Wärmebrücke an Übergang DG>Ringanker>Spitzboden

Diskutiere Wärmebrücke an Übergang DG>Ringanker>Spitzboden im Spezialthema: Wärmebrücken Forum im Bereich Bauphysik; Hallo, vorweg, das ist mein erster Beitrag in diesem Forum. Ich hoffe es ist nicht 'unhöflich' dies direkt mit einer Frage zu beginnen. In der...

  1. #1 Kaltumformer, 27.03.2008
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    Hallo,

    vorweg, das ist mein erster Beitrag in diesem Forum. Ich hoffe es ist nicht 'unhöflich' dies direkt mit einer Frage zu beginnen. In der suchfunktion kontne ich nichts finden.

    Es geht um den Übergang zwischen Dachgeschoss und dem in diesem Fall ungedämmten Spitzboden (Dach). Klar, in der Balkenlage 20cm Glaswolle + "Dampfsperre". Nun läuft aber der Ringanker genau in Höhe der Geschossdecke auf der Gibelwand. also wie auf dem folgenden Bild der Giebelwand von mir auf die Schnelle skizziert:

    Skizze

    Wand ist Porenbeton.

    Ich hätte also eine 'astreine' Wärmebrücke vom Spitzboden über den Ringanker ins Dachgeschoss. (mal mit einem rosa Strich angedeutet).

    Welche Varianten gibt es sowas konstruktiv zu lösen? Wie von mir in rot eingezeichnet einfach eine Dammung (styrodur/neopor etc.) entlang des Ringankers (z.B. 30cm über Balken hoch gezogen) und dann daran einfach die normale Dämmung (Glaswolle) zwischen den Balken auf Stoß?

    Prinzipiell wird ja sowas immer benötigt, selbst wenn das Dach gedämmt ist der Spitzboden aber in den meisten Fällen unbeheizt ist. (?)

    Gruß
     
  2. Bruno

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    Interessant, dass Sie für dieses Problem sensibilisiert sind. Rein bauphysikalisch ist Ihre Lösung der richtige Ansatz: Überdämmung des Ringankers auf der kalten Seite. Ich werde morgen mal meine Software anwerfen und prüfen, ob die Wärmebrücke vielleicht hinnehmbar ist oder ob hygienische Bedenken bestehen (Schimmelkriterium, Oberflächentemperaturen < +12,6°C).
     
  3. Bruno

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    Sieht gar nicht mal so gut aus. Ich habe angenommen: Porenbeton 36,5 cm mit Lamda 0,15; 8 cm Dämmung außen; Ringbalken 28,5/25 cm; Deckenbalken 20 cm hoch

    Die kritische Oberflächentemperatur von +12,6° wird unterschritten. Ein Dämmstreifen 5/12,5 cm oben auf der Decke reduziert die Wärmeströme, bringt aber nur 0,6° Verbesserung.

    Bild 1 Wärmeströme
    [​IMG]

    Bild 2 Isothermen
    [​IMG]

    Falls der Porenbeton ein Lamda von 0,09 hat, verbessert sich das Temperaturniveau geringfügig von +9,9°/+10,5°C auf +10,1°/+10,8°C.
     
  4. gitta

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    und mit welchen Folgen muss man jetzt rechen? Schimmel?? oder nur Wärmeverlust?
     
  5. Bruno

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    Bei Oberflächentemperaturen unter +12,6°C ist mit Schimmel zu rechnen.
     
  6. #6 Kaltumformer, 28.03.2008
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    Hallo,

    danke für die Rechnung! Das es sich so schlecht darstellt hätte ich nun nicht vermutet. Sensibilisiert bin ich in sofern, als das ich mich teils über die "2D Denkweise" in Sachen Wärmedämmung etwas wundere, speziell im Bereich des Ringankers oder Auflager der Decke an Aussenwänden.

    Der Porenbeton hat laut Hersteller (Ytong/Xella) 0,08 W/(mK). Die Balken der Decke laufen 90° zum Ringanker (90° versetzt mit ihrer Rechnung/Zeichnung). Das hängt mit der Dachkonstruktion/Gauben zusammen. Ungewöhnlicher, das gebe ich zu und hätte ich dazu schreiben sollen, da es aus der Skizze allein nicht ganz klar ersichtlich war. Die Wand bzw. der Ringanker ist Innen noch nicht verputzt.

    Aber so wie ich den dargestellten Wärmestrom deute, würde das an der raumseitigen Ecke des Ringankers auch nicht wesentlich etwas ändern da sich der Wärmestrom auf diesen 'Punkt' konzentriert. Also selbst wenn man den Dämmstreifen noch etwas weiter hochzieht z.B. 20cm über OK Ringanker statt 12,5cm und auf 12cm statt 5cm aufdickt würde das in Summe mit den genannten Änderungen/Unterschieden so dann vielleicht knapp über 12,6°C ergeben - zumindest in den Balkenfeldern (?). Aber eine optimale Lösung ist das dann immer noch nicht.

    Hmm, da stellt sich mir nun natürlich die Frage wie man das in vorh. zustand (Ringanker u. Wand stehen, Decke bisher nur Balken montiert) in den Griff bekommt ?

    Überlegungen:
    1) kompletten Spitzboden dämmen
    2) Decke versetzen
    3) bzw. Innendämmung / Dämmstreifen nach unten in den Raum verlängern "Dampfsperre" entsprechend verlegen.

    Liegt hier grundsätzlich ein Planungsfehler vor, sprich falsche Ausführung des Ringankers (fehlende Innendämmung?). Im Bereich der Dachschräge umschließt die Dämmung den Ringanker von außen U förmig.

    Gruß
     
  7. #7 Kaltumformer, 28.03.2008
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    Hallo nochmal,

    kleine Zwischenfrage, du hast in deiner Simulation mit THERM gerechnet ?

    Gruß
     
  8. #8 Kaltumformer, 28.03.2008
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  9. #9 Kaltumformer, 28.03.2008
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    Aussentemp habe ich -10°C angenommen. Temp Spitzboden -5°C. Innen 20°C

    In Bereichen der Balken dürfte das ganze natürlich entsprechend schlechter ausfallen.

    Gruß
     
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