Wärmedämmung Verputzen -> Probleme

Diskutiere Wärmedämmung Verputzen -> Probleme im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Moin! Ich bin gerade dabei, einen Teil meiner Wand per Styropo/Styrodur zu dämmen. Es geht dabei um eine Kellerwand, die in leichter Hanglage (8...

  1. Thias

    Thias Gast

    Moin!
    Ich bin gerade dabei, einen Teil meiner Wand per Styropo/Styrodur zu dämmen. Es geht dabei um eine Kellerwand, die in leichter Hanglage (8 Meter lang) am einen Ende zu etwa 1,5 Metern von Erdreich zugedeckt ist, am anderen Ende nur noch 20 cm. Der Grund der partiellen WD: Ich hatte im letzten Winter massive Feuchtigkeitsprobleme in den Räumen durch Kondensation an den Wänden (Küche). Trotz gewissenhaftem Lüften war es nicht möglich die Wand trocken zu halten. Die Wand war einfach so kalt, dass sich Tropfen auf den Fliesen gebildet haben, sobald man nur die Heizung angemacht hat, dabei haben wir etwa 3 mal am Tag stossgelüftet. Wenn gekocht wurde, war das Fenster die meisste Zeit über offen.... Und innerhalb kürzester Zeit blühte der Schimmel. Eine lustige Anekdote dazu: Wenn man Mittags einen Topf aus dem Schrank geholt hat, der an der ungedämmten Wand war, hat der Topf sofort beschlagen, durch die Temperaturdifferenz Schrank - Zimmer :(
    Die Wand ist etwa 60 Jahre alt und teilweise Beton, teilweise Lochsteine. Dicke etwa 36 cm. Unterirdisch eingestrichen mit Dickschicht, oberirdisch neu verputzt (etwa 2 Jahre her) mit einem Putz, in dem kleine weisse Kügelchen drin sind. Das Erdreich war Lehmboden bis direkt an die Wand. An der untersten Kante waren Ziegelröhren verlegt, zur Drainage, von einer kleinen Sickerkiesschicht umgeben.

    Leider konnte ich das ältere Ehepaar, das über mir wohnt, nicht davon überzeugen, die ganze Wand mit einer Wärmedämmung zu versehen. Darum habe ich mich entschlossen, meinen Teil zu dämmen und nach oben hin mit einem kleinen Kupferdächlein abzuschliessen.

    Ich habe also abgegraben bis Unterkante Bodenplatte+10cm. (Von Hand durch Lehm - das war ein Spass!) Dann habe ich den alten Teeranstrich nocheinmal mit einer neuen Schicht versehen. Anschliessend habe ich 12 cm BASF Styrodur "untenrum" (Die Unterkante der WD-Platten = Unterkante Bodenplatte) und Styropor (das 40er mit leicht besserem Dämmwert) "obenrum" verklebt. Als Kleber habe ich "Probau Klebe- und Armierungsmörtel" verwendet, den man in einschlägigen Baumärkten erwerben kann und der mir von verschiedenen Seiten empfohlen wurde. Dabei hatte ich schon Schwierigkeiten mit den Styrodur-Platten. Manche wollten nicht kleben bleiben. Erst nachdem ich eine dünne Schicht Kleber an die Wand geschmiert und trocken liess, vor dem eigentlichen Verkleben der Dämmplatten, haben sie gehalten. Ich dachte, das Problem sei die nicht Wasserdruchlässige Wandbeschichtung (Teerzeugs), was ein gleichmässiges Austrocknen des Klebers verhindert. Die Sache war mir dann aber letztlcih egal, schliesslich hat es ja dann gehalten und das ganze war auch schöner, weil durch die erste "Kleberschicht" Unebenheiten der Wand ausgeglichen werden konnten. Die Dämmplatten, die oberhalb der Erde sein werden, habe ich zusätzlich mit diesen Plastikdübeln festgemacht. Die Oberkante "meiner" Wärmedämmung ist etwa 30cm höher als meine Decke, um Kältebrücken zu verhindern. Die 2 Fenster, die in der Wand sind, habe ich auf die Aussenkante der (Stein)Mauer gesetzt, sodass hier weniger Wärme rausgeht und die Laibung von aussen nicht so tief ist, (Eines der Fenster musste sowieso ersetzt werden.) Die Fensterbänke habe ich mit Dicken Metallwinkeln verstärkt, damit sie nicht abcknicken, sollte sich jemand draufsetzten. Eine andere Lösung ist mir da einfach nicht eingefallen, auch wenn das jetzt ein wenig Kältebrücke ist...

    Und nun kommen wir zum eigentlichen Problem, das ich im Moment habe: Die Armierung. Die Theorie: Man nimmt den Klebe-und Armierungsmörtel (den selben, den man zu aufklebern der WD-Platten genommen hat) und ein Armierungsgewebe. Man "schmiere" den Mörtel samt Gewebe (Die Sauberen Eckverstärkungen und Fensterlaibungen usw. nicht vergessen) auf die Wand, warte, bis es trocken ist, schmiere noch eine Schicht Mörtel obendrauf und dann kommt der Putz. So habe ich es dann gemacht. "Unterirdisch" wollte ich auf den Putz verzichten. Dort, dachte ich, kann eine weitere Schicht Teerzeugs nicht schaden, dann eine Noppenbahn, Drainageschlauch, Sickerkies und fertig... Doch leider ist mir dann beim aufpinseln des Teers aufgefallen, dass sich an manchen Stellen der Armierungsmörtel samt Gewebematte von den Styrodurplatten (und nur von denen - nicht beim Styropor!) gelöst hatte. Betroffen ist eine etwa 50x50cm grosse Fläche. Jetzt frage ich mich: Wie kann das sein? Was habe ich falsch gemacht? Wann kommt der Rest "runter"?
     
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  3. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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    waren wahrscheinlich glatte Platten oder? Mit angerauhter Oberfläche wäre das nicht passiert... Drahtbürste oder geriffelte / gewaffelte Oberfläche
     
  4. Thias

    Thias Gast

    Jep, die Platten waren "Arschglatt". Ich hab sie auf der Klebeseite mit einer Säge angerauht, nachdem mir die erste Platte abgefallen ist. Hat aber nichts genutzt. Ohne vorher aufgebrachten und angetrockneten Kleber sind die angrauhten auch abgefallen.
     
Thema: Wärmedämmung Verputzen -> Probleme
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  1. sockel bodenplatte styrodur verputzen

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