Vorbereitung für späteres Smart-Home

Diskutiere Vorbereitung für späteres Smart-Home im Elektro 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo liebe Community, bei uns steht gerade eine Altbau-Komplettsanierung unseres Einfamilienhaus auf dem Programm. Ich mache die Elektrik in...

  1. CGN

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    Hallo liebe Community,

    bei uns steht gerade eine Altbau-Komplettsanierung unseres Einfamilienhaus auf dem Programm. Ich mache die Elektrik in teilen selber (Schlitze, Dosen, Kabel legen), der Elektriker verkabelt im Anschluss alles, setzt einen neuen Kasten, etc.

    Nun frage ich mich wie ich mich zu Smart-Home verhalten soll. Ich habe kein Budget um ein BUS System zu legen, muss also mit weniger auskommen. Leider fehlt mir auch die Zeit, mich intensiv mit Smart-Home auseinander zu setzen (so eine Komplettsanierung besteht ja aus noch mehr Aufgaben / Gewerken).
    Ich habe mir jetzt überlegt eine "ganz normale" Elektro-Verkabelung zu machen und dann in Zukunft auf Shellys umzurüsten (wie Geld da ist). Das erscheint mir eine ganz praktikable Lösung zu sein, bei der ich mir jetzt keine Möglichkeiten verbaue.
    Aus dem Grund verbaue ich jetzt überall tiefe Dosen, da müsste ich die Shellys doch gut unter bringen können, oder?

    Gibt es etwas, das ich jetzt beachten sollte um mir das Leben nachher einfacher zu machen, sind Shellys vielleicht doch nicht so gut und ihr wisst Alternativen?

    Natürlich kommt auch in "jeden" Raum ein Netzwerkanschluss, die Klingel und das Hoftor bekommt auch direkt ein Kabel verpasst. Bei Koax für SAT bin ich mir unsicher - "macht man das noch"?

    Viele Dank für eure Ideen und Meinungen
     
  2. #2 msfox30, 30.10.2021
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    Ich habe beim Neubau von alle Schaltern nur eine Steuerleitung (Klingeldraht) bis zum Schaltschrank legen lassen. Dort wird dann alles Wired via Homematic gesteuert. Wenn du also die Kabel sowieso selbst verlegst, könntest du auch noch eine Steuerleitung (4, 5 ...8adrig) in die Wand packen. Die kostet nicht die Welt und ist immer noch sicherer als Funk (Shellys o.a.).
     
    Sergius und Maape838 gefällt das.
  3. #3 Hanilein, 31.10.2021
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    Die Steuerleitungen zur Verteilung ,soweit Ok .
    Dann müssen ja zwangsläufig in der Verteilung auch die Aktoren untergebracht werden ,auch Ok.
    Vorausgesetzt die Platzverhältnisse geben das her.
    Versteh ich auch noch.
    Aber bei der herkömmlichen Installation habe ich in der Verteilung kein Zugriff auf die einzelnen Komponenten die ich schalten / steuern / dimmen usw. möchte.,
    Dann brauch ich wieder Funk ,oder hab ich das nicht richtig verstanden?
    Wie arbeitet das System?
     
  4. CGN

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    Ich verstehe es gerade auch nicht - Homematic kenne ich nicht wirklich (bis auf den Namen).
    Ich hatte mir jetzt überlegt an verschiedenen Stellen Elektronikdosen oder zusätzliche Leerdosen zu setzen um dort ggf. mehr Platz für Shellys o.Ä. zu haben.
     
  5. #5 Hanilein, 02.11.2021
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    Ich denke @msfox30 wird uns noch diesbezüglich aufklären.:confused:
    Hab vor kurzem noch einen Neubau für/ mit KNX verkabelt und alles zur Verteilung gelegt nicht nur die EIB — Bus Leitungen sondern auch das was ich damit steuern möchte.
    Ist auch meine allererste Smart Home Geschichte.:fleen
     
  6. #6 msfox30, 02.11.2021
    Zuletzt bearbeitet: 02.11.2021
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    Ich habe bei mir noch die älteren Homematic wired - Module verbaut, weil es vor 5 Jahre die wiredIP von Homematic noch nicht gab.
    Ich sah darin folgende Vorteile:
    1.) Die Module (HomeMatic Wired RS485 Schaltaktor 2-fach, Hutschienenmontage; EQ3 76802 HomeMatic RS485 Jalousieaktor, 1-fach, Hutschienenmontage ) laufen auch ohne Zentrale. Sprich, wenn die Zentral (bei mir FHEM) ausfällt, kann ich immer noch Licht und Rollladen bedienen
    2.) Wenn die Module selbst kaputt sind und es keine Alternative mehr gibt, kann zur Not im Schaltschrank immer noch Stromstoß-Relais einbauen. Denn die Funktionieren ja nach dem gleichen Prinzip, nur eben nicht "smart".
    Bei 2) war der Plan eigentlich umgekehrt. Ich lasse mir vom Eli Stromstoßrelais einbauen und rüsten später um. Allerdings waren die Stromstoßrelais doch nicht so billig und ich habe mich gleich für Homematic entschieden.
    --

    Aber wie gesagt, bei Funk bin ich immer vorsichtig. Das lässt sich stören und dann geht nix mehr im Haus. Darum wollte ich wenigstens die wichtigsten Sachen im Haus "wired" haben.
    Aufgeklärt?
     
  7. #7 GravityWST, 02.11.2021
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    Dein Plan sieht gut aus, tiefe Dosen und Shellys kannst du immer noch nachrüsten.
    Zur Not kannst du immer noch ein eigenes Netz für die Shellys machen.
     
  8. #8 Hanilein, 02.11.2021
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    Das is‘ denn ja eigentlich nix großartig anders wie mit KNX .
    Nur mit anderen „ Spielregeln“
    Mir ging es darum das wenn NUR die Steuerleitungen in der Verteilung auflaufen ich im Grunde ohne Funk nix weiter bin.
    Das reicht dann so nicht um später auf Smart Home auf zu rüsten.
    Aber das war doch das eigentliche Anliegen vom Te.
    Vorbereiten für späteres Smart Home ,siehe Überschrift.
    Bin ich richtig?
    Trotz 60 Jahren Bauerfahrung lern ich immer noch gern dazu.:biggthumpup:
     
  9. #9 GravityWST, 02.11.2021
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    Die Spielregeln wären aber eine "normale" Verdrahtung ohne Bus. Die "Intelligenz" kommt dann in die Tiefen Einbaudosen.
    Im Trockenbau gibt es sogar Elektronikdosen die den Shelly vollständig in der "Taschenmuschi" verschwinden lassen.
    z.B. Kaiser HW-Elektronikdose 9268-94, 6,20 €
     
  10. #10 Hanilein, 02.11.2021
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    Sicherlich auch eine Möglichkeit. Bin dann aber wieder auf Funk.
    Dann sollte man gleich diese Dosen von vornherein einsetzen und brauche keineSteuerleitungen oder was auch immer zu der Verteilung..
    Es soll ja vorbereitet werden für später auf Smart Home.
     
  11. #11 Sanierer82, 02.11.2021
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    Es gibt auch Unterputz-Elektronikdosen.

    Alle Leitungen zu der Verteilung oder den Verteilungen ziehen und dort irgendwie verschalten wird in allen Varianten im Vergleich zur Standard-Installtion relativ aufwendig und kostenintensiv sein. Jede Zwischenlösung wie die schon genannten Stromstoßrelais kostet noch mal unnötig extra.

    Auch Sachen wie KNX ließen sich nachträglich mit UP-Aktoren aufbauen, wenn man denn die Leitungen dafür mit legt. Wird aber im Vergleich zu Shellys schon deutlich teurer.

    Überall hin Leerrohre für irgend ein Bussystem ziehen könnte man zusätzlich zu den tiefen Dosen / Elektronikdosen machen. Dann hätte man viele Varianten zur Auswahl.
     
  12. #12 msfox30, 02.11.2021
    Zuletzt bearbeitet: 02.11.2021
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    Hier mal eine Auflistung, die wir gegenüber den GU mehr bezahlt haben, für die Vorbereitung des Smart-Home (vor 5 Jahren!). Das sind quasi die Nettopreise, die der Eli an den GU gereicht hat. Für uns kam dann noch GU-Zuschlag + Märchensteuer dazu. Nicht alle Posten sind wirklich für das Smart-Home (z.B. Erdkabel). Die müsst ihr da rausrechnen. Die anderen Punkt 2.0, 3.0 hat nichts mit Smart-Home zu tun.

    Elektro1.gif
    Elektro2.gif
    Hinzu kam dann noch ca. 1400€ für die Verkabelung der Homematic-Module + die Module selbst + RPi + Zubehör usw.
    Das Verkabel hätte ich zwar selbst hinbekommen, aber das war doch zu fummelig. Am Ende habe ich nur einige Korrekturen vorgenommen, weil der Eli z.B. das Kabel für Auf und Ab beim Rollladen falsch herum angeklemmt hatte. Und, dass der Eli z.T. 4 Steuerleitungen auf einen Anschluss vom Modul gepackt hat. Hier habe ich noch Phoenix-Verteilerblöcke ergänzt.

    Edit: So ganz habe ich aberauf Funk doch nicht verzichtet. Am RPi hängt noch ein ZWave-Dongle (z.B. für Alarmsensoren) und ein JeeLink-Dongle (868MHz) mit dem ich die Temperatur-Sensoren erfassen kann.
     
  13. #13 Hanilein, 17.11.2021
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    War heut mal wieder auf meinerSmart Home Baustelle.
    Hier wurden die Leitungen zu der Unterverteilung gelegt welche dann gesteuert werden.
    Nicht nur die Steuerleitungen wie vorher schon empfohlen.
    Dann wird die Verteilung wohl eine etwas größere Dimension annehmen müssen ,wie sonst gewohnt.

    Und das sieht bis jetzt so aus:
     

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  14. #14 msfox30, 17.11.2021
    Zuletzt bearbeitet: 17.11.2021
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    Jep, sah bei uns auch so aus:
    IMG_0518.JPG
    Die Kabel kamen dort aber nicht unter Putz. Dafür ist es ein Technikraum, wo man auch mal Kabelkanäle sehen darf.
    Und wenn es mal fertig ist, dann so (ist aber nur der ein Schaltschrank für SmartHome; Zählerschrank ist extra):
    IMG_20211117_202223.jpg
    Bei den Modulen mit RJ45 Kupplung, frag ich mich immer, warum man diese von vorn zugänglich macht. Letztlich liegen die Netzwerkkabel ja auch hinter der Abdeckung.
     
  15. #15 VollNormal, 01.12.2021
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    Weil man eigentlich die Netzwerkkabel von hinten auf ein Patchfeld führt und dann von vorne mit kurzen Patchkabeln die jeweiligen Verbindungen herstellt.
     
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  16. #16 simon84, 02.12.2021
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