Wärmepumpe, FBH und KWL

Diskutiere Wärmepumpe, FBH und KWL im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Fachmänner, man(n) liest so viel im Netz bei diversen Herstellern. Ich weiss nun eigentlich gar nichts mehr. Was ist gut, was ist...

  1. hdueb

    hdueb

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    Hallo Fachmänner,

    man(n) liest so viel im Netz bei diversen Herstellern. Ich weiss nun eigentlich gar nichts mehr. Was ist gut, was ist schlecht, die Vielzahl der Informationen hat mich komplett verwirrt.

    Was bauen wir: 2 Vollgeschosse, Flachdach, 995 ccm umbauter Raum, EG sehr offen, OG geschlossen Räume, Südseite EG sehr große Glasflächen.Maueraufbau KS 20cm + 16cm WDVS.
    Gartenfäche 350 qm.

    Das haben wir soweit auch, inkl. Bauantrag.

    Nun zu meinen Fragen:

    1. Wir wollen eine KWL, mir schwebt eine Zehner Comfoair 350 vor. Was gefällt mir daran: Sie ist Passivhaus zertifiziert (sehr gute Leistungswerte), Zuluft wir immer zentral von der Anlage angefahren, Schöne Auswahl von Design Abdeckungen.

    Gibt es hierzu etwas zu beanstanden? Was würdet ihr empfehlen?

    Ein Heinzungs- und Lüftungsbauer hat mir mit nachdruck Dimplex empfohlen und zwar die Komplette Installation WP und KWL des Hersteller. Er meinte man sollte da nicht die Hersteller mischen.

    Nebenbei: Ist es eigentlich möglich die Abluft der KWL für die Zuluft eine Luft/Wasser WP zu benutzen. Wäre das sinnvoll? Meine, sehr laienhafte Idee: Die Abluft der KWL müsste doch wärmer als die Außentemperatur im Winter sein. Wären da nicht bessere COP Werte zu erzielen?

    Pluggit KWL, ist die billiger und langt sie aus? Oder einen ganz anderen Hersteller?


    2. Wärmeerzeugung Wärmepumpe

    Hoval hat laut dem Wärmepumpen-Testzentrum (http://www.ntb.ch/3896.html) relativ gute anlagen.

    Sie bieten einmal die Thermalia DV mit High Condesor. "Als Wärmequelle für den High-Condensor wird die Restwärme der Heizungswärmepumpe für eine besonders wirtschaftliche Warmwassererzeugung ohne zusätzlichen Energiebedarf betrieben."

    Für einer Thermalia DV 8 mit einer Heizleistung (Q) bei E4W35 kW 8,45 und E-1W35 kW7,20 langen 300m Heizkreislauf als Flächenkollektor. Hört sich doch gut an, oder?

    Auf der anderen Seite sagt man mir Luft/Wasser WP wäre rechnerisch besser.

    z.B. Hoval:

    Hoval Belaria mit CombiVal WP-VT, kennt das einer?

    oder Heliotherm, die erreichen auch gute Werte beim WPZ

    zB. Luft WP HP08L-K mit 8,70 kW und COP 3,95
    und dann gibt es da noch die Version, MODULIERENDE AUSFÜHRUNG:
    HP12L-K-M 5 - 13 kW
    Leistungsaufnahme 1,3 - 5 kW
    COP 4,2 (bei A2/W35*)

    was macht eine modulierende WP? Auf diversen Internetseiten sagt man das wäre die Zukunft...?

    zur Heliotherm wird zur Brauchwassererwärumung dann ein Frischwassersystem ZH-FWS01 mit Speicher ZH-S3101 verwendet.

    Taugt das alles was? Wie sind eure Meinungen und Vorschläge.


    3. FBH ohne ERR, in den Bädern zusatzliche Wandheizung mit eigenem Kreislauf.

    Soll ja angeblich funktionen, würde es gerne so realisieren.
    Was muss ich tun um eine Befreung zu bekommen, gibt es das Beispiele an die man sich halten kann?

    Wie erkäre ich es meinem Architekten und wie wird so etwas ausgeschrieben? Soll ich hier lieber einen Fachplaner einschalten oder bosy fragen... Zu dem Thema FBH ohne ERR bin ich noch total unsicher.

    Haut rein in die Tasten und schon mal vielen Dank.


    Gruss
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    zu 1. Schwer zu sagen. Ich finde Deine Lösung OK.

    zu 2. Modulierende WP regeln die Leistung indem Sie einfach ausgedrückt den Kompressor schneller oder langsamer laufen lassen.
    Vorteil, gerade während der Übergangszeit mit einem geringen Wärmebedarf, kommt die modulierende WP auf brauchbare Laufzeiten (steigert Effizienz). Das kommt vor allen Dingen einem Betrieb ohne Puffer (nur FBH) entgegen.

    zu 3. Ich würde sagen "Bruno fragen" ..:D
    Er hat auf seiner Webseite alles Notwendige stehen.
    Wenn die komplette Anlage perfekt aufeinander abgestimmt ist, wäre eine ERR entbehrlich.

    Gruß
    Ralf
     
  4. OldBo

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    Tja, wenn man sich unsicher ist, dann sollte man immer eine einfache Lösung der ERR vorsehen oder ein nachträgliches Anbringen ermöglichen. Ob sie dann gebraucht wird, dass ergibt sich aus den Heizgewohnheiten und der Nutzung der Räume. :shades

    Gruß

    Bruno
     
  5. alex2008

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    zu 1) Zur http://www.zehndergroup.com/de/ gehört u.a. auch Paul. Identische Geräte haben je nachdem unter welchem Markennamen diese vertrieben werden schon mal andere Preise.

    Warum die Lüftung vom gleichen Hersteller sein sollte wie die WP?
    Rein mit Restwärmenutzung der Lüftung lässt sich eine WP nicht (vernünftig) betreiben, dazu ist die Luftmenge zu gering. Mit Aussenluftbeimischung sollte dies bei kleinen Heizlasten funktionieren. Paul/Zehnder haben so was.

    zu 2) Hoval hat vor allem deftige Preise. Die WP stammen tw. aus einem genmeinsamen Werk von IDM und Hoval.
    Diese High-Condensor-Geschichte liest sich toll, aber die Wärme muß ja auch erst mal von der Heizungspumpe bereitgestellt werden.
    Ein ähnliches Konzept hat u.a. auch Hautec, da wird der Rücklauf der Fußbodenheizung genommen.
    Die DV halten leistungsmäßig mit anderen Herstellern nicht ganz mit.
    Bei der LWP sieht es etwas besser aus. Eine modullierende LWP 3-9KW hat übrigens auch Satag/Viessmann im Programm. Daikin und Mitsubishi seien dann auch noch erwähnt.

    Die Modulation macht vor allem bei Luftwärmepumpen gehörig Sinn, da diese ja ausgerechnet da Wo am wenigsten Leistung abverlangt wird die größte Leistung bringen.

    Bei allem sollte man sich aber mal überlegen Wieviel Gesamtwärmebedarf (Heizung+WW) man hat. Da drückt das WW die JAZ mehr oder weniger stark.
     
  6. Hendrik42

    Hendrik42

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    Also, es ist sicher gut, sich eine gute (im Sinne von JAZ) WP auszusuchen. Wichtiger als der letzte Prozentpunkt Wirkungsgrad am Prüfstand ist aber, dass das Gerät
    a) von jemandem eingebaut wird, der was davon versteht und
    b) daß das Gesamtsystem stimmt, also FBH richtig ausgelegt usw.

    Die "richtige" FBH (also max. Vorlauf 35°, besser weniger; hydraulisch sauber abgeglichen; keine zu langen Stränge usw.) macht im Bezug auf die JAZ sehr viel aus:
    http://hendrik42.twoday.net/stories/2266568/

    KWL und WP vom selben Hersteller sehe ich nur dann als Vorteil, wenn es eine echte Integration gibt, wie Du sie schon ansprichst, also Fortluft (hinter dem Wärmetauscher) noch in die WP usw. wie z.B. bei der Tecalor THZ 403. Sonst, siehe oben: der Installateur sollte sich damit auskennen.

    Technik: modulierende WP sind, gerade bei Luft/Wasser (weil hier die höchste Leistungsstufe seltener verwendet wird), sicherlich technologisch der letzte Schrei und wenn möglich vorzuziehen. Bei KWL sind es Systeme mit Feuchterückgewinnung (Enthalpietauscher). Bei zentral-Systemen ist bei der Planung darauf zu achten, dass die Geräuschentwicklung (Zuluft im Raum) klein bleibt!

    Bad: einen eigenen Kreislauf für den Heizkörper halte ich nicht für nötig. Haben wir jedenfalls nicht und laut meiner Frau macht der Handtuchwärmer (raumhoch) trotzdem einen Unterschied :-). Man müsste dann auch aufpassen, dass die WP nicht diesen Rücklauf misst!

    ERR: braucht man nicht :-). Wenn das mit der Befreiung nicht geht, einbauen lassen und hinterher tot machen (eigene Sicherung für die Ventile!).

    Luft WP vs Flachkollektoren: muss man echt durchrechnen. Bei einem kleinen Energiebedarf wird die Luft WP fast immer besser wegkommen. Wenn man genug Platz für Flachkollektoren hat (schön groß auslegen!), die Herstellung günstig ist und der Energibedarf entsprechend, kann es sich lohnen. Aber dann kann man auch mal über Direktverdampfer nachdenken (also Kältemittel in den Flachkollektoren, das spart den Pumpenstrom für die Sole!).

    Gruß, Hendrik
     
  7. #6 trekkerfahrer, 17. November 2008
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    Luftwärmepumpe

    Ich die Beiträge gelesen und bin auch dem Link auf die NTB Buchs gegangen

    da habe Ich am Schluß einen COP von 6,7 gefunden ( Weider ) W/W 10/35
    und da frage Ich mich warum über Luftwärmepumpen nachgedacht wird .

    zum Thema Luftwärmepumpe ein paar Gedanken

    Wann brauche Ich am meisten Heizenergie ??
    Wenn es draussen (Sau) kalt ist
    wann läuf die Luftwärmepumpe am ineffektivsten ?
    Wenn es draussen kalt ist (Cop 1,5 -2,0)

    Heizstab ist natürlich Integriert (Die Hersteller wollen den Betreiber erst bei der Stromrechnung Schocken)

    für einen so schlechten Cop frage ich mich warum Ich nicht gleich nur einen Heizstab einbaue und mir das Geld für die Wärmepumpe spare.

    heizkosten 700€ per a ( angenommene jaz 2,2)
    bei El. Direkthizung 1540€ Mehrpreis 840€

    kosten Luftwärmepumpe 13000,-
    durch Mehrkosten 840 €

    Somit kann Ich 15,5 Jahre el. heizen ohne Verluste zu machen
    ohne kosten gerechnet für Wartung Reinigung, Platzbedarf, ....
    und nach 20 Jahren ist das Teil eh hin.

    Und vor allem ohne Ventilator im Garten der Nachts nur Lärm macht

    Schönen Abend
     
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  9. OldBo

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    Die Rechnung ist genauso richtig, wie die Berechnung der Klimaveränderung. Wenn dann noch die Heizungsanlage rausgerechnet wird, dann sieht es noch anders aus. Dann könnte man noch überlegen, ob man die ganze Bude auf 20° C oder mehr heizen muss :irre

    Gruß

    Bruno
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Wenn nur alles so einfach wäre. Prospekt rauskramen, COP nachschauen, Preis vergleichen, kaufen.

    SO einfach ist es NICHT !

    Bei einer W/W-WP brauchst Du zuerst einmal viel Wasser, und dann auch noch eine Genehmigung, damit Du das Wasser anzapfen darfst. Bei uns in der Gegend sind das beispielsweise zwei K.O. Kriterien.

    Die Frage ist sogar berechtigt, aber nur bei Gebäuden mit sehr geringem Wärmebedarf. Deine Annahme mit JAZ 2,2 wäre nur dann richtig wenn (wie so oft) eine WP eingebaut wird wo man an sich keine WP einbauen sollte. Richtig geplant und eingebaut ist eine JAZ um die 3,0 kein Problem, selbst in älteren Gebäuden. Hochgezüchtete WP mit einer JAZ >> 3,5 lasse ich mal außen vor, da hier tatsächlich die Investitionskosten eine erhebliche Rolle spielen.

    Womit wir bei den Investitionskosten wären. Genau da liegt das Problem. Eine LWP für 13T€ würde ICH niemals kaufen, es gibt genügend günstigere Lösungen.

    So und jetzt schauen wir mal. Haus, 20.000kWh

    Stromkosten Heizstablösung: min. 3.000,- € p.a.
    Stromkosten WP: 1.000,- € p.a. (mit HT/NT WP Tarif ca. 900,- €)

    Hier spielen die Stromtarife eine erhebliche Rolle, und die Tatsache, daß Du für Deinen Heizstab bald keinen günstigen Stromtarif mehr bekommst, habe ich noch nicht einmal berücksichtigt. Dann werden aus Deinen 3.000,- € schnell mal 4.000,- €.

    Ich habe zuhause bei sparsamer Beheizung ca. 27.000-30.000kWh p.a. Da wäre ein Heizstab mein Ruin.

    Was willst Du bei einer LWP warten? Druck kontrollieren (Manometer ablesen) das wirst Du wohl noch selbst können. Sollte tatsächlich mal was undicht werden, dann ist das einfach repariert. Eine LWP ist kein technisches Wunderwerk, sondern einfache Technik.
    Wie oft wartest Du Deinen Kühlschrank?

    Da liegst Du fast richtig, denn so mancher Hersteller hat noch nicht kapiert wohin der Zug fährt. Aber auch hier muss man suchen und wird LWP finden die bei den EFH-üblichen Leistungsklassen im Bereich 50dB(A) und darunter liegen. Zudem kann man auch den Aufstellungsort geschickt wählen und dadurch das Lüftergeräusch minimieren.
    Nur nebenbei bemerkt, meine Dunstabzugshaube zuhause in der Küche hat 67dB(A), mein Heizlüfter schafft 74dB(A). Jeweils in 1m Abstand gemessen. Dagegen ist eine LWP richtig "leise".

    Fazit: Es ist nicht alles so einfach wie es auf den ersten Blick scheint.

    Gruß
    Ralf
     
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