Vom Wandel im Hausbau

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  1. #1 C. Schwarze, 3. Mai 2004
    C. Schwarze

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    Abenteuer Baustelle


    Vom Wandel im Hausbau


    Programmtipp:


    "Unser Haus": Zwei Familien und der Hausbau

    Der Traum vom Eigenheim beginnt im Süden der Republik offenbar schon mit der Geburt. Die Sehnsucht nach Unabhängigkeit treibt die Menschen zum Eigentum. Stimmt das? Das SÜDWEST-Fernsehen blickt hinter die Kulissen des Hausbaus. Die Zuschauer nehmen teil an der Vorbereitung, dem Stress und der Freude des wachsenden eigenen Heims. Zwei Familien aus Baden-Württemberg lassen sich während der Bauphase vom Spatenstich bis zum Einzug mit der Kamera begleiten. Und jede Woche mittwochs fragt die "Landesschau": wie geht’s der Familie, wie geht’s dem Haus? In Ofterdingen am Rand der Schwäbischen Alb und im badischen Offenburg entstehen zwei Häuser - die Zuschauer sind dabei, wenn sich die "Landesschau"-Familien um die Finanzierung kümmern, die Küche aussuchen, mit dem Familien- und Freundeskreis selbst Hand anlegen oder möglichen Ärger mit den Handwerkern lösen. Experten im Studio geben Tipps und Ratschläge, was beim Hausbau beachtet werden soll.
    Familie Futter aus Ofterdingen will mehr Platz für sich und die beiden Kinder. Familie Zipfel aus Offenburg und die vier Kinder brauchen ein barrierefreies und rollstuhlgerechtes Zuhause. Beide Familien wagen den Hausbau.

    "Unser Haus" - ab 12. Mai immer mittwochs in der "Landesschau" von 18.45 Uhr.
    Startwoche in der "Landesschau":
    Folge 1: Montag, 3. Mai,
    Folge 2: Mittwoch, 5. Mai,
    Folge 3: Freitag, 7. Mai
     
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  3. #2 C. Schwarze, 4. Juli 2004
    C. Schwarze

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    http://www.br-online.de/kultur-szene/sendungen/kulturgespraech/index.xml

    http://www.br-online.de/news/bayerntext/live-daten/341_01.html

    http://www.haus-der-gegenwart.de/
    Im Jahr 2001 lud das SZ-Magazin renommierte Architekten aus dem In- und Ausland zu einem Architekturwettbewerb ein: Gesucht wurde das Haus der Gegenwart - das SZ-Magazin Haus. Ein Wohnhaus am Stadtrand einer mitteleuropäischen Großstadt für vier Personen, mit einer Nutzfläche von etwa zweihundert Quadratmetern, auf einem Grundstück von fünfhundert Quadratmetern, zu einem Preis von zirka 250 000 Euro (reine Baukosten).


    Das Gespräch an sich, war interessant, leider habe ich es nicht ganz sehen können, aber am
    Ende haben alle 3 Architekten zugegeben, das sie selbst in einen Altbau(ohne näher darauf einzugehen) wohnen.
    Sehe ich mir den Grundriß an, kann ich mir für mich selbst vorstellen warum.
    http://www.haus-der-gegenwart.de/haus/gross.php?bild=4
     
  4. #3 Ingo Nielson, 4. Juli 2004
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    mich würde an dieser stelle interessieren, wie sie den grundriss einschätzen, herr schwarze.
    welche masstäbe haben sie bei der beurteilung des hauses angesetzt?
    was ist ihr fazit? ist das haus für die gegenwärtigen lebensbedingungen geeignet?
     
  5. #4 C. Schwarze, 4. Juli 2004
    C. Schwarze

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    @Herr Nielson

    Ganz einfach.
    Wozu braucht ein EFH 3 Treppenauf- oder abgänge, die dann wohlmöglich so eng sind, das Mann/Frau wohl kaum diese ohne anzuecken mit einem Wäschekorb hoch- oder herunterlaufen kann. Von Möbeln nicht zu reden.
    Dann der Punkt, das dies für eine 4-köpfige konzipiert sein sollte,
    der Nachwuchs kommt bekanntlich nicht von heute auf morgen, und muß in den ersten Jahren beaufsichtigt werden. Viel Spaß beim Laufen durchs Haus, da ich annehme das Kinder und Elternzimmer gegenüber liegen.
    Bzw. eine genaue Bezeichnung der Räume incl. der Badezimmers fehlen.

    Dann der Unterschied zwischen der Hecke(von Nachbarn nicht einsichtig) und der Terasse(wie auf den Präsentierteller)

    Desweiteren zweifle ich daran, das das Haus so wie es jetzt ist, die heute EnEV einhalten könnte. (Raumvolumen, Oberfläche, Dämmung).
     
  6. #5 Thomas 2, 4. Juli 2004
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    Was nützt eine Glasfront wenn ich jedes Mal mit der Leiter die Fenster putzen muss. Ein Haus sollte nicht nur schön sein sonder praktisch.
     
  7. LG

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    Ich habe mich schon mal vor ein paar Wochen mit dem Haus der Gegenwart beschäftigt, da im SZ-Magazin vor kurzem erst wieder ein Bericht darüber stand.
    Ohne erst mal groß über das Konzept nachzudenken, war mein erster Gedanke: "Warum wird fast das ganze Grundstück bebaut?" Dann habe ich fast das Gleiche wie Herr Schwarze gedacht, nämlich, die Wege im Haus, die drei Treppen, also für mich als Mutter von zwei kleinen Kindern wäre das der reinste Horror. Kann ja ganz nett sein, wenn die Kinder mal so das Alter von 12 erreichen. Dann genauso der Aspekt mit der Terasse, man sucht doch gerade in der Großstadt eine Rückzugmöglichkeit von der ganzen Hektik, schön wenn das Haus an einer stark befahrenen Straße liegt, und der ganze Lärm über die Hecke nach oben getragen wird. Es mag ja sein, dass sich von innen tolle Wohnaspekte ergeben, aber man braucht als Laie schon viel Phantasie, um sich überhaupt Genaueres vorstellen zu können. Wo zum Beispiel gibts einen Ort, wo man die Waschmaschine unterbringen kann, ohne die bestimmt total durchgestylte Inneneinrichtung durcheinander zu bringen? Ich glaube einfach, das viele Architekten einfach das Praktische zu Gunsten des Entwurfes aus den Augen verlieren.
    Das soll jetzt nicht als Kritik an den Architekten gesehen werden. Es gibt bestimmt solche und solche. Aber auch wir mussten bei der Planung unseres Hauses die Erfahrung machen, dass das Praktische und manchmal Logische oft zu harten Diskussionen mit unserer Architektin geführt hat, weil das Design immer im Vordergrund stand.
    Dieser Entwurf mag interessant sein, ist aber für normale Familien (die in der Gegenwart leben)mit kleinen Kindern ist er bestimmt nicht geeignet.
     
  8. #7 Ingo Nielson, 5. Juli 2004
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    @lg: design ist nicht architektur.
    ein gut durchgeplantes haus ist zumindest in den meisten bereichen auch praktisch. ich mache oft die erfahrung, dass die bauherren nur das als praktisch anerkennen, was sie aus erfahrung eben so empfinden. warum sollte man zb in einem haus mit dem wäschekorb die treppe hoch und runterlaufen? praktisch wäre ein haus, in dem man diese wege nicht gehen müsste.
    übrigens: die treppe ist sicherlich breiter als so manche tür in herrn schwarzes wochnung ;-).
    warum sollte man die enev nicht einhalten können, herr schwarze? können sie ihre bedenken näher erläutern?
    zu den treppen und den kindern? warum der reinste horror? weil sie runterfallen könnten? ich sehe da kein problem, kinder lernen sehr schnell, die gefahr einer treppe richtig einzuschätzen. dieses angstdenken ist in deutschland sehr ausgeprägt - wird deshalb alles eingezäunt und abgesperrt? ich habe als kind in ganz anderen bereichen gespielt ... heute werden die kinder zur schule gefahren, zum sport gebracht, teiche werden abgezäunt, treppen gegen jegliche gefahr gesichert. sollte ein haus der gegenwart also nach solchen maßstäben geplant werden?
    nein, architekten lasen das praktische nicht zu gunsten des entwurfes aus dem auge - die form ergibt sich aus der praktischen funktion. meiner ansicht nach sollten die bauherren sich diese tatsache mehr ins bewusstsein holen. funktionalität kann auch ästhetisch sein, vorbilder gibt es genug. der interessierte bauherr wird sie - bei entsprechender beschäftigung mit dem thema - erkennen. beispielhaft genannt seien hier die bauten von jacobsen, lewerentz oder -zeitgenössisch- murcutt.
    ein guter entwuf ist übrigens erst recht praktisch, wenn er auch dann noch funktioniert, wenn die kinder größer sind bzw. schon aus dem haus. der entwurf sollte also von vielen verschiedenen seiten betrachtet werden.

    ich möchte mal die frage stellen: warum haben bauherren der gegenwart angst vor guter gestaltung?
     
  9. Uli R.

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    "Die Form ergibt sich aus der praktischen Funktion"

    Die Form folgt der Funktion, um jeden Preis?
    Mit dem fff Grundsatz verbindet man im Geiste meist äußersten Pragmatismus, Purismus am ehesten Bauhausdesign, wobei sich das nicht auf Architektur beschränken lässt.
    Die Form folgt aus der Funktion, aber was ist die Funktion? Den kürzesten Weg von A nach B bei einem Arbeitsvorgang zu ermöglichen ist praktisch, aber muss sich (um bei der Architektur zu bleiben) ein ganzes Haus dieser einen Funktion gleichsam unterordnen? Ich meine nein, ein ganzes Wohnkonzept einem Einzelaspekt unterzuordnen geht nicht.

    Was ist die Hauptfunktion eines Wohnhauses? Nun das Wohnen, diese Funktion muss es erfüllen, doch wie soll es das? Soll es das rein pragmatisch? Soll es nur das Ergebnis darstellen aus der möglichst praktischen Organisation aller Unterfunktionen im Haus? Ist die Summe der gut funktionierenden Teillösungen gleichsam DIE ultimative Gesamtlösung? Lässt sich das Problem "Wohnen" mathematisch lösen?

    Ich meine nein. Ich empfinde reinen Pragmatismus als langweilig. Ein gerader Weg zum Eingang ist praktisch, Form folgt der Funktion. Ein geschwungener ist aber schöner. Hier kommt IMHO die Weggabelung, an der sich der Grundsatz fff auf den Einzelfall beziehen muss.
    Was ist für mich die Funktion, was muss mir mein Haus vermitteln, der Bewohner gibt die Art der Funktion vor. Ein Haus muss mir Wohnlichkeit vermitteln, es muss mir Freude machen dies ist auch eine Funktion, hier folgt auch die Form aus der Funktion, jedoch nicht aus der praktischen Funktion, sondern aus einer abstrakter Funktion.

    Sind 3 Treppen von einem Geschoss jeweils in das Gleiche in einem Haus praktisch? Womöglich ja. Ist das auch schön? Gefällt es mir nicht macht es meine Hauptfunktion zunichte, die Form folgt nicht mehr der Funktion.

    Folgen ist für mich ein freier Begriff, ich kann etwas verfolgen auf direktem Weg ich muss aber nicht ich kann auch auf Schlangenlinien folgen, hier und da rasten, über C von A nach B gehen. Was ich damit sagen will ist das meiner Ansicht nach das Verhältnis zwischen Form und Funktion frei bleiben muss, auslegbar, wenn die Funktion zum subjektiven Diktat der Form wird ist das Ergebnis nicht mehr interpretierbar. Die notwendige Form zur Erfüllung der Funktion ist jedoch ein gutes Stück weit subjektives Empfinden, dem muss Rechnung getragen werden.
     
  10. LG

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    @Ingo Nielson,

    "design ist nicht architektur" Ich habe wohl das falsche Wort verwendet, aber ich hoffe trotzdem, daß Sie mich verstanden haben.
    Das mit dem Wäschekorb ist ein gutes Beispiel, aber ist zumindest ein Abwurfschacht heutzutage nicht was ganz Normales?
    Die Treppe ist nicht der reinste Horror, weil die Kinder runterfallen könnten (ich gebe Ihnen vollkommend recht, daß Angstdenken vorherrscht und in unser jetzigen Wohnung gibt es auch eine steile Treppe, vor der noch nie eine Sicherung montiert war), sondern weil ich mir vorstelle wie oft ich in den vergangenen fünf Jahren in der Nacht aufgestanden bin, weil ich leider keine Kinder habe, die bald durchgeschlafen haben und einer immer noch nicht durchschläft, dann ist das der von mir gemeinte Horror.
    Ausserdem möchte ich noch sagen, dass ich schon glaube, dass wir trotzdem ein Haus bauen, das gut gestaltet ist, schließlich haben diese Diskussionen mit unserer Architektin irgendwann zu einem Ergebnis geführt. Unser Haus funktioniert z.B. auch noch wenn die Kinder grösser sind, oder ganz weg sind, weil wir die Kinderzimmer komplett wegtrennen können, Wasser und Abwasser für die Küche vorgesehen sind, ein eigenes Bad vorhanden ist und alles über einen eigenen Eingang erreicht werden kann.
    Ich glaube auch nicht, dass Bauherren Angst vor guter Gestaltung haben, sondern die meisten gar nicht wissen, was das überhaupt ist. Wenn ich mich im Bekanntenkreis so umsehe und die Häuser betrachte, merkt man das genau.
    Ausbuchtungen, Erker in sämtlichen Varianten, am besten drei verschiedene, die Zimmer am besten mit mindestens einer abgeschnittenen Ecke, das ist meiner Meinung nach in den Augen der Leute Gestaltung.
    Aber um nochmal auf das Haus der Gegenwart zurück zu kommen,
    es wäre interessant, was Sie dazu zu sagen haben.

    MFG
     
  11. #10 t.brixner, 5. Juli 2004
    t.brixner

    t.brixner Gast

    was der bauer nicht kennt, frißt er nicht !
    sprichwort, aber zutreffend.
    solange fertighäuser marke "schwarzwald" als stilvoll und formschön beworben werden und der laie sich noch nie
    in guten architektenhäusern aufgehalten hat, solange wird er
    für häuser wie in o.g. webseite auch kein verständnis haben.
    immerhin fehlen tolle trapezerker, eingangssäulchen und jodlerbalkon.
     
  12. Uli R.

    Uli R.

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    kurze Zwischenfrage: Was ist denn ein "Jodlerbalkon"? *g
     
  13. LG

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    Jodlerbalkone: aus massiven Holz, die Stäbe gedrechselt und sehr wuchtig, überhaupt üppig verziert, meistens völlig unmotiviert an das Haus drangeklebt mit üppigem Blumenschmuck versehen.
    Abgeschaut von den Balkonen in der Alpenregion,allerdings stark aufgemotzt.
     
  14. #13 C. Schwarze, 5. Juli 2004
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    @Nielson
    Ich bin so frei und zitiere mal. Die Forumsstruktur eignet sich nicht besonders dafür das mehrere Personen miteinander über verschiedene Dinge sprechen.

    Stichwort; was mir auch nicht gefällt.
    Die Hauseinfahrt mit der Hecke ist Unfallträchtig, da Gehweg nicht einsichtig.

    Stichwort Design ist nicht Architektur.
    Da fällt mir spontan Herr Colani ein, der vor zig Jahren eine neue LKW Form entworfen hat.
    Diese neue Form war nicht nur neu und im Auge des Betrachters ansprechend sondern auch so windschnittig, das 5-7% Sprit eingespart wurde.
    Der neue LKW wurde nicht aktzeptiert, weil er nicht nach LKW aussah. So ähnlich kann man das für sich selbst(für mich) auch bei dem Haus der Gegenwart sehen.
    Genauso erging es dem Videosystem Beta 2000, VHS hatte sich nur wegen dem Preis durchgesetzt.

    Stichwort Treppe.
    Ich kenne diese Treppen, die links und recht gerade 5-7 cm breiter sind als die Treppentür und ich hasse sie.
    Die besagte viertelgewendete Treppe mit hat einen Handlauf, auf der ich mal eine Kühltruhe aus dem Keller schleppen mußte.
    Das Haus/ die Treppe wurde 1956 gebaut, und ich dachte bisher das man dazulernen sollte. Von daher kann ich mich mit diesen Kellerlöchern nicht anfreunden.
    Mit 3 davon schon gar nicht.

    Stichwort Zeit.
    Ich hatte eingewandt das die Kinderzimmer ungünstig liegen.
    Gehen wir nochmals in der Zeit voraus und nehmen an, das die Eltern im Rentenalter sind und ein Kind jetzt zur Pflege der Eltern jetzt immer noch da wohnt. Ich glaube kaum, das die Anordnung Alten und Behindertengerecht auch nur im Ansatz ist.

    Dazu müßten Treppen und Türen breiter sein, und der Wohnraum vor allen Dingen ebenerdig sein.


    Stichwort Definition Haus der Gegenwart.
    Wenn es eine Top-Ten der Häuser gäbe, die z.Z. gebaut(Gegenwart) werden, wäre das in der Form eines Quaders, mit Dach, meinetwegen mit Gaube, WDVS mit weißen Putz und roten Ziegeln. Standard eben.
    Das aktuelle Beispiel hat m.E. nur eine Pilotfunktion, ein Prestigeobjekt, mehr nicht.

    Stichwort EnEV
    Warum ich glaube, das das Haus nicht der EnEv entsprechen würde? weil der Wettbewerb von 2001 war und da hatte sich keiner Gedanken um die EnEV, heute auch nicht alle.

    Stichwort Doppelmoral und Altbau.
    http://www.bau.de/forum/sonst/962.htm#ENDE
    Da darf ich zitieren
    "@ werner: meiner ansicht nach sind die besten jahre 1890 - 1940.
    vernünftige grundrisse, die auch heute noch modern sind, gute proportionen, schöne eingänge, hohe decken, solide ausstattung)
    natürlich gibts auch ausnahmen, aber in der regel sind häuser aus dieser zeit zu empfehlen. aber genau hingucken muß man immer!
    schöne grüße "
    damals unter dem Pseudonym Rossi aus ihrer Feder.

    Warum soll ich mir was "neues" andrehen lassen? nur weil neu oder aus einer Architektenfeder kommt?
     
  15. mls

    mls Bauexpertenforum

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    jaja, hr. schwarze zitieren ist mühsam - ich bin ja froh, dass sie nicht die anderen megageschwätzigkeiten aus dem bau.de-thread hierherbeamen :)

    so, jetzt wieder ernst:

    ob enev, oder welcher "energiestatus"auch immer, ist doch wurscht, zumindest scheint man beim auslober (war das die SZ, oder?) keinerlei wert darauf zu legen. andererseits: das kann man im rahmen fossiler heizungsplanung :p hinbiegen.
    das LBS-haus, auch schon in die jahre gekommen, ist um lichtjahre weiter...
     
  16. #15 C. Schwarze, 5. Juli 2004
    C. Schwarze

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    @mls
    Es war keine Mühe, dafür gibts Bookmarks, ich wundere mich nur
    manchmal, das man jedes etwas Gutes abgewinnen kann.
    Wäre der Grundriß anonym hereingestellt worden mit Verdacht auf BT-Tätigkeit, wäre er schon längst verrissen worden, und das nicht nur von mir.

    Für die restlichen Zitate brauche ich nur H**z sagen, das reicht dann schon, der Rest man jemand anders.
    Ich kann mir schon vorstellen das man/Sie das in Rahmen der fossilen Heizungsplanung hinbiegen kann/können, nachdem ich gelesen habe, das Sie eine fremde fertige Decke um 25% hinaufbiegen können und dann auf Gebrauchstauglichkeit plädieren.
    Ob das LBS Haus schon in die Jahre gekommen ist, ist doch egal, dann gibts jetzt eben die Version 2 oder 3.1 Beta, eben nur mit 2 Gauben und bodentiefe Fenstern.
     
  17. mls

    mls Bauexpertenforum

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    hmm .. ich denke, der verdacht liegt nicht nahe.
    nennen wir das ganze mal expose? planungsphasen sind ja leider (wieder) nicht dokumentiert (ausser ich hab was übersehen - mir gefällt die webpublikation nicht, deshalb steig ich da nicht tiefer ein), aber die linienführung ist dennoch erkennbar gekonnt.
    der planungsstatus ist vergleichbar mit butterbrotpapier/schmierzettel/konzeptblatt - da ist noch "luft" in der planung.
    was soll man von einem derartigen expose erwarten?
    es hat den vorteil der leere und der "hineininterpretierbarkeit" - der betrachter kann seine erwartungen selbst erfüllen ;)
    vielleicht deshalb auch keine vollständige planschau - zumindest alle grundrisse und 4 ansichten würde ich sogar von stararchitekten erwarten.
     
  18. #17 Ingo Nielson, 5. Juli 2004
    Ingo Nielson

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    - treppe: ich sehe gerade läufe, keine viertelgewendelten.
    - drei treppen deshalb, weil 3 intimere bereiche (eltern, kind, großeltern? / wohngemeinschaft ?/allgemein gesprochen also teile einer familie?) jeweils an den gemeinschaftsbereich angeschlossen sind.
    - barrierefreiheit lässt sich ohne großen aufwand herstellen

    @uli r. alles eine entscheidung im einzelfall.
    mein schneewittchensarg (1957 gugelot/rams für braun) ist fff pur. immer noch modern.
    das nachbarhaus rechts neben meinem büro ist von 1920. stil: heimatschutz. klasse proportionen. 2003 umbau. immer noch klasse proportionen, nur der weg zum eingang wurde zur schlangenlinie umgebaut. wie gewollt und nicht gekonnt. manchmal ist weniger eben doch mehr.

    @c. schwarze: altbau und moderne schliessen sich nicht aus. viele architekten wohnen zb gern in altbauten, weil 34er grundstücke rar sind und sie sich neubaugebiete nicht unbedingt antun wollen. andere haben probleme, für sich selbst ein haus zu entwerfen (aus eigener erfahrung weiss ich, dass dies sehr schwierig ist).

    mein fazit zum vorgestellten haus:
    - EIN guter ansatz zum gegenwärtigen wohnen.
    ein anderer findet den entwurf sicherlich nicht so gut - eben je nach persönlicher (lebens-) erfahrung.
    - mit einem bt-haus hat das haus rein gar nichts zu tun und der grundriss wäre von fachleuten auch nicht zerrissen worden. es ist eine klare entwurfshaltung erkennbar.
     
  19. OK

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    Laienkommentar

    Habe lange überlegt, ob ich was zu dem "Haus der Gegenwart" schreiben soll, weil die Diskussion irgendwie verfahren ist. Jetzt aber doch:
    +
    3 getrennte Bereiche über getrennte Treppen mit einem Gemeinschaftsbereich zu verbinden, ist ein origineller Ansatz. Insofern kann ich die Motivation der Architekten nachvollziehen.
    +
    Dennoch halte ich die angebotene Lösung für ungeschickt: Durch die Zergliederung des Baus wird das Grundstück völlig unnötig parzelliert. Die verbleibenden Freiflächen sind vielleicht groß genug zum Aufstellen eines Liegestuhls, aber wo spielt man mit seinen Kindern Federball, wo gibt man ein Gartenfest? Und das bei 500m2 Grund, für die man "am Rande einer europäischen Großstadt" (Aufgabenstellung!) ein kleines Vermögen bezahlt hat. Zudem bleibt wegen der "Verheckung" der Blick aus dem Fenster nach spätestens 5 m hängen - mir wäre das zu beklemmend (am deutlichsten sieht man das hier http://www.haus-der-gegenwart.de/haus/gross.php?bild=6 - wie sieht das aus, wenn mal nicht die Sonne scheint?!). Insgesamt geht die Architekten SEHR grosszügig mit dem zur Verfügung stehende Raum um (siehe z.B. auch Garage!), das kann man sicher effizienter machen. Auf 1000 oder 2000m2 Grund kann das anders aussehen.
    +
    Für detaillierte Beurteilung fehlen allerdings Infos (mls hat´s oben angesprochen). Mir kommt das ganze Haus ein bisschen so vor, wie diese Haute Couture Entwürfe, die bei Pariser oder Mailänder Moden-Schauen gezeigt werden: Ganz witzig, interessante Details, aber insgesamt nicht verwendbar. Insofern hat das Haus sicher sein Funktion als Ideenträger, aber mehr ist es nicht (und soll´s wahrscheinlich auch nicht sein).
    +
    Mit Interesse habe ich gelesen, dass das Haus im Rahmen der BuGa05 in München gebaut werden soll. Schaun mer mal.
    +
    Grüße
    OK
    +
    Die Architekten scheinen übrigens toternste Gesellen zu sein: http://www.haus-der-gegenwart.de/haus/architekten.php Mit denen möchte ich nicht in Streit geraten... :p
     
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    da muss man ja todernst gucken:
    "Eine Hecke [..] gliedert [..] die zum Quadrat gebündelte Grundstücksfläche"
    http://www.haus-der-gegenwart.de/haus/konzept.php

    :D :D

    ach ja, "todernst": da dachte ich zuerst an die baukosten. komisch... ;)
     
  22. OK

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