Wärme-und Feuchteschutz bei historischen Gebäuden

Diskutiere Wärme-und Feuchteschutz bei historischen Gebäuden im EnEV 2002 / 2004 / 2007 / 2009 Forum im Bereich Bauphysik; Hallo, ich bin heute das erste mal im Bauexpertenforum und habe gleich mal eine Frage zur EnEV bzw. DIN 4108. Welche Anforderungen werden an...

  1. #1 bauigelklein, 21. Mai 2007
    bauigelklein

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    Hallo,

    ich bin heute das erste mal im Bauexpertenforum und habe gleich mal eine Frage zur EnEV bzw. DIN 4108.

    Welche Anforderungen werden an den Wärmeschutz und Feuchteschutz an ein historisches, denkmalgeschütztes Gebäude (Baujahr ca. 850) gestellt, das umgenutzt werden soll, sodass Wohn- und Aufenthalsräume entstehen können.

    Welche Nachweise des Wärme und Feuchteschutz sind zu führen?

    Mit freundlichen Grüßen

    Martin
     
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  3. planfix

    planfix Gast

    bei denkmalschutz, nix.
     
  4. #3 bauigelklein, 22. Mai 2007
    bauigelklein

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    Guten morgen,

    die DIN 4108-2 schreibt doch aber einen Mindestewärmeschutz vor, der aus hygienischen Gründen, bei allen beheizten Gebäuden, eingehalten werden soll um Tauwasserbildung und Schimmelpilzbefall zu vermeiden.

    Die Natursteinfassade des Gebäudes steht unter Denkmalschutz, sodass nur eine
    Innendämmung in Frage kommen würde, die aus den benannten Gründen doch Mindestanforderungen erfüllen muss. Oder nicht?

    Martin
     
  5. planfix

    planfix Gast

    denkmalschutz nur außen? dann mußt du rechnen.
    glaserberechnung mit bestimmung taupunkt und die wandoberflächentemperatur kannst du ermitteln. dazu brauchst du die genauen baustoffkennwerte.
    es ist aber trotzdem vorsicht geboten, weil alte gemäuer oft nicht homogen sind, sind wärmebrücken vorprogrammiert.
    neue dichte fenster sind oftmals ganz schlecht für die alte substanz. sorge dann auf jeden fall für ausreichende belüftung oder taupunke mit abwasseranschluß.
    die EnEV im bestand lässt zugeständnisse zu. lies mal!
    eventuell kannst du auch eine ganze masse mit einem neuen heizsystem erreichen. sehr gute erfahrungen haben ich mit wärmepunpen und angeschlossenen klimakonvektoren oder luft / luft wärmepumpen. hier kann gleich eine entfeuchtung erziehlt werden.
     
  6. #5 Bauing24, 22. Mai 2007
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    Ausnahmeregelungen nutzen

    Bei der Enev gibt es Ausnahmeregelungen für Baudenkmale, die in den jeweiligen Durchführungsverordnungen der einzelnen Bundesländer zur ENEV festgelegt sind.
    Problempunkt ist oft, dass man durch energetische Verbesserungen einzelner Bauteile die Wärmebrückenwirkung (Temperatur- und Dampfdruckgefälle) einzelner Knotenpunkte verschlechtert. Bei Fachwerk besteht z.B. die Gefahr von Holzschäden durch zu starke Innendämmungen, da die Hölzer zu kalt liegen und schlechter trocknen.
    Die WTA hat für Dämmungen in Baudenkmalen einige brauchbare Empfehlungen herausgegeben.
    Das Nachrechnen mit Glaser macht in den meisten Fällen keinen Sinn, da die historische Bauweise oft inhomogen ist und das Feuchteverhalten verschiedener Baustoffe (z.B. Lehm, Sumpfkalk, etc.) nicht berücksichtigt wird. Besser eignen sich Berechnungen mit z.B. COND.
     
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