Wärmebrücken im sanierten und unsanierten Bestand

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  1. manfrede

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    Hallo,
    Bislang konnte mir kein Energieberater vernünftig erklären, warum der Transmissionswärmeverlust einer unbehandelten Wärmebrücke in einem gedämmten Gebäude viel höher ist, als im ungedämmten. Man sollte doch annehmen, dass der Verlust jeweils der selbe ist. Das ist ein Paradoxon! S. auch diese Aufstellung hier: bei waermebrueckenportal > Berechnungsbeispiele ist erläutert was ich meine. Einen Link kann ich leider nicht posten...
     
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  3. #2 Fred Astair, 3. November 2017
    Fred Astair

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    Der Wärmeverlust ist der Gleiche, nur der Unterschied zu übrigen, gedämmten Bauteilen ist größer. Weil an diesen, dann wärmerem Bauteilen, keine Taupunktunterschreitung mehr stattfindet, besteht die Gefahr, dass an den Wärmebrücken mehr Kondensat als vorher ausfällt.
     
  4. manfrede

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    Danke für die Antwort. Aber bei wärmebrückenportal ist der Verlust deutlich: Altbau unsaniert: h't wärmebrücken: 4.4 w/k , Altbau saniert, : h't wärmebrücken: 38 w/k
     
  5. manfrede

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    Vielleicht noch jemand eine Meinung?
     
  6. #5 Kasi, 9. November 2017
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 9. November 2017
    Kasi

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    klar:
    um mal auf dein Wärmebrückenportal und die Bsp-Rechnung zurück zu kommen: um das Endergebnis verstehen zu können, musst du vor allem die Berechnung des längenbezogenen Wärmedurchgangskoeffizienten Ψ verstanden haben (einfach googlen und durchsehen bei Bedarf). Das ist nicht ganz so trivial und sicherlich besser, wenn du es dir selbst mal reinpfeifst.....solltest du dich da wirklich intensiv hineinarbeiten wollen. Die Alternative wäre, es so hinzunehmen und sich das Verstehen des kompletten Rechenwegs zu schenken...das muss jeder selbst wissen...
     
  7. Leser112

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    Rein aus der Logik dürfte hier doch Irgendetwas faul sein. Andernfalls wäre z.B. die DIN 4108 Bbl2 überflüssig.
    Software-, Eingabefehler? Veränderte, nicht vergleichbare Randbedingungen?
     
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  9. Andybaut

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    vielleicht macht es das deutlich:

    Grundprinzip der Wärmebrückenberechnung [ ]

    Ermittlung der Wärmedurchgangskoeefizienten.
    Wichtig ist nun zu wissen wie dieser Wert errechnet wird. Das ist das ganze Geheimnis.
    Er wird nämlichals Differenz errechnet.
    Wenn ich also das Ergebnis des linken Bildes haben will, dann muss ich das mittlere Bild und das rechte Bild rechnen.
    Und vom mittleren das rechte abziehen.
    Aus dem Grund verändert sich der Wert je nach Dämmstandard auch.

    Das ist im übrigen auch wichtig für die Beiblätter der DIN 4108.
    Dort sind nämlich auch Dämmdicken von...bis angegeben.
    Wenn du nämlich dort plötzlich noch mehr dämmst, dann passen die Wärmebrücken nicht mehr und das Bauteil ist nicht
    mehr DIN konform und muss separat gerechnet werden.
     
  10. Andybaut

    Andybaut

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    vielleicht noch als kleine Denkhilfe folgendes Beispiel:

    nehmen wir eine 2m lange alte Betonwand in deren Mitte ein Stahlblech von innen nach außen durchgeht.
    Die lineare Wärmebrücke am Stahlblech wird vergleichsweise klein sein, da die Betonwand selbst ziemlich
    schlecht gedämmt ist.
    Also auch hier wieder: Ergebnis der Istsituation - Ergebnis der ungestörten Wand = Wärmebrücke

    Wenn wir nun auf diese Wand 1cm Dämmung außen draufpacken, auch über das Stahlblech, dann wird
    das Stahlblech nun eine sehr große Wärmebrücke bilden.
    Der U-Wert der ungestörten Wand ist nun erheblich kleiner geworden und damit wird auch weniger abgezogen.
    Wenn ich aber weniger abziehe, dann ist das Endergebnis größer.

    Man muss dabei immer ein wenig um die Ecke denken.
    Klar ist durch mehr Dämmung auch der Verlust an der Wärmebrücke insgesamt niedriger, aber ungestört wäre
    es halt nochmals kleiner.
     
    simon84 und Fred Astair gefällt das.
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