Vorlauf = Rücklauf und zu kalt??

Diskutiere Vorlauf = Rücklauf und zu kalt?? im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo ihr Lieben, vorab: ich habe wirklich keinen Plan von Wärmepumpen, mich aber versucht so gut es geht zu informieren. Grund für meine Sorge...

  1. #1 Saskia1990, 15. Dezember 2017
    Zuletzt bearbeitet: 15. Dezember 2017
    Saskia1990

    Saskia1990

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    Hallo ihr Lieben,

    vorab: ich habe wirklich keinen Plan von Wärmepumpen, mich aber versucht so gut es geht zu informieren. Grund für meine Sorge ist, dass in unserem Hausneubau (KFW55 aber nicht zertifiziert) jetzt beim herrichten des Kinderzimmers aufgefallen ist, dass dieses etwas Kühl ist. Tatsächlich habe ich dann festgestellt, dass trotz voll aufgedrehtem Thermostat das Zimmer nicht über 18,9° warm wird.
    Ich habe dann viel über hydraulischen Abgleich gelesen, der bei uns nicht gemacht wurde. In den Heizverteilern war die Durchflussmenge überall 1L/min. Das habe ich entsprechend unserer Heizlastberechnung korrigiert. Für das Kinderzimmer muss es daher 1,7L/min sein. Thermostate habe ich alle voll aufgedreht.

    Dann habe ich mir die Anzeige unserer Split-Luft/Wasser-Wärmepumpe BWL-1S(B) vom Wolf angeschaut. Ich gehe mal davon aus, dass die beiden analogen Temperaturfühler für Vorlauf- (rot) und Rücklauftemperatur (blau) sind. Diese zeigen allerdings praktisch das gleiche an. Und das dann auch im eher sehr niedrigen Temperaturbereich: 22-24°. Wie soll damit das Badezimmer 24° warm werden?

    thermo.jpg

    Die Anzeigen in der Wärmepumpe selbst zeigen völlig andere Werte.

    kessel1.jpg

    Ich muss gestehen, trotz langer Recherchen habe ich bisher nicht sicher herausfinden können, was nun meine Vorlauftemperatur ist, die in den Heizkreis geht. Ist das die Kesseltemperatur (die kurz nach diesem Bild bis auf knapp über 30° gestiegen ist) oder ist das die Sammlertemperatur, die praktisch IMMER 0,2-0,3° hinter der Rücklauftemperatur liegt und bisher nie den Sollbereich erreicht hat. Das Vorlauf kleiner oder gleich Rücklauf ist macht ja irgendwie überhaupt keinen Sinn.

    Absolut merkwürdig finde ich dann auch noch diesen Screenshot den ich zwischendurch gemacht habe. Diese Werte wurden nur für 1-2 Minuten angezeigt. Danach alles wieder wie oben. Könnte das mit der Enteisung des Außenmoduls zusammenhängen?


    kessel2.jpg

    Heute morgen habe ich dann festgestellt, dass das Kinderzimmer die Solltemperatur von 20,0° erreicht hat. Auch alle anderen Räume sind in diesem Bereich. Badezimmer etwas höher bei 22,0. Büro bei 19,5°. Also irgendwie scheint die Anlage ja zu funktionieren aber die Werte machen mich sehr stutzig. Außerdem kommt mir der Verbrauch recht hoch vor. 600KW in 25 Tagen. Also rund 24KW/Tag bei Temperaturen um die 0°. Allerdings inklusive Warmwasser.

    Bin für alle weiterführenden Ratschläge dankbar. Allerdings bitte (noch) nicht auf meinen Heizungsbauer verweisen. Das hat schon seine Gründe warum ich mich hier versuche erst einmal selbst schlau zu machen. Ich habe leider den Eindruck, dass er von der Wärmepumpentechnik nicht viel mehr versteht als ich, bin aber nun mal vertraglich gebunden. Seine Aussage wird sein "Es wird doch warm und wenn's zu kalt ist drehen Sie den Vorlauf hoch".

    Vielen Dank!!!
    Lieben Gruß, Saskia
     
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  3. simon84

    simon84

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    Mit 22 Grad Vorlauf kannst du den Raum nicht auf 24 Grad aufheizen.
    Ansonsten bedeutet VL=RL=RT einfach nur, dass der Raum vollständig aufgeheizt ist.

    Ansonsten hat der HB schon Recht, die Vorlauftemperatur müsste etwas höher sein.
    Dazu gibt es an der Heizung verschiedene Einstellmöglichkeiten, mindest VL, max VL, Heizkurvenfaktor, Wunschraumtemperatur usw.
    Lass das am besten den HB einstellen, einfach mit der Vorgabe, im Bad wird die von dir gewünschte RT von 24 Grad nicht erreicht.

    Zu deinem Stromverbrauch kann man ohne weitere Infos garnix sagen.
    WW ist sehr stark nutzerabhängig, dazu braucht man eigentlich mindestens einen WW Wasserzähler oder besser einen Wärmemengenzähler um das genauer zu beurteilen.
     
  4. Andybaut

    Andybaut

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    Punkte die mir spontan auffallen:

    Wie groß ist das Haus?
    Wieviele Personen sind im Haushalt?
    Konstruktion der Außenwände? Poroton, Porenbeton, Holz?
    Gibt es einen großen Warmwasserbedarf? Wird viel gebadet?
     
  5. simon84

    simon84

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    Die Sammlertemperatur ist "im Prinzip" dein Vorlauf, Und Kesseltemperatur und Sammlertemperatur passen auch zusammen, es sollte halt nicht mehr als 5 Grad Abweichung geben. Mit dem Ruecklauf hat das nix zu tun.

    Aufs erste wirkt es so: Die Heizung gehört einfach so eingestellt, dass sie einen etwas höheren Vorlauf hat (2-3 Grad mehr). Dann wird das auch mit den Raumtemperaturen wieder passen.

    Eventuell ist einfach nur die Heizkurve um 0,05 oder 0,1 zu erhöhen. Das kann man aus der Ferne aber schlecht sagen, wenn man nicht eine Tabelle mit ALLEN Werten zu mehreren Zeitpunkten hat.
     
  6. Leser112

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    Energieeffizienzexperte
    Dann fehlt es an Volumenstrom und/oder VLT. Ggf sind die FB Heizflächen zu „mager“ ausgeführt. Der Verlegeabstand evtl. zu groß oder Teilheizkreise zu lang bzw. deren Dm zu gering (Druckverlust).
    Bei einer Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 gibt es keinerlei Angaben zu den Heizflächen bzw. deren Hydraulik.
    Das ist falsch! Der Raumthermostat muß auf die Stellung gebracht werden, welche der geplanten Raumtemperatur entspricht. Dabei wird der raumspezifische Volumenstrom eingestellt, welcher berechnet wurde.
    Dann wird, wenn die Heizkreispumpe läuft, keine Energie bereitgestellt bzw. abgenommen.
    Ob man Softwareangaben kritiklos trauen sollte, muß Jeder selbst überlegen ;-) Allein eine digitale Anzeige mit Nachkommastelle beweist weder die Richtigkeit noch die Genauigkeit einer Temperaturmessung.
    Zudem können die Messstellen auseinander liegen.
    Die System VLT ist die rote, analoge. Am Teilheizkreis wird die am Verteiler gemessene wirksam. Ist die Differenz groß, sind die Zuleitungen nicht oder nur ungenügend gedämmt.
    Physikalisch, logische Reihenfolge nach Temperaturhöhe:
    Kesseltemperatur, System VLT, Teilheizkreistemperatur, RLT
    Das gilt nur für quasi stationären Heizbetrieb, nicht unmittelbar nach Abtauung.
    Dass ist stets relativ und lässt sich belastbar so pauschal nicht bewerten. Wie hoch war denn in dieser Zeit die benötigte Wärmemenge kWh (Energiebedarf, Anzeige der Wärmemengenzähler)?
    Bei diesen milden Außentemperaturen sollte die Anlagenaufwandszahl für den Heizbetrieb < 0,29 sein.
     
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