Wärmepumpe

Diskutiere Wärmepumpe im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Also ich bin auch absoluter Laie was Heiztechnik und konkret in meinem Fall Wärmepumpen betrifft. Mich würde vorallem interessieren, ob...

  1. Prativni

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    Hallo

    Also ich bin auch absoluter Laie was Heiztechnik und konkret in meinem Fall Wärmepumpen betrifft. Mich würde vorallem interessieren, ob diese Technik überhaupt für mein zukünftiges "Häuschen" realisierbar ist und mit welchen Kosten man ca. rechnen müsste um diese zu installieren. Eine Tiefenbohrung wird da eher nicht infrage kommen, da die dazu nötige Technik nicht in dem Ort vorhanden ist.

    Nun zu den Daten:

    - die Wohnfläche wird ca. 550 m² betragen (Keller, Erd- und Dachgeschoss)
    - die unbebaute Grundstücksfläche beträgt ca. 1000 m²
    - Temparaturunterschiede von 80 Grad (-40 bis +40)

    Ich hoffe ihr könnt mir ein klein wenig weiterhelfen.

    Vielen Dank
     
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  3. #2 VolkerKugel (†), 22. September 2008
    VolkerKugel (†)

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    Häh ...

    ... :confused:
     
  4. Prativni

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    Im Sommer +40 und im Winter -40. Und soll natürlich Temperaturunterschiede heißen und bezieht sich auf die Aussentemperatur.
     
  5. Julius

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    Wo?
    Semibirien...?
     
  6. Prativni

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    Kenn ich nicht. Höchstens Sibirien, das wäre aber noch ungefähr 1000 km von mir (Südural) entfernt.
     
  7. pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Hier fehlen Angaben über den Wärmebedarf??? Bei einem Passivhaus kann man ohne Tiefenbohrung unter dem Rosenbeet die Erdwärme entnehmen und ist fertig.

    Gruß pauline
     
  8. Rene'

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    Hallo!

    Den Satz versteh ich nicht ganz. In unserem Dorf (ca.120 Einwohner) hatte auch niemand ein Erdbohrgerät. Trotzdem haben wir es geschafft Tiefenbohrungen erstellen zu lassen.

    Bohrunternehmen besitzen Fahrzeuge und agieren in der Regel überregional. ;)

    Gruß,
    Rene'


    PS: Gibt es in deinem Ort überhaupt einen Wärmepumpenhersteller? Wenn nicht dann fällt die WP sowieso flach.:bounce:
     
  9. Prativni

    Prativni

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    Moin Moin

    Also wie gesagt das Haus wird im Südural (Russland) stehen und in diesem Gebiet sind sie noch weit entfernt diese Heiztechnik einzusetzen bzw. überhaupt etwas davon gehört zu haben. Ich spiele daher mit dem Gedanken hier in Deutschland einen LKW vollzupacken und alles dorthin zubringen. Also wie ich schon gesagt habe gibt es dort in der Gegend kein ansässiges Bohrunternehmen und würde mein Budget sprengen, einen aus vielleicht 1000 km Entfernung zu ordern. Wie sieht es mit Flachkollektoren aus? Kann man diese bei diesen Temperaturunterschieden einsetzen?
     
  10. Rene'

    Rene'

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    Hallo!

    Jetzt kommen wir der Sache scheibchenweise näher......;)

    Allerdings glaube ich kaum das irgendein Handwerker bzw. Planer hier in Deutschland Erfahrungen mit Wärmepumpenanlagen in der von Dir genannten Klimazone hat.

    Wenn überhaupt (!) dann können Dir da nur die WP-Hersteller weiterhelfen. Am besten mal bei Waterkotte,Nibe,Alpha-Innotec....usw. direkt anfragen.
    Ohne genaue Planungsdetails bezüglich des Gebäudes, des Wärmebedarfes,der Durchschnittstemperaturen und der örtlichen Begebenheiten werden aber selbst die Hersteller sich schwer tun da eine verlässliche Aussage zu tätigen.

    Gruß,
    Rene'
     
  11. Prativni

    Prativni

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    Hallo Rene

    ich danke Dir ersteinmal für Deine Aussage. Hilft mir zwar nicht weiter aber ich werde mal schauen ob mir einer der Wärmepumpenhersteller weiterhelfen kann. Zur Temperatur hatte ich ja schon etwas geschrieben aber was meinst Du mit den örtlichen Begebenheiten? Wie kann man den Wärmebedarf eines Hauses ermitteln? Gibt es dazu spezielle Rechenformeln?

    MfG
     
  12. R.B.

    R.B.

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    In Deinem Fall würde ich mir den Einsatz einer WP sehr gut überlegen. Ohne genaue Kenntnis der Bodenverhältnisse geht das in´s Auge.
    Über Luft-WP brauchen wir nicht diskutieren, bei den min. Außentemperaturen im Winter kann man froh sein, wenn die WP selbst den Winter überlebt.
    Eine Tiefenbohrung kommt nicht in Frage, mangels Unternehmen das die Bohrung ausführen könnte.
    Bleibt also nur noch ein Flächenkollektor, und da habe ich was die Entzugsleistung des Bodens betrifft so meine Bedenken. Ich befürchte auch, daß sich der Boden während des "kurzen" Sommers nicht ausreichend regenerieren kann. Dann wäre der Kollektor nach einem Winter sowieso unbrauchbar.
    Auch die Grundstücksgröße dürfte bei der zu erwartenden Heizlast des Gebäudes nicht ausreichen.

    Also wären Alternativen angesagt. Wie gut ist die Stromversorgung (Ausfallzeiten)?
    Ich würde über Gas, Öl oder einen Holzvergaser nachdenken, evtl. auch über Strom. Eine WP könnte höchstens als Ergänzung während der Übergangszeiten genutzt werden bzw. im Sommer für die WW Aufbereitung. Dann vielleicht auch noch als Luft-WP.

    Gruß
    Ralf
     
  13. Rene'

    Rene'

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    Hallo!

    Ja, dafür gibt es spezielle Rechenformeln und Leute die das können.

    Wärmebedarfsberechnung mal nach "Sendung mit der Maus" - Art erklärt:

    Du willst das im inneren eines Hauses konstant 19 Grad herrschen. Also musst Du wissen wieviel Wärme durch die einzelnen Bauteile (Wände,Dach,Fenster... kurz gesagt die "Gebäudehülle") verloren geht und wieviel Wärme Du "nachheizen" musst um die 19 Grad Innentemperatur zu halten. Jedes Bauteil hat einen gewissen Wärmedurchlasswert der in die Berechnung einfliesst. Logisch ist das z.B. durch eine 5cm Styroporplatte mehr Wärme verloren geht als durch eine 20cm Styroporplatte.
    Also muss man genau wissen aus welchen Materialien sich die Gebäudehülle zusammensetzt und wieviel Wärme durch welches Bauteil verloren geht. Dann ist man schon mal ein Stück weiter.
    Das ist aber nicht alles:
    Man muss auch berücksichtigen wie kalt es draussen ist. Bei 25 Grad Aussentemperatur brauchst Du z.B. nix beiheizen, bei - 40 Grad aber wohl um die 19 Grad Innentemperatur zu halten.
    Auch noch ein Kriterium ist ob das Haus alleinstehend auf einem Hügel steht wo ständig der Wind mit Stärke 2.5 bläst oder mitten in einer Siedlung die in einer Senke liegt.

    Du siehst es ist nicht "eben mal so" eine Heizung geplant. Es gibt viele Faktoren die die Heizung ( und natürlich die Kosten!) beeinflussen. Ohne gescheite Planung von Anfang an wird das nix!

    Hört sich komisch an, ist aber so!


    Gruß,
    die Maus.
     
  14. Achim Kaiser

    Achim Kaiser

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    Wie tief gefriert der Boden dort ?

    Vermutlich dürfte die Frostgrenze je nach Gegend unter 2 m liegen.
    Da wird ein Flächenkollektor auch zu einem aufwändigen Vorhaben.

    Welche Energieträger stehen dort überhaupt zur Verfügung und wie gesichert ist die Versorgung damit ?

    Vermutlich darf da die hiesig gewohnte Messlatte an Versorgungssicherheit nicht unbedingt angelegt werden.

    Ein weiterer Gedanke sollte an Kundendienst und Ersatzteilversorgung verschwendet werden.
    Was passiert im Fall einer Störung ?

    Erinnert mich an ne Aussage von Ulf Merbold ... der mal meinte russische Technik sei wie ein VW-Käfer ... einfach und robust ... könne jeder Dorfschmied richten.
    Ami-Technik sei wie ein Ferrari ... prima Sache ... *wenn* sie denn funktioniert ... aber wehe die Diva hat Migräne .... :-)

    Ob ne Diva-Heiztechnik in dem Umfeld wirklich Freude bereitet .... bleibt abzuwarten.
    Je nach Umfeld würde ichs da eher mit den Dorfschmieden halten.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  15. Prativni

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    Hallo Ralf

    Dank Dir für Deine Ausführungen. Nun, der Sommer ist nicht so kurz vielleicht sogar länger und intensiver als hier in Deutschland. Eine Ölheizung wird sicher auch entfallen da es keine Zulieferer für Heizöl gibt. Sicher bleibt mir da nur die Alternative auf die dort gängige Heizart mit Erdgas umzusteigen. Sonne gibt es natürlich auch ohne Ende, vielleicht gibt es da auch noch Möglichkeiten mit einer Solaranlage Warmwasser herzustellen bzw. in Kombination mit in die Heizanlage einzubinden?
     
  16. Prativni

    Prativni

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    #Rene

    Styropor habe ich noch nicht verbaut und bin auch am überlegen ob es auch unbedingt nötig ist, da die Außenwände aus Ziegelmauerwerk bestehen und 0,65 cm dick sind. Fenster wird es auch geben, so ungefähr 15 Stück Standardplaste 2 oder 3 fach, aber da muss ich erst sehen was es dort so zu kaufen gibt. Das Dachgeschoß wird auch noch ordentlich isoliert. Vom Standort her kann man sagen, dass es freistehend ist und doch mal eine ganz schöne Brise um die Ohren pfeift.

    #Achim

    Der Frost kann schon mal bis an die 2 m runtergehen. Aber auch nur wenn oben keine 2 m Schnee liegen. Die Standardheizung wird dort mit Erdgas betrieben und die Versorgung ist da auch relativ stabil. Aber wie auch hier steigen auch dort die Preise jedes Jahr und daher versuche ich mich auch nach Alternativen umzuschauen. Da das ja nun höchstwahrscheinlich nichts wird mit WP, wäre denn der Einsatz von Solartechnik zur Warmwasseraufbereitung und für Heizung eine Möglichkeit auch in Kombination mit Erdgasheizung? Sonne gibt es ja ohne Ende und eine Dachschräge (ca. 150 m²) hat volle Südseite.
     
  17. pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Also jedes mal wenn ich über den Ural geflogen bin, war es entweder Nacht oder alles in Wolken. Aber ich vermute mal es gibt dort genausoviel Holz wie weiter hinten.

    Wenn die Leute dort mit Gas heizen, sollte man dabei bleiben und sich notfalls mit Holz über den winter retten.
    Alles andere bereitet später nur Probleme. Wer soll sich dort mit der hiesigen Technik auskennen, wenn da mal eine Störung ist???

    Gruß

    pauline

    PS:

    Wer garantiert denn unter den dortigen Bedingungen, daß immer Strom vorhanden ist????
    Das kann doch keiner im Winter!
     
  18. Prativni

    Prativni

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    Hallo Pauline

    In der Nacht scheint ja bekanntlich nicht die Sonne.:mega_lol: Ich weiß ja nicht an welcher Stelle Du den Ural überflogen hast (wohin hat es Dich eigentlich verschlagen?) aber ich nehme mal an weiter nördlicher. Ich bin im Süden an der Kasachischen Grenze und da sieht es verdammt schlecht aus mit Holz. Dort ist reines Steppengebiet und Sonne bis zum abwinken. Ich war jetzt wieder im Sommer 5 Wochen dort. In der Zeit hat es vielleicht insgesamt 5 Stunden geregnet ansonsten waren wieder Durchschnittstemperaturen von 35 Grad. Mit 50 Grad war es mal am wärmsten und mit 25 Grad am kältesten. Strom könnte man daher vielleicht auch über die entsprechende Solartechnik bekommen. Und wie gesagt, möchte ich mich nicht nur auf Gas festbinden (Preisentwicklung).
     
  19. R.B.

    R.B.

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    Für die WW Aufbereitung könnte man über eine BW-WP nachdenken. Für den Sommer sicherlich eine Alternative, für den Winter nur wenn ausreichend warme Zuluft zur Verfügung steht.
    Solar hätte den Vorteil, daß das Wasser quasi gratis aufbereitet wird. Dafür etwas höhere Investitionskosten und während der Übergangszeit oder im Winter so gut wie kein verwertbarer Ertrag.

    Man müsste sich jetzt einen Jahreserverlauf der Temperatur und Sonneneinstrahlung anschauen. Für den Sommer befürchte ich mit Solar eine Unmenge Überschuß der nicht verwertet werden kann, und bereits in der Übergangszeit zu wenig Ertrag.
    Wenn Geld übrig ist würde ich mir so ein Ding leisten. Wenn jedoch die Wirtschaftlichkeit höchste Prioirät hat, dann würde ich ganz genau rechnen und mit höchster Wahrscheinlichkeit auf Solar verzichten.

    Ohne jetzt gerechnet zu haben schätze ich, daß eine BW-WP in der 2.000,- € Klasse die bessere Lösung wäre.

    Noch ein Lösungsansatz, der je nach Jahreserverlauf der Temperatur, auch sinnvoll sein könnte. Eine billige Luft-WP die bis 0°C oder -5°C die Heizlast decken kann, und dann nur noch während der wirklich kalten Tage mit Gas heizen.

    Aber das alles kann man erst dann entscheiden wenn die Energiepreise vor Ort bekannt sind, und natürlich sollte man auch so Dinge wie Heizlast kennen.

    Gruß
    Ralf
     
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  21. Prativni

    Prativni

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    Äh, entschuldigung ich bin leider kein Spezi in Sachen Wärmepumpe geschweige denn in den Abkürzungen. WP verstehe ich ja noch. Aber BW-WP? Brauchwasserwärmepumpe?
     
  22. Wolfgang38

    Wolfgang38

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    @Prativni,

    wie willste da die Fenster festmachen bei 0,65cm??? 6,5mm :respekt

    Ok, ob Du bei 65cm Isolierung brauchst, weiss ich nicht, da es ja bis -40Grad gehen kann.

    Aber da nur zu überlegen, nur 2fach Verglasung reinzumachen, halte ich für falsch.
    Kann mir gut vorstellen, dass das bei uns wie Handtuch reinhängen ins Loch wäre bei 0Grad.

    Obs da günstig ist, im tiefen Ural Experimente mit der Heizung zu machen, sehe ich - sagen wir mal - ziemlich kritisch und als gefährliches Unterfangen.

    Gaspreise: Was ist teuer? Aufs Niveau kommts an!
     
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