensterleibung von 100 mm + 150 mm WDVS ergibt eine neue Leibung von 250 mm.

    Grüße
    Franz
     
  15. #14 Hundertwasser, 14. August 2008
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    U-Wert von 0,203 ist in Ordnung. Im Entwurf für die neue ENeV steht für die Fassade ein Wert von 0,24. Das ist schon sehr guter Standard.
     
  16. werkstadt

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    ungedämmte Rollladenkästen sind in der Tat übel. Sind die eingebauten wirklich komplett ungedämmt. wenn erst vor ein paar Jahren eingebaut, müßte schon Dämmung drin sein. Ist im Rollladenkasten ansonsten noch Platz für "Mindestdämmung", also wenigstens 2-4cm, so daß zumindest Tauwasser (mit Folge Schimmel) vermieden werden kann. Es gibt für Rollladenkästen Nachrüstdämmsytsme (z.B. von Rokatherm), alternativ und billiger dünne Styrodurplatten (WLG 035) oder besser PUR-Platten (WLG 024) einkleben.
     
  17. Hager

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    Wir haben keine Rolladenkästen an unserem Haus.
    Wir haben nur einen verputzten Betonsturz mit Vorbau-Rolläden der Marke Rondo. Eine Isolierung der Betonstürze in der Fensterleibung ist fast unmöglich, da ich die Vorbaurolläden nicht nach unten verschieben kann. Ich könnt nur den Putz (15 mm) abschlagen und eventuell den Sturz ausschneiden, aber das gibt wahnsinns arbeit.
     
  18. aldente

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    Als technische Alternative kannst du die Vorbaukästen auf die fertig gedämmte Fassade legen. Ob das optisch gewollt und ansprechend aussieht, lassen wir mal dahingestellt. Im senkrechten Faschenbereich müsstes Du letztlich auch die Problematik haben, das die Rolladenführungsleisen für eine Dämmung sperren.
    Ich persönlich hätte nicht zwingend ein Problem damit, die Rolladenkästen auf die fertige Fassade zu setzen, aber das ist wie gesagt, Geschmacksfrage.
    Du musst natürlich darauf achten, das die Dämmung in den Faschen auch weit genug auf das Fenster geht, als das die Breite der RK nicht zu gering wird.

    Ein klitzekleines Problem ergiebt sich noch durch die Stärke der Dämmung, die RL neu zu befestigen, aber dafür giebts auch schlanke lange Befestigungen.
    Solltest du Antrieb via Motor haben, ist eine Verlegung nach Aussen am einfachsten, via Kurbel muss auch nur der Vierkant nach dem Kardan verlängert werden. Gurt macht keinen Spass, geht aber auch, dabei unbedingt jeweils Rat vor Ort vom Fachmann geben lassen.
     
  19. gnu0815

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    Um welches Befestigungs(System) handelt es sich dabei genau?
     
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  21. aldente

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    Ich hatte neulich ein paar Vorsatzkästen auf eine gedämmte Fassade mit Mauerschrauben, auch Betonschraube genannt, gesetzt. Das sind Schrauben, die sich ohne Dübel in passende Bohrlöcher schrauben lassen. Hier war die RL mit 6 mm gebohrt, Dämmung und Mauer wurden dann auch mit einem langen (250 mm) 6 mm SDS Bohrer durch die RL angebohrt, die 7,5 mm Mauerschraube mit kleinem Kopf dann reinschrauben. Eine entspreechend lange Spax oder andere für Dübel geeignete Schrauben haben in der Regel einen zu dicken Kopf, der passt nicht durch die Hohlkammer der RL , würde daher aussen aufliegen, evt. die Hohlkammer platt drücken, jedenfalls unschön aussehen, und nochdazu ein Schweinegeld kosten (hier 200 mm)
     
  22. gnu0815

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    Solche Schrauben ohne Dübel habe ich neulich auch verarbeitet und dachte, das wäre vlt. etwas für die Rollädenkästen.
    Ich denke ich werde es auch mit denen mal versuchen.
     
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Vollwärmeschutz an Aussenfassade Bj 1950

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