Wärmepumpe für Brauchwasser ausreichend?

Diskutiere Wärmepumpe für Brauchwasser ausreichend? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo! Wir sind im Begriff einen Neubau zu planen und wir würden gerne mit Wärmepumpe heizen. Da das Grundstück ausreichend Größe besitzt...

  1. #1 ReneLE77, 7. Mai 2009
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    Hallo!

    Wir sind im Begriff einen Neubau zu planen und wir würden gerne mit Wärmepumpe heizen. Da das Grundstück ausreichend Größe besitzt sollte ein Flächenkollektor aufgrund der geringeren Investitionskosten am ehesten in Frage kommen.

    Nun stellt sich mir aber die Frage, wie wir am besten die Brauchwasserversorgung gestalten.
    Ist dazu eine Solarthermieanlage notwendig?
    Ich habe auch schon WP-Systeme gesehen (als Flyer), welche mittels eines Schichtenspeicher die höheren Vorlauftemperaturen im oberen Bereich abgreifen.
    Sollte so die Nutzung der Solaranlage überflüssig werden können?

    Wie denkt ihr über meine Ansätze und welche Gedanken sollte ich mir im Vorfeld noch machen bzw. beim Anbieter erfragen?

    Danke im Voraus!
     
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  3. #2 fmw6502, 7. Mai 2009
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    kurz und knapp meine Meinung als Bauherr:
    WP ist i.allg. ein guter Ansatz, Flächenkollektor auch gut
    Solarthermie für Warmwasser reicht nicht im Winter, bei WP rentiert sie sich eh nicht. Man kann aber dafür bei der EneV-Berechnung "Pluspunkte" sammeln und das Ökogewissen beruhigen.
    Hier im Forum sind die Themen schon mehrfach- auch kontrovers - durchgekaut worden, nimm Dir Zeit lies viel und Du kannst auch die endgültige Beratung vor Ort besser verstehen.
    Desweiteren empfehle ich immer, bei WP-Interesse zu einem Kältebauer zu gehen. Die kennen sich mit den verschiedenen Varianten i.allg. einfach besser aus- Suche zB über VDKF.
    Gruß
    Frank Martin
     
  4. #3 ReneLE77, 7. Mai 2009
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    Verstehe ich das richtig, dass die Solarthermie bei Nutzung einer WP quasi überflüssig wäre?
    Wie sollte ich demnach die Brauchwassererwärmung gestalten?

    (Ein Ansatz reicht mir, ich werde noch das Forum nach Details durchforsten)

    Danke!
     
  5. #4 fmw6502, 7. Mai 2009
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    Mir auf schnelle einfallende Varianten Warmwassererzeugung mit WP:
    1) die Heizungs-WP macht es mit
    2) eine Luft-WP saugt warme Luft aus dem Haus und heizt damit das Warmwasser
    3) eine eigene kleine WP, die aus der Umwelt Wärme entzieht

    Noch ein wenig Grundlagenwissen: http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=15874

    Wir haben uns für Variante 3 (mit DV/DK-System vom Kältebauer) entschieden, da die Systemkomplexität überschaubar bleibt und jedes System (Heizung, Warmwasser) separat optimal ausgelegt werden kann.

    Gruß
    Frank Martin
     
  6. #5 alex2008, 7. Mai 2009
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    Ansätze gibt es viele. Kommt auf euren Warmwasserbedarf und eure Komfortansprüche an. Auch die Kalkproblematik sollte nicht ganz aussen vor bleiben.

    Ist der Bedarf nicht übermäßig hoch würden sich Geräte mit eingebautem Speicher anbieten. Die gibt es von vielen Herstellern.

    Von Schichtspeichern und Kombispeichern sind erfahrene WP-Installateure nicht unbedingt begeistert.

    Ein geeigneter Speicher mit ausreichender Wärmetauscherfläche ist i.d.R. preiswerter und geeigneter. So ein Speicher muß ist bei Herstellern von Speichern meist günstiger zu haben als bei den Heizungsherstellern.

    Interessantes und wissenswertes rund um WP findest du übrigens u.a. auch hier:
    http://www.fws.ch/downloads_01.html
     
  7. R.B.

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    Richtig erkannt.

    So lange Du kein kochendes Wasser im Speicher bevorraten möchtest, kann so ziemlich jede WP das Wasser auf Temperatur bringen. Eine Speichertemp. von beispielsweise 50°C ist mehr als ausreichend, und das sollte für eine WP keine Herausforderung sein.

    Falls Du Geld in Solar investieren möchtest, dann ist das auch kein Problem. Man sollte jedoch in diesem Fall das Thema "Wirtschaftlichkeit" hinten anstellen, denn die Solaranlage wird sich in absehbarer Zeit kaum amortisieren.

    Gruß
    Ralf
     
  8. OldBo

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    Ich hasse Werbungen, die ich nicht genehmigt habe
    Ein Fehler wäre aber, aus hygenischen Gründen einen großen Speicher mit Temperaturen unter 50° C zu wählen.

    Gruß

    Bruno
     
  9. #8 ReneLE77, 8. Mai 2009
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    Bezieht sich diese Aussage auf die Photovoltaik, bei welche ich Strom ans "Netz" verkaufe? Warum rechnet die sich nicht?
    Ich kenne jemanden, welcher mit einer recht großen Fläche und einer guten Ausbeute auf ca. 8% Rendite kommt. (Zumindest lt. einer Berechnung inkl. steuerlicher Absetzung der Investition)
    Er konnte sogar die Instandsetzungskosten für das Dach drüber absetzen.
    Vielleicht auch eine Idee für einen Neubau?

    Danke & Gruß
    Rene
     
  10. #9 ReneLE77, 8. Mai 2009
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    Wegen Legionellen etc. nicht wahr?
    Aber was hat das mit der Größe des Speichers zu tun? Bemisst der sich nicht am Bedarf (Anzahl Personen, Wohnfläche)?

    Gruß
    Rene
     
  11. R.B.

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    Nein. Oben war doch von Solarthermie die Rede.

    Aber auch bei PV gelten ähnliche Spielregeln. Für eine Rendite von 8% muss man schon gewaltig schönrechnen. :D

    Bruno meinte wohl einen Speicher, der über den Bedarf hinaus "zu groß" gewählt wurde. Dadurch verbleibt das Wasser sehr lange im Speicher, was die Legionellenbildung begünstigt.

    Deswegen sollte man die Speichergröße auch am Bedarf orientieren. Damit ist sichergestellt, daß die Legionellen erst gar keine Zeit haben um sich zu vermehren. Dann noch die Temperatur nicht zu niedrig wählen, und schon ist man auf der sicheren Seite. :biggthumpup:

    Durch richtige Planung und Betriebsweise kann man das Legionellenrisiko zwar nicht völlig ausschließen, aber stark reduzieren.

    Gruß
    Ralf
     
  12. derF

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    Kommt ganz auf den Preis des kWp an. In letzter Zeit sind die Preise deutlich gefallen.

    Allerdings rechnen sich größere Anlagen wesentlich besser als kleine.
     
  13. R.B.

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    Das ist richtig, aber selbst bei einer 25kWp Anlage wird es schwer unter 4.000,- €/kWp zu kommen.
    Und dann beginnen die üblichen Rechnereien. Einspeisevergütung, 20 Jahre Laufzeit, und beten daß während dieser Zeit nichts kaputt geht.

    Auf jeden Fall verdient schon einmal derjenige an der Sache der die Anlage finanziert (den Kredit vergibt). Dann natürlich die Firma die die Anlage aufbaut. Und irgendwann vielleicht einmal der Besitzer.

    Gruß
    Ralf
     
  14. ReneLE77

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    Idee eines Architekten

    Hallo nochmal!

    Ich wurde die Möglichkeit hingewiesen, selbst erzeugten Solarstrom auch selber zu nutzen.
    Dies ist erst seit 1.1.09 möglich und jede erzeugt und selbst verbrauchte kWh wird mit 25ct vergütet.
    Alles was nicht verbraucht wird, kann dann ans Netz abgegeben/verkauft werden.

    Da müsste es doch möglich sein die Anlage wie folgt zu planen:
    - Photovoltaik aufs Süddach
    - Wärmepumpe (je nach dem welche Art effektiv ist)

    Tagsüber lasse ich den Wärmespeicher über die mit Solarstrom angetriebene Wärmepumpe "füllen" und erhalte dafür sogar 25ct/kWh. Wenn der Speicher voll ist oder sich insbesondere im Sommer weniger leert erzeuge ich mehr Strom fürs Netz.
    Im Winter müsste man dann allerdings sicher schauen, wie man das löst, da ja gerade in dieser Zeit der Bedarf am höchsten, aber der erzeugte Solarstrom am geringsten ist. (Dann auf WP-Tarife umschalten, wenn man die für Halbjahre vereinbaren kann?)

    Wo könnte man sich so eine Idee mal realistisch durchrechnen lassen?
    Oder habt ihr Bedenken und Anmerkungen die die Effzienz relativieren und die hohen Investitionskosten sich nicht rechnen?

    Danke!


    PS: Ich habe das Thema mal bei "regenerative Energien" aufgemacht, da ich mich wohl beim Erstellen dieses Threads in der Gruppe verklickt habe. Also ihr könnt dann gerne dort antworten.
     
  15. Julius

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    Ich habe vor allem Bedenken, daß dies ein hochgradig asoziales Verhalten wäre.
    Aber offenbar will unsere Gutmenschen-Regierung ja sowas fördern, sonst gäbe es derartig schwachsinnige Regelungen nicht... :mauer
     
  16. ReneLE77

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    Du nimmst Bezug darauf, dass der Steuerzahler damit den verbrauchten Strom subventioniert? Hast Du eigentlich Recht, aber es gibt sicher auch genug schwachsinnige Regelungen die uns viele Nachteile bringen. Warum also nicht endlich einmal auch Vorteile nutzen? Aber das ist eine andere Grundsatzdiskussion. Eigentlich wollte ich mehr die technische Machbarkeit und finanzielle Sinnhaftigkeit diskutieren.

    PS: Wir zahlen auch für die sauteure Einlagerung von Atommüll, welcher rein theoretisch dann geringer würde, wenn sich die Leute solche Anlagen aufs Dach setzen. Dann doch lieber so, oder nicht?
     
  17. R.B.

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    Und wozu soll das gut sein, wenn eine eingespeiste kWh mit etwa 47Ct. vergütet wird?
    Verlust pro selbst verbrauchter kWh = 22Ct.

    Gute Geschäft. :mauer

    Gruß
    Ralf
     
  18. Julius

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    Nein, nur 22 ct minus dem EK für Bezugsstrom, also per Saldo etwa 5 ct/kWh. :mega_lol:
     
  19. ReneLE77

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    meine schnelle Berechnung ergibt:

    Strompreis liegt bei ca. 22ct

    Einspeisevergütung ab 2009: 43ct

    Nutzen, wenn man den Strom für die WP wieder einkauft= 21ct

    25ct bekomme ich wenn ich ihn selbst nutze ---> 4 cent mehr

    Wenn man nun noch von steigenden Strompreisen ausgeht und die 25ct über
    Jahre garantiert werden, steigt die Differenz noch mehr.
    :deal ???
     
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    Ähem....bin ich heute morgen total neben der Spur? :mauer
    Du hast natürlich Recht.

    Also ich werde meine Signatur ändern. "Berechnungen von Ralf die vor 12:00 Uhr erstellt wurden, bitte zweimal prüfen".

    Jetzt müssen wir aber noch berücksichtigen, daß ich für eine WP den Strom zu einem vergünstigten Tarif einkaufe (HT/NT ca. 16/12 ct. pro kWh)

    Gruß
    Ralf
     
  22. ReneLE77

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    Korrekt, dazu die Investitionskosten und Finanzierung. Allerdings kann man die Anlage dann wahrscheinlich steuerlich absetzen.
    Lohnt sich also evtl erst später, wenn die WP-Tarife steigen sollten?
    Müsste man sich kalkulieren lassen, kann das wer?
     
Thema:

Wärmepumpe für Brauchwasser ausreichend?

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