Wärmepumpe trotz Heizkörper?

Diskutiere Wärmepumpe trotz Heizkörper? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, vielleicht kam die Frage schon mehrmals, allerdings habe ich sie bei der Suche nicht gefunden. Wir haben vor einigen Jahren ein...

  1. chichi

    chichi

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    Hallo zusammen,

    vielleicht kam die Frage schon mehrmals, allerdings habe ich sie bei der Suche nicht gefunden.
    Wir haben vor einigen Jahren ein Reihenmittelhaus gekauft und saniert. Wir haben aus Kostengründe eine Gas Heizung und Heizkörper eingebaut.
    Zusätzlich haben wir aber das Dach auf Neubau gedämmt und die Außenwände auch ganz gut. Fenster sind ebenfalls getauscht mit 3 Fach Verglasung. Also wirklich verbockt haben wir es nur bei der Heizung :)

    Jetzt zum Problem: wir möchten aus fossilen Brennstoffen aussteigen und könnten durch eine PV Anlage in die Zukunft den Verbrauch einer Wärmepumpe teils abdecken.
    Unsere Befürchtung ist aber, dass die Vorlauftemperatur auf 35 nicht ausreichend wird, v.A. wenn es kälter wird. Heute hatten wir z.B. 11 Grad draußen und es hat schon etwas länger gedauert, um das Haus von 18 auf 19.5 Grad zu bringen (und danach habe ich ausgemacht, weil ich nicht so viel verbrauchen wollte).

    Wie sind eure Erfahrungen damit?
    Ich freue mich auf einen konstruktiven Austausch oder auch gerne auf einen Hinweis, sollte das Thema woanders schon ausführlich diskutiert worden.

    VG
     
  2. Skogen

    Skogen

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    Also, eine Wärmepumpe geht auch bei Heizkörpern. Natürlich ist die Vorlauftemperatur höher als bei Fußbodenheizung, was natürlich zu Lasten der Effizienz geht. Letztendlich kommt es immer auf den energetischen Gebäudezustand an.

    Wir haben hier eigentlich gute Voraussetzungen. Reihenmittelhaus, also nur 2 Außenwände. Dach und Fenster auf Neubau getrimmt. In Verbindung mit einer PV-Anlage sicherlich überlegenswert. Das ist der eine Teil der Geschichte. Der Andere: es ist ja nicht nur Heizung. Warmwasser gehört ja auch dazu. Und da muß man denn jetzt mal genauer hinschauen, was da wie gebraucht und verbraucht wird.

    Vor einigen Jahren die Heizung getauscht: ist natürlich immer blöd, ein "neues" oder relativ neues Gerät wegzuwerfen. Fakt ist, bis sich sowas rechnet, dauert es ein paar Jahre. Es ist natürlich auch sehr viel Püschologie dabei. Gut, momentan hilft evtl. die BAFA (kommt drauf an, wie alt die Anlage ist), es ist/wird ne Rechenaufgabe. Andereseits: Energie wird teurer, wieviel teurer, ja, da verlässt mich meine Glaskugel.

    Wie sind denn die Verbräuche überhaupt?
     
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  3. #3 nordanney, 12.10.2021
    nordanney

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    Dafür gibt es Spezialisten, die Dir eine raumweise Heizlastberechnung machen - sofern Du diese bei Deiner Sanierung geschlampt hast und daher nicht vorliegt.
    Damit und Deiner gewünschten Raumtemperatur (18 oder 19,5 Grad ist für die meisten ein Kühlschrank...) kannst Du Dir Deine nötigen Heizkörper mit einer möglichst geringen Vorlauftemperatur berechnen lassen.

    Davon abgesehen sind z.B. 40 Grad auch nicht unbedingt unwirtschaftlich.

    Warmwasser = Skogens Hinweis
     
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  4. #4 nordanney, 12.10.2021
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    P.S. Berechnungen und Heizungsauslegung kosten wahrscheinlich um 200€
     
  5. #5 Fred Astair, 12.10.2021
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    Völlig falsche Herangehensweise.
    Die Heizung ist keine Nachttischlampe, die man mal an- und wieder ausknippst.
    Alle Auslegungstemperaturen sind auf das Halten, also den Beharrungszustand einer gewünschten Raumlufttemperatur berechnet.
    Um eine, noch dazu schnelle, Erhöhung der Temperatur zu erreichen braucht es wesentlich höhere Vorlauftemperaturen und mehr Heizleistung. Das kann vielleicht die Gastherme, nicht aber eine WP.
    Du müsstest also aus den Berechnungsunterlagen die Auslegungstemperatur der Heizung raussuchen und mit den Daten Deiner Wunsch-WP vergleichen.
     
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  6. #6 JohnBirlo, 12.10.2021
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    Eine funktionierende Gas-Heizung rauszuwerfen ist mit Sicherheit nicht wirtschaftlich. Aber euch gehts ja um den Ökogedanke.

    Wie wärs mit einem Scheitholzkamin im Wohnzimmer. wenn man da die Türen offen lässt, heizt der auch noch das restliche Haus.

    Ansonsten gibts auch Brauchwasserwärmepumpen. Die funktionieren hervorragend mit PV und dann würdet ihr zwischen April und September gar kein Gas verbrauchen.

    Wie alt ist denn die Gasheizung?
     
  7. #7 Fabian Weber, 12.10.2021
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    Also zum einen sind 40Grad für Vorlauftemperatur bei Wärmepumpen auch noch ok. Und zum anderen kannst Du es doch einfach ausprobieren und testen.

    Dafür machst Du jetzt mal folgendes:

    Du drehst sämtliche Heizkörperthermostate VOLL auf. Damit sind wirklich alle Räume genannt. Zusätzlich drehst Du die Heizungspumpe so hoch bis es gerade so rauscht in den Rohren.

    Wenn es dann zu warm wird, dann senkst Du die Heizkurve soweit ab bis es im ersten Raum zu kalt wird.

    Dann meldest Du Dich hier wieder und berichtest. Dann kommen die nächsten Schritte.

    Außerdem kannst Du Dir die gesamte Rechnerei durch einen Planer sparen, wenn Du Dir von Deinem Heizungsbauer JETZT einen Wärmemengenzähler einbauen lässt.

    Beschreibe doch mal kurz Deine Heizung, gibt’s da einen Pufferspeicher, was für Heizkörper sind verbaut?

    Für Wärmepumpe müssen oft größere (fetter) Heizkörper her.
     
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