Wärmedämmung Bruchsteinhaus

Diskutiere Wärmedämmung Bruchsteinhaus im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo liebe Foris! Ich weiß, schon wieder ein Bruchsteinhaus. Aber jedes hat eine andere Geschichte und andere Voraussetzungen. Es sind halt...

  1. Dyna14

    Dyna14

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    Hallo liebe Foris!

    Ich weiß, schon wieder ein Bruchsteinhaus. Aber jedes hat eine andere Geschichte und andere Voraussetzungen. Es sind halt Individual-Bauten.

    Jetzt zu meinem Haus. Es ist ca. 1900 erbaut worden. Genau weiß ich das nicht, weil es keinerlei Unterlagen mehr gibt. Die Vorbesitzer haben irgendwie alles verbrannt, vernichtet .... - nur eine Urkunde aus dem Jahre 1913 konnte ich noch finden, aber da wirkte das Haus schon älter. Drum meine Schätzung 1900.

    Es hat 0,50 m dicke Bruchsteinmauern. Eine Seite wurde direkt in einen Berghang hineingebaut. Außerdem hat es keinen Keller, sondern nur ein Kellerchen, das in den Berghang hineingebaut wurde.

    Die Vorbesitzer haben eine ca. 10 cm dicke Betonplatte von härtester Qualität in den Boden gegossen und der Boden war trocken bis auf die Stelle, wo Linoleumboden auflag. Darunter war es feucht. Eine Wand war schimmelig, allerdings vermute ich, daß es daran lag, daß die Dachrinne kompl. defekt war und genau an dieser Wand vorbei lief. Seit das repariert wurde, habe ich keine feuchten Flecken mehr entdeckt.

    Als Heizung ist Holzofen sowie Elektroheizkörper vorgesehen. Gas kam nicht in Frage, da kein Anschluß vorhanden und einen Flüssiggasbehälter wollte ich nicht. Für Öl war kein Lagerraum mehr vorhanden und hätte teuer gebaut werden müssen.

    Das Haus ist nicht recht groß und hat jetzt nach dem Umbau ca. 95 m². Der Dachstuhl, die Fenster und die Haustüre wurden bereits erneuert. Der Dachstuhl erhielt eine Innendämmung von ca. 18 mm. Die Wände im DG wurden mit Rigips verkleidet und der Abstand Wand/Rigips mit 2 Stryroporplatten, die einfach reingeschoben wurden abgedichtet. Die Wände oben sind ein Gemisch aus Ziegel- und Kalksteinstücken. Die Raumhöhe beträgt im Untergeschoß fast überall ca. 2,10 m. Im DG ist es der Dachstuhl.

    Das Haus selbst hat in dem Sinn kein Fundament. Die Steine wurden mehr oder weniger in den "Dreck" gestellt. Wobei man dazu sagen muß, daß das Haus mehr oder weniger auf Felsplatten (Jurastein) steht. Das stellten wir beim Neubau meines Schuppen fest, wie der Untergrund beschaffen ist. Mittlerweilen haben wir rund um das Haus (außer die Erdwandseite - das ist technisch ziemlich unmöglich) das "Fundament" freigelegt und ziehen zur Befestigung einen Betonsockel außen rum.

    Jetzt gehts um die leidige Frage der Wärmedämmung. Die Energiekosten sind einfach zu hoch und man muß sich was einfallen lassen. Auf die herkömmliche Weise (sprich Wärmedämmplatten) will ich nicht, da ich dann mein Haus ersticke und da ich berufstätig bin und oft mehr als 12 Stunden außer Haus könnte ich auch das häufige Lüften, das empfohlen wird, nicht durchziehen - außer vielleicht nachts, aber da schlafe ich ehrlich gesagt lieber!

    Nun kam mein Vater auf die Idee, daß man doch aus Ytong-Stein eine Wand vor meine ursprüngliche Wand setzen könnte.

    Nun hätte ich deswegen einige Fragen:

    a) Ist Ytong-Stein atmungsaktiv?
    b) Welchen Wärmedämmwert hat Ytong-Stein?
    c) Wie würden Sie den Ytong-Stein verbauen? Direkt an die Wand, mit einen Abstand von .... cm und falls so mit oder ohne Hinterlüftung und mit oder ohne Verfüllung des Abstandes? Und welche Steinstärke?

    Welche Alternativmöglichkeiten gäbe es noch? Eine Firma hat mir ihren Leichtputz vorgeschlagen, eine andere einen neu entwickelten Entfeuchtungsputz. Was ist davon zu halten? Und ist an sich eine Wärmedämmung bei einer solchen Mauer überhaupt nötig.

    Ich habe mittlerweilen so viele Leute gefragt. Die Mehrheit tendiert gegen herkömmliche Wärmedämmung, hat aber auch nicht wirklich einen Alternativvorschlag. Meistens heißt es dann: Einfach verputzen, das paßt dann schon.

    Der alte Verputz wurde mittlerweilen komplett heruntergeschlagen. Und das Mauerwerk sieht an sich trocken aus. Klar - ein paar Riße sind drin und ein paar Steinchen kullern raus, aber ich denke mal, das ist normal.

    So, jetzt hoffe ich mal, daß der Text nicht zuuu lange ist, aber ich wollte ein bißchen Info geben, damit man überhaupt vernünftig antworten kann.

    Rückfragen beantworte ich gerne und vielen Dank für viele Antworten im voraus.

    Mit lieben Grüßen

    Dyna14
     
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  3. planfix

    planfix Gast

    welche ansprüche, außer der senkung der heizkosten gibt es noch?
    die feuchtigkeit unter dem linolium sehe ich nicht mal als problem, da das linoleum dort dicht gemacht hat wird es kondesat sein, das von außen durch diffundiert.
    einen naturstein zu dämmen ist das eine problem, die ungedämmten bereiche, die in der erde liegen ein weiteres.
    was ist mit den fenstern? ... neue dichte oder alte substanz?
    eventuell ist es einfach ratsam wirklich nur zu verputzen und über heizung und lüftungsanlage möglichst energiesparend ein angenehmes raumklima zu schaffen.
    holt jemanden der was von bauphysik versteht. das sind nicht unbedingt energieberater:motz
     
  4. bernix

    bernix

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    Schon mal was von einer Lüftungsanlage gehört?

    ansonsten wie vor: Das Thema ist zu komplex: Da muss ein Fachmann vor Ort dran!

    gruss
     
  5. Dyna14

    Dyna14

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    Erst mal lieben Dank für Eure Antworten! :)

    Also ich möchte hauptsächlich die Heizkosten senken und keine Schimmelburg haben. Die Fenster sind bereits erneuert worden. Das Fundament wurde jetzt freigelegt. Sieht trocken aus - genauso wie die kompl. Hauswand, da der Putz schon komplett herunten ist. Von dem her hätte ich eigentlich gute Karten.

    Lüftungsanlage hab ich keine und will auch keine. Ich steh mehr auf Frischluft. Vor allem denk ich mal würde die sehr kostenaufwendig zum Einbauen.

    Daß es ein komplexes Thema ist, das hab ich schon mitgekriegt. Bin ja seit über einem Jahr nur noch am Lesen, Forschen und Fakten und Ideen sammeln. :)

    Wo kriegt man einen Bauphysiker her? Ich hab mich bis jetzt mehr mit Energieberatern unterhalten und dem einen würd ich glatt fachliche Dummheit bestätigen. Das war sogar meinem gesunden Menschenverstand klar, daß das keine gute Auskunft war. Der zweite, mit dem ich heute sprach, der war ganz ok von den Ansichten her.

    Liebe Grüße, Dyna14
     
  6. planfix

    planfix Gast

    1. dämmen (ist bei dir gar nicht so einfach)
    2. ein günstiges heizsystem (da muß man/frau die randbedingungen prüfen)

    1. oberflächentemperatur erhöhen
    2. luftfeuchte kontrollieren (lüftungsanlage, zentral - dezentral, ... randbedingungen prüfen) ... dezentral ist frischluft und zentral meist auch

    naja, da hätte ich schon eine idee ... innen eine heraklithverkleidung und eine wandheizung, das MUSS man/frau aber erst mal bauphysikalisch prüfen
    (... frag doch mal bruno ob er das rechnen kann)
    die wandheizung könnte man mit einer wärmepumpe "füttern", ... nur wenn die randbedingungen passen
     
  7. Dyna14

    Dyna14

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    Erst mal nochmals Dankschön für die Antworten.

    Mittlerweilen bin ich schon wieder auf eine neue Idee gestoßen. Wenns so weiter geht, kann ich bald selber als Energieberater arbeiten, so viel Material wie ich lese. :)

    Und zwar was ist von einem Wärmeputz zu halten? Schafft er einen Wert von 0,045 W/m²K? Oder sind Minopor oder Multipor-Mineralplatten eine bessere Lösung?

    Und wer ist bitte von Euch Bruno? So gut kenn ich Euch leider noch nicht. Aber vielleicht wird es ja noch. :)

    Und Ihr könnt ruhig bei der Bezeichnung Mann bleiben - das Mann/Frau ist doch recht umständlich. :D

    Ganz liebe Grüße, Dyna14
     
  8. Bauwahn

    Bauwahn

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    Da müsste der Putz ziemlich dick aufgetragen werden.
    Verwechsel nicht Lamda (W/mK, eigentlich Wm/m²K) mit U-Wert (W/m²K).

    Eine Aussendämmung würde das Schimmelrisiko eher verkleinern als vergrößern, wenn Du schon neue Fenster drin hast.
    Wichtig ist, dass die Diffusionsfähigkeit passt.

    Ausserdem wird man was gegen aufsteigende Feuchtigkeit tun müssen.

    Thomas
     
  9. Dyna14

    Dyna14

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    Hallo Thomas!

    Vielen Dank für Deine Auskunft. :D

    Also ich hab jetzt den Bau von unten her mit einem Betonsockel abgefangen und zwischen Mauerwerk und Betonsockel ist eine Folie gekommen. Somit dürfte die Feuchtigkeit von unten her kein Problem mehr sein - hoff ich mehr.

    Die Werte bring ich immer noch durcheinander, weil ich da noch keine vernünftige Erklärung gefunden hab, was da was ist, weil jeder irgendwie davon ausgeht, daß man das weiß. Was natürlich nicht sooo stimmt. Aber ich hab ja noch einige Links zum Lesen hergerichtet. Vielleicht weiß ich es ja danach.

    Der Putz muß sowieso rel. dick aufgetragen werden, weil die Wand so krumm ist. Da hat man etliches auszugleichen - denke mal 8 cm könnten es schon werden. Könnte das ausreichend sein?

    Und noch ein Problem hab ich. Mein Vorbesitzer hat einen "Neubau" mit einem Zimmer dran gestellt und da einen 30ger-Schlaggenstein verwandt. Fragt mich jetzt bloß net, wie das Ding auf Hochdeutsch heißt. Aber nachdem hier lauter Bayern bisher geantwortet haben, hoff ich, Ihr wißt, was ich mein. :) Es ist ein Stein, der irgendwie aus Beton und Hochofenasche produziert wurde und den man mittlerweilen nimmer hernimmt. Diesen Neubau hab ich dann zur Raumgewinnung noch aufgestockt und da wurden dann 30ger Hohllochziegel verwandt. Reicht da der Putz oder wären da die Multiporplatten sinnvoll?

    Ich weiß schon - ich frag schon wieder recht viel, aber nur durch Fragen lernt man. :)

    Liebe Grüße und an schönen Frauentag!

    Dyna14
     
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  11. Dyna14

    Dyna14

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    Ich muß mich schnell nochmal korrigieren - fast lauter Bayern - Rheinhessen hab ich unterschlagen - sorry! Aber ich hoffe Bernix - falls er hier lesen sollte, weiß auch was ich mein. :winken
     
  12. Dyna14

    Dyna14

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    Hallo nochmal!

    Ich hab leider den Kopf zur nochmaligen Bearbeitung der Texte noch nicht gefunden. :( Deswegen erstell ich jedes Mal einen neuen Beitrag. Vielleicht gibt mir mal wer einen Tip, wo ich den finden kann.

    Ich hab jetzt versucht Bilder hochzuladen. Hoffe, es hat geklappt. Man sieht das Haus ohne Putz - einmal eine alte Front und einmal die Neubau-Front. Das Bild - auf dem das Mädel steht (ist eine liebe Freundin von mir) - zeigt den Betonsockel mit der Folie und dem zukünftigen Weg daneben (kommen Betonplatten drauf mit Gefälle zum Garten hin, daß das Wasser wegläuft).
    Ich hoffe, jetzt kann man sich mehr drunter vorstellen.

    Ein Profilbild versuch ich auch hochzuladen. Mal gucken, ob es klappt, das wäre dann die wirkliche Namensträgerin. Meine kleine Stute. Ist nur 1,40 groß und ganz brav. :)

    Liebe Grüße Dyna14
     
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