Vorschlag Wandaufbau - state of the art?

Diskutiere Vorschlag Wandaufbau - state of the art? im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; Hallo! Wir haben uns heute über Holzrahmenbauweise informiert, beim örtlichen Zimmerer, die mittlerweile fast nur noch Häuser bauen. Was...

  1. Ilfer

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    Hallo!

    Wir haben uns heute über Holzrahmenbauweise informiert, beim örtlichen Zimmerer, die mittlerweile fast nur noch Häuser bauen.

    Was haltet Ihr vom Aufbau der Wände, ist das so aktueller Standard, gibts was zu bemängeln?

    Aufbau der Außenwände von Außen nach Innen:

    - Schlußbeschichtung mit Sto-lit
    - Armierungsputz mit Glasseidengewebe
    - Wärmedämmsystem mit 60mm Polystrol Wärmedämmplatten
    - Fermacellplatten 12,5mm
    - Holzständer Lamellenholz 60/160mm
    - Rockwool Wärmedämmung 160mm
    - Dampfsperre
    - Installationsebene 50mm
    - Isolierung Installationsebene Rockwool 40mm
    - Fermacell 12,5mm

    Aufbau der Innenwände:
    - Fermacell 12,5mm
    - Holzständer Lamellenholz 60/120mm
    - Rockwool Wärmedämmung 80mm (Im Ausbaupaket enthalten)
    - Fermacell 12,5mm


    Ist Rockwool gesundheitlich unbedenklich? Wäre Hanf, Zellulose oder Sägespäne besser?
     
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  3. mls

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    state of the art? naja. eher state of geschmack.
    oder state of plastiktüte.

    das führt irgendwie und irgendwann zu dem von sepp implizierten problem: du hast niemanden auf deiner seite.
     
  4. Ilfer

    Ilfer

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    Hm? Wie meinst Du das denn nun? :confused:
     
  5. NBasque

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    Mit Sto

    fing es ja schon ganz gut an; aber dann .....

    Ein mittelmässiger Wandaufbau, der insgesamt nicht sonderlich ökologisch ausgeführt ist.

    Schauen Sie einfach mal nach bei z.B.

    http://www.inthermo.de
    http://www.pavatex.de (Unger Diffutherm)
    http://www.dhd-doser.de

    Da finden Sie vorbildliche Wandaufbauten.

    Als Aussteifung lediglich eine 12,5 mm Fermacellplatte ??!! Naja, bei einigen einfachen Grundrissen mag es ja funktionieren; aber dann eine Dampfsperre ???

    Und 40 mm Wärmedämmung zwischen einer 50 mm Lattung kommt auch nicht so gut.

    Ich denke IHR Zimmerer hat noch nicht die richtige Kleidergröße gefunden :lock
     
  6. Ilfer

    Ilfer

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    Okay.

    Was ist denn als Wärmedämmung zu empfehlen?
    Standard ist Rockwool.

    Wo liegen die Vorteile von Hanf, Zellulose oder Sägespänen?
    Wo die Nachteile?
     
  7. #6 Unregistriert, 11. April 2005
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    Unregistriert Gast

    Vorteile:
    - Durch die Werbung für diese Baustoffe wird ein reines "grünes" Gewissen vermittelt.

    Nachteile:
    - teurer, schlechtere Dämmleistung, brennbar, enthält oft Chemie als Flammschutz oder Schutz vor "biologischem Abbau"

    Ist Ansichtssache...
     
  8. NBasque

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    Steinwolle

    als Gefache-Dämmung ist durchaus in Ordnung; allerdings sollte auch auf den sommerlichen Wärmeschutz geachtet werden.

    Dabei schneiden Dämmstoffe mit einer hohen Wärmekapazität und höherem Volumengewicht besser ab; im Bereich der Wand kann allerdings auch ein ausreichender Dachüberstand schon einiges bewirken.
     
  9. Ilfer

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    Aha! Und bei sommerlichem Wärmeschutz ist Zellulose z.b. besser, richtig?
     
  10. NBasque

    NBasque

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    Yes Sir

    Zellulosedämmung wird nur noch getopt von Holzfaser-Einblasdämmung, z.B. Emfacell.

    Holz hat von allen Baustoffen, die zu Dämmzwecken verwendet werden, die höchst Wärmekapazität mit 2100 J/kg K (Vergleichswert Beton 1100 J/kg K).
    Daher sollte für einen besonders guten sommerlichen Wärmeschutz eine "schwere" Holzfaserdämmung eingesetzt werden.
     
  11. Ilfer

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    Na also, so langsam lern ichs noch, was? :D

    Wir haben jetzt in den nächsten 2 Wochen 3 Termine bei Hausbauern... ich bin gespannt :Brille

     
  12. #11 Unregistriert, 12. April 2005
    Unregistriert

    Unregistriert Gast

    Rechenweg siehe auch Pavatex-link weiter oben
    ----------------------------------------------------
    10cm Mineralfaser:
    20kg/m³; c =1030J/kg*K; Wärmespeicherkapazität => 0,1*200*1030=2060Joule


    10cm Holzfaserdämmplatte:
    160kg/m³; c =2100J/kg*K; Wärmespeicherkapazität => 0,1*160*2100=33600Joule

    ==> Holzfaserdämmstoffe haben eine höhere Wärmerspeicherkapazität als Mineralwolle!
    ----------------------------------------------------
    2,6cm Holzbrett:
    600kg/m³; c =2100J/kg*K; Wärmespeicherkapazität => 0,026*600*2100=32760Joule

    1,9cm Gipsputz:
    1800kg/m³; c =1000J/kg*K; Wärmespeicherkapazität => 0,019*1800*1000=34200Joule

    1,3cm Beton:
    2500kg/m³; c =1000J/kg*K; Wärmespeicherkapazität => 0,013*2500*1000=32500Joule

    ==>Eine 10cm starke Holzfaserplatte hat die gleiche Wärmespeicherkapazität wie die drei obigen Beispiele.
    ----------------------------------------------------


    Ich denke, die höhere Wärmespeicherkapazität ist ein reines Verkaufsargument...
     
  13. Ilfer

    Ilfer

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    So, wieder ein Termin rum.

    Was haltet Ihr von folgendem Wandaufbau?

    (von außen nach innen)

    - Holzbeplankung, Holzstreben, Holz-Weichfaserplatte ODER Putzträgerplatte
    - 20cm Holzgerüst mit eingeblasener Zellulose-Dämmung
    - OSB-Platte
    - Holzstreben für die Installationsebene
    - Installationebene mit Zellulosedämmung
    - Fermacell-Platte
     
  14. mls

    mls Bauexpertenforum

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    saugut! :)
    nix geht über e. hinterlüftete fassade.
    ob cellulose oder steinwolle, ob weichfaser oder dhf .. kann man diskutieren.
    diskutieren jedenfalls auf hohem niveau :)
     
  15. #14 passivhausbauer, 23. April 2005
    passivhausbauer

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    Guter Wandaufbau

    Ohne die Lamda-Werte der einzelnen verwendeten Dämmstoffe genau zu kennen, würde ich sagen, U-Wert von <0,15 wird erreicht, also eine Passivhaus-Außenwand. Jetzt noch gescheite Fenster, ein genau so gutes Dach usw. und die Sache ist perfekt. Über die Förderprogramme der KfW hat Sie Ihr Fertighausbauer oder Ihre Hausbank bestimmt schon informiert.
     
  16. Gast2005

    Gast2005 Gast

    Wandaufbau so...

    12mm Fermacell, Installationsebene mit Lattung S10 in 40x60 ungedämmt oder mit Zelluloseeinblasdämmung, OSB-Platte 15mm, Ständerwerk 60x200 in e=62,5 mit Rockwool Steinwolle WLG 035, 60mm Unger-Diffutherm Holzfaser-Dämmplatten, Silikonputz

    Innenwände in den Sani-Räumen mindestens mit 140x60, damit die Vorwandelemente auch Innwand gesetzt werden können und wegen der Schallübertragung die Beplankung von Seite zu Seite variieren. z.B. innen Gipskarton 2x12,5mm sonst reißen später die Fliesen und andere Seite 15mm OSB+9,5mm Gipskarton. Alle anderen Wände würde ich so machen, dass auf der einen Seite Fermcell und auf der anderen OSB+Gipskarton. Für die anderen Wände reicht je nach Statik mit Sicherheit auch ein 100-er oder 120-er Ständerwerk...
     
  17. jetter

    jetter

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    Dat löppt
    So wird

    aus Spar- doch noch eine empfehlenswerte Konstruktion.
     
  18. Gast2005

    Gast2005 Gast

    @jetter

    wie ist das gemeint?
     
  19. #18 ziegelfan 2, 26. April 2005
    ziegelfan 2

    ziegelfan 2 Gast

    Hallo.

    Der Wandaufbau ist für ein Holzrahmenhaus gut.

    Aber ich kann nur warnen: lassen Sie es bleiben!!!!
    Waren Sie schon mal im Sommer in einem Holzrahmenbau? Sommerlicher Wärmeschutz gleich Null.
    Und Schallschutz? Trittschall über die Decken? Ich habe (leider) selbst Holzbalkendecken (mit Pavatex ...), aber bei drei Kindern aussichtslos... das Haus bebt.
    Oder Brandschutz? Oder Wiederverkaufsmöglichkeit? ...

    Glauben Sies mir... bauen Sie massiv!!!!!!!!!!!!!!
     
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  21. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "bin" auch Ziegelfan

    vielleicht sogar noch eingefleischter als "SIE" ... "aber" mit nem sauber geplanten und ordentlich umgesetzten Holzrahmenbau kann ich mich auch anfreunden (!) ... "jede" Bauweise hat seine Vor- und Nachteile ... "aber" was noch wichtiger ist: zu entscheiden hat das die künftige Bauherrenschaft ... "weil" jene vielleicht ein Leben lang drin wohnen werden und daher muss es denen gefallen (!)
    .
     
  22. #20 ziegelfan 2, 26. April 2005
    ziegelfan 2

    ziegelfan 2 Gast

    Eingefleischter als ich geht nicht mehr..............

    Mit einem echten, massiven Holzblockbau im Obergeschoss (unten gemauert) könnte ich mich ja gerade noch anfreunden.
    Aber was da heute so alles unter dem Begriff Holzhaus rumschwirrt, ist einfach nur noch Volksverdummung.
    Da kann plötzlich jeder noch so kleine, unerfahrene Zimmerer, der jahrelang Dachstühle zusammengenagelt hat, ganze Häuser bauen... tsss...

    Beim Fraunhofer.Institut gibts übrigens massenhaft wissenschaftliche Studien über die reduzierte Wärmedämmwirkung von älteren Holzfertighäusern - nur die Fertighausindustrie blockiert die Veröffentlichung.
     
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