Wärmebrückenzuschlag ΔUwB =0,15 W/(m.k)?

Diskutiere Wärmebrückenzuschlag ΔUwB =0,15 W/(m.k)? im Spezialthema: Wärmebrücken Forum im Bereich Bauphysik; Hallo, ich schreibe eine Klausur vom Fach Energieeffiziente Gebäudeplanung und in den alten Klausuren bin ich auf eine Frage gestoßen, für die...

  1. #1 Mido464, 25.09.2018
    Mido464

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    Hallo,

    ich schreibe eine Klausur vom Fach Energieeffiziente Gebäudeplanung und in den alten Klausuren bin ich auf eine Frage gestoßen, für die ich nirgendwo eine Antwort finden konnte. Vielleicht könnt ihr mir bitte dabei helfen?

    Die Frage lautet: Aus welchem Grund wird der Wärmebrückenzuschlag bei Verwendung von Innendämmung mit ΔUwB = 0,15 W/(m.K) angenommen?

    vielen Dank im Voraus
     
  2. SIL

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    Im Zuge der energetischen Gebäudebilanzierung nach DIN 4108-6
    bzw. nach DIN V 18599 wird der Einfluss der Wärmebrücken bei
    der Ermittlung des Jahres-Primärenergiebedarfs und der Trans-
    missionswärmeverluste durch einen entsprechenden Zuschlag auf
    die Wärmedurchgangskoeffizienten der Außenbauteile berück-
    sichtigt. Dieser Zuschlag wird als Wärmebrückenzuschlag ΔUWB
    bezeichnet.
    Die EnEV unterscheidet hierbei vier Berechnungsansätze:
    1. pauschale Erhöhung der Wärmedurchgangskoeffizienten aller
    Bauteile der wärmeübertragenden Hülle um ΔUWB = 0,10 W/
    (m²K), wenn keine besonderen Maßnahmen zur Reduzierung
    wärmebrückenbedingter Verluste geplant sind
    2. Erhöhung der Wärmedurchgangskoeffizienten aller Bauteile um
    ΔUWB = 0,15 W/(m²K), wenn mehr als 50 % der Außenwand mit
    einer Innendämmung ausgeführt werden sollen und einbinden-
    de Massivdecken vorhanden sind
    3. Berücksichtigung eines reduzierten Wärmebrückenzuschlags
    von ΔUWB = 0,05 W/(m²K), wenn die Wärmebrücken vollumfäng-
    lich mit zu Beiblatt 2 zu DIN 4108 äquivalenten Konstruktionen
    ausgebildet werden (Nachweis der Gleichwertigkeit)
    Dabei zu berücksichtigen sind: Gebäudekanten, Fenster- und
    Türlaibungen, einbindende Decken und Wände, Deckenaufla-
    ger sowie Balkonplatten.
    4. Ansatz eines im Detail berechneten Wärmebrückenzuschlags
    nach DIN V 4108-6. Hierbei sind alle Wärmebrückenverluste
    des Gebäudes in die Berechnung einzubeziehen und der Wär-
    mebrückenzuschlag für das jeweilige Gebäude zu berechnen.
    Eine pauschale Berücksichtigung der Wärmebrücken mit einem
    Zuschlag von etwa ΔUWB = 0,10 W/(m²K) sollte bei der Planung
    eines neu zu errichtenden Gebäudes im Regelfall nicht ange-
    setzt werden, da hierbei für die .. . Blablabla etc
     
  3. #3 Mido464, 25.09.2018
    Mido464

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    Ich verstehe wann ich diesen Wert verwende. Die Frage ist allerdings warum. Also, warum ist dieser Zuschlag höher in diesem Fall als alle andere Fälle?
     
  4. SIL

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    Weil es sich um eine 'innere' Dämmung handelt und diese grundlegend ja die Struktur im Aufbau verändert, warum macht man diese den so selten? Haben Sie U Wert mit Taupunkt und horizontalen Durchgang als Modul-packen Sie mal innen Dämmung und dann aussen ran-und schauen sich die Kurven, von Anschlüssen wie Deckenbänder und Schleppstreifen, fehlende hori - vertikal Verbindung ganz zu schweigen

    (Nachweis der Gleichwertigkeit)
    Dabei zu berücksichtigen sind: Gebäudekanten, Fenster- und
    Türlaibungen, einbindende Decken und Wände, Deckenaufla-
    ger sowie Balkonplatten.Das gelingt Ihnen 'innen' nicht vollumfänglich.Ergo Konstruktionsbedingt. FABIAN @Fabian Weber erklär Du das ma besser.
     
  5. #5 kosmann, 02.10.2018
    kosmann

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    Es gibt bei dieser Bauweise (im Durchschnitt) deutlich mehr Durchdringungen der wärmedämmenden Hüllfläche und damit ist der Transmissionsverlust über die Wärmebrücken absolut höher.
     
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