Vorteile von Trockenbauwänden mit GIS Elementen?

Diskutiere Vorteile von Trockenbauwänden mit GIS Elementen? im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich habe gestern zum ersten Mal eine Trockenbauwand aus GIS Elementen gesehen. Im Vergleich zu den sonstigen Holzständerwänden (6x10er...

  1. norinofu

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    Hallo,

    ich habe gestern zum ersten Mal eine Trockenbauwand aus GIS Elementen gesehen.
    Im Vergleich zu den sonstigen Holzständerwänden (6x10er Kantholz, einseitig OSB und dann Fermacell) in diesem Haus wirken diese Wände geradezu massiv.

    Gibt es irgendwelche Vorteile dieses Systems gegenüber den normalen Konstruktionen aus Holz oder CW/UW? Ist dies eher ein "Nieschenprodukt" für die Keramikfraktion der Handwerker da von Geberit?
    Wir wollen bei uns demnächst noch einen grossen Raum durch zwei Trockenbauwände aufteilen (lassen) und da könnte ich mir diese Elemente durchaus vorstellen.
    Was die Ausführung der Wände im dem Haus angeht würde ich dies allerdings bei uns eher den Sanitärmensch als den Trockenbauer machen lassen.

    norinofu
     
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  3. Rigipser

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    GIS hat bei Trennwänden nur Nachteile gegenüber Trockenbau. Entschuldige, wie kommst Du auf diese abstruse Idee?
    Und warum soll bei Dir der Sanitärmensch den Trockenbau machen?
     
  4. norinofu

    norinofu

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    ... und welche Nachteile wären dies?

    In dem erwähnten Haus wurden fast alle Wände durch die Holzbaufirma erstellt und einseitig mit OSB beplankt. Jedoch einige Wände wurden mit dem GIS System erstellt. U.A. die Trennwand zwischen einem Bad und einer Abstellkammer aber auch eine Trennwand zwischen zwei Nicht-Feuchträumen.
    Die GIS Wände wurden alle durch die Sanitärfitma erstellt, die Holzständerwände durch eine Trockenbaufirma beplankt. Wenn ich jetzt die Verarbeitung der GIS und Fermacell Wände so anschaue, hat der Sanitärmensch deutlich sauberer gearbeitet als der Trockenbauer. Das geht damit los, dass die Fermacellplatten mit dem Tacker an die Wand geschossen wurden und ab und an die UK verfehlt wurde und so die eine odere andere Elektroleitung gekillt wurde. Die Klebefugen sind teilweise in frischem Zustand verschmiert worden sodass jetzt ordendlich geschliffen und gespachtelt werden muss.

    Das mit der Trennwand aus GIS Modulen war nur so ne Idee, denn wenn man sich mal schwungvoll an eine Holzständerwand leht merkt man, dass diese leicht federt. Dies kenn ich auch von anderen GK Wänden. Die GIS Wand hingegen fühlt sich wie ne Gemauerte an.
    Deshalb hab ich ja auch gefragt - wenn auch nur nach den Vorteilen :e_smiley_brille02:

    Wenn ich die Wahl zwischen den beiden Firmen hätte würde ich vermutlich wirklich den Sanitärmensch nehmen, vielleicht ist er ja Trockenbauer der sich nebenher noch was verdient?
    Nein im Ernst, hier in der Gegend gibt es schon den einen oder anderen guten Trockenbauer, ob die sich allerdings für einen Kleinauftrag von ca.16m² Wandfläche interessieren?
     
  5. ThomasMD

    ThomasMD

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    Es gibt noch ein ähnlich gutes System von TECE mit Namen plasorit.
    Damit haben wir mit den Sanitärinstallateuren schon 3 Meter hohe, sehr schlanke, hochbelastbare Installationswände erstellt.
    Gerade wenn SW-Leitungen in der Wand horizontal geführt werden müssen, lassen sich leicht 10 cm Wandstärke bei hoher Belastbarkeit einsparen.
     
  6. Rigipser

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    und weitere 100 Nachteile…
     
  7. #6 Gast943916, 9. April 2010
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    das liegt aber am Verarbeiter, nicht am system, nicht überall wo Trockenbauer draufsteht ist auch ein Trockenbauer drin...

    das kann (sollte nicht) jedem passieren,

    warum verwendet er nicht die Platte mit der TB Kante, wird wie eine GK Platte verarbeitet

    halte ich für ein Grücht...

    dein Trockenbauer scheint ja nicht wirklich der große Hit zu sein...

    warum nicht? anfragen kostet nichts
     
  8. #7 Achim Kaiser, 9. April 2010
    Achim Kaiser

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    ....und die Wahrheit liegt wohl wieder irgendwo dazwischen :)

    Grundsätzlich sind Vorwandsysteme wie GIS, TECEprofil oder ähnlichen Systemen entwickelt worden um Sanitäreinbauten in (meist halbhohen) Vorwand-Installationszonen aufzunehmen, die dann im Trockenbau verkleidet werden.

    Der Aufbau von kleineren Trennwänden oder freistehenden, halbhohen Installationswänden entwickelte sich im Laufe der Zeit.

    Bei den Trockenbausystemen lief die Entwicklung grade anders rum.
    Hier war das Ziel die Erstelllung von leichten, raumhohen Trennwänden oder Vorsatzschalen mit (relativ) geringem Aufwand. Die Integration von sanitären Elementen kam dann später zwangsläufig dazu (wenn ich an die Krampfkonstruktionen vor 30 Jahren denke ....weia).

    Deswegen unterscheiden sich auch die Plattenformate der Systemanbieter, da sie für unterschiedliche Einsatzzwecke vorgesehen sind.

    Natürlich kann man mit den Sanitärsystemen auch größere Trennwände bauen und sie können bei Installationseinbauen auch Vorteile haben (muss aber im Einzelfall betrachtet werden).
    Man kann natürlich auch die großformatigen Verkleidungsplatten einsetzen um den hohen Fugenanteil zu minimieren. Allerdings muss man sich im klaren sein dass die Sanitärsysteme im Trennwandbau *deutlich* teurer ausfallen, da der Aufwand höher ist.

    Gute Ergebnisse lassen sich mit beiden Systemen erzielen.
    Die Qualität der Verarbeiter hat natürlich einen hohen Anteil am Resultat.

    Gute Systeme durch Trottel vereiert - egal von welcher Fraktion - gibts überall und natürlich wird jeder von beiden versuchen mit seinem System zu punkten (wird glaube ich Geschäftsinteresse genannt).

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  9. #8 Gast943916, 9. April 2010
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    .... schöner hätte man es nicht beschreiben können
     
  10. applegg

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    bin neugierig geworden - gleich ne neue Frage hinterher.

    udn habe mir die Produkte (vor allem teceprofil) mal angeschaut. jetzt kommt gleich eine neue Frage zum Thema.

    Ich habe gesehen, dass man bei teceprofil die WC-Module auf die Schiene setzt. Bei den Geberit-TB-Modulenw erden diese ja iin den Rohboden verschraubt.

    Jetzt die Frage: Ich habe eine FBH im Bad, die würde ich ungern lahmlegen. Dadurch verbietet sich bei dem geplanten Umbau jegliche Verankerung im Boden. Die Schiene (Profilstrebe) scheint mr eine interessante Lösung zu sein. Da könnte ich das Modul anbringen und die strebe dann links und rechts an der Wand mit Winkeln festmachen um so die Kraft zu verteilen.

    Was sagen denn die TB - Profis ?

    Ach ja, der Sanimensch meinte, einfach ohne Bodenbestestigung das Modul hinstellen und nur durch UA-Profile links und rechts halten. Aber die müssen ja auch irgendwie vor dem umkippen "bewahrt werden"???


    Grüße
    Stefan
     
  11. #10 Achim Kaiser, 9. April 2010
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    Das Problem ist der Lastabtrag.
    Die Schiene selbst ist nicht so stabil dass da 100 + kilos aufgenommen und seitlich abgeleitet werden können.
    Ich persönlich befestige *nur* auf ner stabilen Decke und nix auf Estrich.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  12. #11 Gast943916, 9. April 2010
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    und damit hat der Achim recht...
     
  13. #12 applegg, 9. April 2010
    Zuletzt bearbeitet: 9. April 2010
    applegg

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    hm

    damit weiß ich jetzt, wie es im idealfall geht. aber schon beim ersten umbau kann ich ja schlecht den estrich raushauen, falls die toilette wonaders hin soll.

    und mit der FBH komme ich da erst recht nicht weiter.... habt ihr denn keine Rettung für mich ?

    Ich will ja nicht so enden: http://de.wikipedia.org/wiki/Hocktoilette


    Ach ja, Holzbalkendecke hab ich drunter. Damit es nicht zu einfach wird....
     
  14. norinofu

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    so, jetzt ist doch noch etwas Schwung in die Sache gekommen.

    Erstmal danke an Alle für ihr Feedback. Ich werd wohl doch die klassische UK mit CW/UW Profilen nehmen.

    @Rigipser: Schall- und Feuerschutz sollte doch auf gleichem Niveau liegen wie eine vergleichbare GK Platte von z.B. Knauf. Preis lass ich gelten, hab gestern mal noch etwas gegoogelt. Die Stückelei kann ich nachvollziehen wenn man dies alltäglich macht. Ich persönlich hätte nichts gegen kleinere Platten. Die "Einmannplatten" haben schon ihr Gewicht.

    Kann passieren, aber nicht an 7 versch. Kabeln. im halben Haus verteilt. Hirn einschalten und den Tacker an einer Hilfslinie entlang führen könnte helfen.

    evtl. weil sie da waren? - Keine Ahnung, ist nicht meine Baustelle.

    norinofu
     
  15. sk8goat

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    also ein Vorteil von GIS ist auf jeden Fall, dass die Vorwand weniger Tief ausfallen kann als mit UW/CW.
    In sehr engen Bädern/Toiletten kann das schon echt ein Vorteil sein.
     
  16. Rigipser

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    Der Verwendungszweck von GIS liegt bei Vorsatzschalen mit Installationen. Die 3,2cm Profile werden im Abstand von einem Meter gegen die Hauptwand abgestützt.

    Eine Raumtrennwand , wie von Dir angefragt, ist als Einfachständerwand mit GIS nicht möglich. Eine Doppelständerwand als Installationswand ohne Installationen ist Unsinn! Mit Gis mehrfache Kosten und der unnötige Platzverlust!

    Auf Grund der ungeeigneten (für diesen Zweck) GIS Profile, und der nicht lückenlosen Dämmung wäre der Schallschutz wesentlich schlechter. Negativ ist auch die 18er Platte, Systembestandteil bei GIS, im Vergleich zu doppelter Beplankung mit 2x 12,5 GK.

    Wie soll eine bestimmte Wandstärke erreicht werden mit den 3,2cm Profilen?

    Warum ein ausgereiftes, perfektes System in Frage stellen?

    Gruß Rigipser
     
  17. #16 Achim Kaiser, 9. April 2010
    Achim Kaiser

    Achim Kaiser

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    Mit Thermographie kann man die Lage der FBH Verrohrung feststellen.
    Wenn man den Rohrleitungsverlauf kennt kann man entscheiden wie man die Vorwand ggf gestalten kann/muss damit das mit der vorhandenen Situation verträglich ist.

    Das ist natürlich zeitaufwändiges Gefitzel ... aber u.U. lösbar.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  18. Rigipser

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    Negativ. In diesem Fall nimmt der TBer ein CD- Profil, 27mm

    norinofu, noch zu den Kabeln:

    Sind die am Holzständer im Gefahrenbereich befestigt? Das wäre so, wie wenn die Kabel innerhalb des CW- Profil´s verlegt wären. Das gibt sofort Bedenken vom TBer.

    applegg,

    1.1 Montageregeln
    1.1.1 Anforderungen an den Fußboden
    ●GIS Wände können auf dem Rohfußboden
    (Massivdecke oder Holzfußboden) oder auf
    dem Fertigfußboden montiert werden.
    Bei der Montage auf Holzfußböden müssen die
    Montagewinkel (= Befestigung des Tragsystem
    am Bauwerk) direkt auf den Balken angebracht
    werden.
    ●Frei im Raum stehende, teilhohe GIS Wände
    müssen mittels Schwerlastanker
    (Art.-Nr. 461.037.00.1) immer auf dem Rohfußboden
    befestigt werden, der eine Druckfestigkeit
    von min. 30 N/mm2 aufweisen muss.
    ●Vorwände können auch auf schwimmendem
    Estrich mit einer Druckfestigkeit von min.
    30 N/mm2 und einer Dicke von min. 70 mm
    montiert werden.

    Kompett hier: http://download.geberit.de/de/Baustelleneinweisungen/Baustelleneinweisung_GIS_2008.pdf


    Gruß Rigipser
     
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  20. norinofu

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    Wo liegt denn der Gefahrenbereich bei Holzständern? Die Kabel wurden mit Nagelschellen an der UK festgenagelt. Eines der getroffenen Kabel läuft unterhalb der Fenster in der Installationsebene quer durch die Wand und neben jedem Fenster zur Rolladenkasten.

    norinofu
     
  21. Peeder

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    zumindest nicht im mittleren Bereich .

    Peeder
     
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