Voutengraben

Diskutiere Voutengraben im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo Experten, die Sauberkeitsschicht (Beton) wurde jetzt eingebracht, die KG - Abwasserrohre sind aber noch nicht ganz gedeckt. In einer Info...

  1. #1 Problemkind, 4. August 2002
    Problemkind

    Problemkind Gast

    Hallo Experten,

    die Sauberkeitsschicht (Beton) wurde jetzt
    eingebracht, die KG - Abwasserrohre sind
    aber noch nicht ganz gedeckt. In einer
    Info ist kurz der Begriff "Voutengraben"
    gefallen, um Risse in der Bodenplatte
    zu vermeiden.

    Kann mir jemand detailliert schildern wie
    wir dies ausführen (evtl. Bilder usw.) ?

    Bitte keinen Kommentar zur Verlegung
    der Rohre, ist so gelaufen, müssen jetzt
    das Beste daraus machen !

    Die Bodenplatte wird also 20 cm dick und
    ist mit zweilagiger, durchgängiger Bewehrung
    auszuführen.

    Bitte um kurzfristige Hilfe, da die Bodenplatte
    am kommenden Dienstag gegossen werden
    soll....

    Wie immer DANKE !
    Gruß
    Ralph
     
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  3. Jupp

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    Antwort1: Ihre Rohre müssen nach einbau der Betonsauberkeitschicht verschwunden sein,weil die Betonplatte dadurch örtlich geschwächt wird.

    Antwort2: Voutengräben werden bei Weissen Wannen vorher gemacht und betten die Abwasserrohre in diese Voutenkonstruktion ein. Diese Konstruktion hat vor und Nachteile.

    Antwort 3: Ihre Bodenplatte ist keine Weisse Platte wei zu dünn und muss deshsalb zusätzlich von Innen abgedichtet werden.

    Schönen Sonntag Jupp
     
  4. #3 Problemkind, 4. August 2002
    Problemkind

    Problemkind Gast

    Hallo Jupp,

    wie gesagt, es ist nicht mehr zu ändern, wir
    können höchstens die Bodenplatte auf 25 cm
    erhöhen, da wir eh drei Betonwagen brauchen,
    wie sieht es damit aus ?

    Gruß
    Ralph
     
  5. Jupp

    Jupp

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    Ist ne Möglichkeit

    Sprechen Sie das mit Ihrem Statiker durch.
    Es kommt auch darauf an ,wie stark die Rohre die Bodenplatte schwächen. Ist die Bodenplatte statisches Teil? Oder dient sie nur als Abschluss und werden die Lasten von Streifenfundamenten abgeleitet. Sollte Fachmann klären.

    Jupp
     
  6. #5 R. Derdau, 4. August 2002
    R. Derdau

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    Ist der Betonvotum genauso stark zu bewehren, wie die Sohle (WW-Konstruktion)?
     
  7. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    Langsam wird´s Zeit das ich meine neue Baustelle beginne da gibts diese Voute in Wu-Konstruktion ... ich werde mal mächtig Bilder schiessen damit man einen Bericht dazu obtisch rüberbringt !

    MFG
     
  8. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    Wenn einer tauschen will mit mir dann schreib ich gleich den Bericht (!) ... Im Gegenzug brauchen jemanden der 8 Angebote bis morgen früh auszufüllt ... *mmmh* seit gestern abend hab ich mittlerweile 4 davon schon fertig *prusst*

    MFG
     
  9. #8 R. Derdau, 4. August 2002
    R. Derdau

    R. Derdau

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    Hallo Josef,
    es wäre sicherlich schön, wenn ich den Bau des Votums im Internet verfolgen könnte.
    Leider kann ich nicht so lange warten, da mein Votum in der kommenden Woche verlegt wird.
    Hast Du eine Beschreibung (mit Bildern)? Ich habe die Idee mit dem Votum aus Bau.de übernommen. Meine Baufirma hat es so noch nie ausgeführt. Nun muß ich Denen eine Ausführungsanleitung geben.

    Gruß
    Reinhard Derdau
     
  10. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    Nicht Votum ... sondern Voutengraben ... Warum bzw. wann ist es sinnvoller einen Voutengraben zu erstellen ?
    -
    Klare Aussage von mir: "Sobald ein Bauvorhaben in die Nähe von Grundwasser kommt sollte man die Grundleitungen unter der Bodenplatte in sogenannten Betonvouten ausführen und im Zuge der Bodenplatte (Wu-Konstruktion) mit allseitiger Betondeckung (grösser 25cm) miteinzbetonieren ... Hintergrund: Denn wenn es IHNEN eine solche Grundleitung unter der Bodenplatte zerreisst bzw. sie bricht dann haben Sie ein riesen problem mit dem dadurch anstehenden Grundwasser ... Hr. Derdau kann es zu solchen Problemen bei Ihnen kommen ? (ich kenn ja ihre örtlichkeiten nicht)

    MFG
     
  11. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    die einzigen Bilder die ich davon haben :-(
    -
    [​IMG]
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    [​IMG]
    -
    [​IMG]
    -
    Das ganz muss natürlich unter 30 Grad angeböscht werden und mit min. 25cm Betondeckung ummantelt werden und zu guter letzt ist natürlich eine Bewehrung für den Voutengraben erforderlich ... AUCH hier haben wir diverse Neuerungen um es etwas einfach zu machen.

    WENN es IHNEN in der Konstruktion dann ein Rohr zerreisst ... "MACHT NIX" den das ganze ist in der Wu-Konstruktion der Bodenplatte eingebettet (!)

    MFG
     
  12. R. Derdau

    R. Derdau

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    Sehe ich es richtig, liegt das Rohr über der Sohlbewehrung?
    Ich dachte immer der Votengraben ist unter der Sohlplatte.
    Also z.B.:
    Sohle 25cm dick mit durchgehender Unter und Oberbewehrung. Darunter dann der Votengraben mit einer Betondeckung vom Rohr 25cm unten und seitlich. Votengraben mit Anschlußbewehrung zu Sohle.

    R. Derdau
     
  13. JDB

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    Lasst euch nicht verrückt machen.
    1. Das ist zusätzlicher Aufwand , den Ihr nicht bezahlen wollt.

    2. Kein Vorteil ohne Nachteil: Durch die Vertiefungen konstruiere ich 'Festpunkte' in der Sohlplatte. Diese erhöhen die Zangbeanspruchung und somit die Rissbreite bei gleichem Bewehrungsgehalt.

    Fazit: Zuviel Aufwand für KG-Rohre - auch noch mit Nachteilen verbunden. Allerdings: Für Rinnen etc. hat man oft keine andere Wahl.

    Sorry, Herr Thalhammer, aber ich bin dagegegen.
    Ein bißchen Beton ('Kleckse' e=1m), sind m.E. zur Lagesicherung völlig ausreichend. Die Bruchgefahr sehe ich nicht, bzw stufe sie als geringes Risiko ein, das in Kauf genommen werden sollte.

    Ich bau mir ja auch keine 10m tiefe Betonwand ins Erdreich rundums Haus, nur um Wühlmäuse davon abzuhalten, daß sie meine Fundamente unterhöhlen :-))

    Gruß, JDB
     
  14. Josef

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    *mmmh* in einem hast Du sicher Recht Johannes (!) Zitat: "den Ihr nicht bezahlen wollt" bei der Zangbeanspruchung gebe ich DIR Nur teilweise Recht ... den wenn man sieht was bei diversen Bauvorhaben alles an Fundamentverstärkungen etc. reinkommt muss ich etwas leise wiedersprechen ... NUR zur Info wir ersaufen hier sprichwörtlich im Grundwasser und gerade in solchen Gegenden sollte (muss) man dann bei der Ausführung ALLE Register ziehn und diesen Voutengraben der herkömmlichen Verlegung im Erdreich mitsamt dem Auftriebverhalten und der Bodenplattendurchdringungen vorziehen ... Mein lieber Johannes irgendwann werden wir uns sicher auch mal sehn ... ich schlage vor dieses Thema bei ner guter Flasche Wein auszudiskutieren ;-)

    Mit freundlichsten Grüssen
     
  15. cstueber

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    Mal was Neues: Grundleitungen nicht unter der Bodenplatte

    Hallo,

    hab grad ne Baustelle besichtigt.

    Normale WW mit innenliegender Isolierung.
    Bodenplatte steht über.
    UG/Keller ist soweit fertig.

    Die haben aber keine Grundleitungen !!!
    Bei der Baustelle sind im Bereich der einzelnen Abwasser-Fallrohre DN100 in die Aussenwände DN100er Durchführungen einbetoniert.
    Die liegen ca. 40cm oberhalb des Kellerfussbodens.

    Laut Bauherr werden alle Abwasser-Leitungen ausserhalb im Arbeitsgraben verlegt.
    Innen am Übergang von der Vertikalen in die Durchführung kommt jeweils der Rückstauverschluss hin.
    Alles ist also frei zugänglich.
    Alles kann also bei Bedarf aufgebuddelt werden.

    Meine Bedenken:

    Was passiert am Übergang der Rohre vom Beton zum
    Arbeitsgraben. Der setzt sich doch mehr als das Haus ?

    Es werden mehr Bögen für die Abwasserführung benötigt.

    Was sind die Meinungen der Experten (und der Bauherren)

    Hat sowas schon mal jemand gesehen?
    Ich nicht, was aber nichts zu sagen hat.

    Gruss
    Conny
     
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  17. Josef

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    "in" Bayern ist das Gang und gebe

    daß die Entwässerungsleitungen unter der Decke zusammen gefahren werden und mit ner Simplex (Druckwasserdichte Rohrdurchführung) durch die Kelleraussenwand geführt werden ... "ABER" hierbei handelt es sich um die Entwässerungsleitungen "ÜBER" der Kellerdecke (!) ... Stichwort: Rückstauebene und so ... "ABER" was wenn im Keller schon Bäder/Duschen/Gullys/Waschbecken uswusf. zum Einsatz kommen ??? ... "richtig" dafür gibt´s die Grundleitungen unter (in) der Bodenplatte die in einem Pumpensumpf zusammengefasst werden und mittels Fakalienhebeanlage bzw. Tauchpumpe über Kanalrückstauebene in die oben genannte Simplexdurchführung eingespeist werden :)

    40 cm über Bodenplatte :irre ... noch dazu wenn man bedenkt das Rückstauebene meist auf Oberkante Strasse liegt ... egal wie tief die Kanalsohle liegt würd ich "nie" so tief aus dem Gebäude fahren (!)
    -
    na Bravo ... da bleibt mir "nur" nochmal der Griff zu Smilie :irre
     
  18. peter_h

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    wenn das EG ca. 100cm über gelände liegt so kommt man ca. 40cm über kellerniveau aus dem haus raus. würd ich nicht so eng sehen.
     
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