Wärmedämmung gegen Schimmelbildung

Diskutiere Wärmedämmung gegen Schimmelbildung im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo, es geht konkret um ein Mehrfamilienhaus Baujahr 1968 mit 8 Wohneinheiten. Die Außenhaut des Hauses ist ungedämmt. Die Wand besteht aus...

  1. #1 Cello88, 19.02.2021
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    Hallo,

    es geht konkret um ein Mehrfamilienhaus Baujahr 1968 mit 8 Wohneinheiten. Die Außenhaut des Hauses ist ungedämmt. Die Wand besteht aus einem Kalksandstein ca. 27 cm dann folgt eine 4 cm Putzschicht und am Ende folgt ein Klinker. Der Klinker ist im wesentlichen gut erhalten.

    Nun zu dem Problem:

    Im Dachgeschoss bildet sich an der an der Außenwand (Übergang Dachschräge zur Außenwand vgl. Foto) Schimmel. Da die Wandtemperatur auf der Innenseite teilweise deutlich unterhalb des Taupunkts liegt, scheint der Schimmel Kondenswasser bedingt zu sein. Im Winter konnte im Eckbereich der Außenwand eine Temperatur von 6 °C bei einem Taupunkt von 11 °C ermittelt werden. Die realtive Luftfeuchtigkeit ist in den Räumen nicht außerhalb der Norm und es wird regelmäßig gelüftet.

    Meiner Meinung nach muss die Wand gedämmt werden.

    Meine erste Frage wäre nun: Muss die Wand vollständig gedämmt werden? Wenn ja, wie am Besten?

    Man würde eine Außendämmung einer Innendämmung vorziehen, sofern ich das bisher richtig verstanden habe. Problem hierbei, eine Einblasdämmung scheint auf Grund des fehlenden Hohlraums nicht möglich.
    Ein weiteres Problem ist schlicht und ergreifend der Platz zum Nachbargrundstück, die Außenwand endet bereits jetzt schon bündig mit dem Nachbargrundstück. Ein dickerer Aufbau für eine Außendämmung wäre somit nicht möglich. Zumal eine Dämmung der Außenhaut bei der großen Fläche extrem Kostenintensiv wäre.

    Bleibt am Ende nur eine Innendämmung? Ist eine Innendämmung im Mietbereich sinnvoll? Wie sieht es aus wenn der Mieter große Dübel in die Wand einbringt? Entstehen an dieser Stelle nicht erneut Kältebrücken, die zu neuen Problemen führen?
    Die Wand ist regelmäßig Schlagregen ausgesetzt. Ich Sorge durch eine Innendämmung ein weiteres Schimmelproblem zu generieren?!

    (Die Wärmebildaufnahmen wurden leider bei sehr milden Außentemperaturen erstellt (ca. 12 °C).

    Für Tipps wäre ich sehr dankbar!
     

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  2. SvenvH

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    Seit wann besteht das Schimmelproblem? Das Haus steht ja nun schon seit 53 Jahren. Wenn es in der Vergangenheit keine Probleme gab, kann das nur am zu wenig lüften und heizen liegen.
     
  3. #3 driver55, 19.02.2021
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    Kann dir uneingeschränkt zustimmen.

    Wenn von aussen keine Feuchtigkeit eintritt, reichen FENSTER (AUF) und HEIZUNG (AN) um das "Problem" in den Griff zu bekommen.
     
  4. #4 Cello88, 19.02.2021
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    Das kann ich leider nicht genau sagen. Vorher hat da eine ältere Frau gewohnt (7 Tapeten übereinander geklebt und sich auch sonst nicht wesentlich für den Zustand der Wohnung interessiert). Aber was ich aktuell sehen kann, dass die Wandoberflächentemperatur im Winter häufiger unterhalb des Taupunkts liegt. Die Bilder zeigen eine Raumtemperatur von 21,8 °C. Finde ich für ein Schlafzimmer schon recht hoch. Die relative Luftfeuchte ist mit 51 % doch auch nicht übermäßig hoch würde ich sagen?!
     
  5. #5 simon84, 19.02.2021
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    Fußleistenheizungin dem Bereich verbauen
    Ansonsten mit CaSi dämmen an der Stelle

    Außendämmung fällt wohl auch wegen dem Klinker aus
     
  6. #6 Fabian Weber, 20.02.2021
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    Ich würde dort auch eher die Dämmung von Innen anbringen und auch mal schauen, wie es um das Dach steht.
     
  7. #7 klappradl, 20.02.2021
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    Zwischen den Klinkern und dem KS-Stein wird in der Fläche kein Putz sondern noch eine Luftschicht sein Für eine Außendämmung müsste man die Klinker abnehmen, hätte dann aber wieder mehr Platz.
     
  8. #8 Cello88, 20.02.2021
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    Laut Bauplänen ist die Wand nicht zweischalig. Zwischen dem KS und dem Klinker ist eine durchgehende Mörtelschicht. Also kein Hohlraum vorhanden, sonst könnte man eine Einblasdämmung vornehmen.

    Leider wurden in der Wohnung neue Fenster eingebaut, dadurch sollte sich das Problem mit der Schimmelbildung noch mehr verstärken.
     
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  9. #9 simon84, 20.02.2021
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    wenn nicht gleichzeitig Maßnahmen für ausreichende Belüftung getroffen werden
     
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  10. #10 Cello88, 20.02.2021
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    Macht denn eine Wärmedämmung von Innen im Mietbereich Sinn?
    Entstehen durch das Einbringen von Dübeln neue Kältebrücken?
     
  11. #11 Fabian Weber, 20.02.2021
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    Die Dämmung kann auch geklebt werden, wenn es nur diese eine Wand ist, dann würde ich mal über Multipor nachdenken.
     
  12. #12 simon84, 20.02.2021
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    Wärmebrücken entstehen da nicht zumindest nicht in einer Art die du meinst, welche „gefährlich“ werden könnten.

    gerade im „‚mietbereich“ macht das Sinn.

    RegelAir in die Fenster ggf noch feuchte gesteuerter automatische Abluft in Bad und Küche, und die minimal Dämmung an gefährdeten Stellen dann hast du als Vermieter deine Ruhe, auch wenn der Mieter „Lüftfaul“ ist
     
  13. #13 Cello88, 06.03.2021
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    Eine Frage hätte ich dennoch. Wenn man sich das Wärmebild der Innenwand bei kälteren Temperaturen anschaut (siehe Anhang), wäre es dann nicht möglich das lediglich der Übergang zwischen Dach und Wand nicht dicht / ungedämmt ist?
     

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  14. #14 Fred Astair, 06.03.2021
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    Das Ixel ist eine geometrische Wärmebrücke, weil da jedem Quadratzentimeter Innenfläche ein Vielfaches an Außenfläche gegenübersteht. Das Problem ließe sich weitgehend mit kugelförmigen Behausungen lösen.
     
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